Ver.di Nord klagt: Gericht kippt Bäder­re­ge­lung

14. März: Die Auf­re­gung ist groß. Denn die aktu­el­le Bäder­re­ge­lung in Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern steht erneut auf dem Prüf­stand. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern hat mit Urteil vom 12. März 2026 die der­zei­ti­ge Öff­nungs­zei­ten­ver­ord­nung des Lan­des für unwirk­sam erklärt

Nach Auf­fas­sung des Gerichts erlaubt die bestehen­de Ver­ord­nung Sonn­tags­öff­nun­gen in zu vie­len Orten und an zu vie­len Tagen im Jahr. Damit wer­de das ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­ne Ver­hält­nis zwi­schen der Regel – der Sonn- und Fei­er­tags­ru­he – und mög­li­chen Aus­nah­men nicht aus­rei­chend gewahrt. Kon­kret betrifft das die Frei­ga­be von Son­der­öff­nungs­zei­ten in tou­ris­tisch gepräg­ten Orten im Zeit­raum vom 15. März bis 31. Okto­ber sowie rund um die Wei­h­­nachts- und Neu­jahrs­fe­ri­en.

Trotz der Ent­schei­dung bleibt die der­zei­ti­ge Rege­lung zunächst bestehen, da das Urteil noch nicht rechts­kräf­tig ist. Das heißt: Ab mor­gen dür­fen aus­ge­wähl­te Geschäf­te auch in War­ne­mün­de sonn­tags wie­der ab 11 Uhr öff­nen. Das Land Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern prüft der­zeit, ob gegen die Ent­schei­dung eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein­ge­legt wird. Zunächst will das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um die schrift­li­che Urteils­be­grün­dung abwar­ten.

Aus Sicht des DEHOGA MV unter­streicht die aktu­el­le Ent­wick­lung erneut, wie wich­tig eine rechts­si­che­re und zugleich pra­xis­taug­li­che Lösung für tou­ris­tisch gepräg­te Regio­nen ist. In einer Pres­se­er­klä­rung sagt DEHO­­GA-Prä­­si­­dent Lars Schwarz: Unser Bun­des­land gehört zu den bedeu­tends­ten Tou­ris­mus­län­dern Deutsch­lands. Gera­de in Feri­en­zei­ten erwar­ten Gäs­te ein Ange­bot, das den Bedürf­nis­sen eines moder­nen Urlaubs­lan­des ent­spricht. Dazu gehört auch die Mög­lich­keit, dass Geschäf­te in stark fre­quen­tier­ten Tou­ris­mus­or­ten an aus­ge­wähl­ten Sonn- und Fei­er­ta­gen öff­nen kön­nen. Die Bäder­re­ge­lung ist daher weit mehr als eine Fra­ge des Ein­zel­han­dels. Sie betrifft das gesam­te tou­ris­ti­sche Ange­bot und damit auch das Gast­ge­wer­be. Geschlos­se­ne Geschäf­te an stark fre­quen­tier­ten Urlaubs­ta­gen sor­gen regel­mä­ßig für Unver­ständ­nis bei Gäs­ten und füh­ren zu Wett­be­werbs­nach­tei­len gegen­über ande­ren Desti­na­tio­nen im In- und Aus­land. Da kom­men Gäs­te ins Land mit vol­lem Porte­mon­naie und wir geben ihnen nicht die Mög­lich­keit, das Geld aus­zu­ge­ben. Das hat nicht nur einen Wett­be­werbs­nach­teil gegen­über ande­ren Regio­nen zur Fol­ge, son­dern wirkt sich auch auf den Erhalt von Arbeits­plät­zen aus.

Auch der Tou­ris­mus­ver­ein Ros­tock & War­ne­mün­de e. V. sieht die­se Ent­schei­dung mit gro­ßer Sor­ge. Für die Tou­ris­mus­re­gi­on Ros­tock und War­ne­mün­de, so Vor­sit­zen­der Hol­ger Mar­tens, ist die Mög­lich­keit der Sonn­tags­öff­nung ein wesent­li­cher Bestand­teil eines attrak­ti­ven Stan­d­ort- und Ser­vice­an­ge­bots. Sie stärkt die Auf­ent­halts­qua­li­tät für Gäs­te, ver­bes­sert die Besu­cher­ori­en­tie­rung in der Desti­na­ti­on und unter­stützt zugleich die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät des sta­tio­nä­ren Han­dels. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur Urlau­ber und Tages­gäs­te, son­dern auch vie­le Ein­hei­mi­sche, die die­se Ange­bots­struk­tu­ren eben­falls nut­zen. Gera­de in einer stark tou­ris­tisch gepräg­ten Regi­on erwar­ten Besu­cher an Wochen­en­den und in sai­so­na­len Spit­zen­zei­ten eine ver­läss­li­che Infra­struk­tur. Dazu gehö­ren neben Hotel­le­rie, Gas­tro­no­mie und Frei­zeit­wirt­schaft aus­drück­lich auch geöff­ne­te Ein­zel­han­dels­an­ge­bo­te. Sonn­tags­öff­nun­gen leis­ten damit einen kon­kre­ten Bei­trag zur loka­len Wert­schöp­fung, zur Attrak­ti­vi­tät des Auf­ent­halts und zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts. Die aktu­el­le Ent­wick­lung trifft Han­del und Tou­ris­mus­wirt­schaft in einem ohne­hin anspruchs­vol­len Markt­um­feld. Zahl­rei­che Betrie­be ste­hen bereits unter erheb­li­chem wirt­schaft­li­chem Druck. Wei­te­re Ein­schrän­kun­gen bei den Rah­men­be­din­gun­gen ver­schär­fen die­se Situa­ti­on zusätz­lich.

Kom­men­tar: Mal sind es die Kir­chen, mal ist es die Ver­ein­te Dienst­lei­tungs­ge­werk­schaft ver.di Nord  (wie vie­le Mit­glie­der hat sie eigent­lich?), die gegen Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten in Geschäf­ten in War­ne­mün­de und ande­ren aus­ge­wähl­ten Orten Beschwer­de ein­le­gen. Der Sonn­tag sei als gemein­sa­mer ver­läss­li­cher frei­er Tag ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des sozia­len Lebens. Für Fami­li­en, für Freun­de, für Ver­ei­ne und in vie­len wei­te­ren Zusam­men­hän­gen sind die Sonn- und Fei­er­ta­ge eine extrem wich­ti­ge Gele­gen­heit, gemein­sam Zeit zu ver­brin­gen und die Gemein­schaft zu pfle­gen, meint die Gewerk­schaft. Was aber machen Pas­to­ren, Ärz­te, Pfle­ger, Jour­na­lis­ten, Not­­dienst-Mit­ar­­bei­­ter (weib­lich, männ­lich, divers) und vie­le wei­te­re Men­schen, die sonn­tags arbei­ten müs­sen? Sie haben dafür einen ande­ren Tag frei. Wie mir eine Ver­käu­fe­rin, die Am Strom tätig ist, sag­te, arbei­tet sie gern mal sonn­tags. Wech­selt sich ab mit Kol­le­gen und dem Laden-Inha­­ber. Den so gewon­ne­nen frei­en Tag kann sie in der Woche neh­men, kann mal in der Schu­le ihres Spröss­lings vor­bei­schau­en und mit dem Mathe-Leh­­rer reden, mal einen Arzt­ter­min wahr­neh­men oder sich ein­fach mal um sich selbst küm­mern. Gehen der Gewerk­schaft die The­men aus, möch­te sie mal wie­der gehört wer­den, oder war­um nimmt sie immer wie­der die Sonn­tags­öff­nungs­zei­ten auf ihre Tages­ord­nung? In ande­ren Län­dern ist das übri­gens über­haupt kein The­ma, da öff­nen Geschäf­te selbst­ver­ständ­lich auch sonn­tags, dann, wenn vor allem Urlau­ber und Tages­tou­ris­ten Zeit und Lust auf Shop­ping haben. Sabi­ne Schu­bert

 

In die­sem Haus Am Leucht­turm 1 in War­ne­mün­de befin­det sich das Infor­ma­ti­ons­zen­trum Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern der Deut­schen Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) . Foto: DGzRS

Wer unter­stützt die See­not­ret­ter?

14. März: Die See­not­ret­ter bit­ten um Mit­hil­fe – nicht im Ein­satz auf Nord- und Ost­see, son­dern an Land: Die Deut­sche Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) sucht wei­te­re ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für die Öffent­lich­keits­ar­beit in ihrem Infor­ma­ti­ons­zen­trum in War­ne­mün­de.

