Für Mathi­as Rieck ist und bleibt das Segel-Revier vor War­ne­mün­de das schöns­te weit und breit. Foto: mkad

Auf­ta­keln und los!

10. Juli:  Zwei Stun­den vor dem Hupen, dem Start­be­ginn, gibt‘s nur eins für Mathi­as Rieck, auf­ta­keln und los! Er liebt sei­ne OK-Jol­­le und will raus aus dem Hafen. Ein, zwei Schlä­ge mal eben vor­weg, Wind und Wel­len che­cken. Dass Mat­ze, so kennt ihn  ein jeder in der Seg­ler­fa­mi­lie, noch kei­ne Schwimm­häu­te gewach­sen sind – ein Wun­der!

Fami­lie Rieck wohnt ein paar Häu­ser neben uns Am Strom. Ich weiß noch genau, wenn die Jungs mit ihren neun Jah­ren auf dem Schul­hof  Kräf­te­mes­sen „ver­an­stal­te­ten“, war Mat­ze längst am Steg, hör­te gespannt, was  Han­si Petrow­ski, spä­ter Jörn Etzold, sei­ne War­ne­mün­der Übungs­lei­ter, ihm erklär­ten und natür­lich ging‘s dann ab in den Opti. Klitsch­nass, völ­lig zer­strub­belt, mit brei­tem Grin­sen kam er nach Hau­se.

Wir tref­fen uns heu­te im son­nen­durch­flu­te­ten Foy­er der Sport­schu­le. Mat­ze ist inzwi­schen 47 Jah­re alt. Sei­ne 17jährige Toch­ter Joan­na und der 12 Jah­re alte Kal­le wol­len nach­her im Hafen sein. Aber erst ein­mal kommt Mat­ze nicht aus dem Schwär­men über sein ehe­ma­li­ges Hei­mat­re­vier raus. „Es ist für mich mit gro­ßem Abstand das bes­te Revier Deutsch­lands. Fast stän­dig bläst es auf­lan­dig Nord-West. Mit gro­ßer Wel­le run­ter zu segeln, ist  ein Genuss! In 20 Minu­ten bist du am Kurs.“ Mathi­as und sei­ne Frau arbei­ten und leben längst in der Nähe von Ber­lin. Nach­dem er von der 420er Boots­klas­se bei den Lasern ein­ge­stie­gen war und die Sport­re­por­ter ihn als Segel-Ass der Ost­see zu recht beschrie­ben, war vor 20 Jah­ren die Fami­lie aber dann doch die Num­mer 1 in sei­nem Leben. „Jetzt sind die Kin­der groß. Es krib­bel­te auch bei den „klei­nen“ Was­sern in Rangsdorf oder am Wann­see. Ich fand für mich eine fas­zi­nie­ren­de Boots­klas­se, die OK-Jol­­le. Gleich­zei­tig aber auch Lol­li­popp, einen Regat­ta­ver­ein, wo alte Hasen es noch mal wis­sen wol­len und eine wun­der­ba­re fami­liä­re Atmo­sphä­re herrscht. Die Mel­de­lis­te für mei­ne ers­te Regat­ta im Novem­ber 2025 auf dem Wann­see war lei­der sehr klein. Aber dafür erschwing­lich für das Fami­li­en­bud­get. Das ist jetzt anders.. Ein gro­ßes Teil­neh­mer­feld und viel, viel teu­rer. Trotz­dem! In War­ne­mün­de passt alles. Es ist pro­fes­sio­nell, fami­li­är, denn man läuft auf den Ste­gen vie­len Bekann­ten über den Weg.“

Er ist heu­te elf­ter gewor­den. Sein Kom­men­tar: „ Mor­gen geht‘s mit zwei­ter und drit­ter Regat­ta wei­ter. Für das zwei­te mal über­haupt aktiv zu segeln, bin ich zufrie­den. Ist aber mor­gen aus­bau­fä­hig!“                                                    Moni­ka Kad­ner 

12. Juli: Nach­richt von der Jury: Von den 21 gestar­te­ten OK-Jol­­len wur­de Mathi­as Rieck mit sei­ner Jol­le in der Gesamt­wer­tung Fünf­ter Gra­tu­la­ti­on auch von aal­glatt!                           

 

Polier Dirk Aule­rich im Gespräch mit Tors­ten Schrank, Vor­sit­zen­der des War­ne­mün­der Segel­clubs (r.). Foto: mkad

WSC-Bau­­ta­­ge­­buch  (7)

Sie haben gut lachen

9. Juli: Sie haben gut lachen: Tors­ten Schrank, Vor­sit­zen­der des WSC, und Dirk Aule­rich, Polier der War­ne­mün­der Bau GmbH.  Die Bau­stel­le auf der Mit­tel­mo­le geht plan­mä­ßig vor­an. Auch wenn man­cher Seg­ler, der bes­tens mit Wind und Wel­len umge­hen kann, die Stirn kraust, dass an man­chen Tagen nie­mand auf der Bau­stel­le zu sehen ist, muss man wis­sen, dass es Zeit bedarf, bis die gegos­se­ne Boden­plat­te abge­bun­den ist und wie hier erst nach 15 Tagen wei­ter gear­bei­tet wer­den kann.

Ja, und das ist jetzt!

Die Beton­fach­ar­bei­ter Rayk See­low, Tors­ten Helm­an­zick und Lehr­ling Johan­nes Tür­mer haben dem Sturm mit den unbe­re­chen­ba­ren Böen auf Dach­hö­he getrotzt und pass­ge­nau die Decken­rand­scha­lung gesetzt, damit hier Beweh­rung gefloch­ten und ver­legt wer­den kann. 175 Stüt­zen tra­gen die­sen Decken­ti­scch, auf den Beton für die Geschoss­de­cke des Sozi­al­ge­bäu­des gegos­sen wird. Der Kran hebt dar­auf die Fas­sa­den­plat­ten für das Dach. Sie bestehen aus lackier­tem Stahl­blech, sind  aus­ge­schäumt und ent­hal­ten Mine­ral­wol­le, die iso­lie­rend wirkt. Glei­ches gilt für die bereits vor­han­de­nen Stahl­trä­ger. Schwin­gun­gen und Schall sol­len auch hier ent­kop­pelt wer­den. Nun kön­nen Wän­de gesetzt wer­den und das Stahl­ge­rip­pe gehört der Ver­gan­gen­heit an, bevor es dann wei­ter geht mit dem Bau der Hal­le für die Boo­te.

Doch in vor­ders­ter Front zum Alten Strom ist nun erkenn­bar, dass hier ein wei­te­rer  War­ne­mün­der Mosa­ik­stein für den Segel­sport gesetzt wird.

„Nicht nur ich bin froh, dass wir mit den War­ne­mün­der Bau­leu­ten ver­läss­li­che Part­ner gefun­den haben, die unse­ren Traum rea­li­sie­ren, beson­ders für Kin­der und Jugend­li­che bes­te Vor­aus­set­zun­gen zum Trai­ning zu schaf­fen. Die Sie­ger­trepp­chen nicht nur bei der War­ne­mün­der Woche sind jeden­falls ange­peilt.“ So der Vor­sit­zen­de des WSC, der nach unse­rem Treff auf der Bau­stel­le sofort wie­der in der Jugend­sport­schu­le ver­schwun­den ist, wo die Orga­ni­sa­ti­ons­fä­den der 88.Warnemünder Woche im hun­derts­ten Jahr zusam­men­lau­fen. Er ist mit sei­ner Fami­lie, einer der rund 300 Ehren­amt­li­chen, der die War­ne­mün­der Woche immer wie­der natio­nal und inter­na­tio­nal in die posi­ti­ven Schlag­zei­len bringt. Moni­ka Kad­ner

Seg­le­rin Susi aus Güs­trow gehört zum ehren­amt­li­chen Team, das zur War­ne­mün­der Woche jeden Mor­gen für lecke­ren Pro­vi­ant sorgt. Foto: mkad

8 Uhr – Schnitt­chen sind fer­tig!

8. Juli:. Auf­räu­men der Ver­pa­ckun­gen, sta­peln der  Waren­kör­be, wischen und des­in­fi­zie­ren der drei gro­ßen Plas­te­brett­chen, waschen der Mes­ser …Schnitt­chen sind fer­tig und ver­packt  in was­ser­dich­te, bequem zu tra­gen­de klei­ne Plas­tik­ta­schen. Sor­tiert in Tran­chen auf wel­ches Boot, in wel­ches Jury-Büro, auf wel­chen Steg sie gehen.

8 Uhr!

Schon geht die Tür auf. Chris­ta und Tho­mas von der „Eri­mar“ sind die ers­ten, die mit  dia­lekt­rei­chem Schwarz­wäl­der Guten-Mor­­gen-Gruß in die pro­vi­so­ri­sche Pro­vi­ant­kü­che auf die Mit­tel­mo­le kom­men. Es sind alte Bekann­te, die da 1000 Kilo­me­ter fah­ren, um auch in ihrem 16. Jahr wie­der auf der War­ne­mün­der Woche als Start- und Ziel­boot zu hel­fen. Heu­te ist ihre Posi­ti­on bei den Open Skiff Regat­ten. Die Seg­le­rin schwärmt: “Die Bro­te sind so mit Lie­be gemacht. Jeden Tag gibt es klei­ne Über­ra­schun­gen.“

Der War­ne­mün­der Olaf Lah­ne, eben­falls als „Wie­der­ho­lungs­tä­ter“ auf sei­nem „Pott 54“  als Posi­ti­ons­schiff auf der Regat­ta­bahn. „Die War­ne­mün­der Woche ist schon immer ein fes­ter Ter­min für mich. Die­se ver­schwo­re­ne Gemein­schaft! Na, und dann das schö­nes Pick­nick auf hoher See! Es macht alles Spaß!“

Sind es nur beleg­te Rog­gen­stul­len, die von Susi (Seg­le­rin aus Güs­trow), den bei­den Ritas und Jac­que­line aus War­ne­mün­de geschmiert und belegt wer­den? Die bei­den Ritas, die schon 17 Jah­re, Tag für Tag ab 6 Uhr die Seg­ler vor­wie­gend auf See pro­vi­an­tie­ren, kön­nen bei die­ser Fra­ge nur schmun­zeln. „Äpfel, Bir­nen, Bana­nen, Kek­se, Gur­ke, Jogurt, Trau­ben­zu­cker, har­te klei­ne Würst­chen  und… Gum­mi­bär­chen oder Men­thos und ande­re Lecke­rei­en lösen wir wie wie den Belag für die Stul­len Tag um Tag ab. Wir freu­en uns, wenn wir uns alle wie­der­se­hen. Aber in die­sen zwei Stun­den mor­gens ist kon­zen­trier­te Ruhe im Raum. Ansons­ten haben wir viel zu schnat­tern.“ Rund hun­dert Pake­te packen die Frau­en, natür­lich auch mit am Vor­tag abge­ge­be­nen Extra­wün­schen (ohne But­ter, ohne Gur­ke, vegan). Selbst­ver­ständ­lich ehren­amt­lich!

Wie es rund 300 Frau­en und Män­ner aus War­ne­mün­de – nicht nur aus dem Segel­club und Seg­ler gleich­tun, die sich bun­des­weit mit der War­ne­mün­der Woche ver­bun­den füh­len und im  Ehren­amt hel­fen, damit auch die 88. im hun­derts­ten Jahr wie­der in aller Mun­de bleibt. Moni­ka Kad­ner 

 

Die Feri­en­ar­bei­ter der Stran­d­o­ase Fred Haa­se (r.)  und Asad­chy Fio­dar rücken mit Schau­fel und Schub­kar­re dem zu Dünen auf­ge­türm­ten Sand zu Lei­be.

Foto: mkad

Für eine sau­be­re Ost­see unter­wegs

7. Juli:  Am ver­gan­ge­nen Frei­tag und in der Woche davor war aal­­glatt-Redak­­teu­rin Moni­ka Kad­ner im Gespräch mit der Mee­res­for­sche­rin Prof. Dr. Joan­na Waniek vom Leib­niz Insti­tut für Ost­see­for­schung.  Aus­führ­lich schrieb sie über die Bemü­hun­gen der Wis­sen­schaft­ler, die Ost­see zu schüt­zen. Denn, so hieß es in unse­rem Arti­kel u. a.,  dass eine ein­zi­ge Ziga­ret­ten­kip­pe 60 Liter Was­ser mit Schwer­me­tal­len und Teer ver­gif­tet. Eine Plas­tik­fla­sche oder Plas­tik­tü­te 100 bis 200 Jah­re braucht, bis sie zu Mikro-und Nano­plas­tik zer­fal­len.  Und damit in die Nah­rungs­ket­te  von Tier und Mensch ein­ge­hen. Ein acht­los weg­ge­wor­fe­nes Papier­ta­schen­tuch fünf Jah­re benö­tigt, ehe der Zer­falls­pro­zess ein­setzt.

Moni­ka Kad­ner schau­te sich auf der Pro­me­na­de um und kam ins Gespräch mit:

Man­fred Schu­mann. Er ist mit sei­ner Crew direkt auf dem Leucht­turm­vor­platz prä­sent.  Sein Ter­rain ist wun­der­bar mari­tim aus­ge­rich­tet!  Die Bestecke sind aus Holz. Es fal­len kei­ne Papp­be­cher an, weil alle Geträn­ke in Glä­sern aus­ge­schenkt wer­den. Die Tel­ler sind aus recy­cel­ter Pap­pe. „Die Gäs­te loh­nen uns den Auf­wand!“, so Schu­mann.

Lia­na Mäh­ling. Sie ist am Strand­auf­gang 9 seit rund 15 Jah­ren Ver­mie­te­rin von Strand­kör­ben. „Was den­ken Sie, wir sam­meln mor­gens zwi­schen den Kör­ben allen Schmutz auf. Die Strand­aschen­be­cher der Tou­ris­mus­zen­tra­le  sind für die Rau­cher unbe­dingt wich­tig!“

Eine War­ne­mün­der Legen­de ist die Strand­korb­ver­mie­tung Saat. Phil­ipp Saat keschert Mor­gen für Mor­gen zwi­schen sei­nen Kör­ben den Sand und sam­melt so Ziga­ret­ten­kip­pen.

Im WAL lau­tet die Schluss­an­sa­ge um 22 Uhr: „take fife!  – und wenn‘s geht, füt­tert mit mehr Klein­müll die Ton­nen am Strand­auf­gang!“

Bevor Con­ny Cun­na ihre ehren­amt­li­che „Arbeit“ bei der Orga­ni­sa­ti­on der War­ne­mün­der Woche auf­nimmt, ist sie früh mit ihrem rumä­ni­schen Misch­lings­hund am Strand unter­wegs: „ Ich habe immer eine Tüte mit. Ruck, zuck ist die­se voll mit  Kip­pen und Plas­tik­teil­chen.“

Der eine und ande­re Früh­spa­zier­gän­ger auf der West­mo­le gehört eben­falls zur Rie­ge jener, die mit Gum­mi­hand­schuh und Tüte Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf­sam­meln.

Pri­ma, was seit Lan­gem in der Stran­d­o­ase Trei­chel All­tag ist: Der Nicht­rau­cher­ab­schnitt  im Bereich der Strand­kör­be.

 

Berech­tigt stolz prä­sen­tie­ren sich die jun­gen Künst­le­rin­nen mit ihren Müt­tern und der Leh­re­rin (rechts) vor ihren Bil­dern. Foto: mkad

Eco­­lea-Schü­­ler stel­len aus im Kunst­ate­lier

4. Juli:. „Wer weiß, was dar­aus erwächst!“ – das war genau der Punkt, auf den es die Kunst­leh­re­rin Kat­ja Cagla­yan von der eco­lea brach­te, als sie heu­te die Lau­da­tio für ihre Schü­le­rin­nen aus­brach­te im Kunst­ate­lier der alten Post. Aus­ge­stellt haben auf klei­ner Wand­flä­che mit erfreu­lich gro­ßer Wir­kung: Han­nah Lipin­ski, Hele­ne Götz­ke und Mai­la Nau­mann.

Für Hele­ne, die gera­de die 9.Klasse been­det, „ist das Malen ein Weg sich aus­zu­drü­cken und vie­le Din­ge zu ver­ar­bei­ten.“

Bei ihnen enden gera­de die letz­ten Schul­stun­den der 10. Klas­se: Han­nah Lipin­ski und Mai­la Nau­mann. Mai­la sagt: “Wenn ich mich bereits am Mon­tag auf die Kunst­stun­de am Don­ners­tag freue, weiß ich doch, dass ich etwas Wich­ti­ges für mich gefun­den habe.“ Und: „Ich bin dank­bar, hier mei­ne Wer­ke auf­stel­len zu kön­nen, denn Kunst soll­te doch betrach­tet wer­den.“ Und Han­nah bekennt: “Ich lie­be es ein­fach, den Pin­sel in der Hand zu haben und etwas, was mir gera­de durch den Kopf geht, auf die Lein­wand zu brin­gen.“

Mit Recht waren die Müt­ter, die ihren her­an­ge­wach­se­nen, auf­ge­reg­ten Mäd­chen an die­sem Vor­mit­tag zur Sei­te stan­den, stolz. Mar­ti­na Götz­ke ist es nicht min­der: “Wie groß­ar­tig, dass hier die Arbei­ten im Kunst­ate­lier prä­sen­tiert wer­den kön­nen. Einen klei­nen Grund­stein haben wir viel­leicht zu Hau­se gelegt. Am zwei­ten haben die Kunst­leh­re­rin­nen der eco­lea erheb­lich gefeilt. Von Her­zen gönn ich den jun­gen Mäd­chen ihre ers­te Ver­nis­sa­ge!“

Auch wenn, wie es ein War­ne­mün­der Kunst­ken­ner  im Ate­lier aus­drück­te, dies nicht die gro­ße Kunst ist, wie im Ost­see­bad so oft prä­sen­tiert in Gale­rien, erin­nert sei dar­an, was sich die Kunst inter­es­sier­ten und enga­gier­ten Leh­rer und Eltern erhof­fen: „Wer weiß, was dar­aus erwächst:“  Moni­ka Kad­ner

 

Heu­te Eröff­nung der neu­en Son­der­aus­stel­lung im Hei­mat­mu­se­um: 

100 Jah­re War­ne­mün­der Woche

2. Juli Sehr fei­er­lich und fröh­lich eröff­ne­ten Mit­glie­der des Muse­ums­ver­eins und Ver­tre­ter des Hei­mat­mu­se­ums die Son­der­aus­stel­lung „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“. Wie bei einer Fami­li­en­fei­er ging es am heu­ti­gen Spät­nach­mit­tag zu. Umar­mun­gen, lau­te Begrü­ßun­gen, „ weißt du noch“, waren geflü­gel­te Wor­te. aal­­glatt-Redak­­teu­rin Moni­ka Kad­ner hat ein paar Mei­nun­gen und die Stim­mung ein­ge­fan­gen:

Tors­ten Schrank, Vor­sit­zen­der des War­ne­mün­der Segel­clubs: Es ist eine Ehre, dass unser Club mit die­ser Aus­stel­lung so in den Mit­tel­punkt als Aus­rich­ter der War­ne­mün­der Woche rückt. Die Fuß­ab­drü­cke vor­an­ge­gan­ge­ner Vor­sit­zen­der des WSC sind groß. Unser aktu­el­ler Trumpf ist der Bau des neu­en Club­hau­ses, in das vor allem Kin­der und Jugend­li­che ein­zie­hen wer­den.

