Küs­ten­schutz kon­tra Tou­ris­mus­wirt­schaft?

16. Janu­ar: Seit vie­len Jah­ren steht der Bebau­ungs­plans Nr. 01.SO.160 „Strand­be­reich War­ne­mün­de“ immer wie­der in der Dis­kus­si­on. Nun, nach Aktua­li­sie­run­gen und Anpas­sun­gen an neue Geset­ze und Gege­ben­hei­ten, liegt ein vier­ter Ent­wurf für eine Sat­zung für Ros­tocks Strän­de vor.

Vor allem all jene Unter­neh­mer, die am Strand aktiv und für Erho­lungs­su­chen­de da sind, die dort ihr Geld ver­die­nen, set­zen dar­auf, dass auch ihre Wün­sche Beach­tung fin­den und sie nicht stän­dig ban­gen müs­sen, ob und wann sie zur nächs­ten Sai­son wie­der aktiv sein dür­fen. Auf der jüngs­ten Sit­zung des Orts­bei­ra­tes für War­ne­mün­de und Died­richs­ha­gen am Diens­tag­abend wur­de die­ser vier­te Ent­wurf vor­ge­stellt. Dar­in geht es u. a. um die Defi­ni­ti­on von FKK- und Tex­til­be­rei­chen, um Hun­de­strän­de, Droh­nen­flü­ge, Fahr­rad- und Zelt­ver­bo­te sowie vor allem Natur­schutz­be­stim­mun­gen. „Unser Ziel ist es, dau­er­haf­te Lösun­gen zu fin­den, alles rechts­ver­bind­lich zu regeln. Dabei galt es unter­schied­li­che Inter­es­sen zu bün­deln. Ja, es gab nach einem lan­gen Pla­nungs­pro­zess schwie­ri­ge Abstim­mun­gen“, bekann­te Lars Fri­cke, Geschäfts­füh­rer vom Büro für Stadt- und Regio­nal­pla­nung Wis­mar, mit Blick auf teils kon­tro­ver­se Inter­es­sen von Tou­ris­mus­wirt­schaft und dem Staat­li­chen Amt für Land­wirt­schaft und Umwelt Mitt­le­res Meck­len­burg, das den Küs­ten­schutz fest im Blick hat. Neue­run­gen im vier­ten Ent­wurf, so Kers­tin Ahrens, sind die Ver­schie­bung der Küs­ten­schutz­li­nie nach Nor­den, wodurch Ver­an­stal­tungs­flä­chen klei­ner wer­den. Dem Küs­ten­schutz die­nen soll auch ein wei­te­rer Bereich unter­halb des Tee­potts, wo nur noch eine ein­ge­schränk­te Nut­zung bei­spiels­wei­se für Ver­an­stal­tun­gen mög­lich ist. Stand­zu­gän­ge erfah­ren eine neue Bewer­tung, blei­ben jedoch bestehen. Wie lan­ge? Eben­so hat das StALUMM für den Küs­ten­wald neue Bewer­tun­gen vor­ge­nom­men.

Ein The­ma, das die Strand­ver­sor­ger seit Jah­ren beson­ders beschäf­tigt, ist das dau­er­haf­te Ver­le­gen von Ver­sor­gungs­lei­tun­gen in fes­ten Lei­tungs­kor­ri­do­ren. Laut Küs­ten­schutz ist das auch wei­ter­hin nicht mög­lich. Die Lei­tun­gen müs­sen inner­halb von zwölf Stun­den bei Gefahr zurück gebaut wer­den kön­nen. Mit­glie­der des Orts­bei­ra­tes und anwe­sen­de Bür­ger zeig­ten Unver­ständ­nis. Denn die Ver­sor­gungs­lei­tun­gen, die der­zeit im Som­mer­halb­jahr lie­gen dür­fen, sind nur etwa 40 Zen­ti­me­ter tief im Sand. Pus­tet der Wind, lie­gen sie teils an der Ober­flä­che und bil­den eine Gefahr für spie­len­de Kin­der. Zudem die Fra­ge: Beein­träch­tigt das Ver­le­gen der Lei­tun­gen in jedem Früh­jahr und das Her­aus­ho­len im Herbst die Dünen nicht viel mehr als das ein­ma­li­ge Ver­le­gen in einer bestimm­ten Tie­fe? Der Orts­bei­rat wird Ver­tre­ter des StALUMM zu einer der nächs­ten Sit­zun­gen ein­la­den, um sich u. a. zu die­ser The­ma­tik infor­mie­ren zu las­sen. Und er sprach sich gegen die Aus­le­gung die­ses vier­ten Ent­wurfs aus.

Schwim­men­des Bis­tro auf dem Altem Strom

13.Januar: Wäh­rend vie­len Gas­tro­no­men lan­d­auf-lan­d­ab die Pus­te aus­geht, bli­cken die­se bei­den gestan­de­nen Gas­tro­no­men ganz opti­mis­tisch ins neue Jahr – Jana und Kurt Weber. Seit nun mehr als 20 Jah­ren haben sie mit dem Hum­mer­korb auf der Mit­tel­mo­le ihre Visi­ten­kar­te abge­ge­ben. Seit kur­zem gehört ihnen eben dort auch die Skip­per Lounge, wo einst Tank­stel­le und Ser­vice von Fie­te Paap, dem Boots­ser­vice, waren.

„Mach bloß kei­ne Wer­bung!“ , bit­tet manch War­ne­mün­der, der hier längst Stamm­gast ist. Trotz des schein­bar impro­vi­sier­ten Ambi­en­tes mit der ein­ge­haus­ten Ter­ras­se, ist der Trumpf die Möblie­rung. Das Ambi­en­te eines viel­leicht etwas grö­ße­ren Boo­tes, wie sie hier in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft am Steg lie­gen. Kusche­li­ge Decken und Kis­sen lie­gen bereit, Wär­me­strah­ler sind geschal­tet, wenn auf der Back Glüh­wein oder hei­ße Säf­te damp­fen. Der klei­ne Hun­ger kann gestillt wer­den, wäh­rend auf der gegen­über lie­gen­den Sei­te des Alten Stro­mes lär­men­der Tru­bel „In“ ist.

Neu­es Jahr. Noch­mal die Ärmel hoch – sagen sich Jana und Kurt Weber und gehen in die­sen Tagen in die (hof­fent­lich!) letz­te Etap­pe der Büro­kra­tie. Sie möch­ten vor ihr Bis­tro einen 9 Meter mal 19 Meter gro­ßen Pon­ton legen. „Wäre das nicht auch eine inter­es­san­te Tou­ris­ten­at­trak­ti­on für das Ost­see­bad?“ zwin­kert mir der 73-jäh­ri­­ge ehe­ma­li­ge Hel­go­län­der Kurt Weber zu, der vol­ler Taten­drang davon über­zeugt ist und gern als nächs­ten Schritt von „sei­ner“ Insel auch ein tra­di­tio­nel­les Bör­te Boot mit an den Alten Strom brin­gen möch­te, das im Shu­t­­t­le-Ver­­kehr Besu­cher zur Skip­per Lounge über­set­zen könn­te.

