Im ver­gan­ge­nen Jahr war die Strand Are­na War­ne­mün­de Aus­tra­gungs­ort eines Geheim­kon­zer­tes von Mar­te­ria, orga­ni­siert durch die Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock und War­ne­mün­de. Auch für 2026 sind Über­ra­schun­gen geplant. © TZRW

Ein Som­mer zwi­schen Tee­pott und Ost­see

16. Mai:  Am kom­men­den Mon­tag rol­len die Schwer­last­trans­por­ter in Rich­tung Tee­pott, zum Strand­auf­gang 1. Pla­nen, Schie­nen, Taue, Git­ter­ge­rüs­te und vie­les Zube­hör mehr  haben sie auf den Lade­flä­chen, um die Stran­da­re­na auf­zu­bau­en. Das Zelt für die inzwi­schen so belieb­te WAL-Bar, die unter­halb des Tee­potts im Som­mer nicht mehr weg­zu­den­ken ist, die Tri­bü­ne mit den bis zu 1200 Plät­zen und dem tol­len Blick auf Kon­zer­te, Sport­wett­kämp­fe, und natür­lich auch auf die Ost­see, wenn u. a. die Seg­ler zur gro­ßen Rund Born­holm Regat­ta star­ten und wie­der ankom­men.  Für drei Mona­te wird sich der Strand unter­halb des Tee­potts in eine von jung und alt ange­nom­me­ne Event-Are­­na ver­wan­deln. Auf der Pres­se­kon­fe­renz infor­miert die Che­fin der Stran­da­re­na, die auch in die­sem Som­mer bei Wind und Wet­ter gern ihren Schreib­tisch in der  Tou­ris­mus­zen­tra­le  ein­tauscht gegen die Ost­see­bri­se, um alle Orga­ni­sa­ti­ons­fä­den hier in der Hand zu hal­ten. Wir erfah­ren von  Ulri­ke Döring eini­ge Aus­schnit­te:

Wir star­ten mit dem 6. Jug­­ger-Stran­d­­tur­­nier am 30. Mai. Dies ist eine recht neue, lau­te Mann­schafts­sport­art mit Pom­p­fen und Juggs.  Dann vom 12. bis 14. Juni Beach­hand­ball. Über 200 Mann­schaf­ten wer­den erwar­tet. Erst­mals star­tet vom 16. bis 18. Juli  die Deut­sche  Meis­ter­schaft im Ret­tungs­sport. Ins­ge­samt wer­den Wett­be­wer­be in acht unter­schied­li­chen Sport­ar­ten in der Strand Are­na aus­ge­tra­gen.

Doch auch kul­tu­rell wird es viel­fäl­tig. Über 30 ver­schie­de­ne Künst­le­rin­nen und Künst­ler haben sich für Auf­trit­te ange­kün­digt. Kul­tu­rel­ler Höhe­punkt im Juli wer­den die zwei­ten Glas­hä­ger Strand­kon­zer­te. Dazu wer­den nach der Hin­ter­land­gang und Toco­tro­nic wie im ver­gan­ge­nen Jahr, am 9. Juli Sof­fie, Blond und Fato­ni am Strand erwar­tet. Die Kon­zer­te sind kos­ten­frei.

Auch Chri­is­toph Krau­se, Geschäfts­füh­rer von Dock­Inn und vom WAL, hat in der WAL Bar neben viel­fäl­ti­gen  gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten wie­der weit­aus mehr mit sei­nem Team zu bie­ten: Strand­par­tys, Mitt­woch­kon­zer­te, High Seacie­ty, das klei­ne Strand­fes­ti­val am 31.August, eine Pre Par­ty 20 Jah­re Fei­ne Sah­ne Fisch­fi­let mit Ost­maul und Astro Punks am 18.Juli, Lesun­gen, Film­auf­füh­run­gen und, und..

Sehr erfreu­lich, dass es auch in die­sem Jahr wie­der die ori­gi­nel­le Möwen­po­li­ce gibt, die ja vor allem an die Jüngs­ten gerich­tet ist, die ihr Eis kos­ten­los nach­ge­lie­fert bekom­men, wenn es von den Möwen stie­bitzt wur­de. Aber es wird auch an jene Men­schen gedacht, die nicht gut zu Fuß sind. Sowohl zur Tri­bü­ne als auch in den WAL, ja auch bis zur Ost­see kommt man jetzt per Roll­stuhl!

Neu wer­den in die­sem Jahr Son­nen­creme­spen­der für die Ath­le­ten und die Besu­cher sein. Mit einem Fak­tor 50 kann sich Jeder­mann und jede Frau vor den Son­nen­strah­len schüt­zen. Der Som­mer zwi­schen Tee­pott und Ost­see kann also kom­men!  Moni­ka Kad­ner

Rücken­wind für Bewer­bung um Olym­pi­sche Segel­wett­be­wer­be vor War­ne­mün­de

15. Mai: Die vom Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut dimap in der ver­gan­ge­nen Woche durch­ge­führ­te reprä­sen­ta­ti­ve Befra­gung in der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock zeich­net ein aus­ge­spro­chen posi­ti­ves Bild für eine mög­li­che Olym­pia­be­wer­bung mit Ros­to­cker Betei­li­gung: 73 Pro­zent der befrag­ten wahl­be­rech­tig­ten Ros­to­cker befür­wor­ten grund­sätz­lich eine Bewer­bung Deutsch­lands um Olym­pi­sche und Para­lym­pi­sche Spie­le. Noch deut­li­cher fällt die Unter­stüt­zung für Ros­tock-War­­ne­­mün­­de als Aus­tra­gungs­ort der Segel­wett­be­wer­be aus: 80 Pro­zent der Befrag­ten spre­chen sich dafür aus, die Wett­be­wer­be im Fal­le einer deut­schen Olym­pia­be­wer­bung in War­ne­mün­de aus­zu­rich­ten. Damit bestä­ti­gen die Ergeb­nis­se die hohe fach­li­che Eig­nung der Regi­on als tra­di­ti­ons­rei­cher und inter­na­tio­nal eta­blier­ter Segel­stand­ort.

Auch die Bekannt­heit der Bewer­bung ist bereits hoch: 60 Pro­zent der Befrag­ten haben nach eige­nen Anga­ben bereits von der Bewer­bung gehört. Das zeigt, dass das The­ma in der Stadt­ge­sell­schaft prä­sent ist und auf brei­te öffent­li­che Auf­merk­sam­keit stößt.

Bei den Erwar­tun­gen an eine mög­li­che Bewer­bung ste­hen kon­kre­te Zukunfts­the­men im Mit­tel­punkt. Beson­ders wich­tig sind den Befür­wor­tern lang­fris­ti­ge Ver­bes­se­run­gen der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, wirt­schaft­li­che Impul­se für Regi­on und Tou­ris­mus sowie eine stär­ke­re inter­na­tio­na­le Sicht­bar­keit für Ros­tock und War­ne­mün­de. Auch nach­hal­ti­ge Effek­te für den Sport­stand­ort sowie der gesell­schaft­li­che Zusam­men­halt wer­den als zen­tra­le Chan­cen gese­hen. Zugleich mes­sen vie­le Befrag­te öko­lo­gi­scher Nach­hal­tig­keit eine hohe Bedeu­tung bei.

Unter­stüt­zung erhält die Bewer­bung auch aus Wirt­schaft und Tou­ris­mus. Der Lan­des­ver­band Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern des Deut­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des (DEHOGA M‑V) hat sich eben­so hin­ter das Vor­ha­ben gestellt wie die Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer zu Ros­tock mit einem ent­spre­chen­den Kam­mer­be­schluss. Die brei­te Rücken­de­ckung zeigt, dass die Bewer­bung weit über den Sport hin­aus als Chan­ce für Ros­tock, Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern und Deutsch­land ver­stan­den wird.

Mit dem kla­ren Rück­halt aus der Bevöl­ke­rung geht Ros­tock-War­­ne­­mün­­de selbst­be­wusst in die nächs­ten Schrit­te des Bewer­bungs­pro­zes­ses. Ziel bleibt es, sich inner­halb der deut­schen Bewer­bung als Aus­tra­gungs­ort der Segel­wett­be­wer­be zu posi­tio­nie­ren. Vor­aus­sicht­lich im Herbst 2026 will der DOSB fest­le­gen, wel­ches deut­sche Kon­zept offi­zi­ell ins inter­na­tio­na­le Ren­nen um Olym­pia 2026, 2040 oder 2044 geht. Die Ent­schei­dung trifft dann das Inter­na­tio­na­le Olym­pi­sche Komi­tee (IOC). Infor­ma­tio­nen zur Bewer­bung: www.rostock.de/olympia

Die bei­den Opti­ker­meis­ter vom Alten Strom: Jana und Mar­tin Ernst. Foto: mkad

Jan­ma­re –  für den rich­ti­gen Blick

12. Mai: Auf der Walz? Wan­der­stock und Char­lot­ten­bur­ger dabei? „Nein, nein!“, lacht Jana Ernst, obwohl sie drei Jah­re und mehr als einen Tag fort war aus War­ne­mün­de. Der Wer­de­gang der heu­te 49jährigen Opti­ker­meis­te­rin erin­nert mich aber sehr an die Walz, die in ihrem Beruf Meis­ter ihres Faches ist. Sie erlern­te den Beruf eines Opti­kers 1993 in Graal Müritz.

1999 absol­vier­te sie die Meis­ter­schu­le. An der Werk­statt­wand hängt heu­te die Urkun­de eines „Staat­lich geprüf­ten Augen­op­ti­ker­meis­ters“ neben der Meis­ter­ur­kun­de ihres Geschäfts­part­ners Mar­tin Ernst.

Dann doch wie­der Rei­sen. Dies­mal Mün­chen, um einen noch bes­se­ren Über­blick über all die ange­bo­te­nen, mehr als 600 Bril­len­kol­lek­tio­nen auf dem Markt, die Tech­nik lang ein­ge­ses­se­ner Opti­ker ver­glei­chen zu kön­nen, das Neu­es­te zu sehen, zu ler­nen, anzu­wen­den.

Ein Kof­fer aber stand immer in Meck­len­burg!  Ob es im Urlaub Schick­sal war? Sie kamen gera­de in gro­ßer Fami­lie vom Strand… da wur­de das tra­di­ti­ons­rei­che Foto­ge­schäft Schä­fer und das spä­te­re vom Foto­gra­fen­meis­ter Ansehl von der Eigen­tü­me­rin zur Mie­te ange­bo­ten. Fra­gen kos­te­te ja nichts! Ob sie am Alten Strom, in ers­ter Lage, eine Chan­ce mit den Vor­stel­lun­gen einer rea­len Mie­te hät­ten? Hat­ten sie! Das soli­de, das krea­ti­ve Hand­werk, die Lei­den­schaft der jun­gen Bewer­ber über­zeug­te die alt­ein­ge­ses­se­ne War­ne­mün­der Fami­lie. Und wie­der waren es War­ne­mün­der, die Tisch­le­rei Rische und die Gla­se­rei Dett­mann, die mit Freu­de, mit gro­ßer Ener­gie und Fer­tig­keit die Bau­plä­ne so rea­li­sier­ten, wie es sich die neu­en Mie­ter vor­ge­stellt hat­ten.

Zwan­zig Jah­re sind seit all die­ser Zeit ver­gan­gen, die für Jana Ernst noch sehr fass­bar und immer noch auf­re­gend sind im Jan­ma­re, Am Strom.  Übri­gens der Name setzt sich aus den bei­den Namen Jana und Mar­tin Ernst zusam­men, die im Ost­see­bad ihr Erfolgs­kon­zept rea­li­sie­ren: Offe­ne, herz­li­che Will­kom­mens­kul­tur für Jeder­mann. Indi­vi­du­el­le, kom­pe­ten­te und modi­sche Bera­tung. Die bei­den Opti­ker­meis­ter sind sicher, hier noch wei­te­re Jah­res­ju­bi­lä­en zu fei­ern.

Mit den ande­ren Opti­kern in unse­rem Ort gibt es kei­ne Berüh­rungs­ängs­te, denn alle drei ergän­zen sich, erklä­ren mir die bei­den freund­li­chen Opti­ker und fügen hin­zu, dass Bril­len auch Mode und gut ange­zo­gen zu sein bedeu­ten. Des­halb haben sie mit elf beson­de­ren Kol­lek­tio­nen für jeden Geld­beu­tel ab 150 Euro ganz indi­vi­du­ell die pas­sen­de Bril­le. Tat­säch­lich? In die­sem Geschäft mit dem Hauch von Groß­stadt und Luxus? „War­ne­mün­de ist doch kein ver­schla­fe­ner Ort!“

Ich sehe der gebür­ti­gen War­ne­mün­de­rin an, wie glück­lich sie ist, wie­der zu Hau­se ange­kom­men zu sein, wie gut es gelun­gen ist in 20 Jah­ren zu zweit und mit täg­lich acht­stün­di­gen Öff­nungs­zei­ten hohe Ver­­­sor­­gungs-und Ver­kaufs­kul­tur an den Strom zu brin­gen.                            Moni­ka Kad­ner 

 

Eine alte Post­kar­te, die sich im Bestand des Hei­mat­mu­se­ums befin­det, zeigt die Müh­len­stra­ße mit ihren Lin­den in ver­gan­ge­ner Zeit. Damals haben Anwoh­ner offen­sicht­lich den Wild­wuchs an den Bäu­men noch besei­tigt und für eine gepfleg­te Fla­nier­mei­le gesorgt. 

Die­se Auf­nah­me von der Müh­len­stra­ße ent­stand in die­sen Tagen. Foto: mkad

Alt wie ein Baum….

11. Mai: Alt wie ein Baum, möch­te ich werden….wer von uns Älte­ren kann die­sen Text nicht zur Melo­die der Puh­dys aus dem Jahr 1977 mit­sin­gen? Mir fällt die Melo­die ein, wenn über die alten Bäu­me in der Müh­len­stra­ße mit anmu­ten­den wis­sen­schaft­li­chen Abhand­lun­gen der Initia­ti­ve Ret­tet den Küs­ten­wald gegen die  Gewer­be­trei­ben­den und mit vie­len Ämtern in der Stadt­ver­wal­tung gestrit­ten wird. Dabei hat kei­ner die Leich­tig­keit der Puh­­dy-Musik im Hin­ter­kopf…

Wir  Ein­woh­ner lie­ben die­se knor­ri­gen Kopf­lin­den so oder so in unse­rer Haupt­stra­ße.

So sagen die einen: Wir möch­ten die Kopf­lin­den in der Müh­len­stra­ße als Baum­na­tur­denk­ma­le unter Schutz stel­len.

Das bedeu­tet, dass auch die unmit­tel­ba­re Umge­bung der Bäu­me, min­des­tens mit einer Flä­che unter der Baum­kro­ne zuzüg­lich fünf Meter nach allen Sei­ten, geschützt ist. Es bedeu­tet, dass kein Bür­ger­steig repa­riert wer­den darf, kei­ne Blu­men­kü­bel das Grün der Bäu­me ergän­zen dür­fen und vor allem kei­ne Tische und Stüh­le auf­ge­stellt wer­den kön­nen. Es wür­de sehr still wer­den in der Haupt­stra­ße unse­res Ortes.

Die Gas­tro­no­men könn­ten den Som­mer nicht nut­zen, um in jeder Form ihren Gäs­ten ent­ge­gen zu kom­men und ihr Geschäfts­kon­to fül­len, um im Win­ter über­le­ben zu kön­nen. Es wür­de bedeu­ten, dass die Lin­den, die vor hun­dert Jah­ren in den Zen­tren von klei­nen Orten tat­säch­lich extra gepflanzt wur­den als Treff­punkt für ein Gemein­de­le­ben, dass dies in War­ne­mün­de nicht in Fra­ge kommt.

So sagen es in der Stra­ße ihrem Beruf und Gewer­be nach­ge­hen­den Wir­te und Händ­ler:

Wir möch­ten einen Ein­klang zwi­schen einem leben­di­gen Stadt­le­ben und der Natur.

So sagt es die lang­jäh­ri­ge Lei­te­rin des Teams Stadt­bäu­me im Grün­amt Ros­tock, Stef­fie Sold­an: „Wir haben in der Baum­schutz­ord­nung unse­rer Stadt die Müh­len­stra­ße mit ihren ins­ge­samt 61 Kopf­lin­den  bereits unter Schutz gestellt. Sie genießt als Allee beson­de­re Auf­merk­sam­keit und stän­di­ges Beob­ach­ten. So u. a. regel­mä­ßi­ge Bege­hun­gen und Unter­su­chun­gen auf Pilz­be­fall und Ver­kehrs­si­cher­heit, oder das Ein­hal­ten von frei­en Baum­schei­ben vor den Häu­sern

In War­ne­mün­de wer­den jähr­lich pro Fäll­sai­son aus Ver­kehrs­si­cher­heits­grün­den im Durch­schnitt 28 Bäu­me gefällt. 29 Nach­pflan­zun­gen sind es jähr­lich, wobei nach einem Rota­ti­ons­prin­zip gepflanzt wird. In die­sem Jahr wäre War­ne­mün­de wie­der dran. Es sind 126 Nach­pflan­zun­gen geplant.“

So sieht es die Redak­ti­on von aal­glatt: Es tut gut mit­ten­drin zu sit­zen in der Müh­len­stra­ße beim Glas Wein, bei einem guten Essen. Hier trifft man Ein­hei­mi­sche, Nach­barn und auch Tou­ris­ten, die sich freu­en, mit War­ne­mün­dern ins Gespräch zu kom­men. Wir haben hier bereits mehr als eine Neu­ig­keit erfah­ren für unse­re Ver­öf­fent­li­chun­gen.

Ist das nicht ein Trumpf für unser Ost­see­bad! Nur – kommt jemand mit dem Kin­der­wa­gen, mit dem Roll­stuhl, dann wird es oft sehr eng für ein Fla­nie­ren. Gas­tro­no­men soll­ten nicht erst alt und gebrech­lich wer­den, um hier ihre Außen­gas­tro­no­mie bes­ser zu möblie­ren!

Stich­wort Fla­nie­ren. Vor mehr als hun­dert Jah­ren wur­den 121 Lin­den hier ange­pflanzt. Sie soll­ten Schat­ten spen­den und aus­drück­lich klein blei­ben. Das haben wir natür­lich auch recher­chiert.

Im Orts­bei­rat wird nun in Kür­ze die Lin­de einen gan­zen Tagungs­ord­nungs­punkt für sich bean­spru­chen. Hof­fent­lich kul­tur­voll und dem Ver­stand von Fach­leu­ten fol­gend.