Dirk Jahn­ke – zu Him­mel­fahrt 2026 gera­de den Euro Cup „Sail hor­se“ in Ros­tock gewon­nen: 

All die­se Erin­ne­run­gen –  eigent­lich mein gan­zes Leben – hier in den Vitri­nen zu sehen, mir geht das Herz auf. Mein Vater wird gewür­digt, der fast 20 Jah­re Chef der War­ne­mün­der Woche war und so nicht ver­ges­sen wird. Vie­le haben mei­ner Mut­ter und mir heu­te auf die Schul­ter geklopft. Es geht gar nicht anders, als mei­nem Club die Treue zu hal­ten und bei der War­ne­mün­der Woche nach all den akti­ven Jah­ren als Seg­ler nun als Wett­fahrt­lei­ter der See­re­gat­ten bei der 88.Warnemünder Woche dabei zu sein.

Pepe Hart­mann, Foto­graf und Gra­fi­ker: Das 30.Plakat für die­se Woche habe ich abge­lie­fert. Seit 25 Jah­ren bin ich mit der Kame­ra auf der War­ne­mün­der Woche. Der WSC  und ich sind eine ein­ge­schwo­re­ne Crew. Du musst die Segel­boo­te ver­ste­hen, wenn du sie foto­gra­fierst, musst wis­sen, wie sie sich bei Wind und Wel­len und glei­ßen­der Son­ne bei einer Regat­ta ver­hal­ten. Nur so ist es gelun­gen, auch prä­gnan­te Fotos von mir hier zu zei­gen. Dar­über freue ich mich sehr.

Jörn Etzold, Lei­ter der Jugend­sport­schu­le: Ich bin qua­si auf dem Boot mei­ner Eltern gebo­ren, die seit 1965 schon immer Mit­glied im War­ne­mün­der Club waren. Ich fing bei den Opti­mis­ten an, konn­te spä­ter mehr­mals auf dem obers­ten Trepp­chen nach Regat­ten ste­hen. Als Übungs­lei­ter trai­nier­te ich  die jüngs­ten ohne Mast- und Schot­bruch wie­der nach Hau­se in den Hafen zu kom­men. Ab 1991 bis 2006 stand ich dann haupt­amt­lich Uwe Jahn­ke bei der Orga­ni­sa­ti­on der War­ne­mün­der Woche zur Sei­te. Ich bin echt begeis­tert, wie die­se Aus­stel­lung  das Segel­le­ben mit Flau­ten und Stür­men und Hochs wie­der­gibt. Toll!

Die­ter Gold­schmidt, Ehren­vor­sit­zen­der des Seg­ler­ver­ban­des und Autor „Der War­ne­mün­der Segel-Club“: Eine wun­der­ba­re Aus­stel­lung ist dem Hei­mat­mu­se­um gelun­gen. Ich bin glück­lich, dass die Geschich­te des Clubs, über die ich aus­führ­lich geschrie­ben habe, so aus­ge­zeich­net prä­sen­tiert wird. Ich freue mich sehr dar­über, das im Hei­mat­mu­se­um die­ses Buch ver­kauft wird, und der Erlös den War­ne­mün­der Nach­wuchs­seg­lern zu Gute kommt. Dan­ke!

 

Wie sau­ber ist die­ser Sand tat­säch­lich? Pro­fes­so­rin Dr. Joan­na Waniek vom IOW weiß, wie­viel Plas­tik und ande­rer Müll im Strand­sand ver­steckt ist. Foto: mkad

Wie geht’s unse­rer Ost­see?

aal­­glatt-Redak­­teu­rin Moni­ka Kad­ner war mit Prof. Dr. Joan­na Waniek vom IOW am Strand unter­wegs

2. Juli:  Eine Ver­ab­re­dung mit der War­ne­mün­de­rin, Pro­fes­so­rin Dr. Joan­na Waniek vom Leib­niz Insti­tut für Ost­see­for­schung, lässt mich immer wie­der mei­nen Hut abneh­men, den ich im Som­mer so ger­ne tra­ge, wie die­se Frau mit­rei­ßen kann, ihre hoch spe­zia­li­sier­ten, wis­sen­schaft­li­chen Pro­ble­me weit über das Insti­tut, den Hör­saal hin­aus, für jeder­mann ver­ständ­lich zu machen. Ich fra­ge sie:

Wie geht‘s denn der Ost­see?

Die Blaue Flag­ge für eine her­vor­ra­gen­de Was­ser­qua­li­tät zum Baden weht ja auch in die­sem Jahr wie­der an unse­rem Strand. Aber! Die Akti­vi­tä­ten der Men­schen, die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels stel­len die größ­ten Bedro­hun­gen dar. Für uns Wis­sen­schaft­ler  sind das gro­ße Her­aus­for­de­run­gen.  Wir möch­ten doch alle gemein­sam das Meer und den Strand vor unse­rer Haus­tür auch für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen schüt­zen.

Wie geschieht das kon­kret?

Bereits 1974 kon­sti­tu­ier­te sich die Hel­­sin­ki-Kom­­mis­­si­on zum Schutz der Mee­res­um­welt der Ost­see. Die HELCOM. Die Ost­see­an­rai­ner­staa­ten und die EU haben bei­spiels­wei­se im Ost­see­ak­ti­ons­plan bis 2030 fest­ge­schrie­ben, dass Daten über Men­gen und Quel­len  und die Trans­port­we­ge von Mee­res­ab­fäl­len an die Poli­ti­ker wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Damit die Gesetz­ge­bung auf fun­dier­ten Erkennt­nis­sen basie­ren kann.

Ist das nicht ein Kampf à la  Don Qui­chot­te gegen Wind­müh­len­flü­gel? 

Ich bin doch nicht allein! In unse­rem Insti­tut sind wir 15 Mee­res­for­scher in ver­schie­dens­ten Arbeits­grup­pen. Beson­ders die jun­gen, oft noch stu­die­ren­den und an Dis­ser­ta­tio­nen arbei­ten­den Mit­ar­bei­ter, geben immer wie­der Anstö­ße, wenn wir die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen phy­si­ka­li­schen und bio­lo­gi­schen Pro­zes­sen unter­su­chen. Wir neh­men regel­mä­ßig Pro­ben im Sand und im Spül­saum, um Belas­tung durch Ziga­ret­ten­rück­stän­de und Mikro­plas­tik zu erfas­sen. Wir haben Sen­so­ren in unter­schied­li­chen Becken der Ost­see auf zahl­rei­chen Tie­fen aus­ge­bracht. Fünf Mal im Jahr fah­ren wir mit unse­ren For­schungs­schif­fen auf See, den Zustand der Ost­see zu mes­sen. Die wis­sen­schaft­lich belast­ba­ren Ergeb­nis­se der betei­lig­ten Staa­ten sind über die HELCOM für jeden und jedes Land ver­füg­bar.

Was steht im Moment im Mit­tel­punkt?

Eines von vie­len: Plastk! Es löst sich nicht auf…  Es zer­fällt in Mikro-und Nano­plas­tik, also in Par­ti­kel, die mit blo­ßem Auge vom Sand nicht unter­scheid­bar sind. Es gelangt in die mensch­li­che Nah­rungs­ket­te über Spei­sen und Geträn­ke.

Die inten­si­ve For­schung ist zir­ka 15 Jah­re jung. Wir haben noch vie­le unbe­ant­wor­te­te Fra­gen.

Nicht nur mit Ihrem kürz­li­chen Vor­trag im Munch Haus oder mit den War­ne­mün­der Aben­den immer am Don­ners­tag im Insti­tut im Juli und August, wer­ben Sie und ihre Kol­le­gen für den Schutz der Ost­see? 

Ja, denn ich fin­de, das ist wich­tig! Wel­cher Rau­cher denkt schon dar­an wenn er sei­ne Ziga­ret­ten­kip­pe in den Sand steckt, dass damit Gif­te wie Schwer­me­tal­le und Teer in den Boden kom­men, den Sand und das Grund­was­ser ver­seu­chen. Ein Stum­mel ver­gif­tet rund 60 Liter Was­ser. Auf einem Qua­drat­ki­lo­me­ter Strand sind kürz­lich über 900  Ziga­ret­ten­res­te gefun­den wor­den….

Eine Plas­tik­fla­sche oder eine Plas­tik­tü­te, braucht 100 bis 200 Jah­re bist sie zu Mikro- und Nano­plas­tik zer­fällt. Bei einem acht­los hin­ge­wor­fe­nen Papier­ta­schen­tuch dau­ert es bis zu fünf Jah­re bis der Zer­set­zungs­pro­zess ein­setzt.

Gibt es bei all die­sem gru­se­li­gen Umwelt­müll auch Opti­mis­ti­sches zu ver­kün­den? 

Seit eini­gen Jah­ren ver­teilt die Tou­ris­mus­zen­tra­le hier in War­ne­mün­de 5000 Strand­aschen­be­cher. „Eigent­lich“ sind Eis­löf­fel, Stroh­hal­me Kaf­fee­be­cher, Scha­len für das Mit­tag to go  aus Plas­tik ver­bo­ten. All dies wird bei­spiels­wei­se aus Mais bereits her­ge­stellt. Zum Glück  wird es auf unse­rer Pro­me­na­de teil­wei­se auch ange­bo­ten.  

Es sind ers­te, klei­ne Schrit­te. Aber es hat ein Nach­den­ken ein­ge­setzt. Dazu ver­hilft auch ein von Mee­res­for­schern und Muse­ums­päd­ago­gen ent­wi­ckel­tes Pro­gramm „Plastc School“. Es wen­det sich an Päd­ago­gen und Schü­ler der unter­schied­lichs­ten Klas­sen­stu­fen.  Es kos­tet nichts. Ist nur vom Com­pu­ter run­ter zu laden. 

Gibt es einen stil­len Wusch für unser Land?

Dass  Kur­be­trie­be und kom­mu­na­le Kur­ver­wal­tun­gen, ein­ge­schlos­sen der Tou­ris­mus­be­trieb Rostock/Warnemünde,  nicht nur Trop­fen auf den hei­ßen Stein reg­nen las­sen. Müll nicht ver­teilt wird  mit mor­gend­li­chem Har­ken des Stran­des oder wie vor­bild­lich vom Was­­ser-und Schiff­fahrts­amt Stral­sund wöchent­lich die West­mo­le gefegt wird, der Sand mit dem Müll aller­dings auf das Boll­werk und den Strand geschleu­dert wird. Sicher­lich müss­te Geld in die Hand genom­men wer­den… Wenn dann noch die Poli­tik auf­wacht…. 

Juni mit Käl­te und his­to­ri­scher Hit­ze

Einen Wit­te­rungs­rückblich der Wet­ter­sta­ti­on War­ne­mün­de für Juni 2026  gibt Rudolf Kem­nitz, Dipl.-Ing. für Meteo­ro­lo­gie

Vie­ler­orts knack­te der Juni die 40-Grad-Mar­ke. In War­ne­mün­de auch?

Wenn es auch deutsch­land­weit zu vie­len neu­en Hit­ze­re­kor­de gekom­men ist  –  am 27. Juni wur­de an 46 Sta­tio­nen die 40-Grad-Mar­ke geknackt -, wur­de in War­ne­mün­de die alte Juni-Best­­mar­ke vom 30. Juni 2019 mit 35,9 Grad Cel­si­us um zwei Zehn­tel ver­fehlt (35,7 Grad). Das abso­lu­te Maxi­mum der War­ne­mün­der Wet­ter­sta­ti­on lag am 20. Juli 2022 mit 38,4 Grad dann noch einen Tick höher. Zwei Tro­pen­näch­te vom 26. bis 28. Juni, an denen die Tem­pe­ra­tur nicht unter 20 Grad fiel, führ­ten eben­falls nicht zur ersehn­ten Erho­lung. Für Deutsch­land wur­de ein neu­er Hit­ze­re­kord von 41,7 Grad im bran­den­bur­gi­schen Nei­­ße­­mün­­de-Coschen auf­ge­stellt. Aus meteo­ro­lo­gi­scher Zeit gab es von der zuerst nicht enden wol­len­den Schafs­käl­te bis zur Hit­ze­wel­le zum Monats­en­de in die­sem Juni alles.

In der ers­ten Monats­hälf­te waren noch Pull­over ange­sagt. Also war es da noch zu kalt?

Die Schafs­käl­te mit Tages­höchst­tem­pe­ra­tu­ren von um die 10 Grad ließ uns in der ers­ten Monats­hälf­te fast 10 Tage hin­ter­ein­an­der im ers­ten meteo­ro­lo­gi­schen Som­mer­mo­nat eher frie­ren. Trotz­dem erreich­te die Monats­mit­tel­tem­pe­ra­tur von 18,5 Grad den dritt­wärms­ten Wert für den Juni seit Auf­zeich­nungs­be­ginn. Sie lag damit um 3,5 Grad über dem Kli­ma­wert von 15,0 Grad.

Gab es reich­lich Nie­der­schlag?

Ja,  mit 74,5 l/m² war die­ser aus­rei­chend, denn das lang­jäh­ri­ge Mit­tel von 59,0 l/m² konn­te um 26 Pro­zent über­trof­fen wer­den. Die Son­nen­schein­dau­er hielt sich mit 267,1 Stun­den weit­ge­hend am Kli­ma­mit­tel von 247,4 Stun­den, ein leich­tes Plus von 8 Pro­zent.

In War­ne­mün­de gibt es ein Jubi­lä­um?

Ja, am heu­ti­gen 1. Juli besteht die War­ne­mün­der Wet­ter­sta­ti­on seit 80 Jah­ren unun­ter­bro­chen in der See­stra­ße in der ehe­ma­li­gen Vil­la Lehm­ent.

Das aal­­glatt-Team sagt: Glück­wunsch!

 

Mäd­chen und Jun­gen aus der Klas­se 3a der Hein­rich-Hei­­ne-Grun­d­­schu­­le haben die Juro­ren in ihrem Schul­gar­ten nicht nur mit selbst­ge­mach­ten Kräu­ter­salz, son­dern auch mit einem Quiz begrüßt und über­rascht. Foto: mkad

KGA Am Moor: Spaß und Freu­de statt Prü­fungs­stress

24. Juni:  Wenn Prü­fun­gen anste­hen, jemand vor einer Jury bestehen möch­te… immer schwingt ein biss­chen Bam­mel, Auf­re­gung mit.  Man kann nicht sagen, dass die Klein­gar­ten­freun­de von der Anla­ge „Am Moor“ nicht auf­ge­regt waren, aber ange­fan­gen von den Zehn­jäh­ri­gen bis hin zu den betag­ten Rent­nern, stan­den sie alle selbst­be­wusst, ideen­reich den Juro­ren  aus der gesam­ten Bun­des­re­pu­blik Rede und Ant­wort. Sie führ­ten ihre som­mer­li­chen Gär­ten vor, die Begeg­nungs­stät­te Am Moor als Kul­­tur- und Ver­an­stal­tungs­ort, ihren Schul­gar­ten und besta­chen bereits beim Rund­gang durch sicht­bar geleb­tes Enga­ge­ment, öko­lo­gi­sche und sozia­le Leis­tun­gen.

Der Grund aber, war­um gera­de ges­tern vie­le Klein­gärt­ner mit ihrem blau­en T‑Shirt „Gärt­nern und Meer“ in der Anla­ge prä­sent waren:  Der 26. Bun­des­wett­be­werb „Gär­ten im Städ­te­bau“  unter dem Mot­to „Klein­gar­ten­som­mer: cool und gemein­sam statt hit­zig und ein­sam!“.

Immer­hin rech­nen sich die über 600 Mit­glie­der der ältes­ten und größ­ten Klein­gar­ten­an­la­ge  „Am Moor“ e. V.  gute Chan­cen  aus, im Bun­des­wett­be­werb zu punk­ten. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den sie Lan­des­sie­ger im Wett­be­werb der Klein­gar­ten­ver­ei­ne Mecklenburg/Vorpommerns.

Gleich hin­ter dem Haupt­ein­gang fröh­li­ches Kin­der­ge­schnat­ter. Hier im Schul­gar­ten gehen eini­ge mit Gra­be­for­ke und hand­schuh­be­hü­te­ten Fin­gern dem Unkraut zu Lei­be. Ande­re pflan­zen noch sehr zar­te Salat­pflan­zen und rufen nach Was­ser zum Angie­ßen nach den Mäd­chen mit den Gieß­kan­nen. Phil und Julie haben bei Oma und den Eltern auch einen Gar­ten. Sie wis­sen schon Bescheid und sagen ihren Klas­sen­ka­me­ra­den an, wäh­rend Anna und Mala sich die vor­be­rei­te­ten Rät­sel­fra­gen noch ein­mal vor­neh­men, denn die Juro­ren sol­len zei­gen, was sie kön­nen… Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin Susann Schu­bert und Klas­sen­leh­re­rin Ant­je Schmidt sind immer mit­ten­drin und freu­en sich, dass der Schul­gar­ten – natür­lich auch mit einer  2022 vom War­ne­mün­der Lions Club gestif­te­ten Lau­be – so ein wesent­li­cher Bestand­teil eines pra­xis­na­hen Unter­richts gewor­den ist.