Aal­glatt ist dem rea­lis­ti­schen Traum der Bei­den auf den Grund gegan­gen. Aus dem Ros­to­cker Rat­haus erfah­ren wir:

„Es hat dazu im Dezem­ber ein Auf­takt­ge­spräch zwi­schen der Fami­lie Weber und Ver­tre­tern des Hafen- und See­manns­am­tes gege­ben. Das Pro­jekt zur was­ser­sei­ti­gen Nut­zungs­er­wei­te­rung wur­de vor­ge­stellt. Das Kon­zept wird sei­tens der Betrei­ber nun geschärft und kon­kre­ter beschrie­ben. Eine Umset­zung in die­sem Jahr erscheint rea­lis­tisch.“

Aus der Ree­de­rei Kam­mel erfah­ren wir, dass der recht schma­le Alte Strom wei­ter für die Fahr­gast­schif­fe gut befahr­bar blei­ben muss. Das ist gege­ben, wenn der Pon­ton so gelegt wird, wenn er zwi­schen den vor­han­de­nen Dal­ben bleibt.

Ein span­nen­der Som­mer am Strom steht bevor. Es könn­te tat­säch­lich end­lich mehr um Qua­li­tät, als um Quan­ti­tät in unse­rem Ort gehen.

Moni­ka Kad­ner

 

Die Stern­sän­ger kamen

10.Januar: „Glo­ria, Glo­ria – öff­net die Türen weit, es ist Stern­sin­ger­zeit!“ so san­gen die Stern­sin­ger, als sie die evan­ge­li­sche Gemein­de heu­te zum Mit­tags­ge­bet trafen…und unse­re Kir­che öff­ne­te ganz weit ihre Türen.

Kin­der aus der katho­li­schen Nach­bar­ge­mein­de St.Thomas-Morus kamen mit Umhän­gen und Kro­nen in Anleh­nung an die Hei­li­gen Drei Köni­ge.: Cas­par, Mel­chi­or, Bal­ta­sar.

Karl, Tara, Bles­sing, Fan­ny, And­reij, Elmak, Noa, Anna, Johann und all die ande­ren Mäd­chen und Jun­gen nah­men ihre Mis­si­on sehr ernst. Sie san­gen aus vol­ler Keh­le und sam­mel­ten anschlie­ßend Spen­den ein. Am Abend vor­her hat­ten sie einen Doku­men­tar­film über die gefähr­li­chen Bedin­gun­gen von Kin­der­ar­beit in Ban­gla­desch gese­hen. Das moti­vier­te. Eine dor­ti­ge Schu­le wird die Spen­den erhal­ten getreu dem dies­jäh­ri­gen Mot­to : Schu­le statt Fabrik! Stern­sin­gen gegen Kin­der­ar­beit!

Wie könn­te es anders sein, wenn die Stern­sin­ger in Haus­hal­te, öffent­li­che Gebäu­de kom­men, sie über­ga­ben der Kir­che den Segensspruch„20 CxMxBx26“ chris­tus x man­sio­nem x bene­dic­tat –

Chris­tus seg­ne die­ses Haus.

Welch gute, ja schö­ne Ges­te der Öku­me­ne. Moni­ka Kad­ner

Son­ne mach­te Über­stun­den

Rudolf Kem­nitz, Dipl.-Ing. für Meteo­ro­lo­gie, ver­rät uns die Daten der Wet­ter­sta­ti­on War­ne­mün­de für Dezem­ber und das Jahr 2025

War der Dezem­ber ein ech­ter Win­ter­mo­nat?

Der ers­te meteo­ro­lo­gi­sche Win­ter­mo­nat woll­te so gar nicht win­ter­lich daher­kom­men. Statt­des­sen lag das Tem­pe­ra­tur­ni­veau exakt auf dem Level eines Novem­ber­mo­nats. Kon­kret wur­de die lang­jäh­ri­ge Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von 1,9 Grad Cel­si­us mit 5,3 Grad um 3,4 Grad über­trof­fen. Das hob den Dezem­ber auf den sechs­wärms­ten Platz seit 1946. Der wärms­te Tag wur­de mit 12,6 Grad am 10. Dezem­ber regis­triert, wäh­rend es am ers­ten Weih­nachts­tag mit minus 5,1 Grad am käl­tes­ten wur­de.

Gab es aus­rei­chend Nie­der­schlag?

Der abge­lau­fe­ne Monat zeig­te sich mit mick­ri­gen 9,6 l/m²Niederschlag extrem tro­cken und hät­te bei­na­he einen neu­en Nega­tiv­re­kord in der fast 80-jäh­ri­­gen War­ne­mün­der Wet­ter­rei­he auf­ge­stellt. So bleibt aber der Dezem­ber 1946 mit 7,3 l/m² auf dem ers­ten Platz bestehen. Gera­de ein­mal 20 Pro­zent der sonst übli­chen Nie­der­schlags­men­ge von 47,9 l/m² sind somit gefal­len.

Die Son­ne aber ver­wöhn­te uns?

Dage­gen gab es bei der Son­nen­schein­dau­er mit 62,7 Son­nen­stun­den ein sat­tes Plus von 71 Pro­zent zum übli­chen Kli­ma­wert von 36,6 Stun­den. Der Wert mar­kiert den viert­son­nigs­ten Dezem­ber seit Beginn der Wet­ter­auf­zeich­nun­gen in War­ne­mün­de.

Gesamt­jahr 2025 – erneut viel zu warm, tro­cken und son­nig

Auch die Jah­res­mit­tel­tem­pe­ra­tur des ver­gan­ge­nen Jah­res spielt mit 10,73 Grad wie­der in der obe­ren Liga mit, ver­drängt aber nicht den Spit­zen­wert von 11,46 Grad aus dem Jah­re 2024. Der lang­jäh­ri­ge Refe­renz­wert von 8,4 Grad wird um 2,3 Grad über­trof­fen und 2025 geht als fünf­wärms­tes Jahr in die War­ne­mün­der Wet­ter­ge­schich­te ein. Am  2. Juli 2025 wur­de die höchs­te Tem­pe­ra­tur mit 36,0 Grad in den Dünen gemes­sen. Das war der dritt­wärms­te Tag seit Juli 1946(bisheriger Spit­zen­wert 38,4 Grad am 20. Juli 2022). Am kühls­ten wur­de es mit minus 7,0 Grad am 17. Febru­ar 2025.

Mit 533,9 l/m² Nie­der­schlag hat­ten wir es eher mit einem tro­cke­nen Jahr zu tun. Zum lang­jäh­ri­gen Kli­ma­wert von 589,2 l/m² fehl­ten rund 10 Pro­zent Nie­der­schlag, wobei die Mona­te Febru­ar bis April sowie der Dezem­ber sehr tro­cken aus­fie­len. Aus­ge­spro­chen nass zeig­te sich dage­gen der Juli mit 124 l/m².

2025 war ein sehr son­nen­schein­rei­ches Jahr, Klär­chen schien rund 20 Pro­zent län­ger als üblich und schob sich somit auf den 6. Platz der son­nigs­ten Jah­re. Kon­kret schien sie 2028 Stun­den und mach­te damit 342 Über­stun­den.