Übri­gens, das wird auch im Orts­bei­rat zur Spra­che kom­men: In den städ­ti­schen Ämtern wird geprüft, ob die gro­ße Sti­lei­che im Ste­­phan-Jan­t­­zen-Park den Schutz­sta­tus als Natur­denk­mal erhal­ten kann. Wenn ja, wird die Ober­bür­ger­meis­te­rin dann vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr die­sen beson­de­ren Sta­tus aus­spre­chen. Moni­ka Kad­ner

 

Im Saal der Begeg­nungs­stät­te am Moor wur­de nach einem Jahr Bilanz gezo­gen und ein Aus­blick auf wei­te­re Vor­ha­ben gege­ben.  Foto: susa

Begeg­nungs­stät­te Am Moor belieb­ter Treff­punkt

10. Mai: In der Begeg­nungs­stät­te Am Moor, die vor rund einem Jahr ent­stan­den ist und die sich in die­ser kur­zen Zeit zu einem belieb­ten Treff für Ver­ei­ne, Grup­pen, Initia­ti­ven und zu einem leben­di­gen Treff­punkt ent­wi­ckelt hat, wur­de heu­te nicht nur Bilanz gezo­gen, son­dern auch ein Aus­blick auf die nächs­ten Vor­ha­ben gege­ben. Höhe­punkt aber war zwei­fel­los die Namens­ge­bung. Der Saal wur­de auf den Namen Ger­hard Lau getauft. Wer erin­nert sich nicht an den ehe­ma­li­gen Ros­to­cker Denk­mal­pfle­ger, lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den des War­ne­mün­der Leucht­turm­ver­eins, der ehren­amt­lich im Ost­see­bad vie­le Pro­jek­te ange­scho­ben und mit sei­ner Crew und Gleich­ge­sinn­ten ver­wirk­licht hat? Ümb­läd­dern, heu­te War­ne­mün­der Turm­leuch­ten, War­ne­mün­der Bäder­jour­nal Tidings­brin­ger, Sonn­tags­schu­le, Knurr­hahn­run­de. Die Rei­he lie­ße sich belie­big fort­set­zen. Den Kul­tur­im­puls­ge­ber und Gemein­schafts­stif­ter wür­de es garan­tiert freu­en, dass eine sol­che Stät­te der Begeg­nung und des gemein­schaft­li­chen Enga­ge­ments nun sei­nen Namen trägt. Denn in dem neu­ge­stal­te­ten Saal, den War­ne­mün­der Ver­ei­ne kos­ten­frei nut­zen kön­nen, fin­den viel­fäl­tigs­te Ver­an­stal­tun­gen statt. Wie der Vor­sit­zen­de des noch jun­gen Ver­eins Begeg­nungs­stät­te Am Moor, Ondra Kit­ze­row, sag­te, wur­den dort bereits mehr als 1600 Gäs­te will­kom­men gehei­ßen. Inzwi­schen, so Vor­stands­mit­glied Hei­ke Anna Hil­de­brand, müs­se man sich gar nicht mehr auf der Suche nach Ideen bege­ben, den die­se kämen nun zum Ver­ein. Immer wie­der gehen Anfra­gen für Ver­an­stal­tun­gen wie Buch­le­sun­gen ein. Auch der platt­deut­schen Spra­che will man künf­tig mehr Raum geben. Und einen Ers­­ten-Hil­­fe-Kur­­sus anbie­ten. „Es ist berüh­rend, wenn uns Besu­cher dan­ken und geste­hen: Ihr habt uns glück­lich gemacht. Ja, man­che Gäs­te, die zuvor ein­sam waren, haben bei uns ein zwei­tes Zuhau­se gefun­den. Kom­men gern zu Spie­le­aben­den,   Lesun­gen, zu hand­ge­mach­ter Live-Musik oder zu Grill­aben­den, die das Team der Land­kom­bü­se durch­führt.“

Auch künf­tig will der Ver­ein um Ondra Kit­ze­row die Ver­an­stal­tun­gen kos­ten­frei anbie­ten. Finan­ziert wer­den die­se aus­schließ­lich über Spen­den. Wer kann, dankt mit einem Obo­lus in die Spen­den­box, sodass auch im zwei­ten Jahr wie­der viel los sein wird im Wie­sen­weg. So bei­spiels­wei­se am 15. Mai um 18 Uhr, wenn der in Ros­tock gebo­re­ne Kri­­mi-Autor Frank Goy­ke aus sei­nem span­nen­den Buch „Dunk­le Tie­fe“ lesen wird. Sabi­ne Schu­bert

Bereits seit elf Jah­ren unter­stüt­zen die Stadt­wer­ke Ros­tock die Young Aca­de­my. Eini­ge der jun­gen Musi­ker gaben heu­te ein beein­dru­cken­des Kon­zert für Schü­ler der eco­lea in unse­rer Kir­che. Foto: mkad

Jun­ge Musi­ker spie­len für Schü­ler

7. Mai: Welch ein Vor­mit­tag in unse­rer Kir­che! Fünf jun­ge Musi­ke­rin­nen und Musi­ker der Young Aca­de­my Ros­tock im Alter zwi­schen 14 und 18 Jah­ren, die sich auf ihr Musik­stu­di­um vor­be­rei­ten, boten inner­halb einer Stun­de eine klei­ne, aber beein­dru­cken­de Band­brei­te der Musik. Sie waren auf Ein­la­dung der Stadt­wer­ke Ros­tock nach War­ne­mün­de gekom­men und zeig­ten vor den Schü­lern der elf­ten Klas­sen aus der eco­lea, was Musik ver­mag und wie sie durch Zeit und Raum trägt. Die Musik­leh­rer der eco­lea Ali­na Weiss­ger­ber und Til­man Fröh­lich sind glück­lich über die­se außer­ge­wöhn­li­che Musik­stun­de, denn „wir möch­ten unse­re Jugend­li­chen immer wie­der mit­neh­men zur Musik.“ so Ali­na Weiss­ger­ber.

Das Pro­gramm, das vom Lei­ter der Young Aca­de­my, Prof. Ste­phan Imor­de von der Hoch­schu­le für Musik und der Dozen­tin Hen­ny Freund gemein­sam mit den jun­gen Musi­kern zusam­men­ge­stellt wur­de, traf mit berüh­ren­den Tex­ten und dem­entspre­chen­der Musik auf sehr emo­tio­na­le  Art die Zuhö­rer.

Ein Wer­muts­trop­fen: Scha­de, dass so ein Kon­zert jun­ger Leu­te nicht vor grö­ße­rem Publi­kum in unse­rer Kir­che zu Auf­füh­rung kommt.

Die Stadt­wer­ke unter­stüt­zen bereits seit elf Jah­ren die­se Art der Musik­för­de­rung. Moni­ka Kad­ner

 

Mit sei­nem 50-Ton­­nen-Kran hat Andre­as Eggert alle ver­zink­ten Stüt­zen, Bin­der und Rie­gel zur Bau­gru­be gebracht. Foto: Dirk Aurich

Bau­ta­ge­buch Seg­ler­lo­gis (5)

Pünkt­lich biegt der Kran zur Mit­tel­mo­le ein

6. Mai: „Wenn War­ne­mün­der Bau ruft, weiß ich, dass alles läuft. Ich bin zur Stel­le,“ so Andre­as Eggert, der mir das Kom­pli­ment für den War­ne­mün­der Bau­be­trieb  aus sei­nem 50-Ton­­nen-Kran ins Notiz­buch dik­tiert. Der ehe­ma­li­ge Schiff­bau­er der War­now­werft, heu­te ist er bei HN Kra­ne GmbH ange­stellt,  hat erst ein­mal alle ver­zink­ten Stüt­zen, Bin­der und Rie­gel an den Rand der Bau­gru­be  gebracht, die per hun­dert mal geüb­ten Hand­zei­chen von den Metall­bau­ern Sebas­ti­an Schulz, Uwe Nult­sch und Tobi­as Römer vom Hal­len­bau aus Wit­zin so abge­legt wer­den, dass sie schnell und pro­blem­los wie­der vom Kran gegrif­fen wer­den kön­nen. Damit ist vor­ab gesi­chert, dass bis zum Mitt­woch kom­men­der Woche das gesam­te Gestell – ich sage „Gerip­pe“ –  der Hal­le ste­hen kann.

Am Rand der Bau­gru­be Polier Dirk Aurich vom War­ne­mün­der Bau, der sehr genau beob­ach­tet und schon wei­ter denkt, wie er das Auf­set­zen des Hal­len­da­ches koor­di­nie­ren wird auf der mehr als engen Bau­stel­le. Aber der 61jährige Kran­füh­rer mit sei­nen vie­len Erfah­run­gen kann nach anfäng­li­chem Zwei­feln dem Jung­spund fol­gen und wird auch dann wie­der pünkt­lich zur Stel­le sein.

Gut gesi­chert für die schwe­ren Fahr­zeu­ge, wie den Kran oder oder den Tele­s­kop­lift, der schon für die Mon­ta­ge bereit steht, ist die Bau­gru­be. Alle Fun­da­men­te sind fer­tig. Eines ist aller­dings unter dem Kies ver­steckt – das für die Außen­trep­pe. So kann nichts kaputt gehen. Leer­roh­re für Strom, Was­ser, das Inter­net und Sani­tär ragen wie erho­be­ne Arme, die gedul­dig war­ten, aus dem Boden. In genü­gen­der Tie­fe ist die Ent­wäs­se­rung bereits im Boden.

Ein eisig kal­ter Ost­wind treibt uns zur Früh­stücks­pau­se weg in die Men­sa der war­men Sport­schu­le, die von der Hand­schrift der War­ne­mün­der Bau­ar­bei­ter geprägt ist. Immer wie­der ger­ne wer­den sie hier ver­sorgt. Das scheint nicht nur, das ist ein gutes Zei­chen. Moni­ka Kad­ner

Sport­akro­ba­ten beim Früh­lings­tur­nier erfolg­reich

4. Mai:  Das 5. Früh­lings­tur­nier der Sport­akro­ba­ten des SV War­ne­mün­de 1949 e.V. hat vom 1. bis 3. Mai statt­ge­fun­den. Ins­ge­samt nah­men rund 250 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus vier Bun­des­län­dern an der Ver­an­stal­tung teil. Der Auf­takt erfolg­te bereits am Frei­tag mit einem gemein­sa­men Podi­ums­trai­ning, bei dem sich die War­ne­mün­der Sport­ler auf das Wett­kampf­wo­chen­en­de ein­stimm­ten. Abge­run­det wur­de der ers­te Tag durch ein gesel­li­ges Gril­len in ent­spann­ter Atmo­sphä­re.

Erst­mals wur­den die Wett­kämp­fe an zwei Tagen aus­ge­tra­gen, sodass am Sonn­abend und Sonn­tag Wett­kämp­fe in ver­schie­de­nen Alters- und Leis­tungs­klas­sen statt­fan­den. Die Zuschau­er erleb­ten Sport­akro­ba­tik auf hohem Niveau. Die Sport­akro­ba­tin­nen und Sport­akro­ba­ten des SV War­ne­mün­de 1949 e.V. zeig­ten sich dabei sehr erfolg­reich: Sechs­mal konn­ten sie den ers­ten Platz errei­chen, ein­mal den 3. Platz; hin­zu kamen star­ke vier­te und fünf­te Plat­zie­run­gen. Die Sie­ger durf­ten sich über attrak­ti­ve Poka­le freu­en, zudem erhielt Teil­neh­mer ein Gast­ge­schenk und eine Urkun­de als Erin­ne­rung an das Tur­nier.

Der Wett­kampf war dabei pro­fes­sio­nell und zugleich mit viel Herz­blut aus­ge­stal­tet, was von Teil­neh­men­den und Trai­nern sowie Gäs­ten glei­cher­ma­ßen gelobt wur­de. Auch das Wet­ter spiel­te her­vor­ra­gend mit, sodass die Gäs­te aus Sach­sen, Bran­den­burg und den wei­te­ren Bun­des­län­dern neben dem sport­li­chen Pro­gramm auch die Ost­see und den War­ne­mün­der Strand genie­ßen konn­ten. Ein wei­te­rer Höhe­punkt war die gemein­sa­me Abend­ver­an­stal­tung am Sonn­abend, bei der bei Essen, Tanz und klei­nen Spaß­wett­kämp­fen bis in die frü­hen Abend­stun­den gefei­ert wur­de.

Der SV War­ne­mün­de 1949 e.V.  blickt damit auf eine gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung zurück, die Sport und Gemein­schaft ide­al mit­ein­an­der ver­band. Das nächs­te High­light folgt bereits am kom­men­den Sonn­tag, 10.  Mai: Die War­ne­mün­der Sport­akro­ba­ten tre­ten bei den Ros­tock Sea­wol­ves in der 1. Bas­ket­ball Bun­des­li­ga in der Stadt­hal­le Ros­tock auf.  Dr. Sibyl­le Schlü­ter

 April 2026 – nachts kalt, tags viel Son­nen­schein

 Den Wit­te­rungs­rück­blick der Wet­ter­sta­ti­on War­ne­mün­de gibt Rudolf Kem­nitz, Dipl.-Ing. für Meteo­ro­lo­gie

Ein war­mes Feder­bett war im April noch ange­sagt. War es tat­säch­lich zu kühl?

Wer im abge­lau­fe­nen Monat abends oder nachts unter­wegs war, hat spür­bar gemerkt, dass es drau­ßen doch emp­find­lich frisch sein kann. Auch wenn die Tem­pe­ra­tu­ren nicht in den nega­ti­ven Bereich gerutscht sind, wur­den am 8. Und 10. April die nied­rigs­ten Wer­te von 1,4 Grad gemes­sen. Am Erd­bo­den ging es bis minus 5 Grad nach unten.

Am Tag aber dann das Kon­trast­pro­gramm?

Ja, denn tags­über sorg­te viel­fach die Son­ne dafür, dass Tem­pe­ra­tu­ren von um die 10 Grad doch als wär­mer wahr­ge­nom­men wur­den. Der Spit­zen­wert wur­de am 18. April mit 19,3 Grad regis­triert. Auch das ist nicht die Welt, kann es doch im April schon Wer­te von knapp 30 Grad geben. Trotz­dem schloss der Monat mit einer Mit­tel­tem­pe­ra­tur von 8,0 Grad um 1,7 Grad über der inter­na­tio­nal gül­ti­gen Refe­renz­pe­ri­ode 1961 bis 1990 ab. Ein Ver­gleich mit der aktu­el­len und wär­me­ren Ver­gleichs­pe­ri­ode 1991 bis 2020 (8,4 Grad) zeigt dann doch eine leich­te Unter­küh­lung.

War die Son­ne beson­ders oft im Ein­satz?

Die Son­ne schien im April mit 260,6 Stun­den beson­ders lan­ge. Der Kli­ma­wert von 173,5 Stun­den wur­de um 50 Pro­zent über­trof­fen. Somit liegt der April unter den Top­Ten der letz­ten rund 80 Jah­ren. Der Nie­der­schlag von 41,3 l/m² zeigt zwar eine aus­ge­gli­che­ne Bilanz von 99 Pro­zent zum Soll von 41,9 l/m², aber die Ver­tei­lung dürf­te für die Land­wir­te recht unzu­frie­den aus­ge­fal­len sein. Von den rund 42 l/m² fie­len am 19. April allei­ne 35,3 l/m², der übri­ge gerin­ge Rest ver­teil­te sich in der ers­ten Monats­hälf­te.

Waren bei der Port­Par­ty vor weni­gen Tagen mit dabei: Gerd Gru­ne­wald, Syl­via Zind­ler, Karin Scar­barth und Klaus Klein­ke. Foto: Trach­ten­grup­pe

Trach­ten­grup­pe auch an die­sem Wochen­en­de im Ein­satz

Mai: Sta­fet­ten­wech­sel in der War­ne­mün­der Trach­ten­grup­pe. Wie aal­glatt bereits mel­de­te, hat Karin Scar­barth den Vor­sitz des Ver­eins aus gesund­heit­li­chen Grün­den abge­ge­ben. Seit 1996 ist sie Mit­glied in dem 1992 gegrün­de­ten Ver­ein, den sie 22 Jah­re gelei­tet hat. „Da habe ich über all die Jah­re viel Zeit inves­tiert. Aber es hat auch Spaß gemacht“, bekennt die War­ne­mün­de­rin, die stets auf der Suche nach Nach­wuchs war, damit der Ver­ein eine Zukunft hat. „Zwei­mal haben wir ver­sucht, Kin­der für unse­re Trach­ten­grup­pe und die Tän­ze zu begeis­tern. Geschei­tert ist es an Räum­lich­kei­ten und an ent­spre­chen­den Trai­nern. Auch wenn der Leucht­turm uns finan­zi­ell unter­stüt­zen woll­te, den Trai­nern waren 30 Euro pro Stun­de zu wenig. Und schließ­lich hat­ten auch Eltern oft wenig Ver­ständ­nis für Trai­ning sowie Auf­trit­te am Wochen­en­de. Scha­de. Es schlum­mern 20 Kin­­der-Kos­­tü­­me in unse­rem Fun­dus“, sagt Karin Scar­barth. In ihrem letz­ten Rechen­schafts­be­richt infor­mier­te sie über zahl­rei­che Auf­trit­te im ver­gan­ge­nen Jahr. So in Klo­cken­ha­gen, in Prag und in Däne­mark. Und dar­über, dass an die­sem Wochen­en­de wie­der viel los im Ost­see­bad und die Trach­ten­grup­pe dabei ist.

