Land & Leute
Küstenschutz kontra Tourismuswirtschaft?
16. Januar: Seit vielen Jahren steht der Bebauungsplans Nr. 01.SO.160 „Strandbereich Warnemünde“ immer wieder in der Diskussion. Nun, nach Aktualisierungen und Anpassungen an neue Gesetze und Gegebenheiten, liegt ein vierter Entwurf für eine Satzung für Rostocks Strände vor.
Vor allem all jene Unternehmer, die am Strand aktiv und für Erholungssuchende da sind, die dort ihr Geld verdienen, setzen darauf, dass auch ihre Wünsche Beachtung finden und sie nicht ständig bangen müssen, ob und wann sie zur nächsten Saison wieder aktiv sein dürfen. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen am Dienstagabend wurde dieser vierte Entwurf vorgestellt. Darin geht es u. a. um die Definition von FKK- und Textilbereichen, um Hundestrände, Drohnenflüge, Fahrrad- und Zeltverbote sowie vor allem Naturschutzbestimmungen. „Unser Ziel ist es, dauerhafte Lösungen zu finden, alles rechtsverbindlich zu regeln. Dabei galt es unterschiedliche Interessen zu bündeln. Ja, es gab nach einem langen Planungsprozess schwierige Abstimmungen“, bekannte Lars Fricke, Geschäftsführer vom Büro für Stadt- und Regionalplanung Wismar, mit Blick auf teils kontroverse Interessen von Tourismuswirtschaft und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, das den Küstenschutz fest im Blick hat. Neuerungen im vierten Entwurf, so Kerstin Ahrens, sind die Verschiebung der Küstenschutzlinie nach Norden, wodurch Veranstaltungsflächen kleiner werden. Dem Küstenschutz dienen soll auch ein weiterer Bereich unterhalb des Teepotts, wo nur noch eine eingeschränkte Nutzung beispielsweise für Veranstaltungen möglich ist. Standzugänge erfahren eine neue Bewertung, bleiben jedoch bestehen. Wie lange? Ebenso hat das StALUMM für den Küstenwald neue Bewertungen vorgenommen.
Ein Thema, das die Strandversorger seit Jahren besonders beschäftigt, ist das dauerhafte Verlegen von Versorgungsleitungen in festen Leitungskorridoren. Laut Küstenschutz ist das auch weiterhin nicht möglich. Die Leitungen müssen innerhalb von zwölf Stunden bei Gefahr zurück gebaut werden können. Mitglieder des Ortsbeirates und anwesende Bürger zeigten Unverständnis. Denn die Versorgungsleitungen, die derzeit im Sommerhalbjahr liegen dürfen, sind nur etwa 40 Zentimeter tief im Sand. Pustet der Wind, liegen sie teils an der Oberfläche und bilden eine Gefahr für spielende Kinder. Zudem die Frage: Beeinträchtigt das Verlegen der Leitungen in jedem Frühjahr und das Herausholen im Herbst die Dünen nicht viel mehr als das einmalige Verlegen in einer bestimmten Tiefe? Der Ortsbeirat wird Vertreter des StALUMM zu einer der nächsten Sitzungen einladen, um sich u. a. zu dieser Thematik informieren zu lassen. Und er sprach sich gegen die Auslegung dieses vierten Entwurfs aus.
Schwimmendes Bistro auf dem Altem Strom
13.Januar: Während vielen Gastronomen landauf-landab die Puste ausgeht, blicken diese beiden gestandenen Gastronomen ganz optimistisch ins neue Jahr – Jana und Kurt Weber. Seit nun mehr als 20 Jahren haben sie mit dem Hummerkorb auf der Mittelmole ihre Visitenkarte abgegeben. Seit kurzem gehört ihnen eben dort auch die Skipper Lounge, wo einst Tankstelle und Service von Fiete Paap, dem Bootsservice, waren.
„Mach bloß keine Werbung!“ , bittet manch Warnemünder, der hier längst Stammgast ist. Trotz des scheinbar improvisierten Ambientes mit der eingehausten Terrasse, ist der Trumpf die Möblierung. Das Ambiente eines vielleicht etwas größeren Bootes, wie sie hier in unmittelbarer Nachbarschaft am Steg liegen. Kuschelige Decken und Kissen liegen bereit, Wärmestrahler sind geschaltet, wenn auf der Back Glühwein oder heiße Säfte dampfen. Der kleine Hunger kann gestillt werden, während auf der gegenüber liegenden Seite des Alten Stromes lärmender Trubel „In“ ist.
Neues Jahr. Nochmal die Ärmel hoch – sagen sich Jana und Kurt Weber und gehen in diesen Tagen in die (hoffentlich!) letzte Etappe der Bürokratie. Sie möchten vor ihr Bistro einen 9 Meter mal 19 Meter großen Ponton legen. „Wäre das nicht auch eine interessante Touristenattraktion für das Ostseebad?“ zwinkert mir der 73-jährige ehemalige Helgoländer Kurt Weber zu, der voller Tatendrang davon überzeugt ist und gern als nächsten Schritt von „seiner“ Insel auch ein traditionelles Börte Boot mit an den Alten Strom bringen möchte, das im Shuttle-Verkehr Besucher zur Skipper Lounge übersetzen könnte.