Kunst­ate­lier lädt zu neu­er Wech­sel­aus­stel­lung ein

31. Dezem­ber: Wenn land­auf – land­ab alle mit den Vor­be­rei­tun­gen auf einen tol­len Jah­res­wech­sel beschäf­tigt sind, über­legt Sebas­ti­an Sta­ve, als Mit­glied im Kul­tur­aus­schuss des Orts­bei­ra­tes gera­de, wie im Kunst­ate­lier am Kir­chen­platz min­des­tens eine Wand frei gemacht wird, für die nächs­ten Arbei­ten. Der War­ne­mün­der, der hier mit sei­nen meist fröh­li­chen unver­wech­sel­ba­ren Zeich­nun­gen ein brei­tes Publi­kum anzieht, hat gemein­sam mit der War­ne­mün­de­rin Anke Töl­le,  Jut­ta Hude­lot aus der Geor­gi­nen­stra­ße für die nächs­te Aus­stel­lung in der alten Post gewon­nen.

Die gebür­ti­ge Greifs­wal­de­rin stu­dier­te von 1971 bis 1975 an der Kunst­schu­le für Gra­­fik-Design in Kon­stanz am Boden­see und leb­te von 1975 bis 2015 in Paris, ehe es sie an die Ost­see in unser Ost­see­bad zog.

In ihrer Pari­ser Zeit ent­stan­den zahl­rei­che Illus­tra­tio­nen und Gra­fi­ken. Ihre Bil­der waren in renom­mier­ten Häu­sern u.a. im Grand Palais oder dem Musee Mont­mart­re aus­ge­stellt.

Ich bin gespannt ab Janu­ar auf die Arbei­ten mei­ner sym­pa­thi­schen Nach­ba­rin, die  längst kei­ne Zuge­zo­ge­ne mehr ist, son­dern aktiv mit dabei ist, „War­ne­mün­de in Far­be“ zu set­zen. Einem Mot­to, dem sich der Orts­bei­rat ver­schrie­ben hat und damit mehr von War­ne­mün­de zei­gen möch­te als „nur“ Meer, Sand, Alter Strom und Tou­ris­mus.

Das Kunst­ate­lier am Kir­chen­platz freut sich Mitt­woch bis Frei­tag von 14 bis 18 Uhr, am Sonn­abend von 10 bis 18 Uhr und am Sonn­tag von 11 bis 18 Uhr  auf Besu­cher.  Moni­ka Kad­ner