Zu ihrem Nach­fol­ger gewählt wur­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung Gerd Gru­ne­wald , der seit elf Jah­ren Mit­glied in der War­ne­mün­der Trach­ten­grup­pe ist. „Als Mit­ge­sell­schaf­ter einer Fir­ma in Rog­gen­tin konn­te ich mir mei­ne Zeit ein­tei­len und bei Pro­ben und Auf­trit­ten dabei sein. Das macht Spaß, denn wir sind eine gute Trup­pe, in der das Mit­ein­an­der gepflegt wird“, sagt der 67-Jäh­ri­­ge. Er möch­te die Arbeit von Karin Scar­barth, die übri­gens ein­stim­mig zur Ehren­vor­sit­zen­den gewählt wur­de, fort­füh­ren. „In die­sem Jahr fei­ern wir den 50. Geburts­tag unse­rer Trach­ten­grup­pe. Da haben wir wie­der viel vor“, sagt der neue Vor­sit­zen­de, der die Fischer­tracht von 1840 wäh­rend der Auf­trit­te mit Stolz trägt.  Er ver­weist auf die Teil­nah­me am Früh­lings­land­gang an die­sem Wochen­en­de. An einen am mor­gi­gen Sonn­abend um 15 Uhr an der Vog­tei star­ten­den Spa­zier­gang eini­ger Mit­glie­der in Trach­ten durch den Ort zum Leucht­turm, wo die War­ne­mün­der Jungs und die Breit­lings auf­spie­len. Am 3. Mai unter­stüt­zen Ver­eins­mit­glie­der den Kuchen­ba­sar des War­ne­mün­de Ver­eins ab 13.30 Uhr vor der Vog­tei. „Und wir sind am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag am 17. Mai in unse­rem Hei­mat­mu­se­um, ver­kau­fen Bow­le und Schmalz­stul­len für einen guten Zweck. Und am 21. Juni gestal­ten wir eine tol­le Ver­an­stal­tung am Fritz- Reu­ter ‑Stein im Kur­park mit. Ins­ge­samt wer­den es rund 30 Auf­trit­te in die­sem Jahr sein. Dar­un­ter auch wie­der in Pfle­ge­hei­men oder am 30. April in der Hein­rich-Hei­­ne-Grun­d­­schu­­le. Dort stel­len wir unse­re Trach­ten vor, spre­chen über Tra­di­tio­nen. Das kommt bei den Lüt­ten gut an“, weiß der Diplom-Inge­­nieur für Schiffs­ma­schi­nen­be­trieb und ehe­ma­li­ge Unter­neh­mer, der nun im Ren­ten­al­ter sich auf sei­ne neue Auf­ga­be in der War­ne­mün­der Trach­ten­grup­pe freut. Und der mit sei­nen Frau­en und Män­nern nach wei­te­ren Mit­glie­dern Aus­schau hält. Sabi­ne Schu­bert

Wie sich Ros­tock 2025 ent­wi­ckelt hat

29. April: Wie hat sich Ros­tock und damit auch War­ne­mün­de ent­wi­ckelt? Dar­über Aus­kunft gibt eine neue Ver­öf­fent­li­chung der Kom­mu­na­len Sta­tis­tik­stel­le „2025 im Über­blick“.  Eini­ge Trends:

. Ende 2025 leb­ten 211.568 Per­so­nen in Ros­tock. Das waren 425 weni­ger als Ende 2024. Der Anteil der Ein­woh­ner mit aus­län­di­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit stieg auf rund 10 Pro­zent.

. Jeder vier­te Ein­woh­ner ist 65 Jah­re und älter.

.  Die Zahl der Gebur­ten war 2025 wei­ter rück­läu­fig. Im Jahr 2025 wur­den nur noch 1.276  Kin­der gebo­ren (2015 waren es noch 2.064).

.  Der kon­ti­nu­ier­li­che Anstieg der Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten hielt auch 2025 an.

.  Die Arbeits­lo­sen­quo­te blieb Ende 2025 kon­stant im Ver­gleich zu 2024 und lag bei 7,5 Pro­zent.

.  365 neue Woh­nun­gen wur­den 2025 gebaut. 2024 waren es 750 neue Woh­nun­gen.

.  Beim Güter­um­schlag wur­de mit 24,888 Mio. Ton­nen ein abso­lu­ter Rekord erzielt.

. Einen wei­te­ren Rekord gab es 2025 bei den Tou­ris­mus­zah­len. Mit 908.800 Ankünf­ten von Gäs­ten und mehr als 2,3 Mio. Über­nach­tun­gen in den grö­ße­ren Beher­ber­gungs­be­trie­ben (zehn und mehr Gäs­te­bet­ten) wur­de das bis­he­ri­ge Rekord­jahr 2019 über­trof­fen.

.  Mit 13.804 Stu­die­ren­den im Win­ter­se­mes­ter 2025/2026 hat sich die Zahl gegen­über dem Vor­jahr (13.827 Stu­die­ren­de) kaum ver­än­dert.

In einem Son­der­be­richt wid­met sich die Kom­mu­na­le Sta­tis­tik­stel­le der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit. Die Ana­ly­se ergibt:  Ein höhe­res Alter und gerin­ge beruf­li­che Qua­li­fi­zie­rung stei­gern signi­fi­kant das Risi­ko lang­fris­tig arbeits­los zu sein.

Die Sta­tis­ti­sche Nach­rich­ten „2025 im Über­blick“ sind neben zahl­rei­chen wei­te­ren Publi­ka­tio­nen der Kom­mu­na­len Sta­tis­tik­stel­le kos­ten­frei unter der Inter­net­adres­se www.rostock.de/statistik in der Rubrik „Ver­öf­fent­li­chun­gen“ als Down­load abruf­bar. Down­load Sta­tis­ti­sche Nach­rich­ten „2025 im Über­blick“ (PDF, 2,4 MB) https://rathaus.rostock.de/media/rostock_01.a.4984.de/datei/2025%20Rostock%20%C3%9Cberblick.477443.pdf

Beim 43. War­ne­mün­der Küs­ten­wald­lauf waren mehr als 700 Akti­ve dabei.  Foto: mkad

Über 700 Sport­ler beim Küs­ten­wald­lauf

26. April: Zum Glück sind wir kein Radio­sen­der! Wir hät­ten ges­tern nur kräch­zend ins Mikro­fon spre­chen kön­nen. Der 43. Küs­ten­wald­lauf Stol­teraa des SV War­ne­mün­de hat uns beim Anfeu­ern alles abver­langt!

Wäh­rend die Orga­ni­sa­to­ren von der Sek­ti­on Leicht­ath­le­tik noch von einer stär­ke­ren Mee­res­bri­se spra­chen, frisch­te der Wind zwi­schen der Sport­hal­le, dem Leucht­turm und der Run­dung vor der Klein­gar­ten­sied­lung so sehr auf, dass Vor­an­kom­men – zu Fuß! – schon äußerst schwie­rig war. Aber die Läu­fer lie­ßen sich nicht abhal­ten. Jung und alt, dick und dünn, trai­niert im Ver­ein oder so ganz allein beim Lauf­trai­ning im mor­gend­li­chen Fit­niss, But­scher an der Hand des Vaters, zier­li­che Mäd­chen aus der Akro­­­ba­­tik-Grup­­pe, durch­trai­nier­te Män­ner, die sonst Fuß­ball spie­len, gestan­de­ne Haus­frau­en, die vor allem den Spaß die­ses sport­li­chen Sonn­abends genie­ßen woll­ten.  Unter dem stür­mi­schen Applaus, den anfeu­ern­den Rufen an der von hun­der­ten Enthu­si­as­ten gesäum­ten Stre­cke gab jeder sein Bes­tes. 8  Kilo­me­ter Wal­king waren ange­sagt, 3  Kilo­me­ter und 10 Kilo­me­ter Lau­fen.  Natür­lich gab es ganz ehr­gei­zi­ge Sport­ler aus den vie­len Ver­bän­den aus unse­rem Land, aus elf wei­te­ren Bun­des­län­dern, gar aus aus der Ukrai­ne und der Schweiz. Für die aller­meis­ten war die­ser Küs­ten­wald­lauf ein gro­ßes Fami­li­en­er­eig­nis. 50 ehren­amt­li­che Hel­fer aus dem War­ne­mün­der Sport­ver­ein, der Feu­er­wehr, der Poli­zei und dem Mal­te­ser Hilfs­werk sorg­ten hoch moti­viert für ein rei­bungs­lo­ses Gelin­gen, für Speis und Trank auf dem Gelän­de des Sport­plat­zes, denn so schnell woll­te sich kei­ner bei der Hoch­stim­mung und der Gemein­schaft der sport­li­chen War­ne­mün­der ver­ab­schie­den. Ein­fach Toll!  Moni­ka Kad­ner

 

Das ers­te Brett ist gesetzt. Mathi­as Lan­ge vom War­ne­mün­der Bau wird heu­te noch sta­pel­wei­se Bret­ter für die Ver­scha­lung set­zen. Foto: mkad

Bau­ta­ge­buch Seg­ler­lo­gis (4)

An fri­sches Grün ist auch gedacht

22. April:  “Erd­ar­bei­ten” ist heu­te die gro­ße Über­schrift auf der Bau­stel­le für das Ver­eins­heim des Segel­clubs. Hier, wo vor allem Kin­der und Jugend­li­che für den Segel­sport  viel mehr als ein Dach über den Kopf haben wer­den, kommt gera­de Kies, der sofort per Bag­ger und Hand zur Fül­lung ver­teilt wird .

Mut­ter­bo­den ist beim nächs­ten Trans­port dran. Mut­ter­bo­den? „Ja,“ erklärt mir Mathi­as Lan­ge, „die Lin­de am Ran­de der Bau­gru­be, die wir schon mit Bret­tern ein­ge­hüllt haben, um sie zu schüt­zen, erhält die­sen Mut­ter­bo­den. Sie soll wie­der  gut aus­trei­ben und wach­sen! Gesun­des Grün auch hier auf der Mit­tel­mo­le ist doch wich­tig.“ In den Anlie­fer­pau­sen mit Kies und Erde sägt und schraubt und setzt der Mann vom War­ne­mün­der Bau Brett um Brett für einen ers­ten Abschnitt der  Rand­scha­lung, damit die Wur­zeln des Bau­mes auch ja gut bedeckt sind.

Was kann man wei­ter dazu sagen, als PRIMA! Moni­ka Kad­ner

 

„Ich freue mich sehr, dass wir auch in die­sem Jahr wie­der ein fan­tas­ti­sches Pro­gramm bei der Port Par­ty bie­ten kön­nen. Mein Dank geht in die­sem Zuge an die­je­ni­gen, ohne die die­ses Fest nicht mög­lich wäre – AIDA Crui­ses, der Fair­play Towa­ge Group, der Rei­se­agen­tur Ver­chow, Ros­tock Port, der SAJ Event­agen­tur, Scand­li­nes Deutsch­land GmbH und dem Ver­kehrs­ver­bund War­now“, sagt Ros­tocks Tou­ris­mus­di­rek­tor Mat­thi­as Fromm.     Moritz Nau­mann

 

Die drei War­ne­mün­de­rin­nen: Nata­scha Ost­rows­ka, Lau­ra Brock­mann und Frie­da Schlü­ter. Foto: S. Schlü­ter

War­ne­mün­de­rin­nen glänz­ten in Ita­li­en

17. April: Einen star­ken Auf­tritt auf inter­na­tio­na­lem Par­kett fei­er­ten die Sport­akro­ba­tin­nen des SV War­ne­mün­de 1949 e.V. beim 11. FISAC Inter­na­tio­nal Acro-Cup in der ver­gan­ge­nen Woche im ita­lie­ni­schen Cese­na­ti­co. 600 Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus 13 Län­dern der Welt tra­ten in ver­schie­de­nen Alters­klas­sen an. Für Nata­scha Ost­rows­ka, Lau­ra Brock­mann und Frie­da Schlü­ter war es der ers­te Start bei einem inter­na­tio­na­len Wett­kampf – und zugleich ein ein­drucks­vol­les Aus­ru­fe­zei­chen für die Sport­akro­ba­tik aus War­ne­mün­de.

Die Teil­nah­me erfolg­te mit Unter­stüt­zung des Insti­tuts für Implan­tatT­ech­no­lo­gie und Bio­ma­te­ria­li­en e.V. im Rah­men der Koope­ra­ti­on mit dem SV War­ne­mün­de 1949 e.V.

Mit einer dyna­mi­schen und tech­nisch sehr sau­be­ren Tem­po­übung erturn­ten die War­ne­mün­de­rin­nen 25,100 Punk­te und beleg­ten damit den 1. Platz in die­ser Dis­zi­plin. Trotz klei­ner Anfangs­un­si­cher­hei­ten über­zeug­te das Team bei der Balan­ce­übung mit einer ruhi­gen, kon­trol­lier­ten Prä­sen­ta­ti­on und hoher Aus­drucks­stär­ke. 24,800 Punk­te bedeu­te­ten Rang 2. in der Mehr­kampf­wer­tung sowie die sou­ve­rä­ne Qua­li­fi­ka­ti­on für das Fina­le.

Auch dort bewie­sen die Sport­akro­ba­tin­nen ihr Kön­nen. Mit 25,800 Punk­ten lagen sie punkt­gleich mit dem 3. Platz. Am Ende ent­schied die Tech­nik­wer­tung denk­bar knapp zuguns­ten des Teams aus Bul­ga­ri­en, das sich mit ledig­lich 0,1 Punk­ten Vor­sprung durch setz­te. Für das Team des SV War­ne­mün­de stand den­noch ein her­vor­ra­gen­der 4. Platz im Fina­le zu Buche.

Betreut wur­den die Ath­le­tin­nen von Trai­ner Hol­ger Gen­kel, der das Team seit drei Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich beglei­tet und auf­baut. Zudem war Mela­nie Höhn für den SV War­ne­mün­de als Kampf­rich­te­rin im Ein­satz. Neben den sport­li­chen Erfol­gen blieb auch Zeit für gemein­sa­me Aus­flü­ge nach Bolo­gna, Rimi­ni und San Mari­no.

Die drei Sport­le­rin­nen trai­nie­ren gemein­sam mit über 70 Akti­ven im Alter von 5 bis 23 Jah­ren in der Sportakrobatik‑Abteilung des SV War­ne­mün­de 1949 e.V., die seit Jahr­zehn­ten fest im Nachwuchs‑ und Leis­tungs­sport Mecklenburg‑Vorpommerns eta­bliert ist und regel­mä­ßig an Landes‑ und Bun­des­wett­kämp­fen teil­nimmt.
Das nächs­te High­light folgt bereits Anfang Mai: Vom 1. bis 3. Mai 2026 rich­tet der Ver­ein das 5. Früh­lings­tur­nier in der Sport­hal­le War­ne­mün­de aus. Erwar­tet wer­den neun Ver­ei­ne aus vier Bun­des­län­dern mit rund 275 Sport­le­rin­nen und Sport­lern. Dr. Sibyl­le Schlüter/ SV War­ne­mün­de 1949 e.V.

35. Han­se Sail: Von treu­en Plan­ken und gro­ßer Büh­ne

15. April: Vom 6. bis 9. August 2026 ver­wan­delt sich Ros­tock wie­der zu einem der welt­weit größ­ten Treff­punk­te für Tra­di­ti­ons­seg­ler und mari­ti­me Erleb­nis­se. Zur 35. Han­se Sail wer­den über 100 Schif­fe aus sie­ben Natio­nen an den Kai­kan­ten und hoch­ka­rä­ti­ge Acts auf den Büh­nen erwar­tet.

Besu­cher dür­fen sich auf ein beein­dru­cken­des mari­ti­mes Pan­ora­ma freu­en: Von his­to­ri­schen Kog­gen über lie­be­voll gepfleg­te Tra­di­ti­ons­seg­ler bis aus­ge­dien­te Dampf­schif­fe bie­tet die Han­se Sail auch 2026 wie­der ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis auf und am Was­ser. Wer selbst Teil der Crew wer­den möch­te, soll­te sich beei­len: Über 12.000 Mit­se­gel­ti­ckets ste­hen in der Buchungs­zen­tra­le des Han­se Sail Büros zur Ver­fü­gung. Etwa 50 Pro­zent der Tickets sind bereits schon ver­grif­fen.

Das Herz­stück der Han­se Sail

„Die Mit­se­ge­l­an­ge­bo­te sind ein Herz­stück der Han­se Sail, denn sie machen mari­ti­me Tra­di­ti­on unmit­tel­bar erleb­bar. Wer an Bord eines Tra­di­ti­ons­seg­lers geht, taucht für eini­ge Stun­den in eine ganz beson­de­re Welt ein und wird selbst Teil der Crew. Die­ses authen­ti­sche Erleb­nis begeis­tert Gäs­te aus nah und fern und ist zugleich ein wich­ti­ger Bau­stein für die tou­ris­ti­sche Attrak­ti­vi­tät unse­rer Regi­on“, sagt Ros­tocks Tou­ris­mus­di­rek­tor Mat­thi­as Fromm.

Ein beson­de­rer Höhe­punkt ist in die­sem Jahr die Ehrung von teil­neh­men­den Schif­fen, die bereits über 30 Mal zur Han­se Sail in Ros­tock ange­legt und jedes Mal die Gäs­te der Stadt begeis­tert haben. Aus­ge­zeich­net wer­den die Schif­fe ALBERT JOHANNES, das bereits 34 Mal an der Han­se Sail teil­ge­nom­men hat, LOTH LORIEN mit 33 Teil­nah­men, STETTIN mit 32 Teil­nah­men sowie SWAENSBORG, REGINA MARIS und NOBILE, die jeweils auf 31 bezie­hungs­wei­se 30 Teil­nah­men zurück­bli­cken kön­nen.

Von Karus­sell bis Das Bo

Neben dem mari­ti­men Pro­gramm erwar­tet die Gäs­te auch 2026 ein viel­fäl­ti­ges musi­ka­li­sches Ange­bot auf meh­re­ren Büh­nen. Am Don­ners­tag ste­hen mit Petra Zie­ger und Karus­sell Künst­le­rin­nen und Künst­ler auf der Sky­light Stage, die schon seit DDR-Zei­­ten das Publi­kum begeis­tern. Am Frei­tag wird zunächst ein musi­ka­li­scher Über­ra­schungs­gast auf der Sky­light Stage erwar­tet und im Anschluss sorgt Euro-Dis­­co-Iko­­ne Fan­cy auf der Sail­ors Stage für Stim­mung. Am Sams­tag kön­nen sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher auf Olaf Hen­ning (Sail­ors Stage) sowie auf die ener­gie­ge­la­de­nen Shows der Her­mes House Band und von Das Bo (Sky­light Stage) freu­en.

„Die Han­se Sail steht nicht nur für mari­ti­me Erleb­nis­se, son­dern auch für gemein­sa­mes Fei­ern und unver­gess­li­che Live-Momen­­te – genau die­se beson­de­re Mischung macht den Cha­rak­ter unse­rer Ver­an­stal­tung aus. In die­sem Jahr ist es uns gelun­gen mit Hil­fe unse­rer Part­ner ein viel­fäl­ti­ges und groß­ar­ti­ges Pro­gramm zu gestal­ten, dass sicher­lich vie­le Gäs­te der Han­se Sail begeis­tern wird“, sagt die Büro­lei­te­rin der Han­se Sail, Bet­ti­na Fust.

Ros­tock in guter Erin­ne­rung

Das Schiff mit der wei­tes­ten Anrei­se wird in die­sem Jahr die PASCUAL FLORES sein. Der spa­ni­sche Drei­mas­ter hat Ros­tock noch in guter Erin­ne­rung. 2024 leg­te es erst­mals in Ros­tock an, konn­te zunächst aber auf­grund eines Motor­scha­dens kei­ne Aus­fahr­ten durch­füh­ren. Dank der tat­kräf­ti­gen Hil­fe des Han­se Sail Ver­eins und Tech­ni­kern der Fir­ma Klo­s­ka konn­te der Scha­den inner­halb weni­ger Tage beho­ben wer­den. „Das war eine groß­ar­ti­ge Ros­to­cker Gemein­schafts­leis­tung. Und wir freu­en uns sehr, dass wir die spa­ni­sche Crew wie­der in unse­rem Hafen begrü­ßen und Aus­fahr­ten auf die­sem fan­tas­ti­schen Schiff anbie­ten dür­fen“, sagt Fust.