„Unse­re Ehren­amt­li­chen an Land sind eine tra­gen­de Säu­le für die erfolg­rei­che Tätig­keit der DGzRS“, weiß Jörg West­phal, Lei­ter des Infor­ma­ti­ons­zen­trums. „Wer sich bei uns enga­giert, hilft dabei, unse­re lebens­wich­ti­ge Auf­ga­be vie­len Men­schen nahe zu brin­gen und leis­tet damit einen wich­ti­gen Bei­trag für unse­re rein spen­den­fi­nan­zier­te Arbeit.“

Im Infor­ma­ti­ons­zen­trum begrü­ßen die Ehren­amt­li­chen Besu­cher, geben Ein­bli­cke in die Tätig­keit der See­not­ret­ter und beglei­ten die Gäs­te durch die Aus­stel­lung. Die­se umfasst his­to­ri­sche Ret­tungs­aus­rüs­tung und Model­le moder­ner See­not­ret­tungs­kreu­zer. Dar­über hin­aus unter­stüt­zen die Ehren­amt­li­chen bei Ver­an­stal­tun­gen, Vor­trä­gen und Grup­pen­füh­run­gen. Dabei kön­nen sie sich ihre Zeit frei ein­tei­len und selbst ent­schei­den, wann und wie oft sie aktiv mit­hel­fen möch­ten. Aller­dings: Vor allem am Wochen­en­de benö­tigt das Team um Jörg West­phal enga­gier­te Hil­fe. Selbst­ver­ständ­lich arbei­ten die See­not­ret­ter neue Ehren­amt­li­che in ihre ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be gründ­lich ein.

Seit 1995 befin­det sich das Infor­ma­ti­ons­zen­trum im his­to­ri­schen Ste­­phan-Jan­t­­zen-Haus. Die ehe­ma­li­ge Besit­ze­rin ver­mach­te das Gebäu­de der DGzRS in einer Schen­kung. Das Haus ist eng mit den Anfän­gen der See­not­ret­ter in War­ne­mün­de ver­bun­den: Dort leb­te und arbei­te­te Ste­phan Jant­zen, der ab 1866 maß­geb­lich am Auf­bau der ers­ten Ret­tungs­sta­ti­on der DGzRS an der meck­len­bur­gi­schen Küs­te betei­ligt war. Zwi­schen 1867 und 1903 ret­te­te er als Vor­mann der Sta­ti­on mit sei­ner Frei­­wil­­li­­gen-Man­n­­schaft rund 80 Men­schen aus See­not – mehr­fach unter Ein­satz sei­nes eige­nen Lebens. Zu sei­nen Ehren tauf­te die DGzRS nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ihren damals moderns­ten See­not­ret­tungs­kreu­zer in War­ne­mün­de auf den Namen VORMANN JANTZEN.

Inter­es­sier­te kön­nen sich bei Jörg West­phal per Tele­fon unter 0381514 09 mel­den oder ihm eine E‑Mail schrei­ben an infozentrum-mv@seenotretter.de.

Über die DGzRS: Die Deut­sche Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) ist zustän­dig für den mari­ti­men Such- und Ret­tungs­dienst in den deut­schen Gebie­ten von Nord- und Ost­see. Zur Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben hält sie rund 60 See­not­ret­tungs­kreu­zer und ‑boo­te auf 53 Sta­tio­nen zwi­schen Bor­kum im Wes­ten und Use­dom im Osten ein­satz­be­reit – rund um die Uhr, bei jedem Wet­ter. Jahr für Jahr fah­ren die See­not­ret­ter rund 2.000 Ein­sät­ze, koor­di­niert von der deut­schen Ret­tungs­leit­stel­le See, dem Mari­ti­me Res­cue Coör­di­na­ti­on Cent­re (MRCC) Bre­men der DGzRS. Die gesam­te unab­hän­gi­ge und eigen­ver­ant­wort­li­che Arbeit der See­not­ret­ter wird aus­schließ­lich durch frei­wil­li­ge Zuwen­dun­gen finan­ziert, ohne jeg­li­che staa­t­­lich-öffen­t­­li­che Mit­tel zu bean­spru­chen. Seit Grün­dung der DGzRS 1865 haben ihre Besat­zun­gen mehr als 87.700 Men­schen aus See­not geret­tet oder dro­hen­den Gefah­ren befreit. Schirm­herr der See­not­ret­ter ist der Bun­des­prä­si­dent.

Die 88. War­ne­mün­der Woche fin­det vom 4. bis 12. Juli 2026 statt. 

1100 Segel­sport­ler zur 88. War­ne­mün­der Woche erwar­tet

12. März: Es sind tat­säch­lich nur noch 115 Tage bis die 88. War­ne­mün­der Woche eröff­net wird. Das Mel­de­por­tal für die Seg­ler aus aller Welt für die 19 Wett­be­wer­be im Segel­re­vier vor unse­rer Haus­tür ist geöff­net. So wer­den 550 Boo­te mit rund 1100 Seg­le­rin­nen und Seg­lern hier erwar­tet und span­nen­de Wett­kämp­fe aus­tra­gen. Eine Welt­meis­ter­schaft, Euro­chall­enge, Deut­sche Meis­ter­schaf­ten sind u. a. ange­sagt.

Doch was wäre die­se tra­di­ti­ons­rei­che Segel­sport­ver­an­stal­tung ohne das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment. Wie­der wer­den 300 Frau­en und Män­ner, die mit dem Segel­sport ver­bun­den sind, für die Betreu­ung der Akti­ven da sein.  Allen vor­an die Mit­glie­der des War­ne­mün­der Segel­clubs.

Ralf Ber­gel, selbst lei­den­schaft­li­cher Frei­zeit­skip­per und einer der Hafen­ka­pi­tä­ne auf der Mit­tel­mo­le, wird wie­der als Chair­man der War­ne­mün­der Woche im Ehren­amt die land­sei­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on der Segel­wett­be­wer­be über­neh­men.  „Schon längst ist die Vor­be­rei­tung für die 88. War­ne­mün­der Woche voll im Gan­ge. Das zeigt sich nicht nur in den Pla­ka­ten und Pla­ket­ten für die 88. son­dern in all den vie­len Klei­nig­kei­ten, die jeder gern macht und mit die­sem Élan auch all die Spon­so­ren ansteckt.  Mehr Seg­ler als im ver­gan­ge­nen Jahr wer­den auch wie­der auf der Hohen Düne sein. Der Zelt­platz bei der Mari­ne wird eben­falls ein­be­zo­gen und die Lan­des­sport­schu­le bie­tet sich gleich­falls für die unter­schied­lichs­ten Ser­vice­leis­tun­gen an. Eigent­lich ist heu­te schon zu sagen: Unser Segel­re­vier, das welt­be­kannt ist, wird sich auch im Jahr 2026 mit opti­ma­len Bedin­gun­gen nicht nur für die­se eine Woche, son­dern gleich­zei­tig für den olym­pi­schen Segel­sport prä­sen­tie­ren,“ so Ber­gel.           Moni­ka Kad­ner

Tou­ris­­mus-Rekord in Ros­tock?

11. März: Ros­tocks tou­ris­ti­sche Ent­wick­lung ist wei­ter­hin im Auf­wind. Wie bereits erwar­tet hat die Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt mit Blick auf Ankünf­te und Über­nach­tun­gen nach aktu­el­len Zah­len des Sta­tis­ti­schen Amtes Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern das bis­he­ri­ge Rekord­jahr 2019 über­trof­fen. Damit unter­streicht Ros­tock die Rol­le als eine der wich­tigs­ten tou­ris­ti­schen Desti­na­tio­nen an der Meck­len­bur­gi­schen Ost­see­küs­te.

2025 wur­den ins­ge­samt 908.800 Ankünf­te von Gäs­ten in Ros­tock regis­triert, ein Plus von 5,4 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Die Zahl der Über­nach­tun­gen stieg auf 2.317.693 und damit um knapp 3,9 Pro­zent. Im Ver­gleich zum bis­he­ri­gen Rekord­jahr 2019 stie­gen die Ankünf­te um knapp 10 und die Über­nach­tun­gen um 1,2 Pro­zent. Auch die in den Betrie­ben ange­bo­te­nen Schlaf­ge­le­gen­hei­ten wer­den mehr. 16.720 im Jahr 2025 ste­hen 15.757 im Jahr 2024 gegen­über.

Und in den kom­men­den Jah­ren könn­ten bis zu 1000 wei­te­re Bet­ten hin­zu­kom­men. Hotel-Neu­­bau­­plä­­ne am Kes­sel­born, Doberaner Platz oder der Stadt­hal­le bele­gen die hohe Attrak­ti­vi­tät und das Poten­zi­al des Stand­or­tes. „Die aktu­el­len Zah­len zei­gen, dass sowohl unse­re Gäs­te als auch die Wirt­schaft gro­ßes Ver­trau­en in Ros­tock als Urlaubs­de­sti­na­ti­on haben. Das freut uns natür­lich und ist ein Beleg für die gute Arbeit im gesamt­städ­ti­schen tou­ris­ti­schen Sek­tor“, sagt Tou­ris­mus­di­rek­tor Mat­thi­as Fromm.