Rück­blick 2025

1. Janu­ar Das War­ne­mün­der Turm­leuch­ten 2025 wird wegen Sturm abge­sagt
1. März Das War­ne­mün­der Turm­leuch­ten wird am 1. März unter dem Mot­to „Magi­sche Momen­te“ nach­ge­holt
7. April Das 50 Meter lan­ge  Fahr­gast­schiff „MS Bal­ti­ca“ ist nach dem Able­gen in Küh­lungs­born mit Kurs War­ne­mün­de nach weni­gen Minu­ten zum Anle­ger an die See­brü­cke zurück­ge­kehrt. Grund: ein­drin­gen­des Was­ser.
8. April Die Ver­eins­gast­stät­te der Klein­gar­ten­an­la­ge Am Moor wird unter dem Namen „Land­kom­bü­se Am Moor“ wie­der­eröff­net.
12. April Mit dem Eye 55 dreht sich in War­ne­mün­de ein 55 Meter hohes Rie­sen­rad bis in den Okto­ber hin­ein
19. April Oster­feu­er und Fackel­wan­de­rung ver­trei­ben die Win­­ter-Geis­­ter
29. April Nach Umbau­ar­bei­ten ist der klei­ne, zum Edvard-Munch-Haus gehö­ren­den Innen­ho­fes neu­ge­stal­tet.
1. Mai Mai: Die Mee­­res­­bri­­se-Kon­­­zert im Kur­haus­gar­ten star­ten mit dem Lan­des­po­li­zei­or­ches­ter in die Sai­son 2025
10. Mai Still und heim­lich abge­ris­sen wur­de die Sicht­schutz­wand, die zu DDR-Zei­­ten als abschot­ten­de Gren­ze dien­te und die sich öst­lich der Stra­ße am Bahn­hof und damit auf dem Weg zur neu­en Lan­des­sport­schu­le befin­det.  Geplant war eigent­lich ein Stück der Mau­er als Zeit­zeug­nis zu erhal­ten
19. Mai Ein Flü­gel von Meyer’s Müh­le ist abge­bro­chen, die ande­ren wer­den vor­sichts­hal­ber ent­fernt
22. Mai Die Lan­des­sport­schu­le auf der Mit­tel­mo­le wird offi­zi­ell eröff­net
24. Mai Die Abtei­lung Rin­gen des SV War­ne­mün­de lädt ein zum 51. Inter­na­tio­na­len War­ne­mün­der Tra­di­ti­ons­tur­nier ein.
27. Mai Das nagel­neue Funk­ti­ons­ge­bäu­de der Deut­schen Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger und der moder­ni­sier­te Lie­ge­platz 23 für den Kreu­zer Arko­na am Alten Strom, Höhe Haus Num­mer 120, wur­de heu­te am Diens­tag, 27. Mai. um 11 Uhr offi­zi­ell sei­ner Bestim­mung über­ge­ben. Im Vor­feld war über die Optik des Häus­chens hef­tig dis­ku­tiert wor­den.
1. Juni Einen stil­ech­ten Kauf­manns­la­den hat Mathi­as Har­der in der Alex­an­dri­nen­stra­ße 103 eröff­net. Dort gibt es Spe­zia­li­tä­ten und Lecke­rei­en aus der Regi­on, die durch­aus etwas Beson­de­res sind. Aber auch das Ein­kau­fen selbst ist ein Erleb­nis
5. Juni In den heu­ti­gen Mor­gen­stun­den stan­den vie­le Men­schen auf unse­ren Molen, um zu beob­ach­ten wie sich zahl­rei­che Mari­ne­schif­fe auf den Weg in die Ost­see mach­ten. Sie neh­men teil am mari­ti­men Groß­ma­nö­ver Bal­tic Ope­ra­ti­ons, das ab heu­te bis zum 20. Juni vor unse­rer Haus­tür statt­fin­det. Man-che Schau­lus­ti­ge inter­es­sier­ten sich haupt­säch­lich für die Tech­nik, ande­re kamen mit dem Wunsch und der Hoff­nung nach Frie­den, wie es auf eini­gen Trans­pa­ren­ten zu lesen war
13. Juni Richt­fest gefei­ert wur­de heu­te im Schwar­zen Weg, WG Schif­fahrt Hafen lässt von der War­ne­mün­der Bau ein Mehr­fa­mi­li­en­haus errich­ten
25. Juni Drei See­hun­de aus dem Ros­to­cker Zoo, die rund zwei­ein­halb Jah­re im Rob­ben­for­schungs­zen­trum auf der Hohen Düne leb­ten und von Mit­ar­bei­tern des Mari­ne Sci­ence Cen­ters des Insti­tuts für Bio­wis­sen­schaf­ten der Uni Ros­tock betreut wur­den, keh­ren in den Zoo zurück, wo in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für 12,4 Mil­lio­nen Euro eine neue Rob­ben­an­la­ge gebaut wur­de.
2. Juli Gestar­tet sind heu­te die War­ne­mün­der Aben­de im Insti­tut für Ost­see­for­schung War­ne­mün­de. Die Rei­he der popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Vor­trä­ge zum The­ma Ost­see, die wäh­rend der Som­mer­mo­na­te jeweils don­ners­tags statt­fin­den, hat Prof. Dr. Oli­ver Ziel­in­ski eröff­net.
4. Juli Im Hei­mat­mu­se­um wird eine neue Son­der­aus­stel­lung eröff­net, The­ma: Ob die Möwen manch­mal an mich den­ken? Die Ver­trei­bung jüdi­scher Bade­gäs­te an der Ost­see
6. Juli Die 87. War­ne­mün­der Woche mit hoch­ka­rä­ti­gen Segel­wett­be­wer­ben auf der Ost­see und viel Kul­tur ist erfolg­reich gestar­tet
9. Juli War­ne­mün­der haben eine Über­ra­schungs­par­ty für Astrid Voß und Inge­borg Regen­thal vom War­ne­mün­de Ver­ein und Jörg Blu­dau von der KVS-Ver­­an­stal­­tungs­­a­gen­­tur orga­ni­siert. Grund: gro­ßes Enga­ge­ment für War­ne­mün­de und die drei gro­ßen Ver­an­stal­tun­gen
12. Juli Eine neue Aus­stel­lung unter dem Mot­to „Bis mor­gen wird der Baum einen Titel haben“ wird im Munch Haus eröff­net
15. Juli Gegen die Bebau­ung eines Teils des Land­schafts­schutz­ge­bie­tes Died­richs­hä­ger Land wur­de eine Online-Peti­­ti­on gestar­tet
16. Juli Leucht­turm in Flam­men, Tidings­brin­ger, Advents­sin­gen, Hoch­zeits­paa­re in luf­ti­ger Höhe – der Ideen­ge­ber Ger­hard Lau ist in der ver­gan­ge­nen Woche ver­stor­ben. Aal­­glatt-Redak­­teu­rin Moni­ka Kad­ner erin­nert an einen Mann, dem War­ne­mün­de nicht nur am Her­zen lag, son­dern der mit viel Enga­ge­ment und Ideen dazub­ei­ge­tra­gen hat, dass sein War­ne­mün­de, sein Leucht­turm weit­hin bekannt gewor­den sind.,
17. Juli bis zum 19. Juli: Am  War­ne­mün­der Strand fin­det der Inter­na­tio­na­le DLRG Cup 2025 statt.
19. Juli Ver­ab­schie­dung von Pas­tor Har­ry Moritz in den Ruhe­stand
24. Juli In ganz Ros­tock gilt ab heu­te eine Haus­halts­sper­re
27. Juli Tag der See­not­ret­ter
28. Juli Die Hein­rich-Hei­­ne-Stra­­ße ist ab heu­te zwi­schen See­stra­ße und Wacht­ler­stra­ße wie­der befahr­bar, nach­dem Fern­wär­me­lei­tun­gen dort ver­legt wor­den sind. Anwoh­ner und Gewer­be­trei­ben­de sind sau­er, weil die Bau­ar­bei­ten mit­ten in der Sai­son statt­fin­den, Urlau­ber in ihren Feri­en­woh­nun­gen früh­mor­gens wegen Bau­lärm aus den Bet­ten geris­sen wer­den und Geschäf­te nicht erreich­bar sind.
7. August bis zum 10. August: Han­se Sail 2025
19. August Die Nord­stjer­nen hat beim Able­gen am Crui­se Cen­ter eine Böschung gerammt. Am ande­ren Tag kann das ehe­ma­li­ge Hur­­ti­g­ru­­ten-Schiff sei­ne Fahrt fort­set­zen
23. August bis zum 24. August: Der War­ne­mün­der Ras­se­ka­nin­chen­ver­ein M59 e. V. lädt zur 48. Jung­tier­schau in Ver­bin­dung mit der 1. War­ne­mün­der Kreis­schau des KV Dem­min in sei­ne Aus­stel­lungs­hal­le ein
27. August Bun­des­kanz­ler Merz besucht die Mari­ne in Ros­tock und War­ne­mün­de
29. August Mehr als 15 000 Besu­cher waren ges­tern Abend dabei, als der Rap­per Mar­te­ria am War­ne­mün­der Strand ein erst am Tag zuvor ange­kün­dig­tes Kon­zert gab. Die­ses Kon­zert, zu dem der Ein­tritt frei war, ist zugleich der Auf­takt sei­ner gro­ßen „Zum Glück In Die Zukunft“-Tour 2026, die ihn durch ganz Deutsch­land füh­ren wird. Star­ten wird die­se am 14. August 2026 in Ros­tock,
1. Sep­tem­ber Im War­ne­mün­der Sanie­rungs­pro­jekt der WIRO geht es wei­ter: Heu­te hat die umfas­sen­de Moder­ni­sie­rung des Wohn­hau­ses in der Lortzing­stra­ße 9 bis10 begonnen.Bis zum Früh­som­mer 2027 soll der Klin­ker­bau aus den 1940er-Jah­­ren voll­stän­dig moder­ni­siert sein – dann kön­nen die acht neu­en Miet­woh­nun­gen bezo­gen wer­den.
3. Sep­tem­ber Tag der Senio­ren am Leucht­turm
6. Sep­tem­ber In der Hein­rich-Hei­­ne Schu­le wer­den 47 Kin­der in zwei Klas­sen ein­ge­schult, nun besu­chen 211 Mäd­chen und Jun­gen in neun Klas­sen die­se Ein­rich­tung
8. Sep­tem­ber Erneut hat das Hotel Nep­tun Fünf Ster­ne  und damit die höchs­te Klas­si­fi­ka­ti­on erhal­ten , die der Deut­sche Hotel und Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band Deho­ga zu ver­ge­ben hat.
9. Sep­tem­ber Geht es nach dem Wil­len des Orts­bei­ra­tes für War­ne­mün­de und Died­richs­ha­gen bleibt die Stadt­au­to­bahn zwi­schen Lich­ten­ha­gen und War­ne­mün­de auch per­spek­ti­visch vier­spu­rig. Die bis­he­ri­gen Rad­we­ge links und rechts der Fahr­bah­nen sol­len ertüch­tigt wer­den. Hin­ter­grund: Die Stadt hat Pla­nun­gen ange­scho­ben, einen Rad­schnell­weg für 2,7 Mil­lio­nen Euro zu bau­en und dafür die Stadt­au­to­bahn auf drei Spu­ren zu ver­rin­gern. Kon­kret: Von War­ne­mün­de nach Lich­ten­ha­gen soll es nach den Plä­nen dann nur noch ein­spu­rig gehen.
13. Sep­tem­ber Brü­cken­öff­nung, Som­mer­fest am Steg des Segel­clubs, Tra­di­ti­ons­tur­nier und Som­mer­fest auf dem Sport­platz der Fuß­bal­ler des Sport­ver­eins unse­res Ost­see­ba­des, abends ein Kon­zert in der Kir­che und am Sonn­tag Tag des offe­nen Denk­mals im Hei­mat­mu­se­um, in unse­rer Kir­che und im Munch-Haus
14. Sep­tem­ber Tag des offe­nen Denk­mals in der Kir­che, im Edvard-Munch-Haus sowie im Hei­mat­mu­se­um, wo erst­mals Kunst­wer­ke bekann­ter Maler von einem Leip­zi­ger Auk­tio­na­tor ange­bo­ten wor­den sind. Ein Teil des Erlö­ses geht an unser Hei­mat­mu­se­um
19. Sep­tem­ber und 20. Sep­tem­ber: Die zwei­te Port­par­ty des Jah­res am War­ne­mün­der Pas­sa­gier­kai mit Live-Musik, Schlep­per­bal­let, Mit­mach­sta­tio­nen und Talk-For­­ma­­ten zum Abschluss der Kreuz­fahrt­sai­son 2025
28. Sep­tem­ber Ste­phan Fey wird offi­zi­ell in sein Amt als War­ne­mün­des neu­er Pas­tor ein­ge­führt
5. Okto­ber Am Wochen­en­de wur­de im Hei­mat­mu­se­um der 10.000 Besu­cher in die­sem Jahr begrüßt
6. Okto­ber Das Rie­sen­rad Eye 55, das am Neu­en Strom seit dem 5. April sei­nen Platz hat­te, wird abge­baut
16. Okto­ber Den letz­te Dop­pel­an­lauf von Kreuz­fahrt­schif­fen gab es heu­te mit der Nor­we­gi­an Pri­ma und der AIDA­mar
24. Okto­ber Bereits zum zwei­ten Mal ist Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern Aus­rich­ter der Stän­di­gen Kon­fe­renz der Lan­des­ver­bän­de des Deut­schen Leicht­ath­le­tik Ver­ban­des. Die Spit­ze des DLV tagt in der neu­en Sport­schu­le in War­ne­mün­de.
26. Okto­ber “De Harwst hett ok noch war­me Dag” heißt der Titel der Ver­an­stal­tung in der Rei­he Platt­düütsch in de Schum­mers­tunn heu­te um 17 Uhr im Gemein­de­haus am Kir­chen­platz 4.
29. Okto­ber Uwe Heim­hardt, Vor­sit­zen­der des Muse­ums­ver­eins War­ne­mün­de, erhält den Preis der Stif­tung Meck­len­burg für sein uner­müd­li­ches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment
4. Novem­ber Ein Kunst­pfad auf den Spu­ren des nor­we­gi­schen Malers Edvard Munch wird in War­ne­mün­de eröff­net.
5. Novem­ber Heu­te fin­det zu Ehren von Ger­hard Lau eine Ver­an­stal­tung, an der zahl­rei­che War­ne­mün­der Ver­ei­ne sowie Kom­mu­nal­po­li­ti­ker teil­neh­men, in der Begeg­nungs­stät­te im Wie­sen­weg statt
5. Novem­ber Heu­te ist letzt­mals in die­sem Jahr mit der AID­A­di­va ein Schiff des Ros­to­cker Kreuz­fahrt­un­ter­neh­mens in War­ne­mün­de zu Gast. Die AID­A­di­va wird übri­gens 2026 die Kreuz­fahrt­sai­son am 29. März eröff­nen.
29. Novem­ber Der Wei­h­­nachts- und Neu­jahrs­markt unter Regie des Han­­dels- und Gewer­be­ver­eins wird auf dem Kir­chen­platz eröff­net
5. Dezem­ber Vor­stel­lung des neu­en Tidings­brin­gers in einer Autoren­run­de im Strand­ho­tel Hüb­ner, das War­ne­mün­der Bäder­jour­nal erscheint zum 30. Mal
6. Dezem­ber In der Buch­hand­lung Kra­kow Nachf. am Kir­chen­platz fin­det eine Signier­stun­de statt, wäh­rend der Autoren des dies­jäh­ri­gen Tidings­brin­gers sich auf Wunsch in dem Büch­lein ver­ewi­gen
12. Dezem­ber Eine Tafel, die an Prof. Dr. Ger­hard Schmitz, dem Mit­be­grün­der der Wind­rad­theo­rie erin­nert, wur­de am Haus Geor­gi­nen­platz 67 ange­bracht.
18. Dezem­ber Im Hei­mat­mu­se­um wur­de heu­te die 12 000. Besu­che­rin begrüßt.