 In einer der weni­gen Muße­stun­den immer wie­der ein Blick in die Foli­an­te des Kir­chen­bu­ches ab 1938.  Für Pas­tor Ste­phan Fey Minu­ten der Ent­span­nung. Foto: mkad

Pfarr­haus atmet neu­en Geist

14. April: Welch ein guter Geruch nach fri­scher Far­be beim Ein­tre­ten ins sanier­te Pfarr­haus in der Kir­chen­stra­ße 1. Vie­le War­ne­mün­der haben Zeit ihres Lebens gera­de­zu ehr­fürch­tig den über 200 Jah­re alten Bau betre­ten, um mit den Pas­to­ren zu reden, Ter­mi­ne für Tau­fen und Beer­di­gun­gen abzu­spre­chen oder über den Gar­ten­zaun hin­weg zur Veran­da hin sich einen Gruß zuzu­ru­fen.

Heu­te – es ist ja immer­hin das 21.Jahrhundert – ist es anders. In freund­li­cher, hel­ler Atmo­sphä­re emp­fängt mich Pas­tor Fey. Wäh­rend schnur­rend die bei­den schwar­zen Hauska­ter Stör­te Beker und Flens Bur­ger um unse­re Füße strei­chen, höre ich zu: „Jahr­zehn­te konn­te die Kir­che nicht an eine umfang­rei­che Sanie­rung die­ses denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­des den­ken. Doch heut­zu­ta­ge war es wich­tig nicht nur Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren anzu­ge­hen, son­dern auch eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung vor­zu­neh­men. Behut­sam sind wir das mit dem Ros­to­cker Archi­tek­ten Achim Mans­feld ange­gan­gen.“  Tat­säch­lich atmet das Gebäu­de durch die noch vor­han­de­nen alten Struk­tu­ren den Geist der Jahr­zehn­te. Erhal­tens­wer­tes ist bewahrt wor­den. Neue, licht­durch­flu­te­te Räu­me sind für die kirch­li­che Nut­zung sowie für die Wohn- und Arbeits­räu­me des Pas­to­ren­paa­res ent­stan­den. Spar­sam, sehr sorg­sam aus­ge­wählt das Mobi­li­ar und die Wand­ge­stal­tung. Sogar der Dach­bo­den ist als gut auf­ge­stell­tes Archiv mit den alten und uralten Kir­chen­bü­chern genutzt – welch Schatz für War­ne­mün­de.

Bei war­mem Wet­ter wer­den sich die Tisch­ler noch der Veran­da und des alten Wasch­hau­ses anneh­men. „Dann ist für die nächs­ten Gene­ra­tio­nen alles per­fekt!“ Der Pas­tor kann gar nicht alle Gewer­ke auf­zäh­len, die hier dank der guten Beglei­tung durch den Archi­tek­ten voll im Zeit‑, Geld– und Bau­rah­men geblie­ben sind und die wirk­lich mit gro­ßer Freu­de die­ses Pfarr­haus wie­der ertüch­tigt haben!  Moni­ka Kad­ner

Jan Böhn­ke fängt mit sei­nem beson­de­ren Foto­gra­fen­blick­win­kel War­ne­mün­de in all sei­nen Facet­ten ein. Eine Aus­wahl sei­ner Fotos stellt er aal­glatt kos­ten­frei zur Ver­fü­gung. 

Eine Tra­di­ti­on mit Zukunft

13. April:  Foto­gra­fen waren in War­ne­mün­de etwas Beson­de­res. Zuerst oft in Strand­bu­den sai­so­nal tätig, spä­ter dann die heu­te noch ehr­fürch­tig genann­ten Namen: Erhard Schä­fer, der für sei­ne Schiffs­bil­der und Ansichts­kar­ten bekannt war. Karl Eschen­burg, her­vor­ra­gen­der Zeit­chro­nist der 20er und 30er Jah­re. Foto­gra­fen­meis­ter Wolf­hard Eschen­burg, bei dem wohl jede War­ne­mün­der Fami­lie für ein Foto im Ate­lier war. Sorg­sam wer­den all die­se Foto­do­ku­men­te im Stadt-oder Uni­ver­si­täts­ar­chiv, in Muse­en bewahrt.

In die­se Dynas­tie bricht nun ein jun­ger Spund im Jah­re 1990  ein: Jan Böhn­ke. Gera­de hat­te die­ser im Schick­sals­jahr 1989 sei­nen Beruf als Forst­fach­wirt ver­lo­ren, als er sich in Kat­rin Abel ver­lieb­te. Ein­ge­hei­ra­tet in die­se War­ne­mün­der Dro­gis­ten­fa­mi­lie, war Schwie­ger­va­ter Fritz so tole­rant, dass er Jan sein Hob­by aus­le­ben ließ: Die Foto­gra­fie. Im Hin­ter­zim­mer der Dro­ge­rie vom Kir­chen­platz!

Jan pack­te die­se Gele­gen­heit beim Schop­fe. Als Wolf­hard Eschen­burg mit ihm im Mini-Labor fach­sim­pel­te, Jan für ihn archi­va­risch arbei­te­te,  war das so etwas wie ein Rit­ter­schlag, auf den der heu­te 56Jährige mit allem Recht der Welt stolz sein kann.

In den mehr als 30 ver­gan­ge­nen Jah­ren war es nicht mög­lich, nur noch an die Dro­ge­rie mit der Foto­ab­tei­lung zu den­ken. Im Ost­see­bad eta­blier­ten sich Dro­ge­rie­ket­ten, in der Kauf­hal­le Dro­ge­rie­sor­ti­men­te. Im klu­gen Fami­li­en­rat wur­de ent­schie­den, sich ganz bewusst auf nur aus­ge­wähl­te geschäft­li­che Bei­ne zu stel­len. So schwär­men die War­ne­mün­der inzwi­schen von den Des­sous an der Ecke Schul-/ Frie­d­rich-Franz-Stra­­ße. Am Kir­chen­platz kommt nie­mand vor­bei an der aus­ge­sucht bestück­ten Par­fü­me­rie, den beson­de­ren Pfle­ge­pro­duk­ten und an der gro­ßen Foto­ab­tei­lung.

Gibt‘s hier eigent­lich etwas was es nicht gibt? „Aber ja!“ Jan Böhn­ke lacht. Ich sehe all die bereits gerahm­ten Foto­auf­nah­men, die wun­der­schö­ne Erin­ne­run­gen an einen Ost­see­ur­laub sein kön­nen.  Moderns­te Com­pu­ter­tech­nik ist hier zu Hau­se, um u. a. Han­dy­fo­tos gern noch auf Foto­pa­pier ban­nen zu kön­nen,  drei­di­men­sio­na­le Pass­bil­der zu erstel­len – kurz all das und viel mehr fin­den Foto­ama­teu­re –  gewürzt mit einer Pri­se Bera­tung. Nur den beson­de­ren Foto­gra­fen­blick­win­kel, den kann kei­ne Maschi­ne und den hat Jan Böhn­ke.

Nicht lan­ge gezö­gert hat der Foto­graf. aalglatt-warnemuen.de sei­ne Bil­der für eine neue und hin­gu­ckens­wür­di­ge Prä­sen­ta­ti­on zur Ver­fü­gung zu stel­len. Unent­gelt­lich, wie wir alle ger­ne für aal­glatt und unse­ren Hei­mat­ort arbei­ten. Moni­ka Kad­ner    

Für alle: ein Pick­nick am Meer

10. April: Wann haben Sie, lie­be Leser, das letz­te Mal ein Pick­nick ver­an­stal­tet oder an einem teil­ge­nom­men?  Gele­gen­heit, bei solch einem gesel­li­gen Essen, zu dem jeder etwas mit­bringt, dabei zu sein, haben wir am Sonn­abend, 29. August, zwi­schen 10 und 15 Uhr in unse­rem Kur­haus­gar­ten. Mit die­ser Idee haben Sabi­ne Engel und Mela­nie Lex vom War­­ne­­mün­­de-Ver­­ein ganz offen­sicht­lich ins Schwar­ze getrof­fen. Denn noch ist die Wer­bung für die­ses Event unter dem Mot­to „Früh­stück am Meer“ gar nicht offi­zi­ell gestar­tet und schon lie­gen fast 200 Anmel­dun­gen vor.

„Die ers­ten Ideen zu einem Pick­nick hat­ten wir bereits im Okto­ber. Wo aber soll es statt­fin­den? Wer über­nimmt die Orga­ni­sa­ti­on? Was gilt es alles zu beach­ten? Fra­gen über Fra­gen. Aber wir sind auf dem rich­ti­gen Weg, haben im Kur­haus einen Part­ner gefun­den“, berich­tet Sabi­ne Engel, die hofft, dass vie­le Ein­hei­mi­sche, Mit­glie­der von Ver­ei­nen, dabei sein und an die­sem Som­mer­tag ins Gespräch kom­men wer­den. Natür­lich sind auch Urlau­ber gern gese­hen.

Stil­voll soll die­ses gemein­sa­me Essen sein; ein biss­chen Luxus ist an die­sem Tag gestat­tet. War­um also nicht mal die wun­der­schö­ne Tisch­de­cke, die sonst nie benutzt wird und im Schrank schlum­mert, mit­brin­gen? Hüb­sche Glä­ser oder die geerb­te Sam­mel­tas­se, ein Strauß Som­mer­blu­men dür­fen den Tisch schmü­cken.  Von der selbst­ge­mach­ten Kon­fi­tü­re oder dem Pes­to könn­te man den Nach­barn pro­bie­ren las­sen … Und wer Lust hat, darf auch ein Lied­chen sin­gen oder sei­nem Musik­in­stru­ment ein paar Töne ent­lo­cken.

Wer kei­ne Zeit hat, das Pick­nick vor­zu­be­rei­ten, der kann im Kur­haus bis zum 15. August auch einen kom­plet­ten Pick­­nick-Korb bestel­len. Das Kur­haus-Team war­tet zudem mit einem Zusatz­an­ge­bot an Lecke­rei­en wie haus­ge­ba­cke­nem Kuchen und fri­schen Waf­feln sowie duf­ten­dem Kaf­fee auf.

„Wir stel­len die Tische und Stüh­le bereit, wes­halb wir um eine Anmel­dung bit­ten. Wer es sich auf einer Decke gemüt­lich machen will, auch das ist mög­lich“, ver­si­chert Mela­nie Lex, die als Mut­ter zwei­er Jun­gen natür­lich auch an das Wohl der Kin­der denkt. „Damit die Eltern ein biss­chen Ruhe haben beim Essen sind wir dabei meh­re­re Ange­bo­te für Mäd­chen und Jun­gen zu orga­ni­sie­ren“, sagt Mela­nie, die als Sport­ko­or­di­na­to­rin beim Seg­ler­ver­band MV haupt­be­ruf­lich und ehren­amt­lich im War­­ne­­mün­­de-Ver­­ein tätig ist.

Wie die bei­den Orga­ni­sa­to­rin­nen beto­nen, geht der Ein­tritt von drei Euro pro Erwach­se­nen nicht in die Ver­eins­kas­se. Viel­mehr wird der Obo­lus vom Kur­haus erho­ben, um damit diver­se Unkos­ten bestrei­ten zu kön­nen. Sabi­ne Schu­bert

Kontakt/Anmeldung: fruehstueck.am.meer@web.de

 

Peni­bel genau über­prü­fen Mar­ti­jn und Maxim (r.) jeden fer­ti­gen Arbeits­schritt beim Auf­bau des Rie­sen­ra­des. Foto: mkad

Ein neu­es, ein 35 Meter Rie­sen­rad

28. März: Tat­säch­lich – gleich zwei Oster­markt­er­eig­nis­se kann unser Ost­see­bad für sich ver­bu­chen. Wäh­rend der eine Oster­markt direkt am Meer sei­ne Besu­cher anzie­hen wird, nimmt der ande­re am Ufer des See­ka­nals und neben dem Weg zur Fäh­re Hohe Düne gera­de Gestalt an.

Der auf der Pro­me­na­de ist zeit­wei­lig, der auf der Mit­tel­mo­le wird sich vor­erst für ein Jahr ein­rich­ten. Gemein­sam ist bei­den, dass sie War­ne­mün­de berei­chern möch­ten und wie­der hun­der­te Gäs­te erfreu­en wol­len.

Den einen Markt auf der Pro­me­na­de und auf dem Leucht­turm­vor­platz ken­nen fast alle Oster­spa­zier­gän­ger. Den neu­en stellt aal­glatt gleich mal vor mit sei­nem Höhe­punkt, der 35 Meter auf­ragt. Es ist das Rie­sen­rad der nie­der­län­di­schen Fir­ma Dutch.Rides.B.v. Sie­ben Mit­ar­bei­ter die­ses welt­weit täti­gen Unter­neh­mens haben gera­de das Fun­da­ment und den Haupt­mast des Stahl­kör­pers errich­tet. Es soll nicht mehr Tage dau­ern, bis die Vor­aus­set­zun­gen da sind, dass die 24 Gon­deln gehängt wer­den kön­nen. Mar­ti­jn Vro­li­jk und Maxim Kui­j­per, zwei der Spe­zia­lis­ten, ver­ra­ten schon mal, dass es kei­ne offe­nen Gon­deln sind, die hier das Bild prä­gen wer­den, son­dern geschlos­se­ne Kabi­nen. Vie­le mit einem Tisch in der Mit­te, sodass vor­ab ein Cate­ring­pa­ket bestellt wer­den kann, um die Aus­sicht auf War­ne­mün­de nicht nur mit den Augen von oben genie­ßen zu kön­nen, son­dern auch mit dem Gau­men.

Die Nie­der­län­der wis­sen um den sen­si­blen Cha­rak­ter des Ost­see­ba­des und stel­len das Rie­sen­rad so, dass es die Hotel­gäs­te auf der Hohen Düne nicht mit sei­nem hel­len Licht und auch nicht mit lau­ter Musik beläs­ti­gen wird.

Nicht jeder, der durch den Bau­zaun den Blick schwei­fen lässt, ist glück­lich, dass die lang­jäh­ri­ge ein­hei­mi­sche Schau­stel­ler­fa­mi­lie Geis­ler, die hier fünf Jah­re lang ein Rie­sen­rad betrieb und für vie­le eine gemüt­li­che Atmo­sphä­re auch drum her­um schuf, nach der Kün­di­gung des Plat­zes durch die Wiro wei­ter­zie­hen muss­te.  Aber, so die Spe­zia­lis­ten der Her­stel­ler­fir­ma für die­ses neue Rie­sen­rad, wie aus einem Mun­de „ Wir haben mit über hun­dert Instal­la­tio­nen u. a. in Ame­ri­ka, an den Nia­ga­ra­fäl­len, in Kap­stadt, in Aus­tra­li­en über­zeugt, wir sind sicher, dass sich die War­ne­mün­der mit unse­rem Rad anfreun­den kön­nen.

Schon heu­te: “Vro­li­jk Pasen! Fro­he Ostern!“ Moni­ka Kad­ner

71 Mit­glie­der des  Muse­ums­ver­eins War­ne­mün­de waren ges­tern Abend der Ein­la­dung zur Mit­glie­der­ver­samm­lung gefolgt. 37 hat­ten ihre Stim­men über­tra­gen. Foto: Rena­te Kreu­scher

Muse­ums­ver­ein setzt vie­le tol­le Ideen um

27. März: 12119 Besu­cher schau­ten im ver­gan­ge­nen Jahr ins War­ne­mün­der Hei­mat­mu­se­um in der Alex­an­dri­nen­stra­ße 31 ein. Die­se statt­li­che Zahl nann­te Uwe Heim­hardt, Vor­sit­zen­der des Muse­ums­ver­eins War­ne­mün­de, auf der dies­jäh­ri­gen Mit­glie­der­ver­samm­lung am Don­ners­tag­abend. Er infor­mier­te auch dar­über, dass es tra­di­tio­nell zum Start der War­ne­mün­der Woche wie­der eine neue Son­der­aus­stel­lung geben wird. Die­se stellt „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“ in den Fokus. Die Wit­we von Uwe Jahn­ke, Mar­git­ta Jahn­ke, hat aus dem umfang­rei­chen Fun­dus ihres Man­nes sehr inter­es­san­te Din­ge für die­se Expo­si­ti­on bereit­ge­stellt. Zudem hat sich der Muse­ums­ver­ein das Ziel gestellt, den gro­ßen Muse­ums­hof im hin­te­ren Bereich des Gelän­des zu säu­bern und so her­zu­rich­ten, dass er zum Hof­fest des Ver­eins wie­der begeh- und nutz­bar ist. Dort fin­den künf­tig dop­pelt so vie­le Besu­cher, näm­lich rund 120, wie im jet­zi­gen Muse­ums­hof Platz.