Mit Qua­li­tät über­zeu­gen

Gleich­zei­tig ver­weist Fromm auf die anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen. „Ent­schei­dend ist, dass wir den Tou­ris­mus qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig und nach­hal­tig wei­ter­ent­wi­ckeln – im Ein­klang mit den Bedürf­nis­sen unse­rer Gäs­te, der Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner sowie unse­rer ein­zig­ar­ti­gen Natur- und Kul­tur­land­schaft.“

Im Zen­trum ste­he zukünf­tig Ros­tocks Image als Desti­na­ti­on mit hoch­wer­ti­gen Ange­bo­ten, einem viel­fäl­ti­gen Erleb­ni­sport­fo­lio und ein­zig­ar­ti­gen Mehr­wer­ten zu för­dern. „Dazu gehö­ren Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur, die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Kul­­tur- und Ver­an­stal­tungs­for­ma­te sowie die För­de­rung umwelt­freund­li­cher Mobi­li­tät“, sagt Fromm.

Mobi­li­tät als tou­ris­ti­sches The­ma

Seit zwei Jah­ren dür­fen Über­nach­tungs­gäs­te nach Zah­lung der Kur­ab­ga­be das ÖPNV-Ange­­bot des VVW über Ros­tocks Stadt­gren­zen hin­aus unbe­grenzt nut­zen – ein­ma­lig für eine deut­sche Groß­stadt. Das Ziel sei, die­ses Ange­bot auch mit Blick auf die in Arbeit befind­li­che Kur­ab­ga­be­sat­zung wei­ter bie­ten zu kön­nen. „Es zahlt auf die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie der Stadt ein. Wir wol­len die Gäs­te dazu ani­mie­ren, das eige­ne Auto ste­hen zu las­sen und das sehr gut aus­ge­bau­te ÖPNV-Ange­­bot in Ros­tock zu nut­zen.“

Nach reprä­sen­ta­ti­ven Erhe­bun­gen im Rah­men der Tou­ris­mus­kon­zep­ti­on kom­men rund 65 % der Über­nach­tungs­gäs­te mit dem pri­va­ten PKW nach Ros­tock. „Wenn wir die­se Gäs­te davon über­zeu­gen kön­nen, dass sie vor Ort den ÖPNV nut­zen, ent­las­ten wir den Stra­ßen­ver­kehr und die Umwelt in Ros­tock erheb­lich und för­dern den Aus­bau der tou­ris­ti­schen Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Das kommt nicht nur den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern des ÖPNV, son­dern auch allen ande­ren in die­ser Stadt zu Gute.“

 

Die Teams des Hei­mat­mu­se­ums War­ne­mün­de, des ß‑Verlages und der Kin­der­ta­ges­stät­te „Knirp­sen­land“ sowie die betei­lig­ten Kin­der prä­sen­tie­ren stolz das Ergeb­nis ihres gemein­sa­men Pro­jek­tes: den neu­en Muse­ums­füh­rer War­ne­mün­de. Foto: DRK Ros­tock / Sza­bó

 Kin­der gestal­ten Muse­ums­füh­rer mit

5. März. Wie leb­ten Kin­der frü­her? Woher kamen Lebens­mit­tel? War­um wur­de repa­riert statt weg­ge­wor­fen? Die­se und vie­le wei­te­re Fra­gen wer­den in dem neu­en Muse­ums­füh­rer des Hei­mat­mu­se­ums War­ne­mün­de beant­wor­tet. Die Publi­ka­ti­on mit dem Titel „Ein Tag im Hei­mat­mu­se­um War­ne­mün­de“ ist in Zusam­men­ar­beit mit der DRK Kin­der­ta­ges­stät­te „Knirp­sen­land“ ent­stan­den – von Kin­dern für Kin­der. Die offi­zi­el­le Vor­stel­lung fand am 3. März 2026 im Hei­mat­mu­se­um statt.

Das Pro­jekt ent­stand aus einem Besuch des Hei­mat­mu­se­ums War­ne­mün­de. Vie­le Kin­der­gar­ten­kin­der zeig­ten gro­ßes Inter­es­se an den Aus­stel­lungs­stü­cken, hat­ten jedoch Schwie­rig­kei­ten, die his­to­ri­schen Inhal­te voll­stän­dig zu erfas­sen. Gleich­zei­tig stell­ten sie Bezü­ge zu ihrer eige­nen Lebens­welt her. Gemein­sam mit dem Hei­mat­mu­se­um ent­stand daher die Idee, einen ver­ständ­li­chen Muse­ums­füh­rer für Kin­der zu ent­wi­ckeln.

In Koope­ra­ti­on mit dem ß‑Verlag erar­bei­te­ten die Kin­der Tex­te, gestal­te­ten Illus­tra­tio­nen selbst und mach­ten Geschich­te für Gleich­alt­ri­ge zugäng­lich. Der Muse­ums­füh­rer basiert auf der Pro­jekt­idee, Kin­der aktiv in die Gestal­tung von muse­ums­päd­ago­gi­schen Inhal­ten ein­zu­be­zie­hen und den Muse­ums­be­such aus Kin­der­per­spek­ti­ve erleb­bar zu machen. Gleich­zei­tig wur­den sozia­le Kom­pe­ten­zen, die Par­ti­zi­pa­ti­on und Ent­wick­lung von Medi­en- und Bild­kom­pe­ten­zen beim Arbei­ten mit Fotos und Bil­dern gestärkt.

Bei der Prä­sen­ta­ti­on des gemein­sa­men Wer­kes wur­de über die Koope­ra­ti­on der bei­den Ein­rich­tun­gen infor­miert. Zudem wur­den Aus­schnit­te aus dem Buch vor­ge­le­sen. Für die musi­ka­li­sche Unter­ma­lung sorg­ten die Kin­der der Kita „Knirp­sen­land“.

Der Muse­ums­füh­rer rich­tet sich vor allem an Kin­der, Fami­li­en und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen wie Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schu­len. Julia Junge/ DRK-Öffen­t­­lich­keits­ar­­beit

 

Mit einem Foto von dem ehe­ma­li­gen Drei­ge­stirn des War­ne­mün­de Ver­eins Han­si Richert, Inge­borg Regen­thal und Astrid Voß sowie einen Blu­men­strauß über­rasch­te Ste­fa­nie Pen­sky (r.)  Astrid Voß bei deren offi­zi­el­lem Abschied als Ver­eins­vor­sit­zen­de. Foto:Torsten Lin­ke

Nach mehr als 15 Jah­ren gibt Astrid Voß den Vor­sitz ab

4. März: Es war ein hei­ßer Som­mer­tag in die­sem Jahr 2010. Dar­an und an den ers­ten Besuch von Astrid Voß im Redak­ti­ons­bü­ro auf dem Müh­len­hof erin­ne­re ich mich heu­te noch sehr genau. Die neue Vor­sit­zen­de des Gemein­nüt­zi­gen Ver­eins für War­ne­mün­de e. V. – wie sie wohl so ist? Nach­dem mich mit dem lang­jäh­ri­gen Ver­eins­vor­sit­zen­den Alfred Sta­ve ein fast freund­schaft­li­ches Ver­hält­nis ver­band, ich sei­ne Nach­fol­ge­rin Bri­git­te Niel­sen eben­falls sehr schätz­te, nun also Astrid Voß. Die gebür­ti­ge War­ne­mün­de­rin, so erfuhr ich, hat die Hein­rich-Hei­­ne-Schu­­le besucht und „aus­wärts“ das Abitur gemacht. Auf kei­nen Fall woll­te sie wie vie­le ihrer ehe­ma­li­gen Mit­schü­ler, Freun­de und Ver­wand­ten auf der War­ne­mün­der Werft arbei­ten, wo jeder jeden kann­te und über jeden Bescheid wuss­te. Die jun­ge Frau stu­dier­te See­ver­kehrs­wirt­schaft, war bei der Deut­schen See­ree­de­rei für die Kal­ku­la­ti­on von Schiffs­re­pa­ra­tu­ren zustän­dig. Sie hei­ra­te­te ihren ehe­ma­li­gen Mit­schü­ler Hart­mut Voß, den sie seit der ers­ten Klas­se kann­te, zog mit die­sem und dem gemein­sa­men Sohn 1988 nach Ber­lin, wo ihr Mann im eng­li­schen See­recht pro­mo­vier­te. Sie arbei­te­te kur­ze Zeit im Minis­te­ri­um für Ver­kehrs­we­sen, absol­vier­te eine Aus­bil­dung zum Ver­si­che­rungs­mak­ler und kehr­te schließ­lich mit ihrer Fami­lie 2001 aus Ber­lin zurück in hei­mat­li­che Gefil­de und in das Haus ihrer Groß­el­tern in der Alten Bahn­hof­stra­ße.  Drei Jah­re spä­ter trat sie in den War­ne­mün­de Ver­ein ein und arbei­te­te im Vor­stand mit.  Des­sen Zie­le, das lan­d­­schafts- und orts­ty­pi­sche Bild von War­ne­mün­de zu bewah­ren, Tra­di­tio­nen zu pfle­gen und das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der zu för­dern – und zwar ehren­amt­lich, gemein­nüt­zig, poli­tisch unab­hän­gig, über­par­tei­lich und über­kon­fes­sio­nell, lagen und lie­gen ihr als War­ne­mün­de­rin am Her­zen. Nun also im Jah­re 2010 soll­te sie die Geschi­cke des Ver­eins in ihre Hän­de neh­men. Unter­stüt­zung gab es natür­lich. Bei­spiels­wei­se von Inge­borg Regen­thal, ein Urge­stein des Ver­eins. Wir ken­nen uns schon seit 1990, als die die Nord­deut­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten auf Wunsch vie­ler War­ne­mün­der eine eige­ne Sei­te für das Ost­see­bad ins Leben rie­fen, einen Raum im Werft­kul­tur­haus dafür mie­te­ten, mich und Moni­ka Kad­ner anheu­er­ten.  Dort hat­ten auch Inge Regen­thal und ande­re ehe­ma­li­ge Werft­ler aus dem Bereich Kul­tur noch ihr Domi­zil.