Nach­richt aus dem Tief­bau­amt

23.Dezember: Seit gefühlt einem Monat geht aal­glatt den Bit­ten der Anwoh­ner vom Strom in Höhe der Num­mer 151 nach. Hier wird zur Zeit ein Haus abge­ris­sen und sicher­lich wie­der gebaut wer­den.  Der obe­re Weg am Alten Strom wur­de kom­plett abge­sperrt, so dass äußerst kom­pli­zier­te Bedin­gun­gen für die Ent­sor­gung der Ton­nen in den Haus­hal­ten auf­tra­ten, Geschäf­te wur­den ein­ge­schränkt, Tou­ris­ten erschreck­ten, muss­ten umdre­hen und über Trep­pen aus­wei­chen, was sich für alte Men­schen teil­wei­se als unzu­mut­bar her­aus­stell­te.

Nun end­lich gab es eine „vor Ort“ Bege­hung mit dem Amt und dem Bau­her­ren. Die Pres­se­ab­tei­lung des Rat­hau­ses teilt mit:

Dass für Son­der­nut­zungs­ge­neh­mi­gun­gen zustän­di­ge Tief­bau­amt hat sich inten­siv mit dem Fall aus­ein­an­der­ge­setzt, und den Bau­her­ren
auf­ge­for­dert, dass der Geh­weg vor dem Gebäu­de min­des­tens in der Zeit vom 24. bis 26. Dezem­ber 2025 und dann vom 31. Dezem­ber 2025  bis 2.Januar 2026 frei­ge­ge­ben wer­den muss.
Das  Abbruch­un­ter­neh­mens teilt mit, dass die Arbei­ten bis Sil­ves­ter abge­schlos­sen sein wer­den. Dann bleibt der Durch­gang dau­er­haft offen und es soll­ten kei­ne Behin­de­run­gen mehr auf­tre­ten.

Na, hof­fent­lich wird es so wer­den…

Das sind die Erin­ne­rungs­en­thu­si­as­ten, die für Uter­hart und die Anfer­ti­gung des Schil­des brann­ten: v. l. Wer­ner Kreu­scher, Tom Becker, Chris­toph Weg­ner, Uwe Bil­ler­beck, Rudolf Gut­hoff, Jörg Wie­demann, Rein­hard  Kam­mel. Foto: mkad

Neue Geschich­te in der Quer­stra­ße V

20. Dezem­ber: Dem Orts­bei­rat, dem Leuch­t­­turm- und dem Muse­ums­ver­ein war es ges­tern ein Bedürf­nis, die in die­sem Jahr drit­te Erin­ne­rungs­pla­ket­te, nun­mehr am Haus des Restau­rants Hr. Ober  am Strom, in der Quer­stra­ße V,  anzu­brin­gen.

Eine Erin­ne­rung an Dr. med. Carl Uter­hart, An den Orts­arzt, der hier wohn­te und prak­ti­zier­te. Als lei­den­schaft­li­cher Seg­ler und För­de­rer der Fische­rei ent­wi­ckel­te und fer­tig­te er für ein dama­li­ges gewal­ti­ges Ver­mö­gen von rund 6000 Mark gemein­sam mit den Fischern, aus Trotz gegen­über den Ros­to­ckern, eine sta­tio­nä­re Herings­reu­se. 1884 konn­ten die War­ne­mün­der mit die­ser „Doc­tor Reu­se“ erst­mals ren­ta­bel ihren Brot­fisch anlan­den und ver­kau­fen.