Die Gestal­tung des gro­ßen Muse­ums­hofs steht im Zusam­men­hang mit der künf­ti­gen kom­plet­ten Nut­zung des Nach­bar­hau­ses Alex­an­dri­nen­stra­ße 30, das teil­wei­se bereits vom Hei­mat­mu­se­um genutzt wird, teils als Pen­si­on dient. Wenn der Ver­trag mit dem Pen­si­ons­be­trei­ber Ende April 2026 aus­läuft, dann wird ein Pla­ner im Auf­trag des städ­ti­schen Eigen­be­trie­bes kom­mu­na­le Objekt­be­wirt­schaf­tung und ‑ent­wick­lung als Eigen­tü­me­rin der Immo­bi­lie die­se genau­es­tens in Augen­schein neh­men und prü­fen, was mach­bar ist. „Wir als Ver­ein haben bereits ein Kon­zept erar­bei­tet und unse­re Ideen zur künf­ti­gen Nut­zung kund getan“, sagt Uwe Heim­hardt. In dem Gebäu­de sol­len dann auch neue Aus­stel­lungs­räu­me und das Büro des Muse­ums­lei­ters Platz fin­den. Das jet­zi­ge Büro wird als Depot genutzt. Bereits Anfang 2027, so zeigt sich der Ver­eins­chef opti­mis­tisch, kön­ne man die hin­zu­ge­won­ne­nen Räum­lich­kei­ten in Augen­schein neh­men. Die Besu­cher aus vie­ler Her­ren Län­der wird es freu­en, künf­tig noch mehr über War­ne­mün­de, sei­ne Geschich­te und sei­ne Men­schen erfah­ren zu dür­fen. Sabi­ne Schu­bert

 

Schul­cam­pus und Woh­nen im Laak-Quar­­tier

Ent­wurf eines Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zep­tes 2026 für War­ne­mün­de vor­ge­legt

19. März: Wer da meint, die Stadt Ros­tock hat ihr See­bad War­ne­mün­de aus den Augen ver­lo­ren, der irrt. Wie wir heu­te erfah­ren, soll ein Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zept 2026 für War­ne­mün­de den Rah­men für die wei­te­re Ent­wick­lung des See­ba­des set­zen. Ein Ent­wurf aus dem Amt für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät wur­de jetzt den kom­mu­nal­po­li­ti­schen Gre­mi­en vor­ge­legt. Ziel ist es, War­ne­mün­de sowohl als attrak­ti­ven Wohn­ort als auch als leis­tungs­fä­hi­gen Wir­t­­schafts- und Tou­ris­mus­stand­ort nach­hal­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

„Wir brau­chen eine kla­re Ori­en­tie­rung für die Ent­wick­lung War­ne­mün­des in den kom­men­den Jah­ren“, unter­streicht Sena­to­rin Dr. Ute Fischer-Gäde. „Gemein­sam mit allen betei­lig­ten Part­ne­rin­nen und Part­nern wol­len wir die dann beschlos­se­nen Maß­nah­men trans­pa­rent umset­zen und bau­en dabei auf eine kon­struk­ti­ve Mit­wir­kung der War­ne­mün­de­rin­nen und War­ne­mün­der.“

Das Kon­zept umfasst kurz‑, mit­­tel- und lang­fris­ti­ge Pro­jek­te, die schritt­wei­se umge­setzt wer­den könn­ten. Fünf Schwer­unk­te wur­den dabei her­aus­ge­ar­bei­tet:

Woh­nen und Feri­en­woh­nen: Der Schutz von Wohn­raum steht im Fokus. Mit der Fort­schrei­bung des Bebau­ungs­plans soll das Gleich­ge­wicht zwi­schen dau­er­haf­tem Woh­nen und Feen­woh­nun­gen gesi­chert wer­den.

Ent­wick­lung des Werft­be­ckens: Das Gebiet soll künf­tig stär­ker für mari­ti­me Wirt­schaft, ins­be­son­de­re im Bereich Ener­gie, genutzt wer­den. Pla­­nungs- und Abstim­mungs­pro­zes­se lau­fen der­zeit, ein Beschluss wird 2026 ange­strebt.

Mit­tel­mo­le War­ne­mün­de: Die Mit­tel­mo­le soll zu einem moder­nen, mari­ti­men Quar­tier ent­wi­ckelt wer­den. Geplant ist eine bes­se­re Ver­knüp­fung von Hafen, Bahn­hof und städ­ti­schem Leben. Ers­te Schrit­te wer­den in die­sem Jahr vor­be­rei­tet.

Schul­cam­pus und Woh­nen im Laak-Quar­­tier: Am Orts­ein­gang War­ne­mün­des sol­len eine Schu­le sowie neue Woh­nun­gen ent­ste­hen. Ein städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb könn­te schon in die­sem Jahr gestar­tet wer­den, Bau­recht wird bis 2028 ange­strebt.

Strand­ent­wick­lung: Für den Strand­be­reich wird ein Bebau­ungs­plan erar­bei­tet, der tou­ris­ti­sche Nut­zung, Natur­schutz und Kli­ma­schutz in Ein­klang bringt. Die öffent­li­che Aus­le­gung ist für Anfang 2026 vor­ge­se­hen (ist der Anfang 2026 nicht schon vor­bei? , fragt aal­glatt).

Die Bür­ger­schaft hat­te bereits im Jahr 2011 das Struk­tur­kon­zept für War­ne­mün­de als Leit­li­nie für die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung beschlos­sen. In den Jah­ren 2019 bis 2022 wur­de die­ses Kon­zept in einem inten­si­ven Betei­li­gungs­pro­zess gemein­sam mit der Bevöl­ke­rung, Poli­tik, Ver­wal­tung und Fach­pla­nern umfas­send fort­ge­schrie­ben. In meh­re­ren öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen, Work­shops und Aus­stel­lun­gen konn­ten Bür­ger ihre Ideen und Ein­schät­zun­gen ein­brin­gen. Dabei ging es um den Städ­te­bau und das Orts­bild eben­so wie um die The­men Ver­kehr und Mobi­li­tät, Wirt­schaft und Gewer­be, Tou­ris­mus und Kreuz­schiff­fahrt, Infra­struk­tur sowie Kli­­ma- und Umwelt­schutz. Einen beson­de­ren Schwer­punkt bil­de­te das The­ma Woh­nen. Die viel­fäl­ti­gen Anre­gun­gen wur­den aus­ge­wer­tet, dis­ku­tiert und in einem aktua­li­sier­ten Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zept zusam­men­ge­fasst. Sie sind wich­ti­ge Grund­la­ge für War­ne­mün­des Zukunft.

Die Infor­ma­ti­ons­vor­la­ge soll am 22. April 2026 auf der Tages­ord­nung der Ros­to­cker Bür­ger­schaft ste­hen.

Ver.di Nord klagt: Gericht kippt Bäder­re­ge­lung

14. März: Die Auf­re­gung ist groß. Denn die aktu­el­le Bäder­re­ge­lung in Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern steht erneut auf dem Prüf­stand. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern hat mit Urteil vom 12. März 2026 die der­zei­ti­ge Öff­nungs­zei­ten­ver­ord­nung des Lan­des für unwirk­sam erklärt

Nach Auf­fas­sung des Gerichts erlaubt die bestehen­de Ver­ord­nung Sonn­tags­öff­nun­gen in zu vie­len Orten und an zu vie­len Tagen im Jahr. Damit wer­de das ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­ne Ver­hält­nis zwi­schen der Regel – der Sonn- und Fei­er­tags­ru­he – und mög­li­chen Aus­nah­men nicht aus­rei­chend gewahrt. Kon­kret betrifft das die Frei­ga­be von Son­der­öff­nungs­zei­ten in tou­ris­tisch gepräg­ten Orten im Zeit­raum vom 15. März bis 31. Okto­ber sowie rund um die Wei­h­­nachts- und Neu­jahrs­fe­ri­en.

Trotz der Ent­schei­dung bleibt die der­zei­ti­ge Rege­lung zunächst bestehen, da das Urteil noch nicht rechts­kräf­tig ist. Das heißt: Ab mor­gen dür­fen aus­ge­wähl­te Geschäf­te auch in War­ne­mün­de sonn­tags wie­der ab 11 Uhr öff­nen. Das Land Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern prüft der­zeit, ob gegen die Ent­schei­dung eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein­ge­legt wird. Zunächst will das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um die schrift­li­che Urteils­be­grün­dung abwar­ten.

Aus Sicht des DEHOGA MV unter­streicht die aktu­el­le Ent­wick­lung erneut, wie wich­tig eine rechts­si­che­re und zugleich pra­xis­taug­li­che Lösung für tou­ris­tisch gepräg­te Regio­nen ist. In einer Pres­se­er­klä­rung sagt DEHO­­GA-Prä­­si­­dent Lars Schwarz: Unser Bun­des­land gehört zu den bedeu­tends­ten Tou­ris­mus­län­dern Deutsch­lands. Gera­de in Feri­en­zei­ten erwar­ten Gäs­te ein Ange­bot, das den Bedürf­nis­sen eines moder­nen Urlaubs­lan­des ent­spricht. Dazu gehört auch die Mög­lich­keit, dass Geschäf­te in stark fre­quen­tier­ten Tou­ris­mus­or­ten an aus­ge­wähl­ten Sonn- und Fei­er­ta­gen öff­nen kön­nen. Die Bäder­re­ge­lung ist daher weit mehr als eine Fra­ge des Ein­zel­han­dels. Sie betrifft das gesam­te tou­ris­ti­sche Ange­bot und damit auch das Gast­ge­wer­be. Geschlos­se­ne Geschäf­te an stark fre­quen­tier­ten Urlaubs­ta­gen sor­gen regel­mä­ßig für Unver­ständ­nis bei Gäs­ten und füh­ren zu Wett­be­werbs­nach­tei­len gegen­über ande­ren Desti­na­tio­nen im In- und Aus­land. Da kom­men Gäs­te ins Land mit vol­lem Porte­mon­naie und wir geben ihnen nicht die Mög­lich­keit, das Geld aus­zu­ge­ben. Das hat nicht nur einen Wett­be­werbs­nach­teil gegen­über ande­ren Regio­nen zur Fol­ge, son­dern wirkt sich auch auf den Erhalt von Arbeits­plät­zen aus.

Auch der Tou­ris­mus­ver­ein Ros­tock & War­ne­mün­de e. V. sieht die­se Ent­schei­dung mit gro­ßer Sor­ge. Für die Tou­ris­mus­re­gi­on Ros­tock und War­ne­mün­de, so Vor­sit­zen­der Hol­ger Mar­tens, ist die Mög­lich­keit der Sonn­tags­öff­nung ein wesent­li­cher Bestand­teil eines attrak­ti­ven Stan­d­ort- und Ser­vice­an­ge­bots. Sie stärkt die Auf­ent­halts­qua­li­tät für Gäs­te, ver­bes­sert die Besu­cher­ori­en­tie­rung in der Desti­na­ti­on und unter­stützt zugleich die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät des sta­tio­nä­ren Han­dels. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur Urlau­ber und Tages­gäs­te, son­dern auch vie­le Ein­hei­mi­sche, die die­se Ange­bots­struk­tu­ren eben­falls nut­zen. Gera­de in einer stark tou­ris­tisch gepräg­ten Regi­on erwar­ten Besu­cher an Wochen­en­den und in sai­so­na­len Spit­zen­zei­ten eine ver­läss­li­che Infra­struk­tur. Dazu gehö­ren neben Hotel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Frei­zeit­wirt­schaft aus­drück­lich auch geöff­ne­te Ein­zel­han­dels­an­ge­bo­te. Sonn­tags­öff­nun­gen leis­ten damit einen kon­kre­ten Bei­trag zur loka­len Wert­schöp­fung, zur Attrak­ti­vi­tät des Auf­ent­halts und zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts. Die aktu­el­le Ent­wick­lung trifft Han­del und Tou­ris­mus­wirt­schaft in einem ohne­hin anspruchs­vol­len Markt­um­feld. Zahl­rei­che Betrie­be ste­hen bereits unter erheb­li­chem wirt­schaft­li­chem Druck. Wei­te­re Ein­schrän­kun­gen bei den Rah­men­be­din­gun­gen ver­schär­fen die­se Situa­ti­on zusätz­lich.

Kom­men­tar: Mal sind es die Kir­chen, mal ist es die Ver­ein­te Dienst­lei­tungs­ge­werk­schaft ver.di Nord  (wie vie­le Mit­glie­der hat sie eigent­lich?), die gegen Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten in Geschäf­ten in War­ne­mün­de und ande­ren aus­ge­wähl­ten Orten Beschwer­de ein­le­gen. Der Sonn­tag sei als gemein­sa­mer ver­läss­li­cher frei­er Tag ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des sozia­len Lebens. Für Fami­li­en, für Freun­de, für Ver­ei­ne und in vie­len wei­te­ren Zusam­men­hän­gen sind die Sonn- und Fei­er­ta­ge eine extrem wich­ti­ge Gele­gen­heit, gemein­sam Zeit zu ver­brin­gen und die Gemein­schaft zu pfle­gen, meint die Gewerk­schaft. Was aber machen Pas­to­ren, Ärz­te, Pfle­ger, Jour­na­lis­ten, Not­­dienst-Mit­ar­­bei­­ter (weib­lich, männ­lich, divers) und vie­le wei­te­re Men­schen, die sonn­tags arbei­ten müs­sen? Sie haben dafür einen ande­ren Tag frei. Wie mir eine Ver­käu­fe­rin, die Am Strom tätig ist, sag­te, arbei­tet sie gern mal sonn­tags. Wech­selt sich ab mit Kol­le­gen und dem Laden-Inha­­ber. Den so gewon­ne­nen frei­en Tag kann sie in der Woche neh­men, kann mal in der Schu­le ihres Spröss­lings vor­bei­schau­en und mit dem Mathe-Leh­­rer reden, mal einen Arzt­ter­min wahr­neh­men oder sich ein­fach mal um sich selbst küm­mern. Gehen der Gewerk­schaft die The­men aus, möch­te sie mal wie­der gehört wer­den, oder war­um nimmt sie immer wie­der die Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten auf ihre Tages­ord­nung? In ande­ren Län­dern ist das übri­gens über­haupt kein The­ma, da öff­nen Geschäf­te selbst­ver­ständ­lich auch sonn­tags, dann, wenn vor allem Urlau­ber und Tages­tou­ris­ten Zeit und Lust auf Shop­ping haben. Sabi­ne Schu­bert

 

In die­sem Haus Am Leucht­turm 1 in War­ne­mün­de befin­det sich das Infor­ma­ti­ons­zen­trum Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern der Deut­schen Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) . Foto: DGzRS

Wer unter­stützt die See­not­ret­ter?

14. März: Die See­not­ret­ter bit­ten um Mit­hil­fe – nicht im Ein­satz auf Nord- und Ost­see, son­dern an Land: Die Deut­sche Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) sucht wei­te­re ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für die Öffent­lich­keits­ar­beit in ihrem Infor­ma­ti­ons­zen­trum in War­ne­mün­de.

„Unse­re Ehren­amt­li­chen an Land sind eine tra­gen­de Säu­le für die erfolg­rei­che Tätig­keit der DGzRS“, weiß Jörg West­phal, Lei­ter des Infor­ma­ti­ons­zen­trums. „Wer sich bei uns enga­giert, hilft dabei, unse­re lebens­wich­ti­ge Auf­ga­be vie­len Men­schen nahe zu brin­gen und leis­tet damit einen wich­ti­gen Bei­trag für unse­re rein spen­den­fi­nan­zier­te Arbeit.“

Im Infor­ma­ti­ons­zen­trum begrü­ßen die Ehren­amt­li­chen Besu­cher, geben Ein­bli­cke in die Tätig­keit der See­not­ret­ter und beglei­ten die Gäs­te durch die Aus­stel­lung. Die­se umfasst his­to­ri­sche Ret­tungs­aus­rüs­tung und Model­le moder­ner See­not­ret­tungs­kreu­zer. Dar­über hin­aus unter­stüt­zen die Ehren­amt­li­chen bei Ver­an­stal­tun­gen, Vor­trä­gen und Grup­pen­füh­run­gen. Dabei kön­nen sie sich ihre Zeit frei ein­tei­len und selbst ent­schei­den, wann und wie oft sie aktiv mit­hel­fen möch­ten. Aller­dings: Vor allem am Wochen­en­de benö­tigt das Team um Jörg West­phal enga­gier­te Hil­fe. Selbst­ver­ständ­lich arbei­ten die See­not­ret­ter neue Ehren­amt­li­che in ihre ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be gründ­lich ein.

Seit 1995 befin­det sich das Infor­ma­ti­ons­zen­trum im his­to­ri­schen Ste­­phan-Jan­t­­zen-Haus. Die ehe­ma­li­ge Besit­ze­rin ver­mach­te das Gebäu­de der DGzRS in einer Schen­kung. Das Haus ist eng mit den Anfän­gen der See­not­ret­ter in War­ne­mün­de ver­bun­den: Dort leb­te und arbei­te­te Ste­phan Jant­zen, der ab 1866 maß­geb­lich am Auf­bau der ers­ten Ret­tungs­sta­ti­on der DGzRS an der meck­len­bur­gi­schen Küs­te betei­ligt war. Zwi­schen 1867 und 1903 ret­te­te er als Vor­mann der Sta­ti­on mit sei­ner Frei­­wil­­li­­gen-Man­n­­schaft rund 80 Men­schen aus See­not – mehr­fach unter Ein­satz sei­nes eige­nen Lebens. Zu sei­nen Ehren tauf­te die DGzRS nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ihren damals moderns­ten See­not­ret­tungs­kreu­zer in War­ne­mün­de auf den Namen VORMANN JANTZEN.

Inter­es­sier­te kön­nen sich bei Jörg West­phal per Tele­fon unter 0381514 09 mel­den oder ihm eine E‑Mail schrei­ben an infozentrum-mv@seenotretter.de.

Über die DGzRS: Die Deut­sche Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) ist zustän­dig für den mari­ti­men Such- und Ret­tungs­dienst in den deut­schen Gebie­ten von Nord- und Ost­see. Zur Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben hält sie rund 60 See­not­ret­tungs­kreu­zer und ‑boo­te auf 53 Sta­tio­nen zwi­schen Bor­kum im Wes­ten und Use­dom im Osten ein­satz­be­reit – rund um die Uhr, bei jedem Wet­ter. Jahr für Jahr fah­ren die See­not­ret­ter rund 2.000 Ein­sät­ze, koor­di­niert von der deut­schen Ret­tungs­leit­stel­le See, dem Mari­ti­me Res­cue Coör­di­na­ti­on Cent­re (MRCC) Bre­men der DGzRS. Die gesam­te unab­hän­gi­ge und eigen­ver­ant­wort­li­che Arbeit der See­not­ret­ter wird aus­schließ­lich durch frei­wil­li­ge Zuwen­dun­gen finan­ziert, ohne jeg­li­che staa­t­­lich-öffen­t­­li­che Mit­tel zu bean­spru­chen. Seit Grün­dung der DGzRS 1865 haben ihre Besat­zun­gen mehr als 87.700 Men­schen aus See­not geret­tet oder dro­hen­den Gefah­ren befreit. Schirm­herr der See­not­ret­ter ist der Bun­des­prä­si­dent.

Die 88. War­ne­mün­der Woche fin­det vom 4. bis 12. Juli 2026 statt. 

1100 Segel­sport­ler zur 88. War­ne­mün­der Woche erwar­tet

12. März: Es sind tat­säch­lich nur noch 115 Tage bis die 88. War­ne­mün­der Woche eröff­net wird. Das Mel­de­por­tal für die Seg­ler aus aller Welt für die 19 Wett­be­wer­be im Segel­re­vier vor unse­rer Haus­tür ist geöff­net. So wer­den 550 Boo­te mit rund 1100 Seg­le­rin­nen und Seg­lern hier erwar­tet und span­nen­de Wett­kämp­fe aus­tra­gen. Eine Welt­meis­ter­schaft, Euro­chall­enge, Deut­sche Meis­ter­schaf­ten sind u. a. ange­sagt.

Doch was wäre die­se tra­di­ti­ons­rei­che Segel­sport­ver­an­stal­tung ohne das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment. Wie­der wer­den 300 Frau­en und Män­ner, die mit dem Segel­sport ver­bun­den sind, für die Betreu­ung der Akti­ven da sein.  Allen vor­an die Mit­glie­der des War­ne­mün­der Segel­clubs.