Inzwi­schen sind seit dem ers­ten Gespräch zwi­schen Astrid Voß und mir mehr als 15 Jah­re ver­gan­gen. Zeit, die Geschi­cke des Ver­eins in jün­ge­re Hän­de zu legen und die ereig­nis­rei­chen Jah­re Revue pas­sie­ren zu las­sen.  „Die­se ehren­amt­li­che Arbeit als Ver­eins­vor­sit­zen­de habe ich nie bereut. Ich habe so vie­le Men­schen aus den unter­schied­lichs­ten Berei­chen und Beru­fen mit den unter­schied­lichs­ten Ansich­ten und Mei­nun­gen ken­nen gelernt, das war für mich eine Berei­che­rung“, sagt die War­ne­mün­de­rin. Beson­ders die Zusam­men­ar­beit mit ande­ren im Ost­see­bad ansäs­si­gen Ver­ei­nen war prä­gend. Gern erin­nert sie sich auch an die War­ne­mün­der Nach­mit­ta­ge im däni­schen Marie­lyst, die seit 2014 fes­ter Bestand­teil der Vor­stands­ar­beit sind. „Damals ist Rüdi­ger Lach­mann mit sei­ner Band am Leucht­turm auf­ge­tre­ten. Und er hat immer wie­der für einen Kul­tur­aus­tausch mit Däne­mark gewor­ben“, erin­nert sich Astrid Voß. Der Ober­bür­ger­meis­ter von Guld­borgs­und John Bræd­der  war zu Besuch. Sein dama­li­ger Ros­to­cker Amts­kol­le­ge Roland Meth­ling war ver­hin­dert, konn­te den Gast nicht emp­fan­gen. „Also sind Han­si Richert, Inge­borg Regen­thal und ich ein­ge­sprun­gen. So ist eine lang­jäh­ri­ge Freund­schaft ent­stan­den, so fin­den regel­mä­ßi­ge Besu­che statt, an denen auch Künst­ler aus War­ne­mün­de teil­neh­men. Eine wirk­li­che Erfolgs­ge­schich­te“, freut sich die War­ne­mün­de­rin, die die­sen Kon­takt auch wei­ter­hin pfle­gen möch­te.

Was macht Astrid Voß nun mit all ihrer vie­len frei­en Zeit? „Sie genie­ßen. Mei­nen Mann, der immer viel Rück­sicht auf all mei­ne vie­len Ter­mi­ne neh­men muss­te, zur Sei­te ste­hen, ihn bei­spiels­wei­se zu Dreh­or­gel­tref­fen ins Ruhr­ge­biet oder im Som­mer nach Däne­mark beglei­ten. Bücher lesen, unse­re neue Woh­nung gestal­ten. Und ich möch­te Lese­pa­te in einer Grund­schu­le wer­den. Dar­auf freue ich mich sehr“, gesteht Astrid Voß, die vol­ler Élan und Lebens­freu­de auf die kom­men­de Zeit blickt.           Sabi­ne Schu­bert

Kopf­­lin­­den-Allee in der Müh­len­stra­ße als Natur­denk­mal

4. März: Vor­schlä­ge für Natur­denk­mä­ler in War­ne­mün­de zu machen, dar­um wur­de die Bür­ger­initia­ti­ve „Ret­tet den Küs­ten­wald“ vom Orts­bei­rat gebe­ten. Die­se Anre­gung hat die BI ger­ne auf­ge­nom­men und im Janu­ar 2026 die Allee gezo­ge­ner Kopf­lin­den in der Müh­len­stra­ße als Natur­denk­mal vor­ge­schla­gen, eine wun­der­schö­ne Allee, die 150 Jah­re alt und prä­gend für War­ne­mün­de ist (aal­glatt berich­te­ten).

Die Lin­den­bäu­me, aus denen die Allee besteht, sind in einem sehr rigi­den Sand­bo­den auf­ge­wach­sen und ste­hen unter gro­ßem Nut­zungs­druck. Trotz­dem haben die 62 Kopf­lin­den zwei Welt­krie­ge, die Wen­de und meh­re­re Dür­re­jah­re unbe­scha­det über­lebt. Vie­le Gene­ra­tio­nen von Meck­len­bur­gern haben die­se Lin­den so gezo­gen und alle zwei bis drei Jah­re gepflegt. Die Allee ist daher auch lan­des­kund­lich, his­to­risch und kul­tu­rell bedeut­sam.

Nach Auf­fas­sung des renom­mier­ten Ham­bur­ger Baum­pfle­ge­insti­tu­tes kön­nen die vor­han­de­nen Lin­den noch lang­fris­tig (mind. 50 – 100 Jah­re) ste­hen. Die Kopf­lin­den­al­lee im Zen­trum War­ne­mün­des ist abso­lut schutz­wür­dig und schutz­be­dürf­tig.

Die bestehen­den Alleen­schutz­be­stim­mun­gen rei­chen für einen umfas­sen­den Schutz die­ses Klein­ods, die­ses Natur- und Kul­tur­er­be nicht aus; bspw. sind die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Nach­pflan­zun­gen seit Jahr­zehn­ten unter­blie­ben. Im Fall einer her­kömm­li­chen Stra­­ßen- und Lei­tungs­sa­nie­rung bie­ten sie kei­nen aus­rei­chen­den Schutz für die Bäu­me. Es ist daher aus Sicht der Bür­ger­initia­ti­ve not­wen­dig, die Allee als Natur­denk­mal aus­zu­wei­sen und den Bäu­men schon im Vor­feld geplan­ter Sanie­run­gen eine Stim­me zu geben.

Mit­strei­ter für die­ses Pro­jekt, so die Spre­che­rin der der Bür­ger­initia­ti­ve „Ret­tet den Küs­ten­wald“ Dr. Boog, sind herz­lich will­kom­men. Kon­takt kann über treesforfuture@web.de oder Tel. 03815105357 auf­ge­nom­men wer­den.

 

Der See­not­ret­tungs­kreu­zer ARKONA war in der Nacht für einen schwer erkrank­ten See­mann im Ein­satz . Foto:  „ Archiv­fo­to: Die See­not­ret­ter – DGzRS, Alex­an­der Krü­ger“

ARKO­­NA-Crew hol­te schwer ver­letz­ten See­mann von Fäh­re

3. März: Die See­not­ret­ter der Sta­ti­on War­ne­mün­de der Deut­schen Gesell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS) haben in der Nacht (3. März 2026) einen schwer erkrank­ten See­mann von der schwe­di­schen RoRo-Fäh­­re „Ska­ne“ geholt. Der Mann muss­te zur medi­zi­ni­schen Behand­lung drin­gend in ein Kran­ken­haus gebracht wer­den.

 Der Kapi­tän der Fäh­re hat­te sich gegen 1.30 Uhr bei der von der DGzRS betrie­be­nen deut­schen Ret­tungs­leit­stel­le See, dem Mari­ti­me Res­cue Co-ordi­na­­ti­on Cent­re (MRCC) Bre­men gemel­det. Die RoRo-Fäh­­re befand sich zu die­sem Zeit­punkt auf dem Weg von Ros­tock nach Trel­le­borg (Schwe­den). Ein schwe­rer medi­zi­ni­scher Not­fall mach­te den drin­gen­den Trans­port eines See­manns ins Kran­ken­haus erfor­der­lich.