Der Rund­gang führ­te wei­ter durch ver­schie­de­ne Par­zel­len, zu den benach­bar­ten Klein­tier­züch­tern, zum Erfri­schungs­stand mit Pro­duk­ten aus den Gär­ten, zum Moor­bio­top und zum Ver­ein­sim­ker Tho­mas, der den ers­ten Som­mer­blü­ten­ho­nig des Jah­res dabei hat­te, und schließ­lich zum regio­na­len Büfett, das das Lan­d­­kom­­bü­­se-Team vor­be­rei­tet hat­te.

Tho­mas Klein­worth, Chef der Juro­ren, ist ange­tan. „Hier sind die alten Struk­tu­ren in Bewe­gung. Offen­sicht­lich ist es: Am Moor  wird nicht nur Obst  und Gemü­se ange­baut. Es ist eine schö­ne Mischung zur Natur­nä­he, einem Mit­ein­an­der, einer Ver­ant­wor­tung für öko­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht mit der Stadt.“

Das ist doch schon mal ein Lob. Aber die ande­ren Sie­ger der Lan­des­wett­be­wer­be in der Bun­des­re­pu­blik kön­nen bestimmt auch mit so man­chem Pfund für die­sen Bun­des­wett­be­werb  wuchern.

Es bleibt span­nend. Am 14.  Novem­ber fällt die Ent­schei­dung. Das Team aal­glatt – War­ne­mün­der Aller­lei drückt die Dau­men. Moni­ka Kad­ner.

Mit­glie­der vom Shan­ty­chor De Klaas­hahns und der eco­­lea-Schul­­band sorg­ten mit völ­lig gegen­sätz­li­chen Musik- bzw. Gesangs­ein­la­gen für einen tol­len Kon­trast. Foto: susa

An der Reu­­ter-Eiche gab’s ein Fest

22. Juni: Bei wun­der­ba­ren Som­mer­wet­ter haben ges­tern War­ne­mün­der Ver­ei­ne und Grup­pen unse­ren Hei­mat­dich­ter Fritz Reu­ter und die vor­pom­mer­sche Dich­te­rin Mar­tha Mül­­ler-Gräh­­lert mit einem bunt­ge­mix­ten Pro­gramm up Platt und Hoch im Ste­­phan-Jan­t­­zen-Park geehrt. An der von unse­ren Alt­vor­de­ren anläss­lich des 100. Geburts­ta­ges von Fritz Reu­ter im Novem­ber 1910 gepflanz­ten Eiche fan­den sich Mit­glie­der des Shan­ty­chors De Klaas­hahns, der Trach­ten­grup­pe, des Chors Sing­Man­T­au, der Grup­pe Platt­düütsch in de Schum­mers­tunn und der Eco­­la-Schul­­band zusam­men.  Sie san­gen von War­ne­mün­de, den Urlau­bern, die ihren Som­mer gern bei uns ver­le­ben, und den Ost­see­wel­len, sie tanz­ten in alter War­ne­mün­der Tracht und brach­ten klei­ne Geschich­ten up Platt zu Gehör. Und dazwi­schen die Songs aus heu­ti­ger Zeit, die das drei­köp­fi­ge Team der eco­lea aus­ge­wählt hat­te. Vie­le Zuhö­rer san­gen und schun­kel­ten mit, spen­de­ten immer wie­der reich­lich Bei­fall. Schöns­ter Lohn für alle Akteu­re.

Vor zwei Jah­ren, so erin­ner­te ich in der Begrü­ßungs­re­de, wur­de genau an die­ser Stel­le ein Fritz-Reu­­ter-Stein ein­ge­weiht. Eben­falls mit einem wun­der­ba­ren, von War­ne­mün­der Ver­ei­nen gestal­te­ten Pro­gramm und unter Regie des Muse­ums­ver­eins, des War­ne­mün­de Ver­eins und des Leucht­turm­ver­eins. Die Begeis­te­rung damals war groß. Und die Akteu­re waren sich einig: An die­sem idyl­li­schen, ja geschichts­träch­ti­gen Ort wird es bald wie­der eine Ver­an­stal­tung geben. Inzwi­schen ist viel Was­ser die War­now ent­lang in unse­re Ost­see geflos­sen. Nix ist pas­siert. Also habe ich die Idee auf- und zum Tele­fon gegrif­fen. Und genau das zeich­net War­ne­mün­de aus: Es gab nicht eine ein­zi­ge Absa­ge. Nach­dem wir vier zur Dis­kus­si­on ste­hen­de Ter­mi­ne geprüft haben und der 21. Juni pas­send gefun­den wur­de, ging es an die Pro­gramm­ge­stal­tung. Und an die Lösung von Pro­ble­men, an die Johan­na Bojar­ra vom Lan­des­hei­mat­ver­band und ich zunächst nicht gedacht haben. Woher bei­spiels­wei­se den Strom für die Tech­nik neh­men? Chris­toph Weg­ner, Lei­ter des Hei­mat­mu­se­ums, fand den Kon­takt zum Haus Strand­läu­fer. Und plötz­lich – fünf Tage vor der Ver­an­stal­tung – die Fra­ge: Gibt es eine Son­der­nut­zungs­er­laub­nis für die Flä­che? Nein. Nicht mal einen Antrag. Dan­kens­wer­ter Wei­se konn­ten wir die­sen noch stel­len. Und wir beka­men die Geneh­mi­gung. In War­ne­mün­de und Died­richs­ha­gen haben wir mal eben­so ganz neben­bei die von Sebas­ti­an Sta­ve wun­der­bar gestal­te­ten und vom Leucht­turm­ver­ein finan­zier­ten Pla­ka­te ver­teilt. Eini­ge weni­ge, die noch übrig waren, haben wir mit Unter­stüt­zung der Trach­ten­grup­pe gegen einen klei­nen Obo­lus unter die Zuschau­er gebracht. Über den Erlös von 96 Euro freut sich der Muse­ums­ver­ein. Auch sozia­le Medi­en haben wir genutzt, um auf das klei­ne Event auf­merk­sam zu machen. Bevor die­ses ges­tern Nach­mit­tag star­te­te, feg­te Wer­ner Kreu­scher vom Vor­stand des Muse­ums­ver­eins fix noch die Wege und mäh­te ein Stück Rasen­flä­che. Und schon eil­ten nach und nach rund 100 Zuhö­rer bzw. Zuschau­er her­bei. Unter ihnen zahl­rei­che War­ne­mün­der, aber auch Tou­ris­ten sowie Mit­glie­der ver­schie­de­ner Ver­ei­ne – selbst die Ang­ler waren ver­tre­ten.

Alle Akteu­re und die meis­ten Zuhö­rer waren sich einig: Eine klei­ne, fei­ne, gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung. Natür­lich gab‘s auch Kri­tik: Kei­ne Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Kei­ne Geträn­ke. Aber wo anfan­gen, wo auf­hö­ren? Wer soll woher Stüh­le holen? Wer Geträn­ke aus­schen­ken, wofür wahr­schein­lich wie­der eine Geneh­mi­gung vor­han­den sein muss. Dazu Toi­let­ten auf­bau­en, einen Ret­tungs­dienst ein­schal­ten …. Ob das alles so neben­bei im Ehren­amt und ohne gro­ße Kos­ten stemm­bar ist, wird sich zei­gen. Im nächs­ten Jahr jeden­falls soll es wie­der eine Ver­an­stal­tung zu Ehren Fritz Reu­ters geben. Viel­leicht auch wie in die­sem Jahr im Rah­men der platt­deut­schen Wochen in MV. Wir freu­en uns dar­auf. Sabi­ne Schu­bert

 

Über Plas­tik im Meer spricht Prof. Dr. Joan­na Waniek im Munch-Haus. Foto: mkad

Eine Kip­pe ver­un­rei­nigt 60 Liter Was­ser

20. Juni: . Was war das für ein span­nen­der Abend ges­tern! Prof. Dr. Joan­na Waniek refe­rier­te auf Ein­la­dung des Munch Hau­ses zum The­ma Mikro­plas­tik in der Ost­see. Immer wie­der muss­ten Stüh­le orga­ni­siert wer­den, denn die Plät­ze reich­ten ganz knapp, um all den inter­es­sier­ten War­ne­mün­dern und auch so man­chen ange­reis­ten Fach­leu­ten Sitz­ge­le­gen­hei­ten bie­ten zu kön­nen. Das The­ma war mehr als span­nend, denn wer will nicht in der sau­be­ren See baden, sich  am unver­müll­ten Strand aalen. „Doch Mikro­plas­tik ist am Strand mit blo­ßem Auge nicht zu unter­schei­den,.“ so die Wis­sen­schaft­le­rin, die seit 15 Jah­ren mit ihrem Team Mikro­plas­tik­quel­len auf der Spur ist.

Nur ein auf­hor­chen­des Bei­spie­le: auf hun­dert Meter Strand­sand haben die For­scher 917 Kip­pen gefun­den. In War­ne­mün­de! Dazu muss man wis­sen: eine ein­zi­ge ins Meer gespül­te Kip­pe ver­un­rei­nigt 60 Liter Was­ser…

Knack­punkt der sich anschlie­ßen­den Aus­spra­che immer wie­der der Tenor: was macht die Poli­tik, was der vor Ort ansäs­si­ge Tou­ris­mus­be­trieb (von dem lei­der nie­mand anwe­send war), um Plas­te­ab­fall zu ver­mei­den, das Rau­chen nicht nur mit dem klit­ze­klei­nen Fei­gen­blatt des Strand­aschen­be­chers ein­zu­schrän­ken. ja viel­leicht ganz zu ver­bie­ten?

Die Wis­sen­schaft­le­rin ver­mu­tet eine düs­te­re Uto­pie, dass bei­spiels­wei­se unse­re Kin­des­kin­der in Plas­tik schwim­men wer­den, mit dem Fisch Plas­tik ver­speist wird.

Ein The­ma, das mich nicht los­läßt. Des­halb wer­de ich die Pro­fes­so­rin zu einem aus­führ­li­chen Inter­view bit­ten, mal kurz über die Stra­ße zu gehen und an den Strand zu kom­men. Aalglatt-warnemuen.de ist wie immer neu­gie­rig im Auf­trag unse­rer Leser.

Der Ver­ein des Munch Hau­ses sah die der­zei­ti­ge Aus­stel­lung der regio­na­len Künstler„Bach run­­ter-Strom auf“ mit dem dazu beglei­tend Vor­trag als inter­dis­zi­pli­nä­res Pro­jekt mit dem Leib­nitz Insti­tut für Ost­see­for­schung.   Moni­ka Kad­ner

Mee­res­for­scher laden ein zu inter­es­san­ten Vor­trä­gen

20. Juni: Auch in die­sem Som­mer lädt das Lei­b­­niz- Insti­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de  unter dem Mot­to “War­ne­mün­der Aben­de” wie­der zu popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Vor­trä­ge zum The­ma Ost­see ein. Sie fin­den jeweils don­ners­tags um 18.30 Uhr im Vor­trags­saal des IOW statt. Die Teil­nah­me ist kos­ten­frei. Der Zugang zum Insti­tut erfolgt von der Kur­park­sei­te aus. Bit­te benut­zen Sie die Abzwei­gung von der See­stra­ße neben dem Kur­haus.

Im Fokus der War­ne­mün­der Aben­de 2026 ste­hen wis­sen­schaft­li­che Aspek­te über die Ost­see, aber auch die viel­fäl­ti­gen Belas­tun­gen, denen die­ses klei­ne, fast voll­stän­dig von Land umschlos­se­ne Meer vor unse­rer Haus­tür, aus­ge­setzt ist. For­scher berich­ten an acht Aben­den im Juli und August über ver­schie­dens­te The­men – von Mikro­or­ga­nis­men über Mikro­plas­tik bis hin zu See­gras­wie­sen. Ein spe­zi­el­ler Abend am Inter­na­tio­na­len Tag der Mee­res­schutz­ge­bie­te am Sonn­abend, 1. August wird eine gan­ze Band­brei­te der Bemü­hun­gen um den Schutz der Ost­see prä­sen­tie­ren.

Das Pro­gramm:

9. Juli: Prof. Dr. Hei­de Schulz-Vogt, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Die unsicht­ba­ren Ent­gif­ter der Mee­re: Wie sul­fid­oxi­die­ren­de Bak­te­ri­en das Leben im Meer schüt­zen

16. Juli: Prof. Dr. Gre­gor Reh­der, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Methan aus den zer­stör­ten Nord Stream Pipe­lines – wie­viel, wohin, und wie wur­de das eigent­lich gemes­sen?

23. Juli: Dr. Georg Sebas­ti­an Völ­ker, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Wet­ter, Kli­ma, die Ost­see und wir: Eine Welt im Wan­del

1. August: Bun­des­amt für Natur­schutz & Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Wis­sen schafft Schutz – Abtau­chen in die küs­ten­fer­nen Mee­res­schutz­ge­bie­te der Ost­see (Kurz­vor­trag und inter­ak­ti­ver Aus­tausch an Infor­ma­ti­ons­stän­den)

6. August: Dr. Mat­thi­as Kreuz­burg, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Wo See­gras wächst, lebt das Meer – Rena­tu­rie­rung in der Ost­see und war­um wir Grund zur Hoff­nung haben

13. August: Prof. Dr. Joan­na Waniek, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Die unsicht­ba­re Gefahr – Mikro­plas­tik im Meer

20.August: Dr. Dani­el Her­le­mann, Lei­b­­niz-Ins­ti­­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de, Vibrio­nen im war­men Bade­was­ser: Sel­ten, aber gefähr­lich

27. August, Dr. Han­no Hoch­muth, Lei­b­­niz-Zen­­trum für Zeit­his­to­ri­sche For­schung Pots­dam, Mein War­ne­mün­de – Zeit­ge­schich­te und Erin­ne­rung

  1. Nep­­tun-Werft baut Off­shore-Plat­t­­for­­men

17. Juni: Einer der größ­ten Indus­trie­auf­trä­ge für Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern seit Jah­ren geht nach War­ne­mün­de. Auf der Nep­­tun-Werft sol­len Off­shore-Plat­t­­for­­men ent­ste­hen, mit­tels derer der Strom in die Net­ze an Land ein­ge­speist wer­den kann. Dar­über hat der Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber 50Hertz heu­te gemein­sam mit Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kathe­ri­na Rei­che (CDU) infor­miert. Den ers­ten Auf­trag für eine Off­shore-Kon­­­ver­­­ter­­plat­t­­form des neu­en Zwei-Giga­­watt-Stan­­dards hat das Unter­neh­men an ein Kon­sor­ti­um aus Sie­mens Ener­gy und Nep­tun Smuld­ers Off­shore Rene­wa­bles (NSO­Re) ver­ge­ben. Das Kon­sor­ti­um aus der Mey­­er-Toch­­ter Nep­tun und dem Unter­neh­men Smuld­ers wur­de 2023 eigens zu die­sem Zweck gegrün­det.

Für Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern bedeu­tet der Auf­trag neue Arbeits­plät­ze und Mil­li­ar­den­in­ves­ti­tio­nen . Zumal es nicht nur um einen ein­zel­nen Auf­trag geht.  Ein zwei­ter wird der­zeit ver­han­delt. Kommt auch die­ser zustan­de, sum­miert sich das Volu­men auf rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro. “Das ist ein Rie­sen­auf­trag”, sag­te Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­merns Minis­ter­prä­si­den­tin Manue­la Schwe­sig (SPD). Bis zu 500 neue tarif­ge­bun­de­ne Arbeits­plät­ze auf der Werft und wei­te­re 500 Stel­len bei Zulie­fe­rern könn­ten im Umfeld der Werft ent­ste­hen.

Instal­liert wer­den die Kon­ver­ter­platt­for­men spä­ter rund 200 Kilo­me­ter west­lich von Sylt in der Nord­see. Dort wan­deln sie den von Off­shore-Win­d­­parks erzeug­ten Wech­sel­strom in Gleich­strom um. Über Unter­see­ka­bel wird die Ener­gie an Land trans­por­tiert. Die Lei­tung endet an einem neu­en Netz­ver­knüp­fungs­punkt bei Müh­len­beck nord­west­lich von Schwe­rin. Dort wird der Gleich­strom wie­der in Wech­sel­strom umge­wan­delt, ins Höchst­span­nungs­netz ein­ge­speist und schließ­lich wei­ter in Rich­tung Süd­deutsch­land trans­por­tiert.

Über Jah­re war unklar, ob deut­sche Werf­ten bei die­sen hoch­spe­zia­li­sier­ten Anla­gen über­haupt eine Chan­ce gegen inter­na­tio­na­le Wett­be­wer­ber haben. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kathe­ri­na Rei­che wer­te­te die Ver­ga­be als indus­trie­po­li­ti­sches Signal. Welt­weit gebe es nur weni­ge Unter­neh­men, die sol­che Anla­gen über­haupt bau­en könn­ten. “Die­ser Auf­trag ist ein wirk­lich ermu­ti­gen­des Signal”, beton­te Rei­che.