Ralf Ber­gel, selbst lei­den­schaft­li­cher Frei­zeit­skip­per und einer der Hafen­ka­pi­tä­ne auf der Mit­tel­mo­le, wird wie­der als Chair­man der War­ne­mün­der Woche im Ehren­amt die land­sei­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on der Segel­wett­be­wer­be über­neh­men.  „Schon längst ist die Vor­be­rei­tung für die 88. War­ne­mün­der Woche voll im Gan­ge. Das zeigt sich nicht nur in den Pla­ka­ten und Pla­ket­ten für die 88. son­dern in all den vie­len Klei­nig­kei­ten, die jeder gern macht und mit die­sem Élan auch all die Spon­so­ren ansteckt.  Mehr Seg­ler als im ver­gan­ge­nen Jahr wer­den auch wie­der auf der Hohen Düne sein. Der Zelt­platz bei der Mari­ne wird eben­falls ein­be­zo­gen und die Lan­des­sport­schu­le bie­tet sich gleich­falls für die unter­schied­lichs­ten Ser­vice­leis­tun­gen an. Eigent­lich ist heu­te schon zu sagen: Unser Segel­re­vier, das welt­be­kannt ist, wird sich auch im Jahr 2026 mit opti­ma­len Bedin­gun­gen nicht nur für die­se eine Woche, son­dern gleich­zei­tig für den olym­pi­schen Segel­sport prä­sen­tie­ren,“ so Ber­gel.           Moni­ka Kad­ner

 

Mit einem Foto von dem ehe­ma­li­gen Drei­ge­stirn des War­ne­mün­de Ver­eins Han­si Richert, Inge­borg Regen­thal und Astrid Voß sowie einen Blu­men­strauß über­rasch­te Ste­fa­nie Pen­sky (r.)  Astrid Voß bei deren offi­zi­el­lem Abschied als Ver­eins­vor­sit­zen­de. Foto:Torsten Lin­ke

Nach mehr als 15 Jah­ren gibt Astrid Voß den Vor­sitz ab

4. März: Es war ein hei­ßer Som­mer­tag in die­sem Jahr 2010. Dar­an und an den ers­ten Besuch von Astrid Voß im Redak­ti­ons­bü­ro auf dem Müh­len­hof erin­ne­re ich mich heu­te noch sehr genau. Die neue Vor­sit­zen­de des Gemein­nüt­zi­gen Ver­eins für War­ne­mün­de e. V. – wie sie wohl so ist? Nach­dem mich mit dem lang­jäh­ri­gen Ver­eins­vor­sit­zen­den Alfred Sta­ve ein fast freund­schaft­li­ches Ver­hält­nis ver­band, ich sei­ne Nach­fol­ge­rin Bri­git­te Niel­sen eben­falls sehr schätz­te, nun also Astrid Voß. Die gebür­ti­ge War­ne­mün­de­rin, so erfuhr ich, hat die Hein­rich-Hei­­ne-Schu­­le besucht und „aus­wärts“ das Abitur gemacht. Auf kei­nen Fall woll­te sie wie vie­le ihrer ehe­ma­li­gen Mit­schü­ler, Freun­de und Ver­wand­ten auf der War­ne­mün­der Werft arbei­ten, wo jeder jeden kann­te und über jeden Bescheid wuss­te. Die jun­ge Frau stu­dier­te See­ver­kehrs­wirt­schaft, war bei der Deut­schen See­ree­de­rei für die Kal­ku­la­ti­on von Schiffs­re­pa­ra­tu­ren zustän­dig. Sie hei­ra­te­te ihren ehe­ma­li­gen Mit­schü­ler Hart­mut Voß, den sie seit der ers­ten Klas­se kann­te, zog mit die­sem und dem gemein­sa­men Sohn 1988 nach Ber­lin, wo ihr Mann im eng­li­schen See­recht pro­mo­vier­te. Sie arbei­te­te kur­ze Zeit im Minis­te­ri­um für Ver­kehrs­we­sen, absol­vier­te eine Aus­bil­dung zum Ver­si­che­rungs­mak­ler und kehr­te schließ­lich mit ihrer Fami­lie 2001 aus Ber­lin zurück in hei­mat­li­che Gefil­de und in das Haus ihrer Groß­el­tern in der Alten Bahn­hof­stra­ße.  Drei Jah­re spä­ter trat sie in den War­ne­mün­de Ver­ein ein und arbei­te­te im Vor­stand mit.  Des­sen Zie­le, das lan­d­­schafts- und orts­ty­pi­sche Bild von War­ne­mün­de zu bewah­ren, Tra­di­tio­nen zu pfle­gen und das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der zu för­dern – und zwar ehren­amt­lich, gemein­nüt­zig, poli­tisch unab­hän­gig, über­par­tei­lich und über­kon­fes­sio­nell, lagen und lie­gen ihr als War­ne­mün­de­rin am Her­zen. Nun also im Jah­re 2010 soll­te sie die Geschi­cke des Ver­eins in ihre Hän­de neh­men. Unter­stüt­zung gab es natür­lich. Bei­spiels­wei­se von Inge­borg Regen­thal, ein Urge­stein des Ver­eins. Wir ken­nen uns schon seit 1990, als die die Nord­deut­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten auf Wunsch vie­ler War­ne­mün­der eine eige­ne Sei­te für das Ost­see­bad ins Leben rie­fen, einen Raum im Werft­kul­tur­haus dafür mie­te­ten, mich und Moni­ka Kad­ner anheu­er­ten.  Dort hat­ten auch Inge Regen­thal und ande­re ehe­ma­li­ge Werft­ler aus dem Bereich Kul­tur noch ihr Domi­zil.

Inzwi­schen sind seit dem ers­ten Gespräch zwi­schen Astrid Voß und mir mehr als 15 Jah­re ver­gan­gen. Zeit, die Geschi­cke des Ver­eins in jün­ge­re Hän­de zu legen und die ereig­nis­rei­chen Jah­re Revue pas­sie­ren zu las­sen.  „Die­se ehren­amt­li­che Arbeit als Ver­eins­vor­sit­zen­de habe ich nie bereut. Ich habe so vie­le Men­schen aus den unter­schied­lichs­ten Berei­chen und Beru­fen mit den unter­schied­lichs­ten Ansich­ten und Mei­nun­gen ken­nen gelernt, das war für mich eine Berei­che­rung“, sagt die War­ne­mün­de­rin. Beson­ders die Zusam­men­ar­beit mit ande­ren im Ost­see­bad ansäs­si­gen Ver­ei­nen war prä­gend. Gern erin­nert sie sich auch an die War­ne­mün­der Nach­mit­ta­ge im däni­schen Marie­lyst, die seit 2014 fes­ter Bestand­teil der Vor­stands­ar­beit sind. „Damals ist Rüdi­ger Lach­mann mit sei­ner Band am Leucht­turm auf­ge­tre­ten. Und er hat immer wie­der für einen Kul­tur­aus­tausch mit Däne­mark gewor­ben“, erin­nert sich Astrid Voß. Der Ober­bür­ger­meis­ter von Guld­borgs­und John Bræd­der  war zu Besuch. Sein dama­li­ger Ros­to­cker Amts­kol­le­ge Roland Meth­ling war ver­hin­dert, konn­te den Gast nicht emp­fan­gen. „Also sind Han­si Richert, Inge­borg Regen­thal und ich ein­ge­sprun­gen. So ist eine lang­jäh­ri­ge Freund­schaft ent­stan­den, so fin­den regel­mä­ßi­ge Besu­che statt, an denen auch Künst­ler aus War­ne­mün­de teil­neh­men. Eine wirk­li­che Erfolgs­ge­schich­te“, freut sich die War­ne­mün­de­rin, die die­sen Kon­takt auch wei­ter­hin pfle­gen möch­te.

Was macht Astrid Voß nun mit all ihrer vie­len frei­en Zeit? „Sie genie­ßen. Mei­nen Mann, der immer viel Rück­sicht auf all mei­ne vie­len Ter­mi­ne neh­men muss­te, zur Sei­te ste­hen, ihn bei­spiels­wei­se zu Dreh­or­gel­tref­fen ins Ruhr­ge­biet oder im Som­mer nach Däne­mark beglei­ten. Bücher lesen, unse­re neue Woh­nung gestal­ten. Und ich möch­te Lese­pa­te in einer Grund­schu­le wer­den. Dar­auf freue ich mich sehr“, gesteht Astrid Voß, die vol­ler Élan und Lebens­freu­de auf die kom­men­de Zeit blickt.           Sabi­ne Schu­bert

Kopf­­lin­­den-Allee in der Müh­len­stra­ße als Natur­denk­mal

4. März: Vor­schlä­ge für Natur­denk­mä­ler in War­ne­mün­de zu machen, dar­um wur­de die Bür­ger­initia­ti­ve „Ret­tet den Küs­ten­wald“ vom Orts­bei­rat gebe­ten. Die­se Anre­gung hat die BI ger­ne auf­ge­nom­men und im Janu­ar 2026 die Allee gezo­ge­ner Kopf­lin­den in der Müh­len­stra­ße als Natur­denk­mal vor­ge­schla­gen, eine wun­der­schö­ne Allee, die 150 Jah­re alt und prä­gend für War­ne­mün­de ist (aal­glatt berich­te­ten).

Die Lin­den­bäu­me, aus denen die Allee besteht, sind in einem sehr rigi­den Sand­bo­den auf­ge­wach­sen und ste­hen unter gro­ßem Nut­zungs­druck. Trotz­dem haben die 62 Kopf­lin­den zwei Welt­krie­ge, die Wen­de und meh­re­re Dür­re­jah­re unbe­scha­det über­lebt. Vie­le Gene­ra­tio­nen von Meck­len­bur­gern haben die­se Lin­den so gezo­gen und alle zwei bis drei Jah­re gepflegt. Die Allee ist daher auch lan­des­kund­lich, his­to­risch und kul­tu­rell bedeut­sam.

Nach Auf­fas­sung des renom­mier­ten Ham­bur­ger Baum­pfle­ge­insti­tu­tes kön­nen die vor­han­de­nen Lin­den noch lang­fris­tig (mind. 50 – 100 Jah­re) ste­hen. Die Kopf­lin­den­al­lee im Zen­trum War­ne­mün­des ist abso­lut schutz­wür­dig und schutz­be­dürf­tig.

Die bestehen­den Alleen­schutz­be­stim­mun­gen rei­chen für einen umfas­sen­den Schutz die­ses Klein­ods, die­ses Natur- und Kul­tur­er­be nicht aus; bspw. sind die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Nach­pflan­zun­gen seit Jahr­zehn­ten unter­blie­ben. Im Fall einer her­kömm­li­chen Stra­­ßen- und Lei­tungs­sa­nie­rung bie­ten sie kei­nen aus­rei­chen­den Schutz für die Bäu­me. Es ist daher aus Sicht der Bür­ger­initia­ti­ve not­wen­dig, die Allee als Natur­denk­mal aus­zu­wei­sen und den Bäu­men schon im Vor­feld geplan­ter Sanie­run­gen eine Stim­me zu geben.

Mit­strei­ter für die­ses Pro­jekt, so die Spre­che­rin der der Bür­ger­initia­ti­ve „Ret­tet den Küs­ten­wald“ Dr. Boog, sind herz­lich will­kom­men. Kon­takt kann über treesforfuture@web.de oder Tel. 03815105357 auf­ge­nom­men wer­den.

Der gera­de neu gewähl­te Vor­stand des War­ne­mün­de Ver­eins: Ste­fa­nie Pen­sky,  Janet­te Hei­den­reich, Jana Gut­z­­mann-End­­ler, Jan Star­zyn­ski , Anke Zilm,  Ste­fa­nie Con­rad (von links). Foto: Hart­mut Voß

War­ne­mün­de Ver­ein hat neu­en Vor­stand

27. Febru­ar: Drei bemer­kens­wer­te Neu­ig­kei­ten wur­den auf der gest­ri­gen Ordent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung des War­ne­mün­de Ver­eins bekannt:

Der gesam­te alte Vor­stand mit Astrid Voß, Inge­borg Regen­thal, Cor­ne­lia Döring und Tors­ten Lin­ke ist nicht wie­der zur Wahl ange­tre­ten. Das Quar­tett hat die Ver­ant­wor­tung in jün­ge­re Hän­de über­ge­ben. Die Mit­glie­der wähl­ten in den Vor­stand: Ste­fa­ne Con­rad, Jana Gut­z­­mann-End­­ler, Janet­te Hei­den­reich, Ste­fa­nie Pen­sky, Jan Star­zyn­ski und Anke Zilm.

Zudem galt es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten eine neue Ver­an­stal­tungs­agen­tur zu fin­den, mit der der War­ne­mün­de Ver­ein ab 2026 zusam­men­ar­bei­tet. „Unse­re lang­jäh­ri­ge Part­ne­rin, die Kon­­­gress- und Ver­an­stal­tungs­ser­vice Ros­tock GmbH, ist mit dem 1. Janu­ar 2026 in den ver­dien­ten Ruhe­stand gegan­gen. Wir haben es uns nicht leicht­ge­macht und uns nach einem stren­gen und fai­ren Aus­wahl­ver­fah­ren für die High­lights Event Manage­ment MV Agen­tur, nament­lich Hei­ko Lan­ge, ent­schie­den und die­se per Ver­trag vom 10. Juni 2025 für die Markt­ge­stal­tung gebun­den. Nun freu­en wir uns auf eine gute part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit in den nächs­ten Jah­ren“, sagt Astrid Voß.

Wei­ter­hin wur­de eine neue Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung mit der Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock & War­ne­mün­de erar­bei­tet, die die bestehen­de aus dem Jahr 2023 ab 2026 ersetzt. Danach wird der Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock & War­ne­mün­de durch den War­ne­mün­de Ver­ein der Auf­trag über­ge­ben, die Gestal­tung des Haupt­büh­nen­pro­gramms zur War­ne­mün­der Woche und der Büh­nen­pro­gram­me im Rah­men des „War­ne­mün­der Früh­lings­land­gan­ges“ und des „War­ne­mün­der Brü­cken­fes­tes“ zu über­neh­men. Der War­ne­mün­de Ver­ein bleibt Ver­an­stal­ter des Som­mer­fes­tes im Rah­men der War­ne­mün­der Woche, des „War­ne­mün­der Früh­ling­land­gan­ges“ und des „War­ne­mün­der Brü­cken­fes­tes“ und ist wei­ter­hin voll ver­ant­wort­lich für die Aus­rich­tung des „Nie­gen Ümgan­ges“.

Aus dem Rechen­schafts­be­richt: 

Die bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de Astrid Voß berich­te­te vom  35. Ver­eins­ge­burts­tag, „Platt­düütsch inne Schum­mer­stund“,  Fahr­rad­tour zum Forst- und Köh­ler­hof Wiet­ha­gen, Aus­flug zum Som­mer­fest der Modell­ei­sen­bah­ner, Grill­fest, Schiffs­tour und Begleit­fahrt zum Mehraus­lauf von Kreuz­fahrt­schif­fen im Sep­tem­ber, bebil­der­ter Jah­res­rück­blick von Tors­ten Lin­ke, Vor­trag über den „Zustand der Ost­see­fi­sche und die Zukunft der Ost­see­fi­sche­rei“ von Dr. Chris­to­pher Zim­mer­mann vom Insti­tut für Ost­see­fi­sche­rei im Novem­ber, Eröff­nung des leben­di­gen Advents­ka­len­ders mit einer Weih­nachts­fei­er.

Wäh­rend der elf Vor­stands­sit­zun­gen wur­den all die­se Ver­an­stal­tun­gen, aber auch die drei gro­ßen War­ne­mün­der Fes­te unter Regie des War­ne­mün­de Ver­eins geplant: War­ne­mün­der Früh­lings­land­gang vom 29. April bis 4.Mai, 22. Nie­ger Ümgang und 48. Som­mer­fest im Rah­men der 87. War­ne­mün­der Woche Anfang Juli, War­ne­mün­der Brü­cken­fest inklu­si­ve Kuchen­ba­sar zum Abschluss der Som­mer­sai­son.

Astrid Voß erin­ner­te zudem an den War­ne­mün­der Nach­mit­tag in Marie­lyst, der seit 2014 durch­ge­führt wird. Die bei­den Haupt­in­itia­to­ren die­ses beson­de­ren Freund­schafts­tref­fens, John Bræd­der, damals Ober­bür­ger­meis­ter in Guld­borgs­und, und Roland Meth­ling, damals Ober­meis­ter von Ros­tock, waren mit dabei.

Gefreut hat sich der Ver­eins­vor­stand, dass der Orts­bei­rat Geld aus sei­nem Bud­get für die Erneue­rung der Orts­ein­gangs­schil­der War­ne­mün­de, für eine War­ne­mün­der Bank und für einen Gedenk­stein für die auf See Bestat­te­ten, der im St.-Jantzen-Park auf­ge­stellt wer­den soll, bereit­ge­stellt hat bzw. bereit stel­len will.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön fand Astrid Voß für alle jene, die auf unter­schied­lichs­te Art und Wei­se mit dazu bei­getra­gen haben, dass der Rechen­schafts­be­richt so posi­tiv aus­fal­len konn­te. Neben ihren Vor­stands­mit­strei­tern, die trotz Job viel ehren­amt­li­che Arbeit leis­te­ten, dank­te sie u. a.  allen akti­ven Ver­eins­mit­glie­dern, all den Pro­jekt­grup­pen unter dem Dach des Ver­eins, dem För­der­ver­ein War­ne­mün­der Leucht­turm e. V. als Haupt­spon­sor, der WIRO, allen Han­­del- und Gewe­be­trei­ben­den, Ärz­ten, Apo­the­kern und War­ne­mün­dern, die mit ihren Spen­den zum Gelin­gen der Fes­te und Ver­an­stal­tun­gen bei­getra­gen haben, der  KVS-Agen­­tur, dem Büro War­ne­mün­der Woche, der TZ Ros­tock-War­­ne­­mün­­de. dem Orts­bei­rat, dem Stadt­amt und Tief­bau­amt, den Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­sta­ti­on sowie JM Event & Secu­ri­ty, dem Bestat­tungs­haus Neu­mann, Rip­ka Cate­ring, in des­sen Räu­men der Ver­ein ein Zuhau­se hat.