Doch bevor Uter­hart an Land sess­haft wur­de mit Dora, der Toch­ter von Kapi­tän Hein­rich Ohle­rich, zog es ihn zur See. Er segel­te mit Ste­fan Jant­zen, um im ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg als Arzt Erfah­run­gen zu sam­meln  und heu­er­te als Schiffs­arzt und Sur­ge­on – Super­in­ten­dent auf Aus­wan­der­schif­fen an.

Details über die­sen in Wis­sen­schafts­krei­sen des 19.Jahrhunderts hoch aner­kann­ten War­ne­mün­ders, sind im 30.Tidingsbringer nach­zu­le­sen.

Details über den gest­ri­gen  Akt des Anbrin­gens der Pla­ket­te  müs­sen aber auch noch erzählt wer­den: Mit Zoll­stock, Was­ser­waa­ge, kur­zen und lan­gen Schrau­ben in den zusam­men­ge­knif­fe­nen Lip­pen, schraub­ten Wer­ner Kreu­scher vom Muse­ums­ver­ein und Tom Becker vom Kul­tur­aus­schuss das Schild sach­ge­recht an die Haus­wand. Wenn da nicht die win­zi­gen, zwei Mil­li­me­ter klei­nen Jus­tierschräub­chen gewe­sen wären. Eines fiel in das Kopf­stein­pflas­ter. Trotz Handylicht…nichts.  Da kam der Stell­ver­tre­ter des Orts­bei­rats­vor­sit­zen­den, Pro­fes­sor der Augen­heil­kun­de Dr. Rudolf Gut­hoff, ins Spiel. Erspäh­te den Winz­ling und füg­te mit höchs­ter Fein­mo­to­rik das Nivel­lierschräub­chen in die Pla­ket­te ein! Fröh­li­cher Bei­fall!

Übri­gens, all die zwölf Erin­ne­rungs­en­thu­si­as­ten, die wir für eine Stun­de die Quer­stra­ße V  blo­ckier­ten, stie­ßen gut gelaunt mit Glüh­wein aus dem Restau­rant auf die gelun­ge­ne Akti­on an.

Schon im Weg­ge­hen, dreh­te ich mich noch ein­mal um. Das Schild war umla­gert von Neu­gie­ri­gen,            Moni­ka Kad­ner

See­not­kreu­zer beglei­ten die letz­te Fahrt

19. Dezem­ber: Im Geleit von zwei See­not­kreu­zern der Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger, der „Arko­na“ und der „Nis Rand­ers“, nimmt   MS „Rugard“ um 9.30 Uhr west­li­chen Kurs zur Ree­de­ton­ne.

Er tritt sei­ne letz­te Rei­se an. Karl-Heinz Ruschau. Der ältes­te Fischer vom Alten Strom. 92 Jah­re wur­de er.

War­ne­mün­de ohne Karl-Heinz? Schwer vor­stell­bar. Geach­tet und ver­ehrt wur­de er. Immer hat­te er neue Gedan­ken, wie der Alte Strom, sei­ne Alex­an­dri­nen­stra­ße noch behut­sa­mer und schö­ner his­to­risch erhal­ten wer­den könn­ten.

Nun heu­te sei­ne letz­te Rei­se. Führ­te sie über jene Fisch­grün­de, wo er von sei­nem Kut­ter die Net­ze aus­warf? Spä­ter dann mit sei­nem klei­nen Boot hier Dorsch oder Hering nach­stell­te? Sicher ist, sein Enga­ge­ment für die See­not­ret­tung gehör­te Zeit sei­nes Berufs­le­bens zu ihm.

War das eben ein ver­weh­ter Typhon­ton? Ein Abschieds­gruß sei­ner Fami­lie, sei­ner Freun­de, sei­ner Kame­ra­den? Ich ste­he auf der Mole. Schaue dem Boot mit der Urne des See­manns hin­ter­her. Mit ihm bin ich als Jour­na­lis­tin vie­le gemein­sa­me Wege gegan­gen. Und erah­ne das Zere­mo­ni­ell weit drau­ßen: Fare well!

Wie­der wird eine Sei­te der Geschich­te im Ost­see­bad War­ne­mün­de, dem ehe­ma­li­gen Fischer­dorf, umge­blät­tert. Moni­ka Kad­ner

Über die Weih­nachts­fe­ri­en freie Fahrt in der Ros­to­cker Stra­ße

Fort­füh­rung der Bau­ar­bei­ten unter Voll­sper­rung Anfang des neu­en Jah­res

:18. Dezem­ber: Mit dem Abschluss der Arbei­ten des zwei­ten Bau­ab­schnit­tes zum Ende die­ser Woche wird die aktu­el­le Bau­stel­le zurück gebaut und die Ros­to­cker Stra­ße am mor­gi­gen Frei­tag, den 19. Dezem­ber, für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben.

So geht es im neu­en Jahr wei­ter

In Abhän­gig­keit von der Wit­te­rung wer­den die Arbei­ten für den dann fol­gen­den drit­ten Bau­ab­schnitt in der 2. Kalen­der­wo­che 2026 begin­nen. Dafür ist eine Voll­sper­rung der Fahr­bahn auf Höhe Ros­to­cker Stra­ße 16 bis zum Kreu­zungs­be­reich Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße not­wen­dig. Die Ver­kehrs­um­lei­tung wird wie zuvor über die Stra­ße Zum Zoll­amt erfol­gen und ist ent­spre­chend aus­ge­schil­dert. Die­ser drit­te Abschnitt wird vor­aus­sicht­lich bis Anfang April andau­ern. Mit dem sich dann anschlie­ßen­den vier­ten Abschnitt endet die gesam­te Maß­nah­me Mit­te Mai 2026.

Meh­re­re Maß­nah­men wer­den gleich­zei­tig umge­setzt

Als gemein­sa­mes Pro­jekt der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock, den Stadt­wer­ken Ros­tock und Nord­was­ser kön­nen meh­re­re not­wen­di­ge Maß­nah­men gebün­delt wer­den.

Nord­was­ser erneu­ert auf gut 300 Metern das gesam­te Trink­was­ser­sys­tem. Dar­un­ter fällt eine für die Ver­sor­gung des gesam­ten Stadt­teils wesent­li­che Haupt­trans­port­lei­tung, die auf­grund ihres alters­be­ding­ten Zustan­des sanie­rungs­be­dürf­tig ist. Zudem wer­den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen opti­miert, zuge­hö­ri­ge Haus­an­schlüs­se ange­passt und Schmutz- sowie Regen­was­ser­ka­nä­le neu gebaut. Nord­was­ser führt die­se Bau­maß­nah­me im Auf­trag des War­­now-Was­­ser- und Abwas­ser­ver­ban­des durch, die Inves­ti­ti­ons­sum­me beträgt rund 1,2 Mil­lio­nen Euro.

Die Stadt­wer­ke Ros­tock wer­den zeit­gleich die Fern­wär­me­er­schlie­ßung in der Ros­to­cker Stra­ße sowie in den Kreu­zungs­be­rei­chen der Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße und der Johann-Sebas­­ti­an-Bach-Stra­­ße umset­zen. Ros­tock, ver­tre­ten durch das Tief­bau­amt, wird im Anschluss an die Tief­bau­ar­bei­ten die Stra­ßen­de­cke erneu­ern.