Die Ret­tungs­leit­stel­le See alar­mier­te den See­not­ret­tungs­kreu­zer ARKONA und for­der­te zusätz­li­che medi­zi­ni­sche Unter­stüt­zung an. Ein Not­arzt sowie zwei Not­fall­sa­ni­tä­ter der Berufs­feu­er­wehr Ros­tock beglei­te­ten die See­not­ret­ter. Der Kapi­tän der „Ska­ne“ dreh­te um, so dass die Fäh­re den See­not­ret­tern unter Höchst­ge­schwin­dig­keit ent­ge­gen­lief. Rund vier­ein­halb See­mei­len (acht Kilo­me­ter) vor War­ne­mün­de stieg der Not­arzt über die Lot­sen­lei­ter vom See­not­ret­tungs­kreu­zer auf die Fäh­re über. Nach­dem er die Trans­port­fä­hig­keit des Pati­en­ten fest­ge­stellt hat­te, über­nah­men ihn die See­not­ret­ter gegen kurz vor 3 Uhr von der „Ska­ne“. Die Über­ga­be des Pati­en­ten von der 200 Meter lan­gen „Ska­ne“ an den 28 Meter lan­gen See­not­ret­tungs­kreu­zer ver­lief nicht zuletzt auf­grund sehr ruhi­ger See in mond­hel­ler Nacht problemlos.Notarzt und Not­fall­sa­ni­tä­ter betreu­ten den Mann an Bord der ARKONA. Um ca. 3.30 Uhr wur­de er in Ros­tock an einen Ret­tungs­wa­gen zum Trans­port ins Kran­ken­haus über­ge­ben. Die Fäh­re setz­te ihren Weg nach Trel­le­borg nach der Über­ga­be des See­manns fort.

Tho­mas Wotsch­ke und Polier Dirk Aule­rich lesen am Tachy­me­ter die genau­en Distanz­mes­sun­gen ab, die dann mar­kiert wer­den. Foto: mkad

Ers­ter Aus­hub für die Bau­gru­be des Seg­ler­hei­mes

Bau­ta­ge­buch (1)

3. März: Wie­der schla­gen wir ein War­ne­mün­der Bau­ta­ge­buch auf! Ab heu­te rücken all die Träu­me für ein fes­ten Haus beson­ders für den Kin­­der- und Jugend­sport, für die Seg­ler des War­ne­mün­der Segel­clubs ein gutes Stück näher.

Polier Dirk Aule­rich vom War­ne­mün­der Bau hat in aller Frü­he mit dem elek­tro­ni­schen Tachy­me­ter mil­li­me­ter­ge­nau mit roten und gel­ben Punk­ten und Stri­chen mar­kiert, wo und wie der Grei­fer des Bag­gers in den Boden gehen muss. Für mich als Laie ist die­se Ver­mes­sungs­tech­nik ein hoch­mo­der­ner Com­pu­ter, der Ver­mes­sungs­feh­ler  fast völ­lig aus­schlie­ßen kann und so für einen zügi­gen Bau­ab­lauf sorgt. Welch tol­le Hil­fe für Bau­leu­te und Bau­her­ren!

Tho­mas Wotsch­ke, der auf dem Bag­ger sitzt, kommt von der Fir­ma Alba, die mit dem War­ne­mün­der Bau in Sachen Schwe­rer Tech­nik koope­riert. Vor­sich­tig schürft er sich mit dem Grei­fer in den recht locke­ren Boden. Türmt Schau­fel für Schau­fel zu Hügeln auf. Die­se sind nicht sel­ten mit altem Bau­schutt durch­setzt.  In einem zwei­ten Arbeits­schritt wird der Aus­hub gesiebt. Die Beton­tei­le geschred­dert, damit sie gemein­sam mit der Erde wie­der für einen Bau ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Tho­mas Wotsch­ke hat schon vie­le Bag­ger geführt, doch die­ser, auf dem er heu­te sitzt, ist nagel­neu. „Er ist wie eine Jung­frau. Ganz vor­sich­tig wer­den wir bei­de ein Paar,“ lacht er, „ Dank der genau­en Ver­mes­sungs­tech­nik mit dem Tachy­me­ter ist es für mich leicht, prä­zi­se die Bau­gru­be aus­zu­he­ben.“

„Schon für die nächs­te Woche habe ich Beton geor­dert, sodass es Schritt um Schritt vor­an gehen kann,“ ist sich Dirk Aule­rich  sicher, der als Vor­ar­bei­ter mit sei­nem Bau­lei­ter Jens Düsing bereits beim Roh­bau der Lan­des­sport­schu­le, die der jet­zi­gen Bau­stel­le gegen­über liegt und in die längst Leben ein­ge­zo­gen ist, ter­min­ge­recht die Visi­ten­kar­te des War­ne­mün­der Baus abge­ge­ben hat.  Moni­ka Kad­ner

 

Jens Uhl­ig, Vor­sit­zen­der des War­ne­mün­der Ang­ler­ver­eins, über­reicht Jörg Hop­pe (l.)  die Ehren­ur­kun­de des DAFV. Foto: Uwe Klein­hans

Im Ang­ler­ver­ein seit 60 Jah­ren aktiv

2. März: Mit der Gol­de­nen Ehren­na­del und einer Ehren­ur­kun­de, unter­zeich­net vom Prä­si­den­ten des deut­schen Angel­fi­scher­ban­des, Klaus-Die­­ter Mau, wur­de ges­tern Jörg Hop­pe aus­ge­zeich­net.  Auf den Tag genau vor 60 Jah­ren ist der War­ne­mün­der in den War­ne­mün­der Angel­ver­ein ein­ge­tre­ten. Seit­her hat er sich stets in sei­nem Ver­ein, wo er heu­te als stell­ver­tre­ten­der Vor­stands­vor­sit­zen­der ehren­amt­lich tätig ist, enga­giert. „Die­se Ehrung im Restau­rant Skip­pers war für mich eine Über­ra­schung.  Sie wür­digt 60 Jah­re Mit­glied­schaft im Ang­ler­ver­ein, die 1966 in der dama­li­gen Betriebs­grup­pe War­now­werft im DAV der DDR ihren Anfang nahm. Rück­bli­ckend kann ich sagen, dass ich weit mehr als 50 Jah­re die Geschi­cke des heu­ti­gen War­ne­mün­der Ang­ler­ver­eins mit­ge­stal­tet haben. Mal war ich ver­ant­wort­lich für die Jugend- und Öffent­lich­keits­ar­beit, mal Lehr­be­auf­trag­ter des Lan­des­ang­ler­ver­ban­des MV und heu­te eben stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der“, sagt Jörg Hop­pe, der sei­ne Angeln in unter­schied­li­chen Gewäs­sern aus­wirft. Zu Herings­zeit trifft man ihn am Neu­en Strom, wo er Fisch für eine Mahl­zeit aus dem Was­ser holt. Je nach Jah­res­zeit auch am Strand, wo sein Augen­merk Meer­fo­rel­len, Horn­fisch oder Platt­fi­schen gilt. Aber auch am Bin­nen­ge­wäs­ser ver­bringt er gern mal ein paar ruhi­ge Stun­den.

Die Zube­rei­tung der gefan­ge­nen Fische über­nimmt in den meis­ten Fäl­len Ehe­frau Han­ne. Gebra­te­ner Hering, auch süß-sau­er ein­ge­legt, oder Zan­der­fi­let auf der Haut gebra­ten sind sei­ne kuli­na­ri­schen Favo­ri­ten.

Mit der Aus­zeich­nung, so heißt es in der Lau­da­tio, wür­digt der War­ne­mün­der Ang­ler­ver­ein die außer­ge­wöhn­li­che Ver­eins­treue von Jörg Hop­pe eben­so wie sei­nen Bei­trag zur Ent­wick­lung des Ver­eins und zur För­de­rung des Angel­sports in der Regi­on. Uwe Kleinhans/ susa

Schü­le­rin Han­nah Lipin­ski hat die “Madon­na” von Edvard Munch kopiert. Sehens­wert. Foto: Petra Stee­ger

Schü­ler­pro­jekt „Copy & Paint“ im Edvard-Munch Haus

März, 1.: Ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt mit der „eco­lea inter­na­tio­na­len Schu­le War­ne­mün­de“ star­te­te dass Edvard-Munch-Haus, wie aal­glatt bereits berich­te­ten. Seit ges­tern nun zei­gen 39 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs 11 im Munch-Haus Bil­der, die sie im Kunst­un­ter­richt nach Vor­la­gen von Wer­ken Edvard Munchs, einem der Väter der male­ri­schen Moder­ne, gemalt haben, dar­un­ter so bekann­te Wer­ke wie „Der Schrei“ oder „Madon­na“.