 

Nicht nur Tee kann wär­men

27. Febru­ar: Mei­ne Bade­freun­din wur­de 88 Jah­re alt. Als die übri­gen drei Frau­en vom Strand kamen – noch ein biss­chen unter­kühlt von der Ost­see­tem­pe­ra­tur – wärm­te uns die Haus­her­rin beim Früh­stück  mit hei­ßem Tee auf und mit einer beson­de­ren Lek­tü­re. Mit einem ganz alten Lese­buch. Es war gera­de mal 37 DIN‑A 5- Sei­ten dick. Schwar­zer, schon völ­lig ver­knit­ter­ter, immer wie­der glatt gestri­che­ner Ein­band. Es war ein–  oder zwei­mal schon von ihrer Mut­ter sorg­fäl­tig per Stopf­garn mit gro­ßen Sti­chen gehef­tet, dass es ja nicht aus­ein­an­der­fie­le. Die Innen­sei­ten völ­lig ver­gilbt. Gleich auf der Auf­schlag­sei­te ein natur­ge­treu­er Lin­ol­schnitt mit Pfer­den auf der Wei­de. Lei­der kei­ne Jah­res­an­ga­be.

Unse­re Augen leuch­te­ten, und allen wur­de warm ums Herz. Dies war ein Buch aus dem Schul­ran­zen, als unse­re Gast­ge­be­rin gera­de mal Lesen gelernt hat. Aus­ge­wähl­te Mär­chen u. a. auch von den Gebr. Grimm waren hier auf den dün­nen Sei­ten in alt­deut­scher Schrift gedruckt wor­den.

Wir reim­ten die alten Ver­se auf Sei­te 25 mit, lach­ten und beschlos­sen: Ab mit dem schma­len Bänd­chen in unser Hei­mat­mu­se­um!  Moni­ka Kad­ner

 

Katha­ri­na Otte, Kat­rin Hel­ler und Cin­dy Wein­hold brin­gen das Leben der gro­ßen Hil­de­gard Knef inter­es­sant und unter­halt­sam auf die Büh­ne der Klei­nen Komö­die. Foto: Tho­mas Man­dt

Gro­ße Geschich­te auf klei­ner Büh­ne

6. Febru­ar: Zu einer unter­halt­sa­men, nach­denk­li­chen Geschichts­stun­de mit der Knef als Haupt­dar­stel­le­rin hat die Klei­ne Komö­die in der musi­ka­li­schen Insze­nie­rung von Cin­dy Wein­hold unter dem Titel „So oder so ist das Leben“ ein­ge­la­den. Wie­der ein­mal prä­sen­tier­te sich die mini­ma­lis­ti­sche Büh­ne die­ses Thea­ters als groß! „Schuld“ dar­an waren Cin­dy Wein­hold am Kla­vier, Kat­rin Hel­ler und Katha­ri­na Otte, die nicht ver­such­ten, Hil­de­gard Frie­da Alber­ti­ne  in ihren Jah­ren von 1925 bis 2002 dar­zu­stel­len, zu dou­beln. Son­dern sie folg­ten ihr poin­tiert musi­ka­lisch, sowie über Lese­aus­schnit­te aus den Büchern der Schrift­stel­le­rin Knef durch die unru­hi­gen Zei­ten die­ser Jahr­zehn­te. Habi­tus und Stim­me der Diva kamen dem Zuschau­er durch Jacob Gückel über sei­ne Aus­schnit­te von Doku­men­tar­auf­nah­men auf der „mit­spie­len­den“ Video­lein­wand nahe.

Es gelang den Akteu­ren ins­ge­samt, die Zuschau­er und Zuhö­rer sehr genau hin­hö­ren zu las­sen, was die Knef so unver­ges­sen macht nicht nur mit ihrer Stim­me, ihrer uner­schro­cke­nen  Art, son­dern auch wie sie sich über alle Klip­pen des Lebens hin­weg durch setz­te. Wie heißt es doch in einem vor­ge­tra­ge­nen Zitat aus ihren Büchern: „So wie das Meer ist, ist das Leben.“

Wie aktu­ell war doch die­se unter­halt­sa­me Geschichts­stun­de mit der Knef als Haupt­dar­stel­le­rin und wie gut,  dass dies vom Volks­thea­ter künst­le­risch auf die Büh­ne gebracht wur­de.

Hei­mat­mu­se­um ver­grö­ßert sich

30. Janu­ar: Im Hei­mat­mu­se­um War­ne­mün­de blie­ben die Gäs­te­zah­len im ver­gan­ge­nen Jahr im Gesamt­trend unver­än­dert gut. Fast 12.200  Besu­cher wur­den 2025 gezählt, bilan­zie­ren das Muse­um und der Muse­ums­ver­ein zufrie­den. Zum Ver­gleich: 2024 waren es rund 12900 Gäs­te.

Bis zum 14. Juni 2026 läuft im Hei­mat­mu­se­um noch die Son­der­aus­stel­lung „Ob die Möwen manch­mal an mich den­ken? Die Ver­trei­bung jüdi­scher Bade­gäs­te an der Ost­see”. In der zwei­ten Juni­hälf­te erfolgt der Aus­stel­lungs­wech­sel. Ab 4. Juli 2026 bis 13. Juni 2027 wird die Son­der­aus­stel­lung „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“ zu sehen sein. Dar­über hin­aus gibt es in der Dau­er­aus­stel­lung viel zu ent­de­cken, sodass sich ein Besuch immer lohnt. Seit Herbst 2025 ist im Aus­stel­lungs­be­reich zum 20. Jahr­hun­dert auch eine Mini-Aus­­s­tel­­lung zur Geschich­te der Eisen­bahn­fähr­ver­bin­dung War­­ne­­mün­­de-Gedser zu sehen, die von 1903 bis 1995 exis­tier­te.

Das Hei­mat­mu­se­um wird sich wie in jedem Jahr wie­der am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag im Mai und am Tag des offe­nen Denk­mals am 13. Sep­tem­ber betei­li­gen. Am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag gibt es neben Musik, Mai­bow­le und Schmalz­stul­len auch einen Floh­markt unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“. Der Ein­tritt ist an bei­den Tagen wie immer frei. Von April bis Okto­ber lädt die Ein­rich­tung jeweils am drit­ten Mitt­woch des Monats wie­der zu Muse­ums­aben­den.

Dar­über hin­aus wächst das klei­ne Muse­um in die­sem Jahr auch ört­lich wei­ter über sich hin­aus. Denn 2026 beginnt die Erwei­te­rung des Muse­ums durch die Über­nah­me des Hau­ses Alex­an­dri­nen­stra­ße 30 (bis­lang Pen­si­on Birn­bom).

Vor­trä­ge und Ver­an­stal­tun­gen 2026:

15.04. War­nem­in­ner Utkie­kers – Lie­der auf Hoch und Platt
17.05. Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag – Muse­en mit Freu­de ent­de­cken (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!).
Mit einem Floh­markt der beson­de­ren Art unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“
20.05. Johan­nes Lang – Han­del mit Teer in Ros­tock und War­ne­mün­de
17.06. Reno Stutz – Die Ros­to­cker Schif­fer­kom­pa­nie
15.07. Chris­ti­an Mey­er – 1866–2026 – 160 Jah­re Mey­ers Müh­le War­ne­mün­de
19.08. Uwe Heim­hardt – War­ne­mün­der Bau­ge­schich­te
13.09. Tag des offe­nen Denk­mals (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!)
16.09. Wil­fried Stein­mül­ler – Ver­ges­se­ne War­­ne­­mün­­de-Lite­ra­­tur wie­der­ent­deckt im Orts­chro­ni­ken­por­tal M‑V
20.09. Hof­fest des Muse­ums­ver­eins (Muse­um geschlos­sen!)
01.–04.10. Ste­­phan-Jan­t­­zen-Tage in War­ne­mün­de und im Hei­mat­mu­se­um
21.10. Susan­ne Buch – Bericht aus der Restau­rie­rungs-Wer­k­statt: Wie die Ver­eins­fah­ne des War­ne­mün­der Män­­ner-Turn-Ver­­eins von 1887 wie­der zu neu­em Glanz gekom­men ist
04.12. Advents­markt vorm Hei­mat­mu­se­um (als Teil vom “Leben­di­gen Advents­ka­len­der”)

Die Vor­trä­ge fin­den in der Regel am drit­ten Mitt­woch des jewei­li­gen Monats statt. Vor­trags­be­ginn ist 18 Uhr, Ein­lass ab 17.30 Uhr. Kar­ten­re­ser­vie­run­gen haben bis 24 Stun­den vor Vor­trags­be­ginn Gül­tig­keit. (Ände­run­gen und Ergän­zun­gen im Pro­gramm sind mög­lich.) Link­tipp: https://heimatmuseum-warnemuende.de

Bri­git­te Moll hat die Musik für sich ent­deckt. Sie spielt meh­re­re Instru­men­te und ist u. a. im Ver­ein „Life music now“ aktiv. Foto: mkad

Har­mo­nie bestimmt ihr Leben

27. Janu­ar: “Seit mei­nem ers­ten Schrei mache ich Musik. Nur heu­te viel­leicht ein biss­chen bes­ser,“ lacht Bri­git­te Moll und erzählt: „Kaum war der Zünd­schlüs­sel im Fami­li­en­au­to rum­ge­dreht, sang und klang es. Volks­lie­der, Kin­der­lie­der. Rauf und run­ter.“  Im sau­er­län­di­schen Zuhau­se nahm Bri­git­te mit zwölf Jah­ren das Kla­vier in Beschlag, pus­te­te in die Block­flö­te und zupf­te auf der Gitar­re. Wäh­rend des Stu­di­ums spiel­ten Para­gra­fen statt Noten  die Haupt­rol­le im Leben der Her­an­wach­sen­den. So blieb es auch bei pas­si­vem Musik­ge­nuss  solan­ge sie in Ham­burg das Schild an der Haus­tür hat­te, das sie als Anwäl­tin aus­wies. Doch dann stell­te sich für Bri­git­te Moll das Leben noch ein­mal auf den Kopf. Es war tat­säch­lich gesche­hen, dass Deutsch­land eins wur­de. Vol­ler Inter­es­se woll­te sie die ande­re Sei­te rich­tig ken­nen­ler­nen, denn auf Schul­aus­flü­gen war der Osten sehr nebu­lös geblie­ben, um es „artig“ aus­zu­drü­cken, wie es so ihre Art ist. War­ne­mün­de, vor allem wegen der direk­ten Nähe zur Ost­see, wur­de ihre neue Adres­se. Sie nahm wie­der Unter­richts­stun­den und wenn ihr als gestan­de­ne Per­sön­lich­keit anfangs die Fin­ger zit­ter­ten beim Fin­den der rich­ti­gen Flö­ten­lö­cher, sie gab nicht auf.  Besann sich dar­auf, wie Musik Türen und Her­zen öff­nen kann. So mel­de­te sie sich, gera­de ange­kom­men im Ost­see­bad, im Chor der War­ne­mün­der Kan­to­rei an. Aus dem gro­ßen Chor wur­de es für sie bald der Kam­mer­chor. Es ent­stand mit Flö­te, Gei­ge, Cel­lo und Kla­vier  das Quar­tett der Kan­to­rei.  „Im Ren­ten­al­ter nimmt die Arbeit zwar ab, zu mei­nem gro­ßen Glück, nimmt die Musik aber zu.“

Ein Kla­vier und ein gan­zes Ensem­ble von höl­zer­nen Flö­ten und ein Saxo­phon ste­hen in der Veran­da. Fast täg­lich wer­den sie gespielt. „Sonst schla­fen sie ja ein – und ich auch!“ so Bri­git­te Moll, die vie­le Stun­den am Tag immer noch strei­tet und  dann, wenn der Akten­ord­ner aus der Hand gelegt ist,  Har­mo­nie, Ruhe in der Musik fin­det.

Doch längst nicht genug. Gemein­sam mit Musi­ker­freun­den bringt sie mit dem Ver­ein „Life music now“ Musik zu denen, die nicht mehr in den Kon­zert­saal gehen kön­nen. Ganz nach der Über­zeu­gung des Gei­gen­vir­tuo­sen Yehu­di Menu­hin, dass Musik heilt, trös­tet und Freu­de bringt.

In unse­rer Lan­des­haupt­stadt hat sie den Vor­sitz der Musik- und Kunst­schu­le ATARAXIA über­nom­men, die im Juni die­sen Jah­res ihr 35jähriges Bestehen fei­ert.  Ata­r­axia bedeu­tet im grie­chi­schen: See­len­ru­he, inne­re Gelas­sen­heit und Frie­den. Man könn­te mei­nen, dass genau dies auch auf Bri­git­te Moll zutrifft.

Moment! Manch­mal geht‘s auch sehr schrill zu. „Takt­los“ heißt das Flö­ten­en­sem­ble, in das sie sich ein­ge­reiht hat, das auch mäch­tig auf die Pau­ke hau­en kann….

Behut­sam ist sie Schritt für Schritt auf ihr neu­es Erleb­nis „Ost“ zuge­gan­gen. So ist sie in War­ne­mün­de ange­kom­men.    Moni­ka Kad­ner

Begeg­nungs­stät­te Am Moor plant auch 2026 tol­le Ver­an­stal­tun­gen

Ver­eins­vor­stand zieht nach dem ers­ten Jahr erfolg­rei­che Bilanz

24. Janu­ar: Die ers­te Jah­res­ver­samm­lung des am 1. Febru­ar 2025 gegrün­de­ten Ver­eins Begeg­nungs­stät­te Am Moor e. V (BAM) hat heu­te statt­ge­fun­den. Ins Leben geru­fen wur­de der neue Ver­ein mit Blick auf den die meis­te Zeit leer­ste­hen­den Saal im Ver­eins­haus des Klein­gar­ten­ver­eins Am Moor im War­ne­mün­der Wie­sen­weg. „Der Klein­gar­ten­ver­ein hat sich laut sei­ner Sat­zung um die Gär­ten zu küm­mern. Nicht um Kul­tur. Also haben wir beschlos­sen, den wenig genutz­ten Saal nicht mehr mit an die Gas­tro­no­men zu ver­pach­ten, son­dern des­sen Nut­zung in die Hän­de eines eigen­stän­di­gen Ver­eins zu legen“, erin­nert sich Ondra Kit­ze­row. Inzwi­schen hat der gro­ße Raum ein zeit­ge­mä­ßes Out­fit bekom­men, kann von ande­ren Ver­ei­nen, aber auch von Pri­vat­per­so­nen gebucht wer­den. Der Vor­stand, bestehend aus Ondra Kit­ze­row, Vor­sit­zen­der, Jür­gen Dührkop, stellv. Vor­sit­zen­der, Maik Stamer, Schatz­meis­ter, Anne Jülich, Pro­to­koll­füh­re­rin, Rene Hei­nig, Bei­sit­zer, und Hei­ke Anna Hil­de­brand, Ersatz­mit­glied, konn­te heu­te eine durch­weg posi­ti­ve Bilanz zie­hen. „Wir haben im zurück­lie­gen­den Jahr zahl­rei­che tol­le Ver­an­stal­tun­gen durch­füh­ren kön­nen, die natür­lich auch von Nicht-Ver­­ein­s­­mi­t­­glie­­dern besucht wer­den kön­nen. Das Inter­es­se war groß. Für uns Ansporn, wei­ter zu machen, neue Ideen zu ent­wi­ckeln“, sagt Hei­ke Anna Hil­de­brand. Die Buch­le­sun­gen waren ein solch gro­ßer Erfolg, dass sich inzwi­schen Autoren mel­den, um dort auf­tre­ten zu kön­nen. Auch die Open Stage Jam, die am 30. Janu­ar um 18 Uhr  in die nun­mehr fünf­te Run­de geht und Akteu­ren eine brei­te Büh­ne in Sachen Musik bie­tet, hat vie­le Freun­de gefun­den. Geplant ist bei­spiels­wei­se auch ein platt­deut­scher Nach­mit­tag am  21. März um 15 Uhr. Und die Vor­schlä­ge, ein Kon­zert mit Stu­den­ten der HMT oder auch ein Som­­mer-Kino zu orga­ni­sie­ren, sind auf offe­ne Ohren gesto­ßen. „Gera­de heu­te haben wir beschlos­sen, unse­re Büh­ne in der Begeg­nungs­stät­te noch bes­ser zu beleuch­ten“, berich­tet Ondra Kit­ze­row. Der Vor­sit­zen­de freut sich, dass bekann­te War­ne­mün­der wie Mari­ken und Jobst Mehlan zu den Ver­eins­mit­glie­dern zäh­len. Wei­te­re sind herz­lich will­kom­men. Der Jah­res­bei­trag beträgt zwölf Euro. Aber wer Inter­es­se hat, darf auch För­der­mit­glied wer­den, denn die Begeg­nungs­stät­te lebt von För­der­mit­teln. Auf der Inter­net­sei­te des Ver­eins kann man den Mit­glieds­an­trag aus­fül­len. Und wer den Kon­takt sucht, kommt mit die­sem aus­ge­füllt zu einer der nächs­ten Ver­an­stal­tun­gen, die Sie, lie­be Leser, unter was, wann, wo auf unse­rer aal­­glatt-Sei­­te fin­den.

Natur­denk­mal wird vor­be­rei­tet

23. Janu­ar: Im Wald hin­ter der Pro­me­na­de sind rund um die Aran­­ka-Wie­­se Baum­pfle­ge­ar­bei­ten im Gan­ge. Die dafür ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­te­rin im Grün­amt, Stef­fi Sold­an, berich­tet uns, dass bereits im Dezem­ber in die­sem flä­chi­gen Bestand mit Baum­fäl­lun­gen ange­fan­gen wur­de. Die­se habe man zuvor mit dem Orts­bei­rat abge­stimmt. Die­se, in ihren Umfän­gen unter­schied­li­chen Bäu­me muss­ten in die­ser Win­ter­sai­son wei­chen, da sie hier durch ver­schie­de­ne Krank­hei­ten die Ver­kehrs­si­cher­heit rund um die Aran­­ka-Wie­­se gefähr­de­ten.

Wir erfuh­ren bei die­sem Gespräch mit dem Grün­amt, dass im Ste­­phan-Jan­t­­zen- Park eine sehr dicke Eiche in den Schutz­sta­tus eines Natur­denk­mals gestellt wer­den soll. Dafür lau­fen gera­de jetzt die Vor­be­rei­tun­gen im Rat­haus. Auch auf der jüngs­ten Sit­zung des Orts­bei­ra­tes wur­de das the­ma­ti­siert (aal­glatt berich­te­ten).