Aalglatt ist dem realistischen Traum der Beiden auf den Grund gegangen. Aus dem Rostocker Rathaus erfahren wir:
„Es hat dazu im Dezember ein Auftaktgespräch zwischen der Familie Weber und Vertretern des Hafen- und Seemannsamtes gegeben. Das Projekt zur wasserseitigen Nutzungserweiterung wurde vorgestellt. Das Konzept wird seitens der Betreiber nun geschärft und konkreter beschrieben. Eine Umsetzung in diesem Jahr erscheint realistisch.“
Aus der Reederei Kammel erfahren wir, dass der recht schmale Alte Strom weiter für die Fahrgastschiffe gut befahrbar bleiben muss. Das ist gegeben, wenn der Ponton so gelegt wird, wenn er zwischen den vorhandenen Dalben bleibt.
Ein spannender Sommer am Strom steht bevor. Es könnte tatsächlich endlich mehr um Qualität, als um Quantität in unserem Ort gehen.
Monika Kadner
Die Sternsänger kamen
10.Januar: „Gloria, Gloria – öffnet die Türen weit, es ist Sternsingerzeit!“ so sangen die Sternsinger, als sie die evangelische Gemeinde heute zum Mittagsgebet trafen…und unsere Kirche öffnete ganz weit ihre Türen.
Kinder aus der katholischen Nachbargemeinde St.Thomas-Morus kamen mit Umhängen und Kronen in Anlehnung an die Heiligen Drei Könige.: Caspar, Melchior, Baltasar.
Karl, Tara, Blessing, Fanny, Andreij, Elmak, Noa, Anna, Johann und all die anderen Mädchen und Jungen nahmen ihre Mission sehr ernst. Sie sangen aus voller Kehle und sammelten anschließend Spenden ein. Am Abend vorher hatten sie einen Dokumentarfilm über die gefährlichen Bedingungen von Kinderarbeit in Bangladesch gesehen. Das motivierte. Eine dortige Schule wird die Spenden erhalten getreu dem diesjährigen Motto : Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit!
Wie könnte es anders sein, wenn die Sternsinger in Haushalte, öffentliche Gebäude kommen, sie übergaben der Kirche den Segensspruch„20 CxMxBx26“ christus x mansionem x benedictat –
Christus segne dieses Haus.
Welch gute, ja schöne Geste der Ökumene. Monika Kadner
Sonne machte Überstunden
Rudolf Kemnitz, Dipl.-Ing. für Meteorologie, verrät uns die Daten der Wetterstation Warnemünde für Dezember und das Jahr 2025
War der Dezember ein echter Wintermonat?
Der erste meteorologische Wintermonat wollte so gar nicht winterlich daherkommen. Stattdessen lag das Temperaturniveau exakt auf dem Level eines Novembermonats. Konkret wurde die langjährige Durchschnittstemperatur von 1,9 Grad Celsius mit 5,3 Grad um 3,4 Grad übertroffen. Das hob den Dezember auf den sechswärmsten Platz seit 1946. Der wärmste Tag wurde mit 12,6 Grad am 10. Dezember registriert, während es am ersten Weihnachtstag mit minus 5,1 Grad am kältesten wurde.
Gab es ausreichend Niederschlag?
Der abgelaufene Monat zeigte sich mit mickrigen 9,6 l/m²Niederschlag extrem trocken und hätte beinahe einen neuen Negativrekord in der fast 80-jährigen Warnemünder Wetterreihe aufgestellt. So bleibt aber der Dezember 1946 mit 7,3 l/m² auf dem ersten Platz bestehen. Gerade einmal 20 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge von 47,9 l/m² sind somit gefallen.
Die Sonne aber verwöhnte uns?
Dagegen gab es bei der Sonnenscheindauer mit 62,7 Sonnenstunden ein sattes Plus von 71 Prozent zum üblichen Klimawert von 36,6 Stunden. Der Wert markiert den viertsonnigsten Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Warnemünde.
Gesamtjahr 2025 – erneut viel zu warm, trocken und sonnig
Auch die Jahresmitteltemperatur des vergangenen Jahres spielt mit 10,73 Grad wieder in der oberen Liga mit, verdrängt aber nicht den Spitzenwert von 11,46 Grad aus dem Jahre 2024. Der langjährige Referenzwert von 8,4 Grad wird um 2,3 Grad übertroffen und 2025 geht als fünfwärmstes Jahr in die Warnemünder Wettergeschichte ein. Am 2. Juli 2025 wurde die höchste Temperatur mit 36,0 Grad in den Dünen gemessen. Das war der drittwärmste Tag seit Juli 1946(bisheriger Spitzenwert 38,4 Grad am 20. Juli 2022). Am kühlsten wurde es mit minus 7,0 Grad am 17. Februar 2025.
Mit 533,9 l/m² Niederschlag hatten wir es eher mit einem trockenen Jahr zu tun. Zum langjährigen Klimawert von 589,2 l/m² fehlten rund 10 Prozent Niederschlag, wobei die Monate Februar bis April sowie der Dezember sehr trocken ausfielen. Ausgesprochen nass zeigte sich dagegen der Juli mit 124 l/m².
2025 war ein sehr sonnenscheinreiches Jahr, Klärchen schien rund 20 Prozent länger als üblich und schob sich somit auf den 6. Platz der sonnigsten Jahre. Konkret schien sie 2028 Stunden und machte damit 342 Überstunden.
Kunstatelier lädt zu neuer Wechselausstellung ein
31. Dezember: Wenn landauf – landab alle mit den Vorbereitungen auf einen tollen Jahreswechsel beschäftigt sind, überlegt Sebastian Stave, als Mitglied im Kulturausschuss des Ortsbeirates gerade, wie im Kunstatelier am Kirchenplatz mindestens eine Wand frei gemacht wird, für die nächsten Arbeiten. Der Warnemünder, der hier mit seinen meist fröhlichen unverwechselbaren Zeichnungen ein breites Publikum anzieht, hat gemeinsam mit der Warnemünderin Anke Tölle, Jutta Hudelot aus der Georginenstraße für die nächste Ausstellung in der alten Post gewonnen.