Kat­ja Cala­yan und Danie­la Duve, Kunst­leh­re­rin­nen an der Eco­­lea-Schu­­le, ver­wie­sen bei der Eröff­nung auf den päd­ago­gi­schen Wert des Ler­nens durch Nach­ah­mung – vie­le Künst­ler der Kunst­ge­schich­te lern­ten das Malen nicht in Kunst­hoch­schu­len, son­dern in den Werk­stät­ten erfah­re­ner Meis­ter. Eine der wich­tigs­ten Lern­me­tho­den war dabei das Kopie­ren vor­han­de­ner Wer­ke. Die­ses Vor­ge­hen galt nicht als Nach­ah­mung im nega­ti­ven Sin­ne, son­dern als selbst­ver­ständ­li­cher und not­wen­di­ger Teil der Aus­bil­dung. Die Lehr­lin­ge kopier­ten Zeich­nun­gen ihres Meis­ters, stu­dier­ten Gemäl­de berühm­ter Künst­ler und arbei­te­ten nach Sti­chen oder anti­ken Skulp­tu­ren. Auf die­se Wei­se lern­ten sie Pro­por­tio­nen, Ana­to­mie, Per­spek­ti­ve, den Umgang mit Far­be sowie die Kom­po­si­ti­on eines Bil­des. Das genaue Beob­ach­ten und Wie­der­ho­len schul­te ihr hand­werk­li­ches Kön­nen und ihr Ver­ständ­nis für bild­ne­ri­sche Zusam­men­hän­ge. Ziel war es nicht, den Stil eines ande­ren dau­er­haft zu über­neh­men, son­dern sich ein soli­des hand­werk­li­ches Fun­da­ment zu erar­bei­ten. Gera­de die­se Fähig­keit, Bestehen­des auf­zu­neh­men, zu reflek­tie­ren und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, mach­te vie­le Schü­ler danach selbst zu her­aus­ra­gen­den Per­sön­lich­kei­ten der Kunst­ge­schich­te.

Die War­ne­mün­der Schü­ler emp­fan­den die­se Kopier­ar­beit als lehr­reich und gleich­zei­tig sehr ent­span­nend. Sie waren selbst erstaunt, wie gut die Bil­der gewor­den sind und kön­nen die­se nun stolz in einer Aus­stel­lung prä­sen­tie­ren. Die rund 60 Besu­cher, dar­un­ter Schü­ler und deren Eltern sowie Leh­rer, die zur gest­ri­gen Ver­nis­sa­ge gekom­men waren, zeig­ten sich erfreut ob der hohen künst­le­ri­schen Qua­li­tät der aus­ge­häng­ten Arbei­ten.

Noch bis zum 8. März ist die Aus­stel­lung jeweils sonn­abends und sonn­tags von 12 bis 17 Uhr im Edvard Munch Haus, Am Strom 53, zu sehen.

Febru­ar 2026 – kal­ter Start mit Früh­lings­hauch zum Monats­en­de

Den Wit­te­rungs­rück­blick der Wet­ter­sta­ti­on Ros­tock-War­­ne­­mün­­de für Febru­ar 2026 und den Win­ter 202526 gibt Rudolf Kem­nitz, Dipl.-Ing. (FH) für Meteo­ro­lo­gie

War das ein Febru­ar kras­ser Gegen­sät­ze?

Der letz­te meteo­ro­lo­gi­sche Win­ter­mo­nat leg­te gleich zu Beginn mit stren­gem Frost von minus 11,3 Grad Cel­si­us am 2. Febru­ar los und ver­wan­del­te War­ne­mün­de nur weni­ge Tage spä­ter mit erneu­ten Schnee­fäl­len in eine Win­ter­land­schaft. Mäßi­ger Frost hielt bis zum Ende der zwei­ten Deka­de an, gefolgt von sehr gefähr­li­cher Eis­glät­te, die aber dann doch bei früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren wei­chen muss­te. Am 27. Febru­ar wur­de die Monats­höchst­tem­pe­ra­tur von 16,7 Grad gemes­sen.

Müs­sen wir künf­tig stets mit einem kal­ten Febru­ar rech­nen?

Ins­ge­samt schloss der Monat mit einer Mit­tel­tem­pe­ra­tur von 0,4 Grad drei Zehn­tel unter dem lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt ab und war zusam­men mit dem Janu­ar damit zu kalt. Wir haben es mit einem Aus­rei­ßer nach unten zu tun, der das letz­te Mal vor acht Jah­ren auf­trat. Über­haupt ist erkenn­bar, dass sol­che Aus­rei­ßer etwa alle acht Jah­re in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit auf­tra­ten. Wenn man die­ses Ver­hal­ten in die Zukunft pro­ji­ziert, wäre der nächs­te kal­te Febru­ar im Jah­re 2034 zu erwar­ten. Wir wer­den sehen.

Gab es aus­rei­chend Nie­der­schlag und Son­ne?

Mit einer Nie­der­schlags­men­ge von 50,0 l/m² fiel der abge­lau­fe­ne Monat über­durch­schnitt­lich feucht aus. Das Mit­tel von 29,7 l/m² wur­de um 68 Pro­zent über­trof­fen. Bei der Son­ne dage­gen fehl­ten mit 56,0 Son­nen­stun­den gut zehn Pro­zent zum Nor­mal von 63,8 Stun­den.

Trotz der Käl­te im Janu­ar und Febru­ar war der Win­ter 2526 zu mild?

Mit dem 28. Febru­ar geht der meteo­ro­lo­gi­sche Win­ter 202526 zu Ende. Im Gegen­satz zum kalen­da­ri­schen Pen­dant erstreckt sich der meteo­ro­lo­gi­sche Win­ter von Anfang Dezem­ber bis Ende Febru­ar. Und hier woll­te der Dezem­ber mit einer Mit­tel­tem­pe­ra­tur, die mit 5,3 Grad 3,4 Grad über dem Kli­ma­wert lag, par­tout nicht mit­spie­len. Sie zog die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur aller drei Win­ter­mo­na­te auf plus 1,8 Grad nach oben und somit neun Zehn­tel über das lang­jäh­ri­ge Soll von 0,9 Grad mit dem Ergeb­nis, dass trotz der Käl­te im Janu­ar und Febru­ar der Win­ter zu mild war. Der erwähn­te 2. Febru­ar mit minus 11,3 Grad mar­kiert auch den käl­tes­ten Tag des Win­ters 202526, wäh­rend der wärms­te Tag am 27. Febru­ar mit früh­lings­haf­ten 16,7 Grad regis­triert wur­de.

In der Sum­me zeig­ten sich die drei Win­ter­mo­na­te mit 97,9 l/m² etwas zu tro­cken. Ursäch­lich war der viel zu tro­cke­ne Dezem­ber maß­geb­lich dar­an betei­ligt. Das Soll der Win­ter­mo­na­te von 123,6 l/m² wur­de um rund 20 Pro­zent ver­fehlt. Dage­gen zeig­te sich die Son­ne mit 173,4 Stun­den über­durch­schnitt­lich lang. Das Mit­tel von 137,4 Stun­den wur­de um 26 Pro­zent über­trof­fen.

Der gera­de neu gewähl­te Vor­stand des War­ne­mün­de Ver­eins: Ste­fa­nie Pen­sky,  Janet­te Hei­den­reich, Jana Gut­z­­mann-End­­ler, Jan Star­zyn­ski , Anke Zilm,  Ste­fa­nie Con­rad (von links). Foto: Hart­mut Voß

War­ne­mün­de Ver­ein hat neu­en Vor­stand

27. Febru­ar: Drei bemer­kens­wer­te Neu­ig­kei­ten wur­den auf der gest­ri­gen Ordent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung des War­ne­mün­de Ver­eins bekannt:

Der gesam­te alte Vor­stand mit Astrid Voß, Inge­borg Regen­thal, Cor­ne­lia Döring und Tors­ten Lin­ke ist nicht wie­der zur Wahl ange­tre­ten. Das Quar­tett hat die Ver­ant­wor­tung in jün­ge­re Hän­de über­ge­ben. Die Mit­glie­der wähl­ten in den Vor­stand: Ste­fa­ne Con­rad, Jana Gut­z­­mann-End­­ler, Janet­te Hei­den­reich, Ste­fa­nie Pen­sky, Jan Star­zyn­ski und Anke Zilm.