 

Jens Dusing, Bau­lei­ter des War­ne­mün­der Bau­be­trie­bes (Mit­te),  ach­tet sehr genau auf das spie­gel­blan­ke Tel­lern des Fuß­bo­dens durch die Spe­zia­lis­ten der Flo­or Tech­nik aus Wei­mar.     Foto: mkad

WSC-Bau­­ta­­ge­­buch (6)

72 Kubik­me­ter Beton fügen sich zur Boden­plat­te

16. Juni: Na klar äugen alle Mit­glie­der des War­ne­mün­der Segel­clubs (WSC) zur Bau­stel­le an der Strom­kan­te, wenn sie zu ihren Boo­ten gehen, die ja nun alle längst im Was­ser am Steg lie­gen und start­klar für Aus­fahr­ten sind. Beson­ders Tors­ten Schrank, Vor­sit­zen­der des WSC, nimmt sich schon mal mehr als nur für einen kur­zen Blick Zeit,  bevor er sei­ne „Adja­meh“ auf­ta­kelt. „Ich bin mit dem Bau­ab­lauf zufrie­den, auch wenn durch den Frost Ver­spä­tun­gen auf­tra­ten. Jetzt geht es ja Schlag auf Schlag! Das Haus für die Jugend unse­res Clubs ist extrem wich­tig. Es sichert immer­hin den Fort­be­stand unse­res Ver­eins mit einem sport­li­chen Zuhau­se der jun­gen Mit­glie­der,“ so der noch jung geblie­be­ne Vor­sit­zen­de. Unse­re Club­mit­glie­der reden den Bau­leu­ten auch nicht dazwi­schen, erklärt er „Wir haben bei der  Beräu­mung des Gelän­des, bei der Finan­zie­rung gehol­fen und sind schon beim Über­le­gen, wie wir das Inne­re der Räu­me aus­ge­stal­ten kön­nen.“

An die­sem Diens­tag, am 16.Juni, ragt der lan­ge Arm der Beton­pum­pe nun über dem ver­zink­ten Stahl­ge­rip­pe der Hal­le. Beton schnirkst lei­se plat­schend aus dem Rohr über der gefloch­te­nen eiser­nen Beweh­rung. Im spä­te­ren Sozi­al­trakt wird gera­de noch ein beson­de­rer Schal­tisch  ein­ge­baut für die spä­te­re Instal­la­ti­on der Dusch­tas­se und einer Behin­der­ten­toi­let­te.

72 Kubik­me­ter flie­ßen heu­te Beton, der mit 20 Zen­ti­me­tern Tie­fe lang­sam anzieht, um Ris­se zu ver­hin­dern.  56 Tage sind da Norm. Heu­te wird aber erst noch getel­lert, d. h. eine Maschi­ne mit rotie­ren­der Stahl­schei­be macht den Beton, den Boden, spie­gel­glatt.

„So kön­nen wahr­schein­lich nach der War­ne­mün­der Woche schon die Wand­plat­ten auf­ge­rich­tet werden…wenn heu­te kein Regen fällt, nur ein leich­ter Wind weht und mög­lichst Son­ne raus­kommt, damit der Beton anzieht,  und wir die gro­ße Pla­ne aus­brei­ten kön­nen, um die Boden­plat­te staub- und schmutz­frei zu hal­ten,“ so Polier Dirk Aul­rich vom War­ne­mün­der Bau, der uns mit dem Opti­mis­mus für das zügi­ge Gelin­gen die­ses Hau­ses ansteckt.

Mög­lichst bald sol­len die Kin­der mit ihren Opti­mis­ten, der Jol­le mit ihren knap­pe 2,50 Meter Län­ge  und der Brei­te von 1,13 Metern sowie dem klei­nen Gaf­fel­se­gel hier die jüngs­ten Haus­her­ren des War­ne­mün­der Segel­clubs wer­den. Moni­ka Kad­ner

Noris: Lösun­gen für mari­ti­me Wirt­schaft

13. Juni: Unter den Geehr­ten zur 28. Unter­neh­mer­eh­rung der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock 2025 befin­det sich auch der Geschäfts­füh­rer der Noris Auto­ma­ti­on GmbH Felix Weiss mit Sitz in War­ne­mün­de. In der Lau­da­tio heißt es u. a.:

Die Noris Auto­ma­ti­on GmbH wur­de 1992 in Ros­tock gegrün­det und ist Teil der tra­di­ti­ons­rei­chen NORIS Group aus Nürn­berg, die seit 1925 zu den füh­ren­den Spe­zia­lis­ten für Mess‑, Steu­e­rungs- und Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik gehört.  Das Unter­neh­men Noris Auto­ma­ti­on ent­wi­ckelt und fer­tigt seit­her Antrieb­s­­steu­e­rungs- und Auto­ma­ti­sie­rungs­sys­te­me für Schif­fe. Im Jahr 2014 erfolg­te die Zen­tra­li­sie­rung der Auto­ma­ti­sie­rungs­pro­jek­tie­rung aus Nürn­berg nach Ros­tock. Damit wur­de die Noris Auto­ma­ti­on GmbH zum Inno­va­ti­ons­kno­ten­punkt der Grup­pe im Bereich Schiff­bau und mari­ti­me Tech­nik.

Die Noris Auto­ma­ti­on GmbH als Teil des Fami­li­en­un­ter­neh­mens der Noris Group, reinves­tiert Gewin­ne kon­se­quent im Unter­neh­men. Hin­ter dem Erfolg ste­hen Men­schen aus Ros­tock und der Regi­on – Fach­kräf­te, die mit Lei­den­schaft und Prä­zi­si­on arbei­ten.  Am War­ne­mün­der Stand­ort arbei­ten 66 Mit­ar­bei­ter im Bereich Ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on. Die NORIS Auto­ma­ti­on GmbH zeigt, was ver­ant­wor­tungs­vol­le Unter­neh­mens­füh­rung bedeu­tet. Obwohl NORIS in einem hoch­spe­zia­li­sier­ten Nischen­markt tätig ist, ent­fal­tet die Tech­no­lo­gie des Unter­neh­mens eine bemer­kens­wer­te inter­na­tio­na­le Wir­kung und zählt zu den gefrag­ten Lösun­gen der mari­ti­men Indus­trie.  Die kom­ple­xen Auto­­ma­­ti­ons- und Steue­rungs­sys­te­me aus Ros­tock fin­den sich nicht nur in der kom­mer­zi­el­len Schiff­fahrt – etwa auf moder­nen Car­go­schif­fen oder Fäh­ren –, son­dern eben­so auf Flot­ten von natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sicher­heits­kräf­ten. Dar­über hin­aus ver­trau­en auch anspruchs­vol­le Expe­di­ti­ons­schif­fe auf die­se Tech­nik, und sogar die größ­ten Mega­yach­ten welt­weit setzt auf Lösun­gen aus War­ne­mün­de.

Mit sei­ner tech­no­lo­gi­schen Spe­zia­li­sie­rung trägt das Unter­neh­men NORIS wesent­lich zur Posi­tio­nie­rung Ros­tocks als mari­ti­mer High-Tech-Clus­­ter bei sind ein bedeu­ten­der Image­trä­ger für unse­re Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock.  Die Noris Auto­ma­ti­on GmbH ist regel­mä­ßig an zukunfts­wei­sen­den Ent­wick­lun­gen betei­ligt, womit der Stand­ort das Zukunfts­bild Ros­tocks als „Inno­va­ti­ons­stand­ort im mari­ti­men Engi­nee­ring“ stärkt. Seit mehr als drei Jahr­zehn­te ist die NORIS Auto­ma­ti­on GmbH in Ros­tock prä­sent – eine Bestän­dig­keit, die das Unter­neh­men zu einem Sym­bol für wirt­schaft­li­che Ver­läss­lich­keit macht und zugleich ein wich­ti­ges Ele­ment der posi­ti­ven Außen­wir­kung unse­rer Stadt dar­stellt.

Die Noris Auto­ma­ti­on GmbH trägt in beson­de­rer Wei­se zur Image­för­de­rung der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock bei. Durch ihre tech­no­lo­gi­sche Spit­zen­po­si­ti­on im mari­ti­men Sek­tor, ihre inter­na­tio­na­le Sicht­bar­keit, ihre lan­ge regio­na­le Ver­wur­ze­lung und ihre Rol­le als Inno­va­ti­ons­mo­tor. Noris zeigt, wie ein Unter­neh­men aus Ros­tock welt­weit Maß­stä­be setz­ten kann. Mit jeder Steue­rungs­ein­heit und jedem Pro­jekt trägt die Noris Auto­ma­ti­on GmbH den Namen Ros­tock hin­aus in die Welt und steht für Inge­nieurs­kunst Made in Ros­tock.

Aus Werft­be­cken wird Zukunfts­stand­ort für Off­shore- und Ener­gie­tech­no­lo­gien

11. Juni: Heu­te wur­de der ers­te offi­zi­el­le Ramm­schlag für die Umge­stal­tung des ehe­ma­li­gen Werft­be­ckens am War­ne­mün­der Pas­sa­gier­kai gesetzt. Das Are­al wird zum mari­ti­men Gewer­be­park für nach­hal­ti­ge Ener­gie­tech­no­lo­gien umge­stal­tet.

Der tra­di­ti­ons­rei­che Schiff­bau­stand­ort wird revi­ta­li­siert und zu einem moder­nen Off­shore- und Gewer­be­quar­tier ent­wi­ckelt. Mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von mehr als 100 Mil­lio­nen Euro han­delt es sich um die zweit­größ­te Infra­struk­tur­maß­nah­me in der jün­ge­ren Geschich­te des Ros­to­cker Hafens nach der Ansied­lung von Lieb­herr im Über­see­ha­fen.

Lan­des­weit ist das Vor­ha­ben nach dem Neu­bau der Pee­ne­strom­brü­cke der­zeit die zweit­größ­te Infra­struk­tur­in­ves­ti­ti­on in Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern. Minis­ter­prä­si­den­tin Manue­la Schwe­sig: „Mit die­sem Pro­jekt ent­steht in Ros­tock ein neu­er Zukunfts­stand­ort für die mari­ti­me Wirt­schaft und die Ener­gie­wen­de. Die Lan­des­re­gie­rung unter­stützt das Vor­ha­ben mit 78,3 Mil­lio­nen Euro, um hier die Vor­aus­set­zun­gen für neue Inves­ti­tio­nen, hoch­wer­ti­ge Arbeits­plät­ze und nach­hal­ti­ge Wert­schöp­fung zu schaf­fen. Gleich­zei­tig stär­ken wir Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern als füh­ren­den Stand­ort für Off­shore-Win­d­e­ner­­gie und wei­te­re umwelt­freund­li­che Ener­gie­tech­no­lo­gien.“

Ober­bür­ger­meis­te­rin Eva-Maria Krö­ger unter­strich: „Für den Schiff­bau nicht mehr benö­tig­te Flä­chen erhal­ten eine neue Per­spek­ti­ve und wer­den künf­tig für Zukunfts­tech­no­lo­gien genutzt. Es ent­ste­hen attrak­ti­ve Gewer­be­flä­chen mit direk­tem Kai­an­schluss und her­vor­ra­gen­den Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Ros­tock beweist damit ein­mal mehr sei­ne hohe Stand­ort­qua­li­tät für inno­va­ti­ve Unter­neh­men.“

Mehr als zehn Jah­re Pla­­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren waren erfor­der­lich, um die bereits seit 2007 ver­folg­te Umpro­fi­lie­rung des ehe­ma­li­gen Schiff­bau­stand­or­tes nun auch bau­lich umzu­set­zen. Das künf­ti­ge Gewer­be­ge­biet wird eine Flä­che von mehr als zehn Hekt­ar umfas­sen. Hin­zu kom­men knapp drei Hekt­ar Kai­flä­chen mit einer Gesamt­kai­län­ge von 555 Metern. Rund 15 Pro­zent des Are­als ent­fal­len auf Stra­ßen und Wege. Allein für die Errich­tung einer neu­en Spund­wand sind über 6.000 Ton­nen Stahl not­wen­dig.

Ralf Merz für die ARGE Züb­lin, Prien, Col­cre­te: „Die Umge­stal­tung des ehe­ma­li­gen Werft­stand­or­tes zählt zu den anspruchs­volls­ten Hafen­bau­pro­jek­ten in Nord­deutsch­land. Neben umfang­rei­chen Rück­­bau- und Sanie­rungs­ar­bei­ten ent­ste­hen moder­ne Kai­an­la­gen und Erschlie­ßungs­flä­chen für zukünf­ti­ge Nut­zer. Dabei set­zen wir auf die Kom­pe­tenz zahl­rei­cher Unter­neh­men und Fach­kräf­te aus Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern und der Regi­on.“

Die Bau­ar­bei­ten glie­dern sich in fünf von­ein­an­der abhän­gi­ge Teil­pro­jek­te. Nach dem Rück­bau von ins­ge­samt 28 Bestands­ge­bäu­den und der Ent­sor­gung vor­han­de­ner Abfall- und Recy­cling­ma­te­ria­li­en erfol­gen umfang­rei­che Boden­sa­nie­run­gen an Land sowie im Bereich der bestehen­den Spund­wän­de. Anschlie­ßend wird das Gebiet durch den Bau einer Haupt­stra­ße und drei wei­te­rer Erschlie­ßungs­stra­ßen sowie durch die Neu­ver­le­gung sämt­li­cher Ver- und Ent­sor­gungs­lei­tun­gen erschlos­sen. An vier Lie­ge­plät­zen ent­ste­hen neue Spund­wän­de. Dar­über hin­aus wird ein Teil des bis­he­ri­gen Werft­be­ckens ver­füllt, um zusätz­li­che Vor­­stell- und Logis­tik­flä­chen zu schaf­fen. Für die Lie­ge­plät­ze im Becken ist ein Tief­gang von etwa 9,5 Metern vor­ge­se­hen. Die Fer­tig­stel­lung des Gewer­be­parks ist inner­halb der kom­men­den fünf Jah­re vor­ge­se­hen.

Als Gene­ral­pla­ner ver­ant­wor­tet die INROS LACKNER SE die Ent­wick­lung des Werft­be­ckens zum mari­ti­men Gewer­be­park von der Mach­bar­keits­stu­die bis zur Fer­tig­stel­lung. Dabei koor­di­niert das Archi­­tek­­tur- und Inge­nieur­un­ter­neh­men sämt­li­che Pro­jekt­be­tei­lig­te in enger Abstim­mung mit dem Hafen- und See­manns­amt. Seit mehr als sechs Jahr­zehn­ten beglei­tet INROS LACKNER die Ent­wick­lung der mari­ti­men Infra­struk­tur in Ros­tock und der Regi­on. Zu den Pro­jek­ten zäh­len unter ande­rem das Kreuz­fahrt­ter­mi­nal mit Land­strom­an­la­ge sowie die Ent­wick­lung von Stück- und Schütt­gut­ter­mi­nals, des Ölha­fens und des Lie­b­herr-Stan­d­orts im Über­see­ha­fen sowie zahl­rei­che Pro­jek­te im Stadt­ha­fen. Als wei­te­re Pla­ner dabei sind Bau­grund Stral­sund Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH, Plan Akzent Ros­tock und UGB Geneh­mi­gungs­ma­nage­ment GmbH sowie die bau­aus­füh­ren­den Fir­men ARGE Züb­lin, Döring GmbH, SDL City Bau­ma­nage­ment und STRABAG AG. Pro­jekt­lei­ter ist Tobi­as Günzl, der seit 1999 bei INROS LACKNER arbei­tet. Sei­ne Exper­ti­se ist die Pla­nung und Umset­zung kom­ple­xer Hafen- und Was­ser­bau­pro­jek­te. Am Stand­ort Ros­tock ist Tobi­as Günzl für den Bereich Was­ser­bau zustän­dig.

Mit dem Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber 50Hertz steht bereits einer der ers­ten Anker­nut­zer des neu­en Gewer­be­parks fest. Auf 25.000 Qua­drat­me­tern Grund­stücks­flä­che wird das „Ros­tock Off­shore Quar­tier“ als mul­ti­funk­tio­na­les Gebäu­de­en­sem­ble mit moder­nen Büros, Werk­stät­ten und Mate­ri­al­la­ger direkt an der Kai­kan­te ent­ste­hen. Dort sol­len bis zu 180 Men­schen in unter­schied­li­chen Funk­ti­ons­be­rei­chen des 50Hertz-Off­shore-Betrie­­bes arbei­ten. Neben der Zen­tra­le in Ber­lin und dem Regio­nal­zen­trum Mit­te in Neu­en­ha­gen in Bran­den­burg wird dies der dritt­größ­te 50Hertz-Stan­d­ort sein.

Das neue Gewer­be­ge­biet soll ins­be­son­de­re Unter­neh­men aus den Berei­chen Off­shore-Win­d­e­ner­­gie, Netz­in­fra­struk­tur, mari­ti­me Ener­gie­tech­nik sowie wei­te­re mari­ti­me Dienst­leis­tun­gen anzie­hen.

War­ne­mün­der Biblio­thek

Ein War­ne­mün­der Hexen­zir­kel

Regio­nal­kri­mis, wohin man schaut. Mor­den im Nor­den, Süden, Osten, Wes­ten.

Natür­lich ist auch die Ost­see oft ein belieb­ter Tat­ort. Dies­mal gehen „War­ne­mün­der Wit­wen“, so der Titel des unlängst erschie­ne­nen Kri­mi­nal­ro­mans von Hen­ri­et­ta Hartl, ihren Cha­ri­­ty- und kri­mi­nel­len Klün­ge­lei­en nach. Eigent­lich müss­te der Roman ja „Die War­ne­mün­der Wit­we“ hei­ßen, weil nur Hed­da, die „ungut ver­netz­te“ und „unter­welt­affi­ne“ Che­fin des Hexen­zir­kels aus schwar­zen und wei­ßen Wit­wen, tot­schick mit mör­de­ri­scher Ener­gie unter­wegs ist zwi­schen Altem Strom und Hoher Düne. Dort­hin hat es die Münch­ner Luxus-Immo­­bi­­li­en­­be­ra­­te­rin Karo­li­ne ver­schla­gen. Sie wit­tert schnell hin­ter dem Tod von Hed­das Mann bei der Explo­si­on sei­ner Yacht einen zünf­ti­gen Mord, den sie in Miss-Mar­­p­le-Manier auf­zu­klä­ren gedenkt.

Hen­ri­et­ta Hartl, die sich selbst als „anglo­phi­le Ost­see­frän­kin“ bezeich­net, hat einen soli­den, aus der Sicht ver­schie­de­ner Figu­ren erzähl­ten, weit­ge­hend unter­halt­sa­men Kri­mi geschrie­ben. Neben Möwen­ter­ror und Kri­tik an def­ti­gen Restau­rant­prei­sen hät­te er durch­aus etwas mehr Ost­­see-Flair ver­tra­gen. Auch die sprach­li­chen Anlei­hen aus der Bui­­si­ness- und Jugend­welt wir­ken eher ärger­lich und zu sehr gewollt. Sti­lis­ti­sche Ver­beu­gung vor dem Zeit­geist ist das Gegen­teil von modern.