Mit der Durch­füh­rung der gesam­ten Bau­maß­nah­me wur­de TIAS Ties­ler Tief- und Hoch­bau GmbH aus Wal­deck im Ergeb­nis einer euro­pa­wei­ten, öffent­li­chen Aus­schrei­bung beauf­tragt.

Hin­ter­grund:

Die Nord­was­ser GmbH betreibt als kom­mu­na­les Unter­neh­men im Auf­trag des War­­now- Was­­ser- und Abwas­ser­ver­ban­des (WWAV) die Anla­gen und Net­ze zur Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­be­sei­ti­gung in der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock sowie 28 Gemein­den in der Regi­on. Mit etwa 310 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ver­sorgt die Nord­was­ser rund 270.000 Men­schen sowie Indus­trie und Gewer­be mit Trink­was­ser und berei­tet das ent­ste­hen­de Abwas­ser auf.

Mit­tel­mo­le wird Fokus­pro­jekt

17. Dezem­ber: Still ruht schein­bar der See bezüg­lich der Bebau­ung der Mit­tel­mo­le, einem abso­lu­ten Filet-Grun­d­­stück. Erin­nern Sie sich an die Vor­stel­lung von Ideen und an all die Dis­kus­sio­nen, die teils sehr kon­tro­vers geführt wor­den sind? Dar­an, dass der vor­ma­li­ge OB Madsen sämt­li­che Pla­nun­gen gestoppt hat? Hat Irgend­wer in der Stadt­ver­wal­tung doch die Mit­tel­mo­le noch auf dem Schirm oder bleibt das gro­ße Are­al wei­ter­hin WIRO-Par­k­­platz? Aal­glatt gab die Fra­gen wei­ter an die Pres­se­stel­le der Stadt­ver­wal­tung und erfuhr:

Die Mit­tel­mo­le spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de und der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock und ist ein Aus­hän­ge­schild der Regi­on Rich­tung Ost­see. Daher wur­de nach Auf­ga­be des Fähr­ver­kehrs nach Gedser und Ver­kauf der Grund­stü­cke an die WIRO ein gro­ßer städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb durch­ge­führt, aus dem in einem inten­si­ven Pla­nungs­ver­fah­ren mit den Betei­lig­ten vor Ort der Funk­ti­ons­plan Mit­tel­mo­le ent­wi­ckelt wur­de.

In einem dis­kur­si­ven Pro­zess mit den ört­li­chen Kri­ti­kern des Plans, den Gre­mi­en des Orts­bei­rats und der WIRO wur­de nach poli­tisch mehr­heits­fä­hi­gen und wirt­schaft­lich rea­li­sier­ba­ren Lösun­gen gesucht, die in einen Bebau­ungs­plan umge­setzt wer­den soll­ten. Für eini­ge weni­ge Punk­te wur­de kei­ne für alle Betei­lig­ten befrie­di­gen­de Lösung gefun­den, daher wur­de der Pro­zess gestoppt.

Tors­ten Fischer als neu­er Amts­lei­ter des Amtes für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät möch­te die Ent­wick­lung der Mit­tel­mo­le ihrer her­aus­ra­gen­den städ­te­bau­li­chen Bedeu­tung wegen nun zu einem Fokus­pro­jekt für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de machen. Er hat das The­ma daher wie­der auf die Agen­da des Amtes gesetzt. Aktu­ell wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für eine mög­li­che Pla­nung und Umset­zung geprüft und ent­spre­chen­de Gesprä­che mit den betei­lig­ten Akteu­ren geführt. Wich­tig für das Gelin­gen ist ein star­kes Com­mit­ment mit Poli­tik und dem Grund­ei­gen­tü­mer.

Mathi­as Stag­at, Vor­sit­zen­der des Leucht­turm­för­der­ver­eins, Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz (Sohn des Geehr­ten) und Prof. Dr. Rudolf Gut­hoff vom Orts­bei­rat wis­sen über den mit einer neu­en Tafel geehr­ten Prof. Dr. Ger­hard Schmitz sowie über wei­te­re, mit einer Pla­ket­te geehr­te Per­sön­lich­kei­ten in War­ne­mün­de Inter­es­san­tes zu berich­ten. Foto: Uwe Heim­hardt

Eine wei­te­re Tafel erzählt Geschich­te

12. Dezem­ber:  Eine wei­te­re Erin­ne­rungs­ta­fel wur­de heu­te in unse­rem Ost­see­bad ein­ge­weiht: Am Geor­gi­nen­platz 67 .

Schon län­ger ist es her, dass der Leucht­turm­ver­ein, der sich neben sozia­len auch denk­mal­pfle­ge­ri­schen Auf­ga­ben ver­schrie­ben hat, ein Dut­zend klei­ner Tafeln an ver­schie­de­nen Häu­ser anbrach­te. Kurz und knapp erzäh­len die­se über Erfin­der, Wis­sen­schaft­ler, uri­ge Per­sön­lich­kei­ten War­ne­mün­des.

Heu­te war es gar kei­ne so klei­ne illus­tre Gesell­schaft, die sich in der Nach­mit­tags­stun­de am Geor­gi­nen­platz traf.

Am Haus 67 knall­te der Sekt­kor­ken, denn Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz , Direk­tor vom Insti­tut für Implan­tatt­ech­no­lo­gie und Bio­ma­te­ria­li­en e. V., ließ es sich nicht neh­men, mit Män­nern des Leucht­turm­ver­eins, mit Rota­ri­er-Freun­­den, Bewoh­nern die­ses Plat­zes und Mit­glie­dern ver­schie­de­ner Ver­ei­ne auf sei­nen Vater anzu­sto­ßen. Die­sem war heu­te die Pla­ket­te gewid­met.

Dr. Ger­hard Schmitz wohn­te hier am Geor­gi­nen­platz mit sei­ner Fami­lie. Am 22. Okto­ber 1945 häm­mer­te ein rus­si­scher Offi­zier an die Tür und befahl, dass Dr. Ger­hard Schmitz als „Spe­zia­list“ mit Frau und sei­nen vier Kin­dern noch heu­te Vor­mit­tag in Rich­tung Osten auf­bre­chen muss.

Schmitz war einer von rund 2500 aus­län­di­schen Fach­leu­ten, deren Wis­sen abge­schöpft wer­den soll­te, als beson­de­re Art der Repa­ra­ti­ons­leis­tung. Schon die­se Tat­sa­che wäre ein Grund für eine Erin­ne­rungs­ta­fel.

Das Außer­ge­wöhn­li­che jedoch war der beson­de­re Wis­sen­schafts­trans­fer von Ost nach West, den sich Schmitz vor sei­ner Heim­kehr aus­dach­te.

Sei­ne sie­ben­jäh­ri­gen For­schungs­er­geb­nis­se zur Aero­dy­na­mik, Höchst­leis­tun­gen bei der Ver­wer­tung der Ener­gie des Win­des, effi­zi­en­te Wirt­schaft­lich­keit für Wind­rä­der, roll­te Schmitz ganz klein auf und führ­te sie sach­te, immer ganz vor­sich­tig nach­ste­ckend, in Kufen und Roh­re des für sei­ne Kin­der selbst gebau­ten Schlit­tens .

Der War­ne­mün­der Ger­hard Schmitz revo­lu­tio­nier­te mit sei­nen wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten die Kon­struk­ti­on von Wind­kraft­an­la­gen.