Die gebürtige Greifswalderin studierte von 1971 bis 1975 an der Kunstschule für Grafik-Design in Konstanz am Bodensee und lebte von 1975 bis 2015 in Paris, ehe es sie an die Ostsee in unser Ostseebad zog.
In ihrer Pariser Zeit entstanden zahlreiche Illustrationen und Grafiken. Ihre Bilder waren in renommierten Häusern u.a. im Grand Palais oder dem Musee Montmartre ausgestellt.
Ich bin gespannt ab Januar auf die Arbeiten meiner sympathischen Nachbarin, die längst keine Zugezogene mehr ist, sondern aktiv mit dabei ist, „Warnemünde in Farbe“ zu setzen. Einem Motto, dem sich der Ortsbeirat verschrieben hat und damit mehr von Warnemünde zeigen möchte als „nur“ Meer, Sand, Alter Strom und Tourismus.
Das Kunstatelier am Kirchenplatz freut sich Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr auf Besucher. Monika Kadner
Rückblick 2025 |
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| 1. Januar | Das Warnemünder Turmleuchten 2025 wird wegen Sturm abgesagt |
| 1. März | Das Warnemünder Turmleuchten wird am 1. März unter dem Motto „Magische Momente“ nachgeholt |
| 7. April | Das 50 Meter lange Fahrgastschiff „MS Baltica“ ist nach dem Ablegen in Kühlungsborn mit Kurs Warnemünde nach wenigen Minuten zum Anleger an die Seebrücke zurückgekehrt. Grund: eindringendes Wasser. |
| 8. April | Die Vereinsgaststätte der Kleingartenanlage Am Moor wird unter dem Namen „Landkombüse Am Moor“ wiedereröffnet. |
| 12. April | Mit dem Eye 55 dreht sich in Warnemünde ein 55 Meter hohes Riesenrad bis in den Oktober hinein |
| 19. April | Osterfeuer und Fackelwanderung vertreiben die Winter-Geister |
| 29. April | Nach Umbauarbeiten ist der kleine, zum Edvard-Munch-Haus gehörenden Innenhofes neugestaltet. |
| 1. Mai | Mai: Die Meeresbrise-Konzert im Kurhausgarten starten mit dem Landespolizeiorchester in die Saison 2025 |
| 10. Mai | Still und heimlich abgerissen wurde die Sichtschutzwand, die zu DDR-Zeiten als abschottende Grenze diente und die sich östlich der Straße am Bahnhof und damit auf dem Weg zur neuen Landessportschule befindet. Geplant war eigentlich ein Stück der Mauer als Zeitzeugnis zu erhalten |
| 19. Mai | Ein Flügel von Meyer’s Mühle ist abgebrochen, die anderen werden vorsichtshalber entfernt |
| 22. Mai | Die Landessportschule auf der Mittelmole wird offiziell eröffnet |
| 24. Mai | Die Abteilung Ringen des SV Warnemünde lädt ein zum 51. Internationalen Warnemünder Traditionsturnier ein. |
| 27. Mai | Das nagelneue Funktionsgebäude der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der modernisierte Liegeplatz 23 für den Kreuzer Arkona am Alten Strom, Höhe Haus Nummer 120, wurde heute am Dienstag, 27. Mai. um 11 Uhr offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Vorfeld war über die Optik des Häuschens heftig diskutiert worden. |
| 1. Juni | Einen stilechten Kaufmannsladen hat Mathias Harder in der Alexandrinenstraße 103 eröffnet. Dort gibt es Spezialitäten und Leckereien aus der Region, die durchaus etwas Besonderes sind. Aber auch das Einkaufen selbst ist ein Erlebnis |
| 5. Juni | In den heutigen Morgenstunden standen viele Menschen auf unseren Molen, um zu beobachten wie sich zahlreiche Marineschiffe auf den Weg in die Ostsee machten. Sie nehmen teil am maritimen Großmanöver Baltic Operations, das ab heute bis zum 20. Juni vor unserer Haustür stattfindet. Man-che Schaulustige interessierten sich hauptsächlich für die Technik, andere kamen mit dem Wunsch und der Hoffnung nach Frieden, wie es auf einigen Transparenten zu lesen war |
| 13. Juni | Richtfest gefeiert wurde heute im Schwarzen Weg, WG Schiffahrt Hafen lässt von der Warnemünder Bau ein Mehrfamilienhaus errichten |
| 25. Juni | Drei Seehunde aus dem Rostocker Zoo, die rund zweieinhalb Jahre im Robbenforschungszentrum auf der Hohen Düne lebten und von Mitarbeitern des Marine Science Centers des Instituts für Biowissenschaften der Uni Rostock betreut wurden, kehren in den Zoo zurück, wo in den vergangenen Jahren für 12,4 Millionen Euro eine neue Robbenanlage gebaut wurde. |
| 2. Juli | Gestartet sind heute die Warnemünder Abende im Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Die Reihe der populärwissenschaftlichen Vorträge zum Thema Ostsee, die während der Sommermonate jeweils donnerstags stattfinden, hat Prof. Dr. Oliver Zielinski eröffnet. |
| 4. Juli | Im Heimatmuseum wird eine neue Sonderausstellung eröffnet, Thema: Ob die Möwen manchmal an mich denken? Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee |
| 6. Juli | Die 87. Warnemünder Woche mit hochkarätigen Segelwettbewerben auf der Ostsee und viel Kultur ist erfolgreich gestartet |
| 9. Juli | Warnemünder haben eine Überraschungsparty für Astrid Voß und Ingeborg Regenthal vom Warnemünde Verein und Jörg Bludau von der KVS-Veranstaltungsagentur organisiert. Grund: großes Engagement für Warnemünde und die drei großen Veranstaltungen |
| 12. Juli | Eine neue Ausstellung unter dem Motto „Bis morgen wird der Baum einen Titel haben“ wird im Munch Haus eröffnet |
| 15. Juli | Gegen die Bebauung eines Teils des Landschaftsschutzgebietes Diedrichshäger Land wurde eine Online-Petition gestartet |
| 16. Juli | Leuchtturm in Flammen, Tidingsbringer, Adventssingen, Hochzeitspaare in luftiger Höhe – der Ideengeber Gerhard Lau ist in der vergangenen Woche verstorben. Aalglatt-Redakteurin Monika Kadner erinnert an einen Mann, dem Warnemünde nicht nur am Herzen lag, sondern der mit viel Engagement und Ideen dazubeigetragen hat, dass sein Warnemünde, sein Leuchtturm weithin bekannt geworden sind., |
| 17. Juli | bis zum 19. Juli: Am Warnemünder Strand findet der Internationale DLRG Cup 2025 statt. |
| 19. Juli | Verabschiedung von Pastor Harry Moritz in den Ruhestand |
| 24. Juli | In ganz Rostock gilt ab heute eine Haushaltssperre |
| 27. Juli | Tag der Seenotretter |
| 28. Juli | Die Heinrich-Heine-Straße ist ab heute zwischen Seestraße und Wachtlerstraße wieder befahrbar, nachdem Fernwärmeleitungen dort verlegt worden sind. Anwohner und Gewerbetreibende sind sauer, weil die Bauarbeiten mitten in der Saison stattfinden, Urlauber in ihren Ferienwohnungen frühmorgens wegen Baulärm aus den Betten gerissen werden und Geschäfte nicht erreichbar sind. |
| 7. August | bis zum 10. August: Hanse Sail 2025 |
| 19. August | Die Nordstjernen hat beim Ablegen am Cruise Center eine Böschung gerammt. Am anderen Tag kann das ehemalige Hurtigruten-Schiff seine Fahrt fortsetzen |
| 23. August | bis zum 24. August: Der Warnemünder Rassekaninchenverein M59 e. V. lädt zur 48. Jungtierschau in Verbindung mit der 1. Warnemünder Kreisschau des KV Demmin in seine Ausstellungshalle ein |
| 27. August | Bundeskanzler Merz besucht die Marine in Rostock und Warnemünde |
| 29. August | Mehr als 15 000 Besucher waren gestern Abend dabei, als der Rapper Marteria am Warnemünder Strand ein erst am Tag zuvor angekündigtes Konzert gab. Dieses Konzert, zu dem der Eintritt frei war, ist zugleich der Auftakt seiner großen „Zum Glück In Die Zukunft“-Tour 2026, die ihn durch ganz Deutschland führen wird. Starten wird diese am 14. August 2026 in Rostock, |
| 1. September | Im Warnemünder Sanierungsprojekt der WIRO geht es weiter: Heute hat die umfassende Modernisierung des Wohnhauses in der Lortzingstraße 9 bis10 begonnen.Bis zum Frühsommer 2027 soll der Klinkerbau aus den 1940er-Jahren vollständig modernisiert sein – dann können die acht neuen Mietwohnungen bezogen werden. |
| 3. September | Tag der Senioren am Leuchtturm |
| 6. September | In der Heinrich-Heine Schule werden 47 Kinder in zwei Klassen eingeschult, nun besuchen 211 Mädchen und Jungen in neun Klassen diese Einrichtung |
| 8. September | Erneut hat das Hotel Neptun Fünf Sterne und damit die höchste Klassifikation erhalten , die der Deutsche Hotel und Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zu vergeben hat. |
| 9. September | Geht es nach dem Willen des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen bleibt die Stadtautobahn zwischen Lichtenhagen und Warnemünde auch perspektivisch vierspurig. Die bisherigen Radwege links und rechts der Fahrbahnen sollen ertüchtigt werden. Hintergrund: Die Stadt hat Planungen angeschoben, einen Radschnellweg für 2,7 Millionen Euro zu bauen und dafür die Stadtautobahn auf drei Spuren zu verringern. Konkret: Von Warnemünde nach Lichtenhagen soll es nach den Plänen dann nur noch einspurig gehen. |
| 13. September | Brückenöffnung, Sommerfest am Steg des Segelclubs, Traditionsturnier und Sommerfest auf dem Sportplatz der Fußballer des Sportvereins unseres Ostseebades, abends ein Konzert in der Kirche und am Sonntag Tag des offenen Denkmals im Heimatmuseum, in unserer Kirche und im Munch-Haus |
| 14. September | Tag des offenen Denkmals in der Kirche, im Edvard-Munch-Haus sowie im Heimatmuseum, wo erstmals Kunstwerke bekannter Maler von einem Leipziger Auktionator angeboten worden sind. Ein Teil des Erlöses geht an unser Heimatmuseum |
| 19. September | und 20. September: Die zweite Portparty des Jahres am Warnemünder Passagierkai mit Live-Musik, Schlepperballet, Mitmachstationen und Talk-Formaten zum Abschluss der Kreuzfahrtsaison 2025 |