Wahr­schein­lich, so deu­tet es die Autorin jeden­falls zum Schluss an, wer­den wir eini­gen der Figu­ren die­ses Schmö­kers, ein­schließ­lich eines gru­se­li­gen Mes­­ser-Stal­kers, in einem Fol­ge­band wie­der begeg­nen. Karo­li­ne könn­te dann etwas mehr Far­be und Pro­fil ver­tra­gen und das Regio­na­le in die­sem War­­ne­­mün­­de-Kri­­mi etwas mehr wie­der erkenn­ba­re Regio­na­li­tät. Sozu­sa­gen. Um das über­stra­pa­zier­te Lieb­lings­wort der Autorin zu zitie­ren. Hol­ger Kan­kel

(Hen­ri­et­ta Hartl, War­ne­mün­der Wit­wen, TB, 288 Sei­ten. emons Ver­lag 2026, ISBN 978−3−7408−2788−5, 14 Euro)

 

Muse­ums­lei­ter Chris­toph Weg­ner und Jut­ta Wei­de­mann vom Muse­ums­ver­ein sich­ten und sor­tie­ren die wert­vol­len Expo­na­te, von denen eini­ge in der neu­en Aus­stel­lung “100 Jah­re War­ne­mün­der Woche” zu sehen sein wer­den. Foto: mkad

100 Jah­re ist sie alt und doch so jung:

Die War­ne­mün­der Woche

9. Juni: Hat der Chef vom Hei­mat­mu­se­um noch ein Büro in der ers­ten Eta­ge des alten Fischer­hau­ses in der Ach­ter­reeg? Ganz eng ist‘s hier gewor­den. Es sta­peln sich wie in Archi­ven bunt gezeich­ne­te Urkun­den mit damals moder­ner Frak­tu­ra Schrift. Dann schon bereits gedruck­te moder­ne Aus­zeich­nun­gen. Glän­zen­de und ein biss­chen skur­ri­le Poka­le, über­all, wo es Abstell­mög­lich­kei­ten gibt. Dort ein Rah­men mit sor­tier­tem „Gold­staub“, die über­aus begehr­ten Cock­pit­pla­ket­ten in allen Farb­nu­an­cen. Es hän­gen Wes­ten, T‑Shirts, Jacken an Schrank­tü­ren. An der Wand ver­gilb­te alte Drei­ecks­kur­se und neue Regat­ta­kur­se. Natür­lich Fotos über Fotos, ein­zeln oder in abge­grif­fe­nen Alben mit Lese­zei­chen mar­kiert. Zei­tungs­aus­schnit­te aus War­ne­mün­der Tages­zei­tun­gen, der Seg­ler­zei­tung „Yacht“.

Im Auf­bau ist eine Aus­stel­lung „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“ im Hei­mat­mu­se­um.

Der Muse­ums­ver­ein ist glück­lich, dass die­se Woche im Juli bei den War­ne­mün­dern ges­tern wie heu­te hoch im Kurs steht. Dabei legt Muse­ums­lei­ter Chris­toph Weg­ner nicht sel­ten in die­sen Tagen sei­ne Stirn in Fal­ten. „Die Seg­ler haben uns eine Men­ge gehü­te­ter Erin­ne­run­gen an die eige­ne Lei­den­schaft des Segelns anver­traut. Da stört mich über­haupt nicht die schein­ba­re Unord­nung!“ Und gemein­sam mit sich für den Segel­sport begeis­tern­den und kom­pe­ten­ten Mit­glie­dern des Muse­ums­ver­eins wer­den Hau­fen für Hau­fen sor­tiert, geprüft, was als Expo­nat in Fra­ge kom­men könn­te. Immer dabei die Chro­nik des War­ne­mün­der Segel-Clubs, denn hier ist his­to­risch belegt und nach­zu­le­sen, dass am 11. Juli 1926 und am 14. Juli des glei­chen Jah­res  die Meck­len­bur­gi­sche Bäder­wett­fahrt gestar­tet wur­de. Die­se Regat­ta ging als ers­te War­ne­mün­der Woche in die Geschich­te ein und war ab sofort und bis heu­te untrenn­bar mit der Ent­wick­lung des War­ne­mün­der Segel­clubs ver­bun­den.

Gesta­pel­tes wird zu Häuf­chen. Im Hei­mat­mu­se­um nimmt die neue Son­der­aus­stel­lung Gestalt an.

Wäh­rend noch im „Pro­gramm­heft der Ver­­­bands- und Aus­gleichs­wett­fahr­ten“ von 1926, in den höchs­ten Tönen gelobt wird, dass 47 Yach­ten vorm West­mo­len­kopf star­te­ten, sind laut Mel­de­por­tal der War­ne­mün­der Woche 2026  550 Boo­te  mit rund 1100 Akti­ven am Start. Frau­en und Män­ner aus dem War­ne­mün­der Segel-Club und befreun­de­ten Clubs sor­gen tat­kräf­tig und selbst­los für die Aus­tra­gung der War­ne­mün­der Woche über Jah­re und Stür­me hin­weg. 2026 sind es allein 300 Ehren­amt­ler.

In der „Yacht“ hieß es 1927 über glän­zend ver­lau­fen­de Wett­fahr­ten… Annehm­lich­kei­ten, die hof­fen las­sen, dass die War­ne­mün­der Woche zu Glanz ersteht und die Betei­li­gung im nächs­ten Jahr noch grö­ßer wird. Die Aus­stel­lungs­ma­cher haben es eigent­lich leicht den Glanz der War­ne­mün­der Woche in aller Beschei­den­heit, manch­mal ruhig auf­trump­fend, in ihrem 100. Jahr ab 3. Juli 2026 in der Son­der­aus­stel­lung dar­zu­stel­len.                           Moni­ka Kad­ner

P.S. Das Hei­mat­mu­se­um sorgt für frei­en Ein­tritt, wenn die Teil­­neh­­mer-Aus­­­wei­­se von 2026 vor­ge­zeigt wer­den. Die Chro­nik des WSC „Der War­ne­mün­der Segel­club“ wird für einen Son­der­preis ver­kauft Das Geld kommt den Nach­wuchs­seg­lern zugu­te. Das Pla­kat der dies­jäh­ri­gen War­ne­mün­der Woche vom 4. bis 12. Juli spricht von der 88. Woche. Das stimmt inso­fern, da von 1940–1950 die Wochen nicht gezählt wur­den. Sie began­nen erst wie­der 1951. Und wäh­rend Coro­na (lang scheint es her zu sein) 2020 muss­te die Woche lei­der auch aus­fal­len.

 

Vom Hör­saal an die Bar – hin­term WAL-Tre­­sen: Shir­ley und Lea (links). Foto: mkad  

WAL lädt in Unter­was­ser­welt ein

8. Juni: Seit gut einer Woche ist er wie­der da: der WAL mit sei­nen umfang­rei­chen Zelt­auf­bau­ten in Nach­bar­schaft und Koope­ra­ti­on mit der Strand Are­na. Schon ab zehn Uhr ist täg­lich die Zelt­bahn­tür zurück geschla­gen, laden die rus­ti­ka­len Tische und Stüh­le zum Ver­wei­len beim Mor­gen­kaf­fee ein. Lie­ge­stüh­le und Hän­ge­mat­ten ste­hen zum Rela­xen bereit. Sport­fel­der sind bereits abge­steckt und die dazu pas­sen­den Sport­ge­rä­te war­ten auf ers­te Spie­ler.

Jedes Jahr haben sich die enga­gier­ten Macher um den DOCK­INN-Chef Chris­toph Krau­se Beson­de­res ein­fal­len las­sen. So lockt der WAL die eigent­lich nur zum Strand eilen­den Son­nen­hung­ri­gen am Strand­auf­gang 1 in sei­ne Unter­was­ser­welt, die natur­ge­treu von Außen das gro­ße Zelt des Bis­tros schmückt. Wer will da nicht näher kom­men…

Natür­lich sind auch die kunst­vol­len Eisen­ge­flech­te des  gro­ßen und klei­nen WALs, die Metall­skulp­tur des Hais auf der Frei­flä­che wie­der hier gestran­det. Ohne Sand im Schuh kom­men Roll­stuhl­fah­rer nun ganz bequem auf neu ver­leg­ten Beton­plat­ten zum Ren­dez­vous mit dem WAL und zur Strand Are­na.

Für Furo­re hat­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Möwen-Poli­ce in der WAL-Stran­d­­bar gesorgt. Jeder, des­sen Essen vom Imbiss­stand einer Atta­cke von Möwen zum Opfer gefal­len war, bekam dies kos­ten­frei ersetzt. In die­sem Jahr wird die Poli­ce sogar noch aus­ge­wei­tet. „Auch unser Bar-Ange­­bot ist künf­tig inbe­grif­fen“, sagt Chris­toph Krau­se.

In einem Pilot­pro­jekt wur­den zudem gemein­sam mit der Uni Ros­tock kos­ten­freie Son­­nen­crè­­­me-Spen­­der für die Strand Are­na War­ne­mün­de ent­wi­ckelt. „Davon pro­fi­tie­ren dann nicht nur die vie­len Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten in der Are­na, son­dern auch alle Gäs­te des War­ne­mün­der Stran­des. Es soll doch ein sor­gen­frei­er und gesun­der Auf­ent­halt am War­ne­mün­der Strand wer­den“, so Krau­se.

Ich woh­ne nur gute hun­dert Meter vom Strand­auf­gang 1 ent­fernt, freue mich aber  – bis jetzt – jedes Jahr, wie Jung UND Alt hier will­kom­men sind, wie sich die­ses Are­al zu einer Oase zum Ent­span­nen, zum abend­li­chen Träu­men beim Son­nen­un­ter­gang, zum gesit­te­ten  Musik Hören gewor­den ist. Um 22 Uhr ist strikt Dad­del­du. Und wenn am Wochen­en­de bis 24 Uhr getanzt wird, kann man das als Anwoh­ner gut tole­rie­ren.  Das nächs­te Kon­zert ist übri­gens Mitt­woch (10. Juni) ab 20 Uhr mit Leon Zeug. Moni­ka Kad­ner

Chris­to­pher, Sil­ke und Bo haben in der Anla­ge “Am Moor” den für sie pas­sen­den Klein­gar­ten gefun­den. Foto: susa

Jun­ge Fami­lie hat ihr grü­nes Para­dies gefun­den

21. Mai: Auch wenn noch eini­ge Kar­tof­feln der vor­jäh­ri­gen Ern­te auf ihren gro­ßen kuli­na­ri­schen Ein­satz war­ten, Chris­to­pher Gührcke hat die neu­en Knol­len für die 2026er Sai­son schon längst in die Erde gebracht. „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben wir sogar ein Rie­sen­ex­em­plar geern­tet. Das hat für eine kom­plet­te Mahl­zeit für unse­re Fami­lie gereicht“, erin­nert sich Sil­ke Dewitz, die gemein­sam mit ihrem Mann einen Klein­gar­ten in der Anla­ge Am Moor bewirt­schaf­tet. Die jun­ge Fami­lie, zu der auch Sohn Bo gehört, fin­det sich auch mit Hil­fe net­ter Nach­barn Stück für Stück ins Klein­gärt­nern hin­ein. „Als wir 2020 aus der Nähe von Ham­burg, wo wir aus beruf­li­chen Grün­den eini­ge Jah­re gelebt haben, zurück nach Meck­len­burg und damit näher an die Fami­lie gezo­gen sind, haben wir uns nach einem Gar­ten umge­schaut. In der Anla­ge Am Moor wur­den wir auf eine War­te­lis­te gesetzt. Als der Vor­be­sit­zer gestor­ben ist, hat der Sohn sich als Nach­fol­ger eine jun­ge Fami­lie gewünscht. Und so sind wir zu unse­rem klei­nen Para­dies gekom­men“, freut sich die 37-Jäh­ri­­ge. Gemein­sam mit ihrem Sohn, der die ers­te Klas­se in der Hein­rich-Hei­­ne-Schu­­le besucht, bringt sie klei­ne, von der Nach­ba­rin vor­ge­zo­ge­ne Pflänz­chen in die Erde. „Im Super­markt Gemü­se oder Obst zu kau­fen, ist die eine Sache. Die ande­re, zu sehen, wie etwas wächst, gedeiht, gepflegt und gegos­sen wer­den muss, bis es dann auf dem Tisch lan­det“, fin­det die Leh­re­rin. Auch wenn die Woh­nung in War­ne­mün­de nur weni­ge Rad­­fahr-Min­u­­ten vom Klein­gar­ten ent­fernt ist, die jun­gen Leu­te haben auch die Gar­ten­lau­be auf Vor­der­mann gebracht. Neu­es Dach, neu­er Fuß­bo­den, neue Elek­trik. Neue Küche. Alles modern und zweck­mä­ßig. „Noch ist eini­ges zu tun“, sagt Chris­to­pher, der als Mecha­tro­ni­ker arbei­tet und einen Teil sei­ner Frei­zeit gern auf der Schol­le ver­bringt. „So oft es die Zeit erlaubt, sind wir im Gar­ten. Es macht ja auch Spaß“, fügt der 38-Jäh­ri­­ge hin­zu.                 Sabi­ne Schu­bert

Im ver­gan­ge­nen Jahr war die Strand Are­na War­ne­mün­de Aus­tra­gungs­ort eines Geheim­kon­zer­tes von Mar­te­ria, orga­ni­siert durch die Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock und War­ne­mün­de. Auch für 2026 sind Über­ra­schun­gen geplant. © TZRW

Ein Som­mer zwi­schen Tee­pott und Ost­see

16. Mai:  Am kom­men­den Mon­tag rol­len die Schwer­last­trans­por­ter in Rich­tung Tee­pott, zum Strand­auf­gang 1. Pla­nen, Schie­nen, Taue, Git­ter­ge­rüs­te und vie­les Zube­hör mehr  haben sie auf den Lade­flä­chen, um die Stran­da­re­na auf­zu­bau­en. Das Zelt für die inzwi­schen so belieb­te WAL-Bar, die unter­halb des Tee­potts im Som­mer nicht mehr weg­zu­den­ken ist, die Tri­bü­ne mit den bis zu 1200 Plät­zen und dem tol­len Blick auf Kon­zer­te, Sport­wett­kämp­fe, und natür­lich auch auf die Ost­see, wenn u. a. die Seg­ler zur gro­ßen Rund Born­holm Regat­ta star­ten und wie­der ankom­men.  Für drei Mona­te wird sich der Strand unter­halb des Tee­potts in eine von jung und alt ange­nom­me­ne Event-Are­­na ver­wan­deln. Auf der Pres­se­kon­fe­renz infor­miert die Che­fin der Stran­da­re­na, die auch in die­sem Som­mer bei Wind und Wet­ter gern ihren Schreib­tisch in der  Tou­ris­mus­zen­tra­le  ein­tauscht gegen die Ost­see­bri­se, um alle Orga­ni­sa­ti­ons­fä­den hier in der Hand zu hal­ten. Wir erfah­ren von  Ulri­ke Döring eini­ge Aus­schnit­te:

Wir star­ten mit dem 6. Jug­­ger-Stran­d­­tur­­nier am 30. Mai. Dies ist eine recht neue, lau­te Mann­schafts­sport­art mit Pom­p­fen und Juggs.  Dann vom 12. bis 14. Juni Beach­hand­ball. Über 200 Mann­schaf­ten wer­den erwar­tet. Erst­mals star­tet vom 16. bis 18. Juli  die Deut­sche  Meis­ter­schaft im Ret­tungs­sport. Ins­ge­samt wer­den Wett­be­wer­be in acht unter­schied­li­chen Sport­ar­ten in der Strand Are­na aus­ge­tra­gen.

Doch auch kul­tu­rell wird es viel­fäl­tig. Über 30 ver­schie­de­ne Künst­le­rin­nen und Künst­ler haben sich für Auf­trit­te ange­kün­digt. Kul­tu­rel­ler Höhe­punkt im Juli wer­den die zwei­ten Glas­hä­ger Strand­kon­zer­te. Dazu wer­den nach der Hin­ter­land­gang und Toco­tro­nic wie im ver­gan­ge­nen Jahr, am 9. Juli Sof­fie, Blond und Fato­ni am Strand erwar­tet. Die Kon­zer­te sind kos­ten­frei.

Auch Chri­is­toph Krau­se, Geschäfts­füh­rer von Dock­Inn und vom WAL, hat in der WAL Bar neben viel­fäl­ti­gen  gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten wie­der weit­aus mehr mit sei­nem Team zu bie­ten: Strand­par­tys, Mitt­woch­kon­zer­te, High Seacie­ty, das klei­ne Strand­fes­ti­val am 31.August, eine Pre Par­ty 20 Jah­re Fei­ne Sah­ne Fisch­fi­let mit Ost­maul und Astro Punks am 18.Juli, Lesun­gen, Film­auf­füh­run­gen und, und..

Sehr erfreu­lich, dass es auch in die­sem Jahr wie­der die ori­gi­nel­le Möwen­po­li­ce gibt, die ja vor allem an die Jüngs­ten gerich­tet ist, die ihr Eis kos­ten­los nach­ge­lie­fert bekom­men, wenn es von den Möwen stie­bitzt wur­de. Aber es wird auch an jene Men­schen gedacht, die nicht gut zu Fuß sind. Sowohl zur Tri­bü­ne als auch in den WAL, ja auch bis zur Ost­see kommt man jetzt per Roll­stuhl!

Neu wer­den in die­sem Jahr Son­nen­creme­spen­der für die Ath­le­ten und die Besu­cher sein. Mit einem Fak­tor 50 kann sich Jeder­mann und jede Frau vor den Son­nen­strah­len schüt­zen. Der Som­mer zwi­schen Tee­pott und Ost­see kann also kom­men!  Moni­ka Kad­ner

Rücken­wind für Bewer­bung um Olym­pi­sche Segel­wett­be­wer­be vor War­ne­mün­de

15. Mai: Die vom Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut dimap in der ver­gan­ge­nen Woche durch­ge­führ­te reprä­sen­ta­ti­ve Befra­gung in der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock zeich­net ein aus­ge­spro­chen posi­ti­ves Bild für eine mög­li­che Olym­pia­be­wer­bung mit Ros­to­cker Betei­li­gung: 73 Pro­zent der befrag­ten wahl­be­rech­tig­ten Ros­to­cker befür­wor­ten grund­sätz­lich eine Bewer­bung Deutsch­lands um Olym­pi­sche und Para­lym­pi­sche Spie­le. Noch deut­li­cher fällt die Unter­stüt­zung für Ros­tock-War­­ne­­mün­­de als Aus­tra­gungs­ort der Segel­wett­be­wer­be aus: 80 Pro­zent der Befrag­ten spre­chen sich dafür aus, die Wett­be­wer­be im Fal­le einer deut­schen Olym­pia­be­wer­bung in War­ne­mün­de aus­zu­rich­ten. Damit bestä­ti­gen die Ergeb­nis­se die hohe fach­li­che Eig­nung der Regi­on als tra­di­ti­ons­rei­cher und inter­na­tio­nal eta­blier­ter Segel­stand­ort.