Ein Aus­blick in den Herbst 2026: Auf Grund des Rota­ti­ons­prin­zips für Baum­pflan­zun­gen in der Han­se­stadt wer­den in unse­rem Ort Nach­pflan­zun­gen statt­fin­den. Das geschieht auch, um vor­han­de­ne Fehl­stel­lun­gen wie­der auf­zu­fors­ten. mkad

Das Hotel Nep­tun sucht Ihre Erin­ne­run­gen, lie­be Leser, und ver­schenkt ein Stück Nep­­tun-Geschich­­te, näm­lich die his­to­ri­schen gel­ben Buch­sta­ben vom Nep­­tun-Por­­tal; auf dem Foto prä­sen­tiert von der Logis-Mana­­ge­rin Kers­tin Pin­­gel-Scheydt, dem Chef de Par­tie Simon Win­gen­feld, der Stell­ver­tre­ten­den Restau­rant­lei­te­rin Lisa Well­sandt aus dem Café Pan­ora­ma, Omar Sab­reen aus dem House­kee­ping und PR-Che­­fin Sil­ke Gre­ven. (v.l.n.r.) Foto: Hotel Nep­tun

55 Jah­re Hotel Nep­tun

21. Janu­ar: : Sei­nen 55. Geburts­tag begeht das weit­hin bekann­te Hotel Nep­tun in die­sem Jahr. Ein guter Grund, das gro­ße Jubi­lä­um am War­ne­mün­der Ost­see­strand 2026 mit zahl­rei­chen Aktio­nen und Ange­bo­ten gebüh­rend zu fei­ern. Das tra­di­ti­ons­rei­che 5‑S­­ter­­ne-Haus lädt Gäs­te und die Öffent­lich­keit dazu ein, das denk­wür­di­ge Ereig­nis mit­zu­ge­stal­ten und mit­zu­er­le­ben.

„Es ist kaum zu glau­ben: Wir füh­len uns noch gar nicht so alt, son­dern äußerst leben­dig und lebens­froh“, lacht Gene­ral Mana­ger Gui­do Zöllick: „Das liegt wohl vor allem an unse­ren zahl­rei­chen treu­en Stamm­gäs­ten und natür­lich an unse­rer tol­len Mann­schaft. Gemein­sam sor­gen wir Jahr für Jahr für vie­le fröh­li­che Momen­te und ein schö­nes Mit­ein­an­der in unse­rem Nep­tun.“

Ange­bo­te und Geschenk­ideen

Wer das Wie­gen­fest des legen­dä­ren Hau­ses haut­nah mit­er­le­ben möch­te, kann das ganz bequem mit sei­ner Urlaubs­pla­nung ver­bin­den. „Wir haben für unse­re Gäs­te ein mehr­tä­gi­ges Jubi­lä­ums­an­ge­bot geschnürt, das man das gan­ze Jahr buchen kann. Und natür­lich möch­ten wir auch unser Geburts­­tags-Wochen­en­­de inklu­si­ve gro­ßer Gala mit vie­len ver­trau­ten Gesich­tern, pro­mi­nen­ten Gäs­ten, Freun­den, Fans und Part­nern fei­ern“, freut sich der Hotel­chef.

Das gan­ze Jahr über dür­fen sich die Gäs­te auf eine kuli­na­ri­sche Zeit­rei­se bege­ben. So wer­den neben den belieb­ten Nep­­tun-Klas­­si­kern auch ein exklu­si­ves Jubi­lä­ums­me­nü, ein Geburts­tags­eis­be­cher und ein bekann­ter Cock­­tail-Klas­­si­ker ange­bo­ten. Zum Jubi­lä­um gibt es außer­dem einen limi­tier­ten Wand­ka­len­der mit wun­der­schö­nen, fröh­lich gezeich­ne­ten Moti­ven aus dem Hotel vom War­ne­mün­der Künst­ler Sebas­ti­an Sta­ve und vie­le wei­te­re ori­gi­nel­le Pro­duk­te im hotel­ei­ge­nen Shop „Nep­­tun-Welt“.

Jetzt ein Stück Nep­tun gewin­nen

Zum gro­ßen Jubi­lä­um macht man sich natür­lich rich­tig schick: Aus die­sem Anlass wur­den die his­to­ri­schen, gel­ben Leucht-Buch­sta­­ben „H, O, T, E, L“ am Nep­­tun-Por­­tal erneu­ert und sorg­fäl­tig auf­be­wahrt. „Jetzt star­ten wir mit die­sem Stück Hotel­ge­schich­te unse­re ers­te gro­ße Jubi­lä­ums­ak­ti­on – ein ein­ma­li­ges Gewinn­spiel“, ver­rät PR-Che­­fin Sil­ke Gre­ven: „Tei­len Sie mit uns Ihre per­sön­li­chen Erin­ne­run­gen und schöns­ten Momen­te aus 55 Jah­ren und schrei­ben Sie uns, war­um Sie das Nep­tun lie­ben!“, appel­liert Gre­ven an Gäs­te und Ein­hei­mi­sche: „Unter allen Ein­sen­dun­gen ver­lo­sen wir bis zu unse­rer Jubi­lä­ums­ga­la im Som­mer jeden Monat einen Buch­sta­ben.“ Mit­ma­chen und gewin­nen kann jeder. Ein­sen­de­schluss ist der 31. Mai 2026.

Wer an der gro­ßen Buch­sta­ben­ver­lo­sung teil­neh­men möch­te, schickt sei­ne Bil­der und Geschich­ten an PR-Mana­­ge­rin Sil­ke Gre­ven, Hotel Nep­tun, See­stra­ße 19, 18119 War­ne­mün­de, an s.greven@hotel-neptun.de oder pos­tet alles auf dem hotel­ei­ge­nen Face­­book-Kanal. So kann man Erin­ne­run­gen tei­len und mit etwas Glück einen der fünf Buch­sta­ben im Groß­for­mat gewin­nen!

Ein­zig­ar­ti­ge Erfolgs­ge­schich­te am Meer

Im Juni 1971 begann am Strand von War­ne­mün­de die ein­ma­li­ge Erfolgs­ge­schich­te: Das Hotel Nep­tun öff­ne­te sei­ne Türen und emp­fing bereits sei­ne ers­ten Gäs­te mit dem Anspruch, jeden Auf­ent­halt zu etwas Beson­de­rem zu machen. 55 Jah­re spä­ter blickt man in dem tra­di­ti­ons­rei­chen Haus stolz auf über neun Mil­lio­nen Gäs­te aus mehr als 120 Län­dern zurück. Im Lau­fe der Jahr­zehn­te hat sich das Nep­tun zu einer star­ken Mar­ke ent­wi­ckelt und sich als exklu­si­ves Urlaubs- und Well­ness­ho­tel mit ein­zig­ar­ti­gen Ori­­gi­nal-Thalas­­so-Ange­­bo­­ten und Tagungs­mög­lich­kei­ten eta­bliert. So reicht der exzel­len­te Ruf des Hau­ses längst weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus – das Hotel Nep­tun steht für Höchst­leis­tun­gen: erst­klas­si­ge Ange­bo­te, einen her­vor­ra­gen­den Ser­vice, geleb­te Gast­freund­schaft und sei­nen ganz beson­de­ren Nep­­tun-Spi­rit.

Schwim­men­des Bis­tro auf dem Altem Strom

13.Januar: Wäh­rend vie­len Gas­tro­no­men lan­d­auf-lan­d­ab die Pus­te aus­geht, bli­cken die­se bei­den gestan­de­nen Gas­tro­no­men ganz opti­mis­tisch ins neue Jahr – Jana und Kurt Weber. Seit nun mehr als 20 Jah­ren haben sie mit dem Hum­mer­korb auf der Mit­tel­mo­le ihre Visi­ten­kar­te abge­ge­ben. Seit kur­zem gehört ihnen eben dort auch die Skip­per Lounge, wo einst Tank­stel­le und Ser­vice von Fie­te Paap, dem Boots­ser­vice, waren.

„Mach bloß kei­ne Wer­bung!“ , bit­tet manch War­ne­mün­der, der hier längst Stamm­gast ist. Trotz des schein­bar impro­vi­sier­ten Ambi­en­tes mit der ein­ge­haus­ten Ter­ras­se, ist der Trumpf die Möblie­rung. Das Ambi­en­te eines viel­leicht etwas grö­ße­ren Boo­tes, wie sie hier in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft am Steg lie­gen. Kusche­li­ge Decken und Kis­sen lie­gen bereit, Wär­me­strah­ler sind geschal­tet, wenn auf der Back Glüh­wein oder hei­ße Säf­te damp­fen. Der klei­ne Hun­ger kann gestillt wer­den, wäh­rend auf der gegen­über lie­gen­den Sei­te des Alten Stro­mes lär­men­der Tru­bel „In“ ist.

Neu­es Jahr. Noch­mal die Ärmel hoch – sagen sich Jana und Kurt Weber und gehen in die­sen Tagen in die (hof­fent­lich!) letz­te Etap­pe der Büro­kra­tie. Sie möch­ten vor ihr Bis­tro einen 9 Meter mal 19 Meter gro­ßen Pon­ton legen. „Wäre das nicht auch eine inter­es­san­te Tou­ris­ten­at­trak­ti­on für das Ost­see­bad?“ zwin­kert mir der 73-jäh­ri­­ge ehe­ma­li­ge Hel­go­län­der Kurt Weber zu, der vol­ler Taten­drang davon über­zeugt ist und gern als nächs­ten Schritt von „sei­ner“ Insel auch ein tra­di­tio­nel­les Bör­te Boot mit an den Alten Strom brin­gen möch­te, das im Shu­t­­t­le-Ver­­kehr Besu­cher zur Skip­per Lounge über­set­zen könn­te.

Aal­glatt ist dem rea­lis­ti­schen Traum der Bei­den auf den Grund gegan­gen. Aus dem Ros­to­cker Rat­haus erfah­ren wir:

„Es hat dazu im Dezem­ber ein Auf­takt­ge­spräch zwi­schen der Fami­lie Weber und Ver­tre­tern des Hafen- und See­manns­am­tes gege­ben. Das Pro­jekt zur was­ser­sei­ti­gen Nut­zungs­er­wei­te­rung wur­de vor­ge­stellt. Das Kon­zept wird sei­tens der Betrei­ber nun geschärft und kon­kre­ter beschrie­ben. Eine Umset­zung in die­sem Jahr erscheint rea­lis­tisch.“

Aus der Ree­de­rei Kam­mel erfah­ren wir, dass der recht schma­le Alte Strom wei­ter für die Fahr­gast­schif­fe gut befahr­bar blei­ben muss. Das ist gege­ben, wenn der Pon­ton so gelegt wird, wenn er zwi­schen den vor­han­de­nen Dal­ben bleibt.

Ein span­nen­der Som­mer am Strom steht bevor. Es könn­te tat­säch­lich end­lich mehr um Qua­li­tät, als um Quan­ti­tät in unse­rem Ort gehen. Moni­ka Kad­ner

Mit­tel­mo­le wird Fokus­pro­jekt

17. Dezem­ber: Still ruht schein­bar der See bezüg­lich der Bebau­ung der Mit­tel­mo­le, einem abso­lu­ten Filet-Grun­d­­stück. Erin­nern Sie sich an die Vor­stel­lung von Ideen und an all die Dis­kus­sio­nen, die teils sehr kon­tro­vers geführt wor­den sind? Dar­an, dass der vor­ma­li­ge OB Madsen sämt­li­che Pla­nun­gen gestoppt hat? Hat Irgend­wer in der Stadt­ver­wal­tung doch die Mit­tel­mo­le noch auf dem Schirm oder bleibt das gro­ße Are­al wei­ter­hin WIRO-Par­k­­platz? Aal­glatt gab die Fra­gen wei­ter an die Pres­se­stel­le der Stadt­ver­wal­tung und erfuhr:

Die Mit­tel­mo­le spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de und der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock und ist ein Aus­hän­ge­schild der Regi­on Rich­tung Ost­see. Daher wur­de nach Auf­ga­be des Fähr­ver­kehrs nach Gedser und Ver­kauf der Grund­stü­cke an die WIRO ein gro­ßer städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb durch­ge­führt, aus dem in einem inten­si­ven Pla­nungs­ver­fah­ren mit den Betei­lig­ten vor Ort der Funk­ti­ons­plan Mit­tel­mo­le ent­wi­ckelt wur­de.

In einem dis­kur­si­ven Pro­zess mit den ört­li­chen Kri­ti­kern des Plans, den Gre­mi­en des Orts­bei­rats und der WIRO wur­de nach poli­tisch mehr­heits­fä­hi­gen und wirt­schaft­lich rea­li­sier­ba­ren Lösun­gen gesucht, die in einen Bebau­ungs­plan umge­setzt wer­den soll­ten. Für eini­ge weni­ge Punk­te wur­de kei­ne für alle Betei­lig­ten befrie­di­gen­de Lösung gefun­den, daher wur­de der Pro­zess gestoppt.

Tors­ten Fischer als neu­er Amts­lei­ter des Amtes für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät möch­te die Ent­wick­lung der Mit­tel­mo­le ihrer her­aus­ra­gen­den städ­te­bau­li­chen Bedeu­tung wegen nun zu einem Fokus­pro­jekt für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de machen. Er hat das The­ma daher wie­der auf die Agen­da des Amtes gesetzt. Aktu­ell wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für eine mög­li­che Pla­nung und Umset­zung geprüft und ent­spre­chen­de Gesprä­che mit den betei­lig­ten Akteu­ren geführt. Wich­tig für das Gelin­gen ist ein star­kes Com­mit­ment mit Poli­tik und dem Grund­ei­gen­tü­mer.

 

Sie fal­len auch Fol­kert Jans­sen und Dr. Karin Gut­hoff sofort ins Auge, die sie­ben grü­nen Tafeln, die unter­halt­sam über den Maler Edvar Munch berich­ten und ganz neu im Stadt­bild zu fin­den sind. Foto: mkad

Raus aus dem Haus zum Munch-Pfad

4. Dezem­ber: „Raus aus dem Haus!“, sag­ten sich Mit­glie­der vom Ver­ein des Munch Hau­ses. Dabei ist die­ses denk­mal­ge­schütz­te Fischer­haus am Alten Strom schon seit rund 30 Jah­ren immer etwas Beson­de­res.

Raus aus dem Haus? Aus die­ser Begeg­nungs­stät­te nor­we­gi­scher und deut­scher Künst­ler? Aus dem Treff von War­ne­mün­dern mit nor­we­gi­scher Lebens­wei­se?

Das Haus, die­ses Klein­od am Strom, bleibt, wie es der Ver­ein kon­zi­piert hat. Aber es soll mehr wer­den: Ein ganz augen­schein­li­ches, beim Spa­zier­gang erleb­ba­res Ange­bot für Ein­hei­mi­sche und Tou­ris­ten, um Edvard Munchs 18-mona­­ti­­gen Auf­ent­halt in War­ne­mün­de  von Mai 1907 bis Okto­ber 1908 noch deut­li­cher zu machen.

Die Idee eines Munch-Pfa­­des kris­tal­li­sier­te sich gemein­sam mit dem Kul­tur­aus­schuss des Ortes und dem Orts­bei­rat her­aus. Zunächst ent­stand eine digi­ta­le Schnit­zel­jagd von Wegen, die der Maler gegan­gen war. Sze­nen sei­ner Bil­der stell­ten die Schü­ler der eco­lea vor gut vier Wochen zur Pre­miè­re des Pfa­des nach, mach­ten Fotos – und waren begeis­tert über die­sen Bound „Edvard Munch in War­ne­muen­de“, der sich vor allem an Jugend­li­che wen­det.

Par­al­lel dazu sind seit heu­te sie­ben grü­ne Tafeln neu im Stadt­bild des Ost­see­ba­des zu ent­de­cken, die über Munch in Schrift, Bild und bald auch in Ton berich­ten. Es ist alles his­to­risch kor­rekt, aber Ulrich Groß, Vor­sit­zen­der des Ver­eins, fand in Brief­do­ku­men­ten herr­li­che, teils unbe­kann­te Anek­do­ten über den Maler. Ansichts­kar­ten aus dem Schatz des Hei­mat­mu­se­ums ver­voll­stän­di­gen die­se vor Infor­ma­tio­nen über­quel­len­den neu­en grü­nen Tafeln War­ne­mün­des. Auch dank eines QR-Codes!

Mit einem klei­nen Stück­chen mehr Kul­tur­ge­schich­te kann sich sehr offen­sicht­lich nun War­ne­mün­de schmü­cken, ja,  mit einem tou­ris­ti­schen Mehr­wert, weil der Munch-Ver­­ein beschloss: „Raus aus dem Haus!“  Moni­ka Kad­mer

Die neue Anzei­ge­ta­fel hält zahl­rei­che Wet­­ter- Daten bereit. Foto: Rudolf Kem­nitz

Top aktu­ell: neue Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on

28. Novem­ber: Ver­misst haben vie­le War­ne­mün­der, aber auch Tou­ris­ten die Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on in der See­stra­ße. Bei einem Bum­mel auf der See­pro­me­na­de bei­spiels­wei­se gehör­te es ein­fach dazu, mal zu gucken, wie das Wet­ter tat­säch­lich ist und was sich mög­li­cher­wei­se über uns zusam­men­braut. Die alte Anzei­ge wur­de im Dezem­ber 2021 demon­tiert, nach­dem im Sep­tem­ber 2021 auch die letz­te Mit­ar­bei­te­rin die War­ne­mün­der Dienst­stel­le ver­las­sen hat und mit neu­en Auf­ga­ben zu einem ande­ren Geschäfts­feld wech­sel­te. Damit war das zum Teil hän­di­sche Ein­pfle­gen der Wet­ter­da­ten nicht mehr gewähr­leis­tet. Dass es nun so lan­ge dau­er­te, bis eine auto­ma­tisch arbei­ten­de Schau­ta­fel wie­der instal­liert wer­den konn­te, hat ver­schie­de­ne Ursa­chen. Zuletzt hat­te die vor­läu­fi­ge Haus­halts­füh­rung der Bun­des­re­gie­rung zu wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen geführt.

Beim Blick auf die Anzei­ge­ta­fel wird man fest­stel­len, dass die Was­ser­tem­pe­ra­tur nicht mit auf­ge­führt wird. Das hat einen ein­fa­chen Grund: Die Mes­sung der Was­ser­tem­pe­ra­tur gehört nicht zum Stan­dard­mess­pro­gramm einer Wet­ter­sta­ti­on. Frü­her war dies eine optio­na­le Leis­tung, die von der per­so­nell besetz­ten Wet­ter­sta­ti­on mit­erle­digt wur­de. Lei­der kann die­se Infor­ma­ti­on nun nicht mehr bereit­ge­stellt wer­den.

Was aber zu sehen ist auf der Anzei­ge sind die aktu­el­le Luft­tem­pe­ra­tur, gemes­sen in zwei Meter Höhe, sowie die Luft­feuch­tig­keit, der Luft­druck, die Wind­an­ga­ben sowie die Wol­ken­un­ter­gren­ze, gemes­sen direkt über der Sta­ti­on. Dane­ben wer­den im zeit­li­chen Ver­lauf die Luft­tem­pe­ra­tur und die Wind­bö­en dar­ge­stellt. Alles in allem top aktu­ell und sehr anschau­lich! Rudolf Kem­nitz