Nähe­res ist dar­über im nagel­neu­en Tidings­brin­ger Nr.30 zu lesen.    Moni­ka Kad­ner

 

Ein Drum­­mer-Kon­­­zert für einen guten Zweck gaben heu­te Schü­ler der eco­lea.                                                                                                         Foto: mkad

Trom­meln auf der Bahn­hofs­brü­cke

8. Dezem­ber:. Was ist das für ein Dröh­nen, ein Lärm am frü­hen Nach­mit­tag auf der Bahn­hofs­brü­cke? Beim Näher­kom­men….. rund 20 Mäd­chen und Jun­gen fol­gen dem Diri­gat einer zier­li­chen jun­gen Frau. Sie schla­gen mit vol­ler Wucht auf ihre unter­schied­li­chen Trom­meln, wer­den ganz lei­se, fol­gen den unter­schied­lichs­ten Tak­ten, wip­pen mit und das Lächeln ver­schwin­det nicht aus ihren Gesich­tern.

Kein Lärm, kein Dröh­nen! Tat­säch­lich ein Drum­­mer-Kon­­­zert der  Mäd­chen und Jun­gen der eco­lea unter Lei­tung ihrer Musik­leh­re­rin Anne Traut­mann.  „Seit fünf Jah­ren schla­gen wir immer mal wie­der auf der Bahn­hofs­brü­cke mit den Trom­meln auf und sam­meln für einen guten Zweck. In die­sem Jahr für das Ros­to­cker Frau­en­haus.”, so die Päd­ago­gin. mkad

 

Sie fal­len auch Fol­kert Jans­sen und Dr. Karin Gut­hoff sofort ins Auge, die sie­ben grü­nen Tafeln, die unter­halt­sam über den Maler Edvar Munch berich­ten und ganz neu im Stadt­bild zu fin­den sind. Foto: mkad

Raus aus dem Haus zum Munch-Pfad

4. Dezem­ber: „Raus aus dem Haus!“, sag­ten sich Mit­glie­der vom Ver­ein des Munch Hau­ses. Dabei ist die­ses denk­mal­ge­schütz­te Fischer­haus am Alten Strom schon seit rund 30 Jah­ren immer etwas Beson­de­res.

Raus aus dem Haus? Aus die­ser Begeg­nungs­stät­te nor­we­gi­scher und deut­scher Künst­ler? Aus dem Treff von War­ne­mün­dern mit nor­we­gi­scher Lebens­wei­se?

Das Haus, die­ses Klein­od am Strom, bleibt, wie es der Ver­ein kon­zi­piert hat. Aber es soll mehr wer­den: Ein ganz augen­schein­li­ches, beim Spa­zier­gang erleb­ba­res Ange­bot für Ein­hei­mi­sche und Tou­ris­ten, um Edvard Munchs 18-mona­­ti­­gen Auf­ent­halt in War­ne­mün­de  von Mai 1907 bis Okto­ber 1908 noch deut­li­cher zu machen.

Die Idee eines Munch-Pfa­­des kris­tal­li­sier­te sich gemein­sam mit dem Kul­tur­aus­schuss des Ortes und dem Orts­bei­rat her­aus. Zunächst ent­stand eine digi­ta­le Schnit­zel­jagd von Wegen, die der Maler gegan­gen war. Sze­nen sei­ner Bil­der stell­ten die Schü­ler der eco­lea vor gut vier Wochen zur Pre­miè­re des Pfa­des nach, mach­ten Fotos – und waren begeis­tert über die­sen Bound „Edvard Munch in War­ne­muen­de“, der sich vor allem an Jugend­li­che wen­det.

Par­al­lel dazu sind seit heu­te sie­ben grü­ne Tafeln neu im Stadt­bild des Ost­see­ba­des zu ent­de­cken, die über Munch in Schrift, Bild und bald auch in Ton berich­ten. Es ist alles his­to­risch kor­rekt, aber Ulrich Groß, Vor­sit­zen­der des Ver­eins, fand in Brief­do­ku­men­ten herr­li­che, teils unbe­kann­te Anek­do­ten über den Maler. Ansichts­kar­ten aus dem Schatz des Hei­mat­mu­se­ums ver­voll­stän­di­gen die­se vor Infor­ma­tio­nen über­quel­len­den neu­en grü­nen Tafeln War­ne­mün­des. Auch dank eines QR-Codes!

Mit einem klei­nen Stück­chen mehr Kul­tur­ge­schich­te kann sich sehr offen­sicht­lich nun War­ne­mün­de schmü­cken, ja,  mit einem tou­ris­ti­schen Mehr­wert, weil der Munch-Ver­­ein beschloss: „Raus aus dem Haus!“  Moni­ka Kad­mer

Die neue Anzei­ge­ta­fel hält zahl­rei­che Wet­­ter- Daten bereit. Foto: Rudolf Kem­nitz

Top aktu­ell: neue Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on

28. Novem­ber: Ver­misst haben vie­le War­ne­mün­der, aber auch Tou­ris­ten die Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on in der See­stra­ße. Bei einem Bum­mel auf der See­pro­me­na­de bei­spiels­wei­se gehör­te es ein­fach dazu, mal zu gucken, wie das Wet­ter tat­säch­lich ist und was sich mög­li­cher­wei­se über uns zusam­men­braut. Die alte Anzei­ge wur­de im Dezem­ber 2021 demon­tiert, nach­dem im Sep­tem­ber 2021 auch die letz­te Mit­ar­bei­te­rin die War­ne­mün­der Dienst­stel­le ver­las­sen hat und mit neu­en Auf­ga­ben zu einem ande­ren Geschäfts­feld wech­sel­te. Damit war das zum Teil hän­di­sche Ein­pfle­gen der Wet­ter­da­ten nicht mehr gewähr­leis­tet. Dass es nun so lan­ge dau­er­te, bis eine auto­ma­tisch arbei­ten­de Schau­ta­fel wie­der instal­liert wer­den konn­te, hat ver­schie­de­ne Ursa­chen. Zuletzt hat­te die vor­läu­fi­ge Haus­halts­füh­rung der Bun­des­re­gie­rung zu wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen geführt.

Beim Blick auf die Anzei­ge­ta­fel wird man fest­stel­len, dass die Was­ser­tem­pe­ra­tur nicht mit auf­ge­führt wird. Das hat einen ein­fa­chen Grund: Die Mes­sung der Was­ser­tem­pe­ra­tur gehört nicht zum Stan­dard­mess­pro­gramm einer Wet­ter­sta­ti­on. Frü­her war dies eine optio­na­le Leis­tung, die von der per­so­nell besetz­ten Wet­ter­sta­ti­on mit­erle­digt wur­de. Lei­der kann die­se Infor­ma­ti­on nun nicht mehr bereit­ge­stellt wer­den.

Was aber zu sehen ist auf der Anzei­ge sind die aktu­el­le Luft­tem­pe­ra­tur, gemes­sen in zwei Meter Höhe, sowie die Luft­feuch­tig­keit, der Luft­druck, die Wind­an­ga­ben sowie die Wol­ken­un­ter­gren­ze, gemes­sen direkt über der Sta­ti­on. Dane­ben wer­den im zeit­li­chen Ver­lauf die Luft­tem­pe­ra­tur und die Wind­bö­en dar­ge­stellt. Alles in allem top aktu­ell und sehr anschau­lich! Rudolf Kem­nitz