Auch die Bekannt­heit der Bewer­bung ist bereits hoch: 60 Pro­zent der Befrag­ten haben nach eige­nen Anga­ben bereits von der Bewer­bung gehört. Das zeigt, dass das The­ma in der Stadt­ge­sell­schaft prä­sent ist und auf brei­te öffent­li­che Auf­merk­sam­keit stößt.

Bei den Erwar­tun­gen an eine mög­li­che Bewer­bung ste­hen kon­kre­te Zukunfts­the­men im Mit­tel­punkt. Beson­ders wich­tig sind den Befür­wor­tern lang­fris­ti­ge Ver­bes­se­run­gen der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, wirt­schaft­li­che Impul­se für Regi­on und Tou­ris­mus sowie eine stär­ke­re inter­na­tio­na­le Sicht­bar­keit für Ros­tock und War­ne­mün­de. Auch nach­hal­ti­ge Effek­te für den Sport­stand­ort sowie der gesell­schaft­li­che Zusam­men­halt wer­den als zen­tra­le Chan­cen gese­hen. Zugleich mes­sen vie­le Befrag­te öko­lo­gi­scher Nach­hal­tig­keit eine hohe Bedeu­tung bei.

Unter­stüt­zung erhält die Bewer­bung auch aus Wirt­schaft und Tou­ris­mus. Der Lan­des­ver­band Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern des Deut­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des (DEHOGA M‑V) hat sich eben­so hin­ter das Vor­ha­ben gestellt wie die Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer zu Ros­tock mit einem ent­spre­chen­den Kam­mer­be­schluss. Die brei­te Rücken­de­ckung zeigt, dass die Bewer­bung weit über den Sport hin­aus als Chan­ce für Ros­tock, Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern und Deutsch­land ver­stan­den wird.

Mit dem kla­ren Rück­halt aus der Bevöl­ke­rung geht Ros­tock-War­­ne­­mün­­de selbst­be­wusst in die nächs­ten Schrit­te des Bewer­bungs­pro­zes­ses. Ziel bleibt es, sich inner­halb der deut­schen Bewer­bung als Aus­tra­gungs­ort der Segel­wett­be­wer­be zu posi­tio­nie­ren. Vor­aus­sicht­lich im Herbst 2026 will der DOSB fest­le­gen, wel­ches deut­sche Kon­zept offi­zi­ell ins inter­na­tio­na­le Ren­nen um Olym­pia 2026, 2040 oder 2044 geht. Die Ent­schei­dung trifft dann das Inter­na­tio­na­le Olym­pi­sche Komi­tee (IOC). Infor­ma­tio­nen zur Bewer­bung: www.rostock.de/olympia

Die bei­den Opti­ker­meis­ter vom Alten Strom: Jana und Mar­tin Ernst. Foto: mkad

Jan­ma­re –  für den rich­ti­gen Blick

12. Mai: Auf der Walz? Wan­der­stock und Char­lot­ten­bur­ger dabei? „Nein, nein!“, lacht Jana Ernst, obwohl sie drei Jah­re und mehr als einen Tag fort war aus War­ne­mün­de. Der Wer­de­gang der heu­te 49jährigen Opti­ker­meis­te­rin erin­nert mich aber sehr an die Walz, die in ihrem Beruf Meis­ter ihres Faches ist. Sie erlern­te den Beruf eines Opti­kers 1993 in Graal Müritz.

1999 absol­vier­te sie die Meis­ter­schu­le. An der Werk­statt­wand hängt heu­te die Urkun­de eines „Staat­lich geprüf­ten Augen­op­ti­ker­meis­ters“ neben der Meis­ter­ur­kun­de ihres Geschäfts­part­ners Mar­tin Ernst.

Dann doch wie­der Rei­sen. Dies­mal Mün­chen, um einen noch bes­se­ren Über­blick über all die ange­bo­te­nen, mehr als 600 Bril­len­kol­lek­tio­nen auf dem Markt, die Tech­nik lang ein­ge­ses­se­ner Opti­ker ver­glei­chen zu kön­nen, das Neu­es­te zu sehen, zu ler­nen, anzu­wen­den.

Ein Kof­fer aber stand immer in Meck­len­burg!  Ob es im Urlaub Schick­sal war? Sie kamen gera­de in gro­ßer Fami­lie vom Strand… da wur­de das tra­di­ti­ons­rei­che Foto­ge­schäft Schä­fer und das spä­te­re vom Foto­gra­fen­meis­ter Ansehl von der Eigen­tü­me­rin zur Mie­te ange­bo­ten. Fra­gen kos­te­te ja nichts! Ob sie am Alten Strom, in ers­ter Lage, eine Chan­ce mit den Vor­stel­lun­gen einer rea­len Mie­te hät­ten? Hat­ten sie! Das soli­de, das krea­ti­ve Hand­werk, die Lei­den­schaft der jun­gen Bewer­ber über­zeug­te die alt­ein­ge­ses­se­ne War­ne­mün­der Fami­lie. Und wie­der waren es War­ne­mün­der, die Tisch­le­rei Rische und die Gla­se­rei Dett­mann, die mit Freu­de, mit gro­ßer Ener­gie und Fer­tig­keit die Bau­plä­ne so rea­li­sier­ten, wie es sich die neu­en Mie­ter vor­ge­stellt hat­ten.

Zwan­zig Jah­re sind seit all die­ser Zeit ver­gan­gen, die für Jana Ernst noch sehr fass­bar und immer noch auf­re­gend sind im Jan­ma­re, Am Strom.  Übri­gens der Name setzt sich aus den bei­den Namen Jana und Mar­tin Ernst zusam­men, die im Ost­see­bad ihr Erfolgs­kon­zept rea­li­sie­ren: Offe­ne, herz­li­che Will­kom­mens­kul­tur für Jeder­mann. Indi­vi­du­el­le, kom­pe­ten­te und modi­sche Bera­tung. Die bei­den Opti­ker­meis­ter sind sicher, hier noch wei­te­re Jah­res­ju­bi­lä­en zu fei­ern.

Mit den ande­ren Opti­kern in unse­rem Ort gibt es kei­ne Berüh­rungs­ängs­te, denn alle drei ergän­zen sich, erklä­ren mir die bei­den freund­li­chen Opti­ker und fügen hin­zu, dass Bril­len auch Mode und gut ange­zo­gen zu sein bedeu­ten. Des­halb haben sie mit elf beson­de­ren Kol­lek­tio­nen für jeden Geld­beu­tel ab 150 Euro ganz indi­vi­du­ell die pas­sen­de Bril­le. Tat­säch­lich? In die­sem Geschäft mit dem Hauch von Groß­stadt und Luxus? „War­ne­mün­de ist doch kein ver­schla­fe­ner Ort!“

Ich sehe der gebür­ti­gen War­ne­mün­de­rin an, wie glück­lich sie ist, wie­der zu Hau­se ange­kom­men zu sein, wie gut es gelun­gen ist in 20 Jah­ren zu zweit und mit täg­lich acht­stün­di­gen Öff­nungs­zei­ten hohe Ver­­­sor­­gungs-und Ver­kaufs­kul­tur an den Strom zu brin­gen.                            Moni­ka Kad­ner 

 

Eine alte Post­kar­te, die sich im Bestand des Hei­mat­mu­se­ums befin­det, zeigt die Müh­len­stra­ße mit ihren Lin­den in ver­gan­ge­ner Zeit. Damals haben Anwoh­ner offen­sicht­lich den Wild­wuchs an den Bäu­men noch besei­tigt und für eine gepfleg­te Fla­nier­mei­le gesorgt. 

Die­se Auf­nah­me von der Müh­len­stra­ße ent­stand in die­sen Tagen. Foto: mkad

Alt wie ein Baum….

11. Mai: Alt wie ein Baum, möch­te ich werden….wer von uns Älte­ren kann die­sen Text nicht zur Melo­die der Puh­dys aus dem Jahr 1977 mit­sin­gen? Mir fällt die Melo­die ein, wenn über die alten Bäu­me in der Müh­len­stra­ße mit anmu­ten­den wis­sen­schaft­li­chen Abhand­lun­gen der Initia­ti­ve Ret­tet den Küs­ten­wald gegen die  Gewer­be­trei­ben­den und mit vie­len Ämtern in der Stadt­ver­wal­tung gestrit­ten wird. Dabei hat kei­ner die Leich­tig­keit der Puh­­dy-Musik im Hin­ter­kopf…

Wir  Ein­woh­ner lie­ben die­se knor­ri­gen Kopf­lin­den so oder so in unse­rer Haupt­stra­ße.

So sagen die einen: Wir möch­ten die Kopf­lin­den in der Müh­len­stra­ße als Baum­na­tur­denk­ma­le unter Schutz stel­len.

Das bedeu­tet, dass auch die unmit­tel­ba­re Umge­bung der Bäu­me, min­des­tens mit einer Flä­che unter der Baum­kro­ne zuzüg­lich fünf Meter nach allen Sei­ten, geschützt ist. Es bedeu­tet, dass kein Bür­ger­steig repa­riert wer­den darf, kei­ne Blu­men­kü­bel das Grün der Bäu­me ergän­zen dür­fen und vor allem kei­ne Tische und Stüh­le auf­ge­stellt wer­den kön­nen. Es wür­de sehr still wer­den in der Haupt­stra­ße unse­res Ortes.

Die Gas­tro­no­men könn­ten den Som­mer nicht nut­zen, um in jeder Form ihren Gäs­ten ent­ge­gen zu kom­men und ihr Geschäfts­kon­to fül­len, um im Win­ter über­le­ben zu kön­nen. Es wür­de bedeu­ten, dass die Lin­den, die vor hun­dert Jah­ren in den Zen­tren von klei­nen Orten tat­säch­lich extra gepflanzt wur­den als Treff­punkt für ein Gemein­de­le­ben, dass dies in War­ne­mün­de nicht in Fra­ge kommt.

So sagen es in der Stra­ße ihrem Beruf und Gewer­be nach­ge­hen­den Wir­te und Händ­ler:

Wir möch­ten einen Ein­klang zwi­schen einem leben­di­gen Stadt­le­ben und der Natur.

So sagt es die lang­jäh­ri­ge Lei­te­rin des Teams Stadt­bäu­me im Grün­amt Ros­tock, Stef­fie Sold­an: „Wir haben in der Baum­schutz­ord­nung unse­rer Stadt die Müh­len­stra­ße mit ihren ins­ge­samt 61 Kopf­lin­den  bereits unter Schutz gestellt. Sie genießt als Allee beson­de­re Auf­merk­sam­keit und stän­di­ges Beob­ach­ten. So u. a. regel­mä­ßi­ge Bege­hun­gen und Unter­su­chun­gen auf Pilz­be­fall und Ver­kehrs­si­cher­heit, oder das Ein­hal­ten von frei­en Baum­schei­ben vor den Häu­sern

In War­ne­mün­de wer­den jähr­lich pro Fäll­sai­son aus Ver­kehrs­si­cher­heits­grün­den im Durch­schnitt 28 Bäu­me gefällt. 29 Nach­pflan­zun­gen sind es jähr­lich, wobei nach einem Rota­ti­ons­prin­zip gepflanzt wird. In die­sem Jahr wäre War­ne­mün­de wie­der dran. Es sind 126 Nach­pflan­zun­gen geplant.“

So sieht es die Redak­ti­on von aal­glatt: Es tut gut mit­ten­drin zu sit­zen in der Müh­len­stra­ße beim Glas Wein, bei einem guten Essen. Hier trifft man Ein­hei­mi­sche, Nach­barn und auch Tou­ris­ten, die sich freu­en, mit War­ne­mün­dern ins Gespräch zu kom­men. Wir haben hier bereits mehr als eine Neu­ig­keit erfah­ren für unse­re Ver­öf­fent­li­chun­gen.

Ist das nicht ein Trumpf für unser Ost­see­bad! Nur – kommt jemand mit dem Kin­der­wa­gen, mit dem Roll­stuhl, dann wird es oft sehr eng für ein Fla­nie­ren. Gas­tro­no­men soll­ten nicht erst alt und gebrech­lich wer­den, um hier ihre Außen­gas­tro­no­mie bes­ser zu möblie­ren!

Stich­wort Fla­nie­ren. Vor mehr als hun­dert Jah­ren wur­den 121 Lin­den hier ange­pflanzt. Sie soll­ten Schat­ten spen­den und aus­drück­lich klein blei­ben. Das haben wir natür­lich auch recher­chiert.

Im Orts­bei­rat wird nun in Kür­ze die Lin­de einen gan­zen Tagungs­ord­nungs­punkt für sich bean­spru­chen. Hof­fent­lich kul­tur­voll und dem Ver­stand von Fach­leu­ten fol­gend.

Übri­gens, das wird auch im Orts­bei­rat zur Spra­che kom­men: In den städ­ti­schen Ämtern wird geprüft, ob die gro­ße Sti­lei­che im Ste­­phan-Jan­t­­zen-Park den Schutz­sta­tus als Natur­denk­mal erhal­ten kann. Wenn ja, wird die Ober­bür­ger­meis­te­rin dann vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr die­sen beson­de­ren Sta­tus aus­spre­chen. Moni­ka Kad­ner

35. Han­se Sail: Von treu­en Plan­ken und gro­ßer Büh­ne

15. April: Vom 6. bis 9. August 2026 ver­wan­delt sich Ros­tock wie­der zu einem der welt­weit größ­ten Treff­punk­te für Tra­di­ti­ons­seg­ler und mari­ti­me Erleb­nis­se. Zur 35. Han­se Sail wer­den über 100 Schif­fe aus sie­ben Natio­nen an den Kai­kan­ten und hoch­ka­rä­ti­ge Acts auf den Büh­nen erwar­tet.

Besu­cher dür­fen sich auf ein beein­dru­cken­des mari­ti­mes Pan­ora­ma freu­en: Von his­to­ri­schen Kog­gen über lie­be­voll gepfleg­te Tra­di­ti­ons­seg­ler bis aus­ge­dien­te Dampf­schif­fe bie­tet die Han­se Sail auch 2026 wie­der ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis auf und am Was­ser. Wer selbst Teil der Crew wer­den möch­te, soll­te sich beei­len: Über 12.000 Mit­se­gel­ti­ckets ste­hen in der Buchungs­zen­tra­le des Han­se Sail Büros zur Ver­fü­gung. Etwa 50 Pro­zent der Tickets sind bereits schon ver­grif­fen.

Das Herz­stück der Han­se Sail

„Die Mit­se­ge­l­an­ge­bo­te sind ein Herz­stück der Han­se Sail, denn sie machen mari­ti­me Tra­di­ti­on unmit­tel­bar erleb­bar. Wer an Bord eines Tra­di­ti­ons­seg­lers geht, taucht für eini­ge Stun­den in eine ganz beson­de­re Welt ein und wird selbst Teil der Crew. Die­ses authen­ti­sche Erleb­nis begeis­tert Gäs­te aus nah und fern und ist zugleich ein wich­ti­ger Bau­stein für die tou­ris­ti­sche Attrak­ti­vi­tät unse­rer Regi­on“, sagt Ros­tocks Tou­ris­mus­di­rek­tor Mat­thi­as Fromm.

Ein beson­de­rer Höhe­punkt ist in die­sem Jahr die Ehrung von teil­neh­men­den Schif­fen, die bereits über 30 Mal zur Han­se Sail in Ros­tock ange­legt und jedes Mal die Gäs­te der Stadt begeis­tert haben. Aus­ge­zeich­net wer­den die Schif­fe ALBERT JOHANNES, das bereits 34 Mal an der Han­se Sail teil­ge­nom­men hat, LOTH LORIEN mit 33 Teil­nah­men, STETTIN mit 32 Teil­nah­men sowie SWAENSBORG, REGINA MARIS und NOBILE, die jeweils auf 31 bezie­hungs­wei­se 30 Teil­nah­men zurück­bli­cken kön­nen.

Von Karus­sell bis Das Bo

Neben dem mari­ti­men Pro­gramm erwar­tet die Gäs­te auch 2026 ein viel­fäl­ti­ges musi­ka­li­sches Ange­bot auf meh­re­ren Büh­nen. Am Don­ners­tag ste­hen mit Petra Zie­ger und Karus­sell Künst­le­rin­nen und Künst­ler auf der Sky­light Stage, die schon seit DDR-Zei­­ten das Publi­kum begeis­tern. Am Frei­tag wird zunächst ein musi­ka­li­scher Über­ra­schungs­gast auf der Sky­light Stage erwar­tet und im Anschluss sorgt Euro-Dis­­co-Iko­­ne Fan­cy auf der Sail­ors Stage für Stim­mung. Am Sams­tag kön­nen sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher auf Olaf Hen­ning (Sail­ors Stage) sowie auf die ener­gie­ge­la­de­nen Shows der Her­mes House Band und von Das Bo (Sky­light Stage) freu­en.

„Die Han­se Sail steht nicht nur für mari­ti­me Erleb­nis­se, son­dern auch für gemein­sa­mes Fei­ern und unver­gess­li­che Live-Momen­­te – genau die­se beson­de­re Mischung macht den Cha­rak­ter unse­rer Ver­an­stal­tung aus. In die­sem Jahr ist es uns gelun­gen mit Hil­fe unse­rer Part­ner ein viel­fäl­ti­ges und groß­ar­ti­ges Pro­gramm zu gestal­ten, dass sicher­lich vie­le Gäs­te der Han­se Sail begeis­tern wird“, sagt die Büro­lei­te­rin der Han­se Sail, Bet­ti­na Fust.