| 28. September | Stephan Fey wird offiziell in sein Amt als Warnemündes neuer Pastor eingeführt |
| 5. Oktober | Am Wochenende wurde im Heimatmuseum der 10.000 Besucher in diesem Jahr begrüßt |
| 6. Oktober | Das Riesenrad Eye 55, das am Neuen Strom seit dem 5. April seinen Platz hatte, wird abgebaut |
| 16. Oktober | Den letzte Doppelanlauf von Kreuzfahrtschiffen gab es heute mit der Norwegian Prima und der AIDAmar |
| 24. Oktober | Bereits zum zweiten Mal ist Mecklenburg-Vorpommern Ausrichter der Ständigen Konferenz der Landesverbände des Deutschen Leichtathletik Verbandes. Die Spitze des DLV tagt in der neuen Sportschule in Warnemünde. |
| 26. Oktober | “De Harwst hett ok noch warme Dag” heißt der Titel der Veranstaltung in der Reihe Plattdüütsch in de Schummerstunn heute um 17 Uhr im Gemeindehaus am Kirchenplatz 4. |
| 29. Oktober | Uwe Heimhardt, Vorsitzender des Museumsvereins Warnemünde, erhält den Preis der Stiftung Mecklenburg für sein unermüdliches ehrenamtliches Engagement |
| 4. November | Ein Kunstpfad auf den Spuren des norwegischen Malers Edvard Munch wird in Warnemünde eröffnet. |
| 5. November | Heute findet zu Ehren von Gerhard Lau eine Veranstaltung, an der zahlreiche Warnemünder Vereine sowie Kommunalpolitiker teilnehmen, in der Begegnungsstätte im Wiesenweg statt |
| 5. November | Heute ist letztmals in diesem Jahr mit der AIDAdiva ein Schiff des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens in Warnemünde zu Gast. Die AIDAdiva wird übrigens 2026 die Kreuzfahrtsaison am 29. März eröffnen. |
| 29. November | Der Weihnachts- und Neujahrsmarkt unter Regie des Handels- und Gewerbevereins wird auf dem Kirchenplatz eröffnet |
| 5. Dezember | Vorstellung des neuen Tidingsbringers in einer Autorenrunde im Strandhotel Hübner, das Warnemünder Bäderjournal erscheint zum 30. Mal |
| 6. Dezember | In der Buchhandlung Krakow Nachf. am Kirchenplatz findet eine Signierstunde statt, während der Autoren des diesjährigen Tidingsbringers sich auf Wunsch in dem Büchlein verewigen |
| 12. Dezember | Eine Tafel, die an Prof. Dr. Gerhard Schmitz, dem Mitbegründer der Windradtheorie erinnert, wurde am Haus Georginenplatz 6⁄7 angebracht. |
| 18. Dezember | Im Heimatmuseum wurde heute die 12 000. Besucherin begrüßt. |
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Nachricht aus dem Tiefbauamt
23.Dezember: Seit gefühlt einem Monat geht aalglatt den Bitten der Anwohner vom Strom in Höhe der Nummer 151 nach. Hier wird zur Zeit ein Haus abgerissen und sicherlich wieder gebaut werden. Der obere Weg am Alten Strom wurde komplett abgesperrt, so dass äußerst komplizierte Bedingungen für die Entsorgung der Tonnen in den Haushalten auftraten, Geschäfte wurden eingeschränkt, Touristen erschreckten, mussten umdrehen und über Treppen ausweichen, was sich für alte Menschen teilweise als unzumutbar herausstellte.
Nun endlich gab es eine „vor Ort“ Begehung mit dem Amt und dem Bauherren. Die Presseabteilung des Rathauses teilt mit:
Dass für Sondernutzungsgenehmigungen zuständige Tiefbauamt hat sich intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt, und den Bauherren
aufgefordert, dass der Gehweg vor dem Gebäude mindestens in der Zeit vom 24. bis 26. Dezember 2025 und dann vom 31. Dezember 2025 bis 2.Januar 2026 freigegeben werden muss.
Das Abbruchunternehmens teilt mit, dass die Arbeiten bis Silvester abgeschlossen sein werden. Dann bleibt der Durchgang dauerhaft offen und es sollten keine Behinderungen mehr auftreten.
Na, hoffentlich wird es so werden…

Das sind die Erinnerungsenthusiasten, die für Uterhart und die Anfertigung des Schildes brannten: v. l. Werner Kreuscher, Tom Becker, Christoph Wegner, Uwe Billerbeck, Rudolf Guthoff, Jörg Wiedemann, Reinhard Kammel. Foto: mkad
Neue Geschichte in der Querstraße V
20. Dezember: Dem Ortsbeirat, dem Leuchtturm- und dem Museumsverein war es gestern ein Bedürfnis, die in diesem Jahr dritte Erinnerungsplakette, nunmehr am Haus des Restaurants Hr. Ober am Strom, in der Querstraße V, anzubringen.
Eine Erinnerung an Dr. med. Carl Uterhart, An den Ortsarzt, der hier wohnte und praktizierte. Als leidenschaftlicher Segler und Förderer der Fischerei entwickelte und fertigte er für ein damaliges gewaltiges Vermögen von rund 6000 Mark gemeinsam mit den Fischern, aus Trotz gegenüber den Rostockern, eine stationäre Heringsreuse. 1884 konnten die Warnemünder mit dieser „Doctor Reuse“ erstmals rentabel ihren Brotfisch anlanden und verkaufen.