Zudem galt es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten eine neue Ver­an­stal­tungs­agen­tur zu fin­den, mit der der War­ne­mün­de Ver­ein ab 2026 zusam­men­ar­bei­tet. „Unse­re lang­jäh­ri­ge Part­ne­rin, die Kon­­­gress- und Ver­an­stal­tungs­ser­vice Ros­tock GmbH, ist mit dem 1. Janu­ar 2026 in den ver­dien­ten Ruhe­stand gegan­gen. Wir haben es uns nicht leicht­ge­macht und uns nach einem stren­gen und fai­ren Aus­wahl­ver­fah­ren für die High­lights Event Manage­ment MV Agen­tur, nament­lich Hei­ko Lan­ge, ent­schie­den und die­se per Ver­trag vom 10. Juni 2025 für die Markt­ge­stal­tung gebun­den. Nun freu­en wir uns auf eine gute part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit in den nächs­ten Jah­ren“, sagt Astrid Voß.

Wei­ter­hin wur­de eine neue Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung mit der Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock & War­ne­mün­de erar­bei­tet, die die bestehen­de aus dem Jahr 2023 ab 2026 ersetzt. Danach wird der Tou­ris­mus­zen­tra­le Ros­tock & War­ne­mün­de durch den War­ne­mün­de Ver­ein der Auf­trag über­ge­ben, die Gestal­tung des Haupt­büh­nen­pro­gramms zur War­ne­mün­der Woche und der Büh­nen­pro­gram­me im Rah­men des „War­ne­mün­der Früh­lings­land­gan­ges“ und des „War­ne­mün­der Brü­cken­fes­tes“ zu über­neh­men. Der War­ne­mün­de Ver­ein bleibt Ver­an­stal­ter des Som­mer­fes­tes im Rah­men der War­ne­mün­der Woche, des „War­ne­mün­der Früh­ling­land­gan­ges“ und des „War­ne­mün­der Brü­cken­fes­tes“ und ist wei­ter­hin voll ver­ant­wort­lich für die Aus­rich­tung des „Nie­gen Ümgan­ges“.

Aus dem Rechen­schafts­be­richt: 

Die bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de Astrid Voß berich­te­te vom  35. Ver­eins­ge­burts­tag, „Platt­düütsch inne Schum­mer­stund“,  Fahr­rad­tour zum Forst- und Köh­ler­hof Wiet­ha­gen, Aus­flug zum Som­mer­fest der Modell­ei­sen­bah­ner, Grill­fest, Schiffs­tour und Begleit­fahrt zum Mehraus­lauf von Kreuz­fahrt­schif­fen im Sep­tem­ber, bebil­der­ter Jah­res­rück­blick von Tors­ten Lin­ke, Vor­trag über den „Zustand der Ost­see­fi­sche und die Zukunft der Ost­see­fi­sche­rei“ von Dr. Chris­to­pher Zim­mer­mann vom Insti­tut für Ost­see­fi­sche­rei im Novem­ber, Eröff­nung des leben­di­gen Advents­ka­len­ders mit einer Weih­nachts­fei­er.

Wäh­rend der elf Vor­stands­sit­zun­gen wur­den all die­se Ver­an­stal­tun­gen, aber auch die drei gro­ßen War­ne­mün­der Fes­te unter Regie des War­ne­mün­de Ver­eins geplant: War­ne­mün­der Früh­lings­land­gang vom 29. April bis 4.Mai, 22. Nie­ger Ümgang und 48. Som­mer­fest im Rah­men der 87. War­ne­mün­der Woche Anfang Juli, War­ne­mün­der Brü­cken­fest inklu­si­ve Kuchen­ba­sar zum Abschluss der Som­mer­sai­son.

Astrid Voß erin­ner­te zudem an den War­ne­mün­der Nach­mit­tag in Marie­lyst, der seit 2014 durch­ge­führt wird. Die bei­den Haupt­in­itia­to­ren die­ses beson­de­ren Freund­schafts­tref­fens, John Bræd­der, damals Ober­bür­ger­meis­ter in Guld­borgs­und, und Roland Meth­ling, damals Ober­meis­ter von Ros­tock, waren mit dabei.

Gefreut hat sich der Ver­eins­vor­stand, dass der Orts­bei­rat Geld aus sei­nem Bud­get für die Erneue­rung der Orts­ein­gangs­schil­der War­ne­mün­de, für eine War­ne­mün­der Bank und für einen Gedenk­stein für die auf See Bestat­te­ten, der im St.-Jantzen-Park auf­ge­stellt wer­den soll, bereit­ge­stellt hat bzw. bereit stel­len will.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön fand Astrid Voß für alle jene, die auf unter­schied­lichs­te Art und Wei­se mit dazu bei­getra­gen haben, dass der Rechen­schafts­be­richt so posi­tiv aus­fal­len konn­te. Neben ihren Vor­stands­mit­strei­tern, die trotz Job viel ehren­amt­li­che Arbeit leis­te­ten, dank­te sie u. a.  allen akti­ven Ver­eins­mit­glie­dern, all den Pro­jekt­grup­pen unter dem Dach des Ver­eins, dem För­der­ver­ein War­ne­mün­der Leucht­turm e. V. als Haupt­spon­sor, der WIRO, allen Han­­del- und Gewe­be­trei­ben­den, Ärz­ten, Apo­the­kern und War­ne­mün­dern, die mit ihren Spen­den zum Gelin­gen der Fes­te und Ver­an­stal­tun­gen bei­getra­gen haben, der  KVS-Agen­­tur, dem Büro War­ne­mün­der Woche, der TZ Ros­tock-War­­ne­­mün­­de. dem Orts­bei­rat, dem Stadt­amt und Tief­bau­amt, den Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­sta­ti­on sowie JM Event & Secu­ri­ty, dem Bestat­tungs­haus Neu­mann, Rip­ka Cate­ring, in des­sen Räu­men der Ver­ein ein Zuhau­se hat.

 

Nicht nur Tee kann wär­men

27. Febru­ar: Mei­ne Bade­freun­din wur­de 88 Jah­re alt. Als die übri­gen drei Frau­en vom Strand kamen – noch ein biss­chen unter­kühlt von der Ost­see­tem­pe­ra­tur – wärm­te uns die Haus­her­rin beim Früh­stück  mit hei­ßem Tee auf und mit einer beson­de­ren Lek­tü­re. Mit einem ganz alten Lese­buch. Es war gera­de mal 37 DIN‑A 5- Sei­ten dick. Schwar­zer, schon völ­lig ver­knit­ter­ter, immer wie­der glatt gestri­che­ner Ein­band. Es war ein–  oder zwei­mal schon von ihrer Mut­ter sorg­fäl­tig per Stopf­garn mit gro­ßen Sti­chen gehef­tet, dass es ja nicht aus­ein­an­der­fie­le. Die Innen­sei­ten völ­lig ver­gilbt. Gleich auf der Auf­schlag­sei­te ein natur­ge­treu­er Lin­ol­schnitt mit Pfer­den auf der Wei­de. Lei­der kei­ne Jah­res­an­ga­be.

Unse­re Augen leuch­te­ten, und allen wur­de warm ums Herz. Dies war ein Buch aus dem Schul­ran­zen, als unse­re Gast­ge­be­rin gera­de mal Lesen gelernt hat. Aus­ge­wähl­te Mär­chen u. a. auch von den Gebr. Grimm waren hier auf den dün­nen Sei­ten in alt­deut­scher Schrift gedruckt wor­den.

Wir reim­ten die alten Ver­se auf Sei­te 25 mit, lach­ten und beschlos­sen: Ab mit dem schma­len Bänd­chen in unser Hei­mat­mu­se­um!  Moni­ka Kad­ner

Nach dem Dau­er­frost gehen Bau­ar­bei­ten wei­ter

27. Febru­ar: Nach­dem die Win­ter­pau­se auf­grund der Wit­te­rung in den ver­gan­ge­nen Wochen deut­lich län­ger aus­ge­fal­len ist, begin­nen am Mon­tag, 2. März, in der Ros­to­cker Stra­ße die Arbei­ten für den drit­ten Bau­ab­schnitt. Dafür ist eine Voll­sper­rung der Fahr­bahn auf Höhe Ros­to­cker Stra­ße 16 bis zum Kreu­zungs­be­reich Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße not­wen­dig. Die Ver­kehrs­um­lei­tung wird über die Stra­ße Zum Zoll­amt erfol­gen und ist ent­spre­chend aus­ge­schil­dert. Mit dem sich anschlie­ßen­den vier­ten Bau­ab­schnitt endet die gesam­te Maß­nah­me vor­aus­sicht­lich Ende Juni 2026.

Als gemein­sa­mes Pro­jekt der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock, den Stadt­wer­ken Ros­tock und Nord­was­ser kön­nen meh­re­re not­wen­di­ge Maß­nah­men gebün­delt wer­den.