Ros­tock in guter Erin­ne­rung

Das Schiff mit der wei­tes­ten Anrei­se wird in die­sem Jahr die PASCUAL FLORES sein. Der spa­ni­sche Drei­mas­ter hat Ros­tock noch in guter Erin­ne­rung. 2024 leg­te es erst­mals in Ros­tock an, konn­te zunächst aber auf­grund eines Motor­scha­dens kei­ne Aus­fahr­ten durch­füh­ren. Dank der tat­kräf­ti­gen Hil­fe des Han­se Sail Ver­eins und Tech­ni­kern der Fir­ma Klo­s­ka konn­te der Scha­den inner­halb weni­ger Tage beho­ben wer­den. „Das war eine groß­ar­ti­ge Ros­to­cker Gemein­schafts­leis­tung. Und wir freu­en uns sehr, dass wir die spa­ni­sche Crew wie­der in unse­rem Hafen begrü­ßen und Aus­fahr­ten auf die­sem fan­tas­ti­schen Schiff anbie­ten dür­fen“, sagt Fust.

 In einer der weni­gen Muße­stun­den immer wie­der ein Blick in die Foli­an­te des Kir­chen­bu­ches ab 1938.  Für Pas­tor Ste­phan Fey Minu­ten der Ent­span­nung. Foto: mkad

Pfarr­haus atmet neu­en Geist

14. April: Welch ein guter Geruch nach fri­scher Far­be beim Ein­tre­ten ins sanier­te Pfarr­haus in der Kir­chen­stra­ße 1. Vie­le War­ne­mün­der haben Zeit ihres Lebens gera­de­zu ehr­fürch­tig den über 200 Jah­re alten Bau betre­ten, um mit den Pas­to­ren zu reden, Ter­mi­ne für Tau­fen und Beer­di­gun­gen abzu­spre­chen oder über den Gar­ten­zaun hin­weg zur Veran­da hin sich einen Gruß zuzu­ru­fen.

Heu­te – es ist ja immer­hin das 21.Jahrhundert – ist es anders. In freund­li­cher, hel­ler Atmo­sphä­re emp­fängt mich Pas­tor Fey. Wäh­rend schnur­rend die bei­den schwar­zen Hauska­ter Stör­te Beker und Flens Bur­ger um unse­re Füße strei­chen, höre ich zu: „Jahr­zehn­te konn­te die Kir­che nicht an eine umfang­rei­che Sanie­rung die­ses denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­des den­ken. Doch heut­zu­ta­ge war es wich­tig nicht nur Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren anzu­ge­hen, son­dern auch eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung vor­zu­neh­men. Behut­sam sind wir das mit dem Ros­to­cker Archi­tek­ten Achim Mans­feld ange­gan­gen.“  Tat­säch­lich atmet das Gebäu­de durch die noch vor­han­de­nen alten Struk­tu­ren den Geist der Jahr­zehn­te. Erhal­tens­wer­tes ist bewahrt wor­den. Neue, licht­durch­flu­te­te Räu­me sind für die kirch­li­che Nut­zung sowie für die Wohn- und Arbeits­räu­me des Pas­to­ren­paa­res ent­stan­den. Spar­sam, sehr sorg­sam aus­ge­wählt das Mobi­li­ar und die Wand­ge­stal­tung. Sogar der Dach­bo­den ist als gut auf­ge­stell­tes Archiv mit den alten und uralten Kir­chen­bü­chern genutzt – welch Schatz für War­ne­mün­de.

Bei war­mem Wet­ter wer­den sich die Tisch­ler noch der Veran­da und des alten Wasch­hau­ses anneh­men. „Dann ist für die nächs­ten Gene­ra­tio­nen alles per­fekt!“ Der Pas­tor kann gar nicht alle Gewer­ke auf­zäh­len, die hier dank der guten Beglei­tung durch den Archi­tek­ten voll im Zeit‑, Geld– und Bau­rah­men geblie­ben sind und die wirk­lich mit gro­ßer Freu­de die­ses Pfarr­haus wie­der ertüch­tigt haben!  Moni­ka Kad­ner

Jan Böhn­ke fängt mit sei­nem beson­de­ren Foto­gra­fen­blick­win­kel War­ne­mün­de in all sei­nen Facet­ten ein. Eine Aus­wahl sei­ner Fotos stellt er aal­glatt kos­ten­frei zur Ver­fü­gung. 

Eine Tra­di­ti­on mit Zukunft

13. April:  Foto­gra­fen waren in War­ne­mün­de etwas Beson­de­res. Zuerst oft in Strand­bu­den sai­so­nal tätig, spä­ter dann die heu­te noch ehr­fürch­tig genann­ten Namen: Erhard Schä­fer, der für sei­ne Schiffs­bil­der und Ansichts­kar­ten bekannt war. Karl Eschen­burg, her­vor­ra­gen­der Zeit­chro­nist der 20er und 30er Jah­re. Foto­gra­fen­meis­ter Wolf­hard Eschen­burg, bei dem wohl jede War­ne­mün­der Fami­lie für ein Foto im Ate­lier war. Sorg­sam wer­den all die­se Foto­do­ku­men­te im Stadt-oder Uni­ver­si­täts­ar­chiv, in Muse­en bewahrt.

In die­se Dynas­tie bricht nun ein jun­ger Spund im Jah­re 1990  ein: Jan Böhn­ke. Gera­de hat­te die­ser im Schick­sals­jahr 1989 sei­nen Beruf als Forst­fach­wirt ver­lo­ren, als er sich in Kat­rin Abel ver­lieb­te. Ein­ge­hei­ra­tet in die­se War­ne­mün­der Dro­gis­ten­fa­mi­lie, war Schwie­ger­va­ter Fritz so tole­rant, dass er Jan sein Hob­by aus­le­ben ließ: Die Foto­gra­fie. Im Hin­ter­zim­mer der Dro­ge­rie vom Kir­chen­platz!

Jan pack­te die­se Gele­gen­heit beim Schop­fe. Als Wolf­hard Eschen­burg mit ihm im Mini-Labor fach­sim­pel­te, Jan für ihn archi­va­risch arbei­te­te,  war das so etwas wie ein Rit­ter­schlag, auf den der heu­te 56Jährige mit allem Recht der Welt stolz sein kann.

In den mehr als 30 ver­gan­ge­nen Jah­ren war es nicht mög­lich, nur noch an die Dro­ge­rie mit der Foto­ab­tei­lung zu den­ken. Im Ost­see­bad eta­blier­ten sich Dro­ge­rie­ket­ten, in der Kauf­hal­le Dro­ge­rie­sor­ti­men­te. Im klu­gen Fami­li­en­rat wur­de ent­schie­den, sich ganz bewusst auf nur aus­ge­wähl­te geschäft­li­che Bei­ne zu stel­len. So schwär­men die War­ne­mün­der inzwi­schen von den Des­sous an der Ecke Schul-/ Frie­d­rich-Franz-Stra­­ße. Am Kir­chen­platz kommt nie­mand vor­bei an der aus­ge­sucht bestück­ten Par­fü­me­rie, den beson­de­ren Pfle­ge­pro­duk­ten und an der gro­ßen Foto­ab­tei­lung.

Gibt‘s hier eigent­lich etwas was es nicht gibt? „Aber ja!“ Jan Böhn­ke lacht. Ich sehe all die bereits gerahm­ten Foto­auf­nah­men, die wun­der­schö­ne Erin­ne­run­gen an einen Ost­see­ur­laub sein kön­nen.  Moderns­te Com­pu­ter­tech­nik ist hier zu Hau­se, um u. a. Han­dy­fo­tos gern noch auf Foto­pa­pier ban­nen zu kön­nen,  drei­di­men­sio­na­le Pass­bil­der zu erstel­len – kurz all das und viel mehr fin­den Foto­ama­teu­re –  gewürzt mit einer Pri­se Bera­tung. Nur den beson­de­ren Foto­gra­fen­blick­win­kel, den kann kei­ne Maschi­ne und den hat Jan Böhn­ke.

Nicht lan­ge gezö­gert hat der Foto­graf. aalglatt-warnemuen.de sei­ne Bil­der für eine neue und hin­gu­ckens­wür­di­ge Prä­sen­ta­ti­on zur Ver­fü­gung zu stel­len. Unent­gelt­lich, wie wir alle ger­ne für aal­glatt und unse­ren Hei­mat­ort arbei­ten. Moni­ka Kad­ner    

Für alle: ein Pick­nick am Meer

10. April: Wann haben Sie, lie­be Leser, das letz­te Mal ein Pick­nick ver­an­stal­tet oder an einem teil­ge­nom­men?  Gele­gen­heit, bei solch einem gesel­li­gen Essen, zu dem jeder etwas mit­bringt, dabei zu sein, haben wir am Sonn­abend, 29. August, zwi­schen 10 und 15 Uhr in unse­rem Kur­haus­gar­ten. Mit die­ser Idee haben Sabi­ne Engel und Mela­nie Lex vom War­­ne­­mün­­de-Ver­­ein ganz offen­sicht­lich ins Schwar­ze getrof­fen. Denn noch ist die Wer­bung für die­ses Event unter dem Mot­to „Früh­stück am Meer“ gar nicht offi­zi­ell gestar­tet und schon lie­gen fast 200 Anmel­dun­gen vor.

„Die ers­ten Ideen zu einem Pick­nick hat­ten wir bereits im Okto­ber. Wo aber soll es statt­fin­den? Wer über­nimmt die Orga­ni­sa­ti­on? Was gilt es alles zu beach­ten? Fra­gen über Fra­gen. Aber wir sind auf dem rich­ti­gen Weg, haben im Kur­haus einen Part­ner gefun­den“, berich­tet Sabi­ne Engel, die hofft, dass vie­le Ein­hei­mi­sche, Mit­glie­der von Ver­ei­nen, dabei sein und an die­sem Som­mer­tag ins Gespräch kom­men wer­den. Natür­lich sind auch Urlau­ber gern gese­hen.

Stil­voll soll die­ses gemein­sa­me Essen sein; ein biss­chen Luxus ist an die­sem Tag gestat­tet. War­um also nicht mal die wun­der­schö­ne Tisch­de­cke, die sonst nie benutzt wird und im Schrank schlum­mert, mit­brin­gen? Hüb­sche Glä­ser oder die geerb­te Sam­mel­tas­se, ein Strauß Som­mer­blu­men dür­fen den Tisch schmü­cken.  Von der selbst­ge­mach­ten Kon­fi­tü­re oder dem Pes­to könn­te man den Nach­barn pro­bie­ren las­sen … Und wer Lust hat, darf auch ein Lied­chen sin­gen oder sei­nem Musik­in­stru­ment ein paar Töne ent­lo­cken.

Wer kei­ne Zeit hat, das Pick­nick vor­zu­be­rei­ten, der kann im Kur­haus bis zum 15. August auch einen kom­plet­ten Pick­­nick-Korb bestel­len. Das Kur­haus-Team war­tet zudem mit einem Zusatz­an­ge­bot an Lecke­rei­en wie haus­ge­ba­cke­nem Kuchen und fri­schen Waf­feln sowie duf­ten­dem Kaf­fee auf.

„Wir stel­len die Tische und Stüh­le bereit, wes­halb wir um eine Anmel­dung bit­ten. Wer es sich auf einer Decke gemüt­lich machen will, auch das ist mög­lich“, ver­si­chert Mela­nie Lex, die als Mut­ter zwei­er Jun­gen natür­lich auch an das Wohl der Kin­der denkt. „Damit die Eltern ein biss­chen Ruhe haben beim Essen sind wir dabei meh­re­re Ange­bo­te für Mäd­chen und Jun­gen zu orga­ni­sie­ren“, sagt Mela­nie, die als Sport­ko­or­di­na­to­rin beim Seg­ler­ver­band MV haupt­be­ruf­lich und ehren­amt­lich im War­­ne­­mün­­de-Ver­­ein tätig ist.

Wie die bei­den Orga­ni­sa­to­rin­nen beto­nen, geht der Ein­tritt von drei Euro pro Erwach­se­nen nicht in die Ver­eins­kas­se. Viel­mehr wird der Obo­lus vom Kur­haus erho­ben, um damit diver­se Unkos­ten bestrei­ten zu kön­nen. Sabi­ne Schu­bert

Kontakt/Anmeldung: fruehstueck.am.meer@web.de

Schul­cam­pus und Woh­nen im Laak-Quar­­tier

Ent­wurf eines Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zep­tes 2026 für War­ne­mün­de vor­ge­legt

19. März: Wer da meint, die Stadt Ros­tock hat ihr See­bad War­ne­mün­de aus den Augen ver­lo­ren, der irrt. Wie wir heu­te erfah­ren, soll ein Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zept 2026 für War­ne­mün­de den Rah­men für die wei­te­re Ent­wick­lung des See­ba­des set­zen. Ein Ent­wurf aus dem Amt für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät wur­de jetzt den kom­mu­nal­po­li­ti­schen Gre­mi­en vor­ge­legt. Ziel ist es, War­ne­mün­de sowohl als attrak­ti­ven Wohn­ort als auch als leis­tungs­fä­hi­gen Wir­t­­schafts- und Tou­ris­mus­stand­ort nach­hal­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

„Wir brau­chen eine kla­re Ori­en­tie­rung für die Ent­wick­lung War­ne­mün­des in den kom­men­den Jah­ren“, unter­streicht Sena­to­rin Dr. Ute Fischer-Gäde. „Gemein­sam mit allen betei­lig­ten Part­ne­rin­nen und Part­nern wol­len wir die dann beschlos­se­nen Maß­nah­men trans­pa­rent umset­zen und bau­en dabei auf eine kon­struk­ti­ve Mit­wir­kung der War­ne­mün­de­rin­nen und War­ne­mün­der.“

Das Kon­zept umfasst kurz‑, mit­­tel- und lang­fris­ti­ge Pro­jek­te, die schritt­wei­se umge­setzt wer­den könn­ten. Fünf Schwer­unk­te wur­den dabei her­aus­ge­ar­bei­tet:

Woh­nen und Feri­en­woh­nen: Der Schutz von Wohn­raum steht im Fokus. Mit der Fort­schrei­bung des Bebau­ungs­plans soll das Gleich­ge­wicht zwi­schen dau­er­haf­tem Woh­nen und Feen­woh­nun­gen gesi­chert wer­den.

Ent­wick­lung des Werft­be­ckens: Das Gebiet soll künf­tig stär­ker für mari­ti­me Wirt­schaft, ins­be­son­de­re im Bereich Ener­gie, genutzt wer­den. Pla­­nungs- und Abstim­mungs­pro­zes­se lau­fen der­zeit, ein Beschluss wird 2026 ange­strebt.

Mit­tel­mo­le War­ne­mün­de: Die Mit­tel­mo­le soll zu einem moder­nen, mari­ti­men Quar­tier ent­wi­ckelt wer­den. Geplant ist eine bes­se­re Ver­knüp­fung von Hafen, Bahn­hof und städ­ti­schem Leben. Ers­te Schrit­te wer­den in die­sem Jahr vor­be­rei­tet.

Schul­cam­pus und Woh­nen im Laak-Quar­­tier: Am Orts­ein­gang War­ne­mün­des sol­len eine Schu­le sowie neue Woh­nun­gen ent­ste­hen. Ein städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb könn­te schon in die­sem Jahr gestar­tet wer­den, Bau­recht wird bis 2028 ange­strebt.

Strand­ent­wick­lung: Für den Strand­be­reich wird ein Bebau­ungs­plan erar­bei­tet, der tou­ris­ti­sche Nut­zung, Natur­schutz und Kli­ma­schutz in Ein­klang bringt. Die öffent­li­che Aus­le­gung ist für Anfang 2026 vor­ge­se­hen (ist der Anfang 2026 nicht schon vor­bei? , fragt aal­glatt).

Die Bür­ger­schaft hat­te bereits im Jahr 2011 das Struk­tur­kon­zept für War­ne­mün­de als Leit­li­nie für die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung beschlos­sen. In den Jah­ren 2019 bis 2022 wur­de die­ses Kon­zept in einem inten­si­ven Betei­li­gungs­pro­zess gemein­sam mit der Bevöl­ke­rung, Poli­tik, Ver­wal­tung und Fach­pla­nern umfas­send fort­ge­schrie­ben. In meh­re­ren öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen, Work­shops und Aus­stel­lun­gen konn­ten Bür­ger ihre Ideen und Ein­schät­zun­gen ein­brin­gen. Dabei ging es um den Städ­te­bau und das Orts­bild eben­so wie um die The­men Ver­kehr und Mobi­li­tät, Wirt­schaft und Gewer­be, Tou­ris­mus und Kreuz­schiff­fahrt, Infra­struk­tur sowie Kli­­ma- und Umwelt­schutz. Einen beson­de­ren Schwer­punkt bil­de­te das The­ma Woh­nen. Die viel­fäl­ti­gen Anre­gun­gen wur­den aus­ge­wer­tet, dis­ku­tiert und in einem aktua­li­sier­ten Han­d­­lungs- und Maß­nah­men­kon­zept zusam­men­ge­fasst. Sie sind wich­ti­ge Grund­la­ge für War­ne­mün­des Zukunft.

Die Infor­ma­ti­ons­vor­la­ge soll am 22. April 2026 auf der Tages­ord­nung der Ros­to­cker Bür­ger­schaft ste­hen.

Ver.di Nord klagt: Gericht kippt Bäder­re­ge­lung

14. März: Die Auf­re­gung ist groß. Denn die aktu­el­le Bäder­re­ge­lung in Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern steht erneut auf dem Prüf­stand. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern hat mit Urteil vom 12. März 2026 die der­zei­ti­ge Öff­nungs­zei­ten­ver­ord­nung des Lan­des für unwirk­sam erklärt

Nach Auf­fas­sung des Gerichts erlaubt die bestehen­de Ver­ord­nung Sonn­tags­öff­nun­gen in zu vie­len Orten und an zu vie­len Tagen im Jahr. Damit wer­de das ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­ne Ver­hält­nis zwi­schen der Regel – der Sonn- und Fei­er­tags­ru­he – und mög­li­chen Aus­nah­men nicht aus­rei­chend gewahrt. Kon­kret betrifft das die Frei­ga­be von Son­der­öff­nungs­zei­ten in tou­ris­tisch gepräg­ten Orten im Zeit­raum vom 15. März bis 31. Okto­ber sowie rund um die Wei­h­­nachts- und Neu­jahrs­fe­ri­en.