Doch bevor Uterhart an Land sesshaft wurde mit Dora, der Tochter von Kapitän Heinrich Ohlerich, zog es ihn zur See. Er segelte mit Stefan Jantzen, um im amerikanischen Bürgerkrieg als Arzt Erfahrungen zu sammeln und heuerte als Schiffsarzt und Surgeon – Superintendent auf Auswanderschiffen an.
Details über diesen in Wissenschaftskreisen des 19.Jahrhunderts hoch anerkannten Warnemünders, sind im 30.Tidingsbringer nachzulesen.
Details über den gestrigen Akt des Anbringens der Plakette müssen aber auch noch erzählt werden: Mit Zollstock, Wasserwaage, kurzen und langen Schrauben in den zusammengekniffenen Lippen, schraubten Werner Kreuscher vom Museumsverein und Tom Becker vom Kulturausschuss das Schild sachgerecht an die Hauswand. Wenn da nicht die winzigen, zwei Millimeter kleinen Justierschräubchen gewesen wären. Eines fiel in das Kopfsteinpflaster. Trotz Handylicht…nichts. Da kam der Stellvertreter des Ortsbeiratsvorsitzenden, Professor der Augenheilkunde Dr. Rudolf Guthoff, ins Spiel. Erspähte den Winzling und fügte mit höchster Feinmotorik das Nivellierschräubchen in die Plakette ein! Fröhlicher Beifall!
Übrigens, all die zwölf Erinnerungsenthusiasten, die wir für eine Stunde die Querstraße V blockierten, stießen gut gelaunt mit Glühwein aus dem Restaurant auf die gelungene Aktion an.
Schon im Weggehen, drehte ich mich noch einmal um. Das Schild war umlagert von Neugierigen, Monika Kadner
Seenotkreuzer begleiten die letzte Fahrt
19. Dezember: Im Geleit von zwei Seenotkreuzern der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, der „Arkona“ und der „Nis Randers“, nimmt MS „Rugard“ um 9.30 Uhr westlichen Kurs zur Reedetonne.
Er tritt seine letzte Reise an. Karl-Heinz Ruschau. Der älteste Fischer vom Alten Strom. 92 Jahre wurde er.
Warnemünde ohne Karl-Heinz? Schwer vorstellbar. Geachtet und verehrt wurde er. Immer hatte er neue Gedanken, wie der Alte Strom, seine Alexandrinenstraße noch behutsamer und schöner historisch erhalten werden könnten.
Nun heute seine letzte Reise. Führte sie über jene Fischgründe, wo er von seinem Kutter die Netze auswarf? Später dann mit seinem kleinen Boot hier Dorsch oder Hering nachstellte? Sicher ist, sein Engagement für die Seenotrettung gehörte Zeit seines Berufslebens zu ihm.
War das eben ein verwehter Typhonton? Ein Abschiedsgruß seiner Familie, seiner Freunde, seiner Kameraden? Ich stehe auf der Mole. Schaue dem Boot mit der Urne des Seemanns hinterher. Mit ihm bin ich als Journalistin viele gemeinsame Wege gegangen. Und erahne das Zeremoniell weit draußen: Fare well!
Wieder wird eine Seite der Geschichte im Ostseebad Warnemünde, dem ehemaligen Fischerdorf, umgeblättert. Monika Kadner
Über die Weihnachtsferien freie Fahrt in der Rostocker Straße
Fortführung der Bauarbeiten unter Vollsperrung Anfang des neuen Jahres
:18. Dezember: Mit dem Abschluss der Arbeiten des zweiten Bauabschnittes zum Ende dieser Woche wird die aktuelle Baustelle zurück gebaut und die Rostocker Straße am morgigen Freitag, den 19. Dezember, für den Verkehr freigegeben.
So geht es im neuen Jahr weiter
In Abhängigkeit von der Witterung werden die Arbeiten für den dann folgenden dritten Bauabschnitt in der 2. Kalenderwoche 2026 beginnen. Dafür ist eine Vollsperrung der Fahrbahn auf Höhe Rostocker Straße 16 bis zum Kreuzungsbereich Fritz-Reuter-Straße notwendig. Die Verkehrsumleitung wird wie zuvor über die Straße Zum Zollamt erfolgen und ist entsprechend ausgeschildert. Dieser dritte Abschnitt wird voraussichtlich bis Anfang April andauern. Mit dem sich dann anschließenden vierten Abschnitt endet die gesamte Maßnahme Mitte Mai 2026.
Mehrere Maßnahmen werden gleichzeitig umgesetzt
Als gemeinsames Projekt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, den Stadtwerken Rostock und Nordwasser können mehrere notwendige Maßnahmen gebündelt werden.
Nordwasser erneuert auf gut 300 Metern das gesamte Trinkwassersystem. Darunter fällt eine für die Versorgung des gesamten Stadtteils wesentliche Haupttransportleitung, die aufgrund ihres altersbedingten Zustandes sanierungsbedürftig ist. Zudem werden Versorgungsleitungen optimiert, zugehörige Hausanschlüsse angepasst und Schmutz- sowie Regenwasserkanäle neu gebaut. Nordwasser führt diese Baumaßnahme im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes durch, die Investitionssumme beträgt rund 1,2 Millionen Euro.
Die Stadtwerke Rostock werden zeitgleich die Fernwärmeerschließung in der Rostocker Straße sowie in den Kreuzungsbereichen der Fritz-Reuter-Straße und der Johann-Sebastian-Bach-Straße umsetzen. Rostock, vertreten durch das Tiefbauamt, wird im Anschluss an die Tiefbauarbeiten die Straßendecke erneuern.
Mit der Durchführung der gesamten Baumaßnahme wurde TIAS Tiesler Tief- und Hochbau GmbH aus Waldeck im Ergebnis einer europaweiten, öffentlichen Ausschreibung beauftragt.
Hintergrund:
Die Nordwasser GmbH betreibt als kommunales Unternehmen im Auftrag des Warnow- Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) die Anlagen und Netze zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie 28 Gemeinden in der Region. Mit etwa 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt die Nordwasser rund 270.000 Menschen sowie Industrie und Gewerbe mit Trinkwasser und bereitet das entstehende Abwasser auf.
Mittelmole wird Fokusprojekt
17. Dezember: Still ruht scheinbar der See bezüglich der Bebauung der Mittelmole, einem absoluten Filet-Grundstück. Erinnern Sie sich an die Vorstellung von Ideen und an all die Diskussionen, die teils sehr kontrovers geführt worden sind? Daran, dass der vormalige OB Madsen sämtliche Planungen gestoppt hat? Hat Irgendwer in der Stadtverwaltung doch die Mittelmole noch auf dem Schirm oder bleibt das große Areal weiterhin WIRO-Parkplatz? Aalglatt gab die Fragen weiter an die Pressestelle der Stadtverwaltung und erfuhr:
Die Mittelmole spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Seebades Warnemünde und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ist ein Aushängeschild der Region Richtung Ostsee. Daher wurde nach Aufgabe des Fährverkehrs nach Gedser und Verkauf der Grundstücke an die WIRO ein großer städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt, aus dem in einem intensiven Planungsverfahren mit den Beteiligten vor Ort der Funktionsplan Mittelmole entwickelt wurde.
In einem diskursiven Prozess mit den örtlichen Kritikern des Plans, den Gremien des Ortsbeirats und der WIRO wurde nach politisch mehrheitsfähigen und wirtschaftlich realisierbaren Lösungen gesucht, die in einen Bebauungsplan umgesetzt werden sollten. Für einige wenige Punkte wurde keine für alle Beteiligten befriedigende Lösung gefunden, daher wurde der Prozess gestoppt.
Torsten Fischer als neuer Amtsleiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität möchte die Entwicklung der Mittelmole ihrer herausragenden städtebaulichen Bedeutung wegen nun zu einem Fokusprojekt für die Entwicklung des Seebades Warnemünde machen. Er hat das Thema daher wieder auf die Agenda des Amtes gesetzt. Aktuell werden die Voraussetzungen für eine mögliche Planung und Umsetzung geprüft und entsprechende Gespräche mit den beteiligten Akteuren geführt. Wichtig für das Gelingen ist ein starkes Commitment mit Politik und dem Grundeigentümer.
Mathias Stagat, Vorsitzender des Leuchtturmfördervereins, Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz (Sohn des Geehrten) und Prof. Dr. Rudolf Guthoff vom Ortsbeirat wissen über den mit einer neuen Tafel geehrten Prof. Dr. Gerhard Schmitz sowie über weitere, mit einer Plakette geehrte Persönlichkeiten in Warnemünde Interessantes zu berichten. Foto: Uwe Heimhardt
Eine weitere Tafel erzählt Geschichte
12. Dezember: Eine weitere Erinnerungstafel wurde heute in unserem Ostseebad eingeweiht: Am Georginenplatz 6⁄7 .
Schon länger ist es her, dass der Leuchtturmverein, der sich neben sozialen auch denkmalpflegerischen Aufgaben verschrieben hat, ein Dutzend kleiner Tafeln an verschiedenen Häuser anbrachte. Kurz und knapp erzählen diese über Erfinder, Wissenschaftler, urige Persönlichkeiten Warnemündes.
Heute war es gar keine so kleine illustre Gesellschaft, die sich in der Nachmittagsstunde am Georginenplatz traf.
Am Haus 6⁄7 knallte der Sektkorken, denn Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz , Direktor vom Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien e. V., ließ es sich nicht nehmen, mit Männern des Leuchtturmvereins, mit Rotarier-Freunden, Bewohnern dieses Platzes und Mitgliedern verschiedener Vereine auf seinen Vater anzustoßen. Diesem war heute die Plakette gewidmet.
Dr. Gerhard Schmitz wohnte hier am Georginenplatz mit seiner Familie. Am 22. Oktober 1945 hämmerte ein russischer Offizier an die Tür und befahl, dass Dr. Gerhard Schmitz als „Spezialist“ mit Frau und seinen vier Kindern noch heute Vormittag in Richtung Osten aufbrechen muss.
Schmitz war einer von rund 2500 ausländischen Fachleuten, deren Wissen abgeschöpft werden sollte, als besondere Art der Reparationsleistung. Schon diese Tatsache wäre ein Grund für eine Erinnerungstafel.
Das Außergewöhnliche jedoch war der besondere Wissenschaftstransfer von Ost nach West, den sich Schmitz vor seiner Heimkehr ausdachte.
Seine siebenjährigen Forschungsergebnisse zur Aerodynamik, Höchstleistungen bei der Verwertung der Energie des Windes, effiziente Wirtschaftlichkeit für Windräder, rollte Schmitz ganz klein auf und führte sie sachte, immer ganz vorsichtig nachsteckend, in Kufen und Rohre des für seine Kinder selbst gebauten Schlittens .
Der Warnemünder Gerhard Schmitz revolutionierte mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten die Konstruktion von Windkraftanlagen.