Trotz der Ent­schei­dung bleibt die der­zei­ti­ge Rege­lung zunächst bestehen, da das Urteil noch nicht rechts­kräf­tig ist. Das heißt: Ab mor­gen dür­fen aus­ge­wähl­te Geschäf­te auch in War­ne­mün­de sonn­tags wie­der ab 11 Uhr öff­nen. Das Land Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern prüft der­zeit, ob gegen die Ent­schei­dung eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein­ge­legt wird. Zunächst will das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um die schrift­li­che Urteils­be­grün­dung abwar­ten.

Aus Sicht des DEHOGA MV unter­streicht die aktu­el­le Ent­wick­lung erneut, wie wich­tig eine rechts­si­che­re und zugleich pra­xis­taug­li­che Lösung für tou­ris­tisch gepräg­te Regio­nen ist. In einer Pres­se­er­klä­rung sagt DEHO­­GA-Prä­­si­­dent Lars Schwarz: Unser Bun­des­land gehört zu den bedeu­tends­ten Tou­ris­mus­län­dern Deutsch­lands. Gera­de in Feri­en­zei­ten erwar­ten Gäs­te ein Ange­bot, das den Bedürf­nis­sen eines moder­nen Urlaubs­lan­des ent­spricht. Dazu gehört auch die Mög­lich­keit, dass Geschäf­te in stark fre­quen­tier­ten Tou­ris­mus­or­ten an aus­ge­wähl­ten Sonn- und Fei­er­ta­gen öff­nen kön­nen. Die Bäder­re­ge­lung ist daher weit mehr als eine Fra­ge des Ein­zel­han­dels. Sie betrifft das gesam­te tou­ris­ti­sche Ange­bot und damit auch das Gast­ge­wer­be. Geschlos­se­ne Geschäf­te an stark fre­quen­tier­ten Urlaubs­ta­gen sor­gen regel­mä­ßig für Unver­ständ­nis bei Gäs­ten und füh­ren zu Wett­be­werbs­nach­tei­len gegen­über ande­ren Desti­na­tio­nen im In- und Aus­land. Da kom­men Gäs­te ins Land mit vol­lem Porte­mon­naie und wir geben ihnen nicht die Mög­lich­keit, das Geld aus­zu­ge­ben. Das hat nicht nur einen Wett­be­werbs­nach­teil gegen­über ande­ren Regio­nen zur Fol­ge, son­dern wirkt sich auch auf den Erhalt von Arbeits­plät­zen aus.

Auch der Tou­ris­mus­ver­ein Ros­tock & War­ne­mün­de e. V. sieht die­se Ent­schei­dung mit gro­ßer Sor­ge. Für die Tou­ris­mus­re­gi­on Ros­tock und War­ne­mün­de, so Vor­sit­zen­der Hol­ger Mar­tens, ist die Mög­lich­keit der Sonn­tags­öff­nung ein wesent­li­cher Bestand­teil eines attrak­ti­ven Stan­d­ort- und Ser­vice­an­ge­bots. Sie stärkt die Auf­ent­halts­qua­li­tät für Gäs­te, ver­bes­sert die Besu­cher­ori­en­tie­rung in der Desti­na­ti­on und unter­stützt zugleich die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät des sta­tio­nä­ren Han­dels. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur Urlau­ber und Tages­gäs­te, son­dern auch vie­le Ein­hei­mi­sche, die die­se Ange­bots­struk­tu­ren eben­falls nut­zen. Gera­de in einer stark tou­ris­tisch gepräg­ten Regi­on erwar­ten Besu­cher an Wochen­en­den und in sai­so­na­len Spit­zen­zei­ten eine ver­läss­li­che Infra­struk­tur. Dazu gehö­ren neben Hotel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Frei­zeit­wirt­schaft aus­drück­lich auch geöff­ne­te Ein­zel­han­dels­an­ge­bo­te. Sonn­tags­öff­nun­gen leis­ten damit einen kon­kre­ten Bei­trag zur loka­len Wert­schöp­fung, zur Attrak­ti­vi­tät des Auf­ent­halts und zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts. Die aktu­el­le Ent­wick­lung trifft Han­del und Tou­ris­mus­wirt­schaft in einem ohne­hin anspruchs­vol­len Markt­um­feld. Zahl­rei­che Betrie­be ste­hen bereits unter erheb­li­chem wirt­schaft­li­chem Druck. Wei­te­re Ein­schrän­kun­gen bei den Rah­men­be­din­gun­gen ver­schär­fen die­se Situa­ti­on zusätz­lich.

Kom­men­tar: Mal sind es die Kir­chen, mal ist es die Ver­ein­te Dienst­lei­tungs­ge­werk­schaft ver.di Nord  (wie vie­le Mit­glie­der hat sie eigent­lich?), die gegen Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten in Geschäf­ten in War­ne­mün­de und ande­ren aus­ge­wähl­ten Orten Beschwer­de ein­le­gen. Der Sonn­tag sei als gemein­sa­mer ver­läss­li­cher frei­er Tag ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des sozia­len Lebens. Für Fami­li­en, für Freun­de, für Ver­ei­ne und in vie­len wei­te­ren Zusam­men­hän­gen sind die Sonn- und Fei­er­ta­ge eine extrem wich­ti­ge Gele­gen­heit, gemein­sam Zeit zu ver­brin­gen und die Gemein­schaft zu pfle­gen, meint die Gewerk­schaft. Was aber machen Pas­to­ren, Ärz­te, Pfle­ger, Jour­na­lis­ten, Not­­dienst-Mit­ar­­bei­­ter (weib­lich, männ­lich, divers) und vie­le wei­te­re Men­schen, die sonn­tags arbei­ten müs­sen? Sie haben dafür einen ande­ren Tag frei. Wie mir eine Ver­käu­fe­rin, die Am Strom tätig ist, sag­te, arbei­tet sie gern mal sonn­tags. Wech­selt sich ab mit Kol­le­gen und dem Laden-Inha­­ber. Den so gewon­ne­nen frei­en Tag kann sie in der Woche neh­men, kann mal in der Schu­le ihres Spröss­lings vor­bei­schau­en und mit dem Mathe-Leh­­rer reden, mal einen Arzt­ter­min wahr­neh­men oder sich ein­fach mal um sich selbst küm­mern. Gehen der Gewerk­schaft die The­men aus, möch­te sie mal wie­der gehört wer­den, oder war­um nimmt sie immer wie­der die Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten auf ihre Tages­ord­nung? In ande­ren Län­dern ist das übri­gens über­haupt kein The­ma, da öff­nen Geschäf­te selbst­ver­ständ­lich auch sonn­tags, dann, wenn vor allem Urlau­ber und Tages­tou­ris­ten Zeit und Lust auf Shop­ping haben. Sabi­ne Schu­bert

Die 88. War­ne­mün­der Woche fin­det vom 4. bis 12. Juli 2026 statt. 

1100 Segel­sport­ler zur 88. War­ne­mün­der Woche erwar­tet

12. März: Es sind tat­säch­lich nur noch 115 Tage bis die 88. War­ne­mün­der Woche eröff­net wird. Das Mel­de­por­tal für die Seg­ler aus aller Welt für die 19 Wett­be­wer­be im Segel­re­vier vor unse­rer Haus­tür ist geöff­net. So wer­den 550 Boo­te mit rund 1100 Seg­le­rin­nen und Seg­lern hier erwar­tet und span­nen­de Wett­kämp­fe aus­tra­gen. Eine Welt­meis­ter­schaft, Euro­chall­enge, Deut­sche Meis­ter­schaf­ten sind u. a. ange­sagt.

Doch was wäre die­se tra­di­ti­ons­rei­che Segel­sport­ver­an­stal­tung ohne das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment. Wie­der wer­den 300 Frau­en und Män­ner, die mit dem Segel­sport ver­bun­den sind, für die Betreu­ung der Akti­ven da sein.  Allen vor­an die Mit­glie­der des War­ne­mün­der Segel­clubs.

Ralf Ber­gel, selbst lei­den­schaft­li­cher Frei­zeit­skip­per und einer der Hafen­ka­pi­tä­ne auf der Mit­tel­mo­le, wird wie­der als Chair­man der War­ne­mün­der Woche im Ehren­amt die land­sei­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on der Segel­wett­be­wer­be über­neh­men.  „Schon längst ist die Vor­be­rei­tung für die 88. War­ne­mün­der Woche voll im Gan­ge. Das zeigt sich nicht nur in den Pla­ka­ten und Pla­ket­ten für die 88. son­dern in all den vie­len Klei­nig­kei­ten, die jeder gern macht und mit die­sem Élan auch all die Spon­so­ren ansteckt.  Mehr Seg­ler als im ver­gan­ge­nen Jahr wer­den auch wie­der auf der Hohen Düne sein. Der Zelt­platz bei der Mari­ne wird eben­falls ein­be­zo­gen und die Lan­des­sport­schu­le bie­tet sich gleich­falls für die unter­schied­lichs­ten Ser­vice­leis­tun­gen an. Eigent­lich ist heu­te schon zu sagen: Unser Segel­re­vier, das welt­be­kannt ist, wird sich auch im Jahr 2026 mit opti­ma­len Bedin­gun­gen nicht nur für die­se eine Woche, son­dern gleich­zei­tig für den olym­pi­schen Segel­sport prä­sen­tie­ren,“ so Ber­gel.           Moni­ka Kad­ner

Nicht nur Tee kann wär­men

27. Febru­ar: Mei­ne Bade­freun­din wur­de 88 Jah­re alt. Als die übri­gen drei Frau­en vom Strand kamen – noch ein biss­chen unter­kühlt von der Ost­see­tem­pe­ra­tur – wärm­te uns die Haus­her­rin beim Früh­stück  mit hei­ßem Tee auf und mit einer beson­de­ren Lek­tü­re. Mit einem ganz alten Lese­buch. Es war gera­de mal 37 DIN‑A 5- Sei­ten dick. Schwar­zer, schon völ­lig ver­knit­ter­ter, immer wie­der glatt gestri­che­ner Ein­band. Es war ein–  oder zwei­mal schon von ihrer Mut­ter sorg­fäl­tig per Stopf­garn mit gro­ßen Sti­chen gehef­tet, dass es ja nicht aus­ein­an­der­fie­le. Die Innen­sei­ten völ­lig ver­gilbt. Gleich auf der Auf­schlag­sei­te ein natur­ge­treu­er Lin­ol­schnitt mit Pfer­den auf der Wei­de. Lei­der kei­ne Jah­res­an­ga­be.

Unse­re Augen leuch­te­ten, und allen wur­de warm ums Herz. Dies war ein Buch aus dem Schul­ran­zen, als unse­re Gast­ge­be­rin gera­de mal Lesen gelernt hat. Aus­ge­wähl­te Mär­chen u. a. auch von den Gebr. Grimm waren hier auf den dün­nen Sei­ten in alt­deut­scher Schrift gedruckt wor­den.

Wir reim­ten die alten Ver­se auf Sei­te 25 mit, lach­ten und beschlos­sen: Ab mit dem schma­len Bänd­chen in unser Hei­mat­mu­se­um!  Moni­ka Kad­ner

Hei­mat­mu­se­um ver­grö­ßert sich

30. Janu­ar: Im Hei­mat­mu­se­um War­ne­mün­de blie­ben die Gäs­te­zah­len im ver­gan­ge­nen Jahr im Gesamt­trend unver­än­dert gut. Fast 12.200  Besu­cher wur­den 2025 gezählt, bilan­zie­ren das Muse­um und der Muse­ums­ver­ein zufrie­den. Zum Ver­gleich: 2024 waren es rund 12900 Gäs­te.

Bis zum 14. Juni 2026 läuft im Hei­mat­mu­se­um noch die Son­der­aus­stel­lung „Ob die Möwen manch­mal an mich den­ken? Die Ver­trei­bung jüdi­scher Bade­gäs­te an der Ost­see”. In der zwei­ten Juni­hälf­te erfolgt der Aus­stel­lungs­wech­sel. Ab 4. Juli 2026 bis 13. Juni 2027 wird die Son­der­aus­stel­lung „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“ zu sehen sein. Dar­über hin­aus gibt es in der Dau­er­aus­stel­lung viel zu ent­de­cken, sodass sich ein Besuch immer lohnt. Seit Herbst 2025 ist im Aus­stel­lungs­be­reich zum 20. Jahr­hun­dert auch eine Mini-Aus­­s­tel­­lung zur Geschich­te der Eisen­bahn­fähr­ver­bin­dung War­­ne­­mün­­de-Gedser zu sehen, die von 1903 bis 1995 exis­tier­te.

Das Hei­mat­mu­se­um wird sich wie in jedem Jahr wie­der am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag im Mai und am Tag des offe­nen Denk­mals am 13. Sep­tem­ber betei­li­gen. Am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag gibt es neben Musik, Mai­bow­le und Schmalz­stul­len auch einen Floh­markt unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“. Der Ein­tritt ist an bei­den Tagen wie immer frei. Von April bis Okto­ber lädt die Ein­rich­tung jeweils am drit­ten Mitt­woch des Monats wie­der zu Muse­ums­aben­den.

Dar­über hin­aus wächst das klei­ne Muse­um in die­sem Jahr auch ört­lich wei­ter über sich hin­aus. Denn 2026 beginnt die Erwei­te­rung des Muse­ums durch die Über­nah­me des Hau­ses Alex­an­dri­nen­stra­ße 30 (bis­lang Pen­si­on Birn­bom).

Vor­trä­ge und Ver­an­stal­tun­gen 2026:

15.04. War­nem­in­ner Utkie­kers – Lie­der auf Hoch und Platt
17.05. Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag – Muse­en mit Freu­de ent­de­cken (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!).
Mit einem Floh­markt der beson­de­ren Art unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“
20.05. Johan­nes Lang – Han­del mit Teer in Ros­tock und War­ne­mün­de
17.06. Reno Stutz – Die Ros­to­cker Schif­fer­kom­pa­nie
15.07. Chris­ti­an Mey­er – 1866–2026 – 160 Jah­re Mey­ers Müh­le War­ne­mün­de
19.08. Uwe Heim­hardt – War­ne­mün­der Bau­ge­schich­te
13.09. Tag des offe­nen Denk­mals (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!)
16.09. Wil­fried Stein­mül­ler – Ver­ges­se­ne War­­ne­­mün­­de-Lite­ra­­tur wie­der­ent­deckt im Orts­chro­ni­ken­por­tal M‑V
20.09. Hof­fest des Muse­ums­ver­eins (Muse­um geschlos­sen!)
01.–04.10. Ste­­phan-Jan­t­­zen-Tage in War­ne­mün­de und im Hei­mat­mu­se­um
21.10. Susan­ne Buch – Bericht aus der Restau­rie­rungs-Wer­k­statt: Wie die Ver­eins­fah­ne des War­ne­mün­der Män­­ner-Turn-Ver­­eins von 1887 wie­der zu neu­em Glanz gekom­men ist
04.12. Advents­markt vorm Hei­mat­mu­se­um (als Teil vom “Leben­di­gen Advents­ka­len­der”)

Die Vor­trä­ge fin­den in der Regel am drit­ten Mitt­woch des jewei­li­gen Monats statt. Vor­trags­be­ginn ist 18 Uhr, Ein­lass ab 17.30 Uhr. Kar­ten­re­ser­vie­run­gen haben bis 24 Stun­den vor Vor­trags­be­ginn Gül­tig­keit. (Ände­run­gen und Ergän­zun­gen im Pro­gramm sind mög­lich.) Link­tipp: https://heimatmuseum-warnemuende.de

 

Mit­tel­mo­le wird Fokus­pro­jekt

17. Dezem­ber: Still ruht schein­bar der See bezüg­lich der Bebau­ung der Mit­tel­mo­le, einem abso­lu­ten Filet-Grun­d­­stück. Erin­nern Sie sich an die Vor­stel­lung von Ideen und an all die Dis­kus­sio­nen, die teils sehr kon­tro­vers geführt wor­den sind? Dar­an, dass der vor­ma­li­ge OB Madsen sämt­li­che Pla­nun­gen gestoppt hat? Hat Irgend­wer in der Stadt­ver­wal­tung doch die Mit­tel­mo­le noch auf dem Schirm oder bleibt das gro­ße Are­al wei­ter­hin WIRO-Par­k­­platz? Aal­glatt gab die Fra­gen wei­ter an die Pres­se­stel­le der Stadt­ver­wal­tung und erfuhr:

Die Mit­tel­mo­le spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de und der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock und ist ein Aus­hän­ge­schild der Regi­on Rich­tung Ost­see. Daher wur­de nach Auf­ga­be des Fähr­ver­kehrs nach Gedser und Ver­kauf der Grund­stü­cke an die WIRO ein gro­ßer städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb durch­ge­führt, aus dem in einem inten­si­ven Pla­nungs­ver­fah­ren mit den Betei­lig­ten vor Ort der Funk­ti­ons­plan Mit­tel­mo­le ent­wi­ckelt wur­de.

In einem dis­kur­si­ven Pro­zess mit den ört­li­chen Kri­ti­kern des Plans, den Gre­mi­en des Orts­bei­rats und der WIRO wur­de nach poli­tisch mehr­heits­fä­hi­gen und wirt­schaft­lich rea­li­sier­ba­ren Lösun­gen gesucht, die in einen Bebau­ungs­plan umge­setzt wer­den soll­ten. Für eini­ge weni­ge Punk­te wur­de kei­ne für alle Betei­lig­ten befrie­di­gen­de Lösung gefun­den, daher wur­de der Pro­zess gestoppt.

Tors­ten Fischer als neu­er Amts­lei­ter des Amtes für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät möch­te die Ent­wick­lung der Mit­tel­mo­le ihrer her­aus­ra­gen­den städ­te­bau­li­chen Bedeu­tung wegen nun zu einem Fokus­pro­jekt für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de machen. Er hat das The­ma daher wie­der auf die Agen­da des Amtes gesetzt. Aktu­ell wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für eine mög­li­che Pla­nung und Umset­zung geprüft und ent­spre­chen­de Gesprä­che mit den betei­lig­ten Akteu­ren geführt. Wich­tig für das Gelin­gen ist ein star­kes Com­mit­ment mit Poli­tik und dem Grund­ei­gen­tü­mer.