Näheres ist darüber im nagelneuen Tidingsbringer Nr.30 zu lesen. Monika Kadner

Ein Drummer-Konzert für einen guten Zweck gaben heute Schüler der ecolea. Foto: mkad
Trommeln auf der Bahnhofsbrücke
8. Dezember:. Was ist das für ein Dröhnen, ein Lärm am frühen Nachmittag auf der Bahnhofsbrücke? Beim Näherkommen….. rund 20 Mädchen und Jungen folgen dem Dirigat einer zierlichen jungen Frau. Sie schlagen mit voller Wucht auf ihre unterschiedlichen Trommeln, werden ganz leise, folgen den unterschiedlichsten Takten, wippen mit und das Lächeln verschwindet nicht aus ihren Gesichtern.
Kein Lärm, kein Dröhnen! Tatsächlich ein Drummer-Konzert der Mädchen und Jungen der ecolea unter Leitung ihrer Musiklehrerin Anne Trautmann. „Seit fünf Jahren schlagen wir immer mal wieder auf der Bahnhofsbrücke mit den Trommeln auf und sammeln für einen guten Zweck. In diesem Jahr für das Rostocker Frauenhaus.”, so die Pädagogin. mkad
Sie fallen auch Folkert Janssen und Dr. Karin Guthoff sofort ins Auge, die sieben grünen Tafeln, die unterhaltsam über den Maler Edvar Munch berichten und ganz neu im Stadtbild zu finden sind. Foto: mkad
Raus aus dem Haus zum Munch-Pfad
4. Dezember: „Raus aus dem Haus!“, sagten sich Mitglieder vom Verein des Munch Hauses. Dabei ist dieses denkmalgeschützte Fischerhaus am Alten Strom schon seit rund 30 Jahren immer etwas Besonderes.
Raus aus dem Haus? Aus dieser Begegnungsstätte norwegischer und deutscher Künstler? Aus dem Treff von Warnemündern mit norwegischer Lebensweise?
Das Haus, dieses Kleinod am Strom, bleibt, wie es der Verein konzipiert hat. Aber es soll mehr werden: Ein ganz augenscheinliches, beim Spaziergang erlebbares Angebot für Einheimische und Touristen, um Edvard Munchs 18-monatigen Aufenthalt in Warnemünde von Mai 1907 bis Oktober 1908 noch deutlicher zu machen.
Die Idee eines Munch-Pfades kristallisierte sich gemeinsam mit dem Kulturausschuss des Ortes und dem Ortsbeirat heraus. Zunächst entstand eine digitale Schnitzeljagd von Wegen, die der Maler gegangen war. Szenen seiner Bilder stellten die Schüler der ecolea vor gut vier Wochen zur Première des Pfades nach, machten Fotos – und waren begeistert über diesen Bound „Edvard Munch in Warnemuende“, der sich vor allem an Jugendliche wendet.
Parallel dazu sind seit heute sieben grüne Tafeln neu im Stadtbild des Ostseebades zu entdecken, die über Munch in Schrift, Bild und bald auch in Ton berichten. Es ist alles historisch korrekt, aber Ulrich Groß, Vorsitzender des Vereins, fand in Briefdokumenten herrliche, teils unbekannte Anekdoten über den Maler. Ansichtskarten aus dem Schatz des Heimatmuseums vervollständigen diese vor Informationen überquellenden neuen grünen Tafeln Warnemündes. Auch dank eines QR-Codes!
Mit einem kleinen Stückchen mehr Kulturgeschichte kann sich sehr offensichtlich nun Warnemünde schmücken, ja, mit einem touristischen Mehrwert, weil der Munch-Verein beschloss: „Raus aus dem Haus!“ Monika Kadmer
Die neue Anzeigetafel hält zahlreiche Wetter- Daten bereit. Foto: Rudolf Kemnitz
Top aktuell: neue Anzeigetafel an der Wetterstation
28. November: Vermisst haben viele Warnemünder, aber auch Touristen die Anzeigetafel an der Wetterstation in der Seestraße. Bei einem Bummel auf der Seepromenade beispielsweise gehörte es einfach dazu, mal zu gucken, wie das Wetter tatsächlich ist und was sich möglicherweise über uns zusammenbraut. Die alte Anzeige wurde im Dezember 2021 demontiert, nachdem im September 2021 auch die letzte Mitarbeiterin die Warnemünder Dienststelle verlassen hat und mit neuen Aufgaben zu einem anderen Geschäftsfeld wechselte. Damit war das zum Teil händische Einpflegen der Wetterdaten nicht mehr gewährleistet. Dass es nun so lange dauerte, bis eine automatisch arbeitende Schautafel wieder installiert werden konnte, hat verschiedene Ursachen. Zuletzt hatte die vorläufige Haushaltsführung der Bundesregierung zu weiteren Verzögerungen geführt.
Beim Blick auf die Anzeigetafel wird man feststellen, dass die Wassertemperatur nicht mit aufgeführt wird. Das hat einen einfachen Grund: Die Messung der Wassertemperatur gehört nicht zum Standardmessprogramm einer Wetterstation. Früher war dies eine optionale Leistung, die von der personell besetzten Wetterstation miterledigt wurde. Leider kann diese Information nun nicht mehr bereitgestellt werden.
Was aber zu sehen ist auf der Anzeige sind die aktuelle Lufttemperatur, gemessen in zwei Meter Höhe, sowie die Luftfeuchtigkeit, der Luftdruck, die Windangaben sowie die Wolkenuntergrenze, gemessen direkt über der Station. Daneben werden im zeitlichen Verlauf die Lufttemperatur und die Windböen dargestellt. Alles in allem top aktuell und sehr anschaulich! Rudolf Kemnitz