Nord­was­ser erneu­ert auf gut 300 Metern das gesam­te Trink­was­ser­sys­tem. Dar­un­ter fällt eine für die Ver­sor­gung des gesam­ten Stadt­teils wesent­li­che Haupt­trans­port­lei­tung, die auf­grund ihres alters­be­ding­ten Zustan­des sanie­rungs­be­dürf­tig ist. Zudem wer­den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen opti­miert, zuge­hö­ri­ge Haus­an­schlüs­se ange­passt und Schmutz- sowie Regen­was­ser­ka­nä­le neu gebaut. Nord­was­ser führt die­se Bau­maß­nah­me im Auf­trag des War­­now-Was­­ser- und Abwas­ser­ver­ban­des durch; die Inves­ti­ti­ons­sum­me beträgt rund 1,2 Mil­lio­nen Euro.

Die Stadt­wer­ke Ros­tock wer­den zeit­gleich die Fern­wär­me­er­schlie­ßung in der Ros­to­cker Stra­ße sowie in den Kreu­zungs­be­rei­chen der Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße und der Johann-Sebas­­ti­an-Bach-Stra­­ße umset­zen. Die Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock, ver­tre­ten durch das Tief­bau­amt, wird im Anschluss an die Tief­bau­ar­bei­ten die Stra­ßen­de­cke erneu­ern.

Mit der Durch­füh­rung der gesam­ten Bau­maß­nah­me wur­de TIAS Ties­ler Tief- und Hoch­bau GmbH aus Wal­deck im Ergeb­nis einer euro­pa­wei­ten, öffent­li­chen Aus­schrei­bung beauf­tragt.

Die Nord­was­ser GmbH betreibt als kom­mu­na­les Unter­neh­men im Auf­trag des War­­now-Was­­ser- und Abwas­ser­ver­ban­des (WWAV) die Anla­gen und Net­ze zur Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­be­sei­ti­gung in der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock sowie 28 Gemein­den in der Regi­on. Mit etwa 310 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ver­sorgt Nord­was­ser rund 270.000 Men­schen sowie Indus­trie und Gewer­be mit Trink­was­ser und berei­tet das ent­ste­hen­de Abwas­ser auf.

 

Arthur Neu­mann mit sei­nem Eis­vo­gel. Foto: Archiv R. Frank

Sie nann­ten ihn Eis­bär

24. Febru­ar: Haben Sie, lie­be Leser, schon ein­mal etwas von dem War­ne­mün­der Flug­ka­pi­tän Arthur Neu­mann gehört? Unser Kol­le­ge Rei­ner Frank traf Arthur Neu­mann vor lan­ger Zeit, schrieb über ihn und stellt uns hier Aus­zü­ge aus sei­ner Erleb­nis­re­por­ta­ge zur Ver­fü­gung:

Der War­ne­mün­der Flug­ka­pi­tän Arthur Neu­mann nahm als Ers­ter mit einem Flug­zeug von Spitz­ber­gen aus Kurs auf die Ark­tis.  Anfangs war es eine Hilfs­expe­di­ti­on, spä­ter eine eigen­stän­di­ge Auf­ga­be: Flug­ka­pi­tän Arthur Neu­mann (1890- 1974) und der Schwei­zer Foto­graf Wal­ter Mit­tel­hol­zer soll­ten den berühm­ten nor­we­gi­schen Polar­for­scher Roald Amund­sen bei einem Flug in die ark­ti­schen Wel­ten unter­stüt­zen.
Aller­dings ging Amund­sens Maschi­ne bei einem Pro­be­flug zu Bruch, wäh­rend Neu­mann mit sei­nen Beglei­tern per Damp­fer bereits gen Trom­sö schip­per­te. So soll­te der gebür­ti­ge Ham­bur­ger, der 1919 nach War­ne­mün­de zur Deut­schen Luft-Ree­­de­­rei gekom­men und ab 1923 für die Jun­kers Luft­ver­kehrs AG tätig war, eine wich­ti­ge­re Rol­le spie­len. Ziel war nun, geo­gra­fi­sche For­schun­gen mit­hil­fe von Luft­auf­nah­men durch­zu­füh­ren und die Robust­heit der „flie­gen­den Kis­te“ unter ark­ti­schen Bedin­gun­gen zu prü­fen.

Das Aben­teu­er Ark­tis mit dem Jun­kers-Gan­z­­me­­tall- Ein­de­cker „Eis­vo­gel” vom Typ F 13 begann am 8. Juli 1923. Ziel war es, soweit wie mög­lich von Spitz­ber­gen zum Pol vor­zu­drin­gen.| Neu­mann ent­le­dig­te sich sei­ner Auf­ga­be mit “bewun­de­rungs­wür­di­ger Bra­vour.” Obwohl das Flie­­ger-Duo wegen Pro­ble­men mit dem Motor am 83. Nörd­li­chen Brei­ten­grad den Wei­ter­flug zum Pol abbre­chen muss­te, war der Beweis erbracht, dass es mög­lich war, mit Flug­zeu­gen den Pol anzu­steu­ern. Spitz­ber­gen wur­de so das Sprung­brett für vie­le spä­te­re Polar­er­kun­dun­gen.

Als Post­flie­ger nach Island steu­er­te er mit der C1929/30 noch mehr­mals den Polar­kreis an. In War­ne­mün­de wirk­te er beim Auf­bau des zivi­len Luft­ver­kehrs mit. Er war dabei, als die ers­te euro­päi­sche See­post­li­nie War­ne­mün­de – Kopen­ha­gen – Mal­mö auf­ge­baut wur­de. Bei Rund­flü­gen ent­lang der Ost­see­küs­te saß er eben­so wie bei Starts von Schif­fen des Nord­deut­schen Lloyds im Cock­pit eines Flie­gers. Moto­ren blie­ben bis zuletzt sei­ne Lei­den­schaft. Noch im Alter von 84 Jah­ren war er zu Erle­di­gun­gen immer mit dem Moped unter­wegs. Ein klei­nes Modell eines Flug­zeugs jener Zeit erin­nert im Hei­mat­mu­se­um an sein Leben und Wir­ken.

Sehr lesens­wert auch „Im Flug­zeug dem Nord­pol ent­ge­gen“ von Wal­ter Mit­tel­hol­zer, der über den ers­ten Ver­such der Bei­den anschau­lich berich­tet. Eine Post­kar­te und Brief­mar­ken wur­den anläss­lich des Polar­flu­ges vom legen­dä­ren „Eis­bär“ her­aus­ge­ge­ben.

 

Mario Derer und Maren Brandt über­neh­men im Hotel Nep­tun ver­ant­wort­li­che Posi­tio­nen. Foto: Hotel Nep­tun

Spit­zen­kräf­te keh­ren zurück nach War­ne­mün­de

17. Febru­ar: Mit Mario Derer und Maren Brandt keh­ren zwei aus­ge­wie­se­ne Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten dort­hin zurück, wo ihre beruf­li­chen Wur­zeln lie­gen: ins Hotel Nep­tun. „Nach vie­len erfolg­rei­chen beruf­li­chen Sta­tio­nen in der Spit­zen­ho­tel­le­rie und im Tou­ris­mus­ma­nage­ment freu­en wir uns über die Rück­kehr unse­rer Eigen­ge­wäch­se“, betont Gene­ral Mana­ger Gui­do Zöllick: „Ein star­kes Zei­chen für die Attrak­ti­vi­tät unse­res Hau­ses und sei­nes Stand­or­tes“, unter­streicht der Hotel­di­rek­tor; „Bei­de Füh­rungs­kräf­te ken­nen das Nep­tun in allen Facet­ten. Ihre fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, Füh­rungs­er­fah­rung und tie­fe Ver­bun­den­heit zur Regi­on und unse­rem Haus sind ein gro­ßer Gewinn für unse­re wei­te­re Ent­wick­lung – in unse­rem 55. Jubi­lä­ums­jahr und dar­über hin­aus!“

Bereits 2003 begann Mario Derer sei­ne Aus­bil­dung im Rah­men eines dua­len Stu­di­ums der Betriebs­wirt­schafts­leh­re im Hotel Nep­tun. Er durch­lief sämt­li­che Abtei­lun­gen von ope­ra­ti­ven Berei­chen bis hin zu admi­nis­tra­ti­ven und stra­te­gi­schen Auf­ga­ben. Bis 2021 war er hier als Lei­ter Mar­ke­ting & Sales tätig, bevor es Derer als Lei­ter Tou­ris­mus & Kul­tur nach Bad Doberan zog. Die gebür­ti­ge Ros­to­cke­rin Maren Brandt ist eben­falls eine aus­ge­wie­se­ne Exper­tin: Die  43-Jäh­ri­­ge wur­de 2018 zur bes­ten Spa Mana­ge­rin Deutsch­lands gewählt. Vor ihrem Wech­sel nach War­ne­mün­de war Brandt für zahl­rei­che nam­haf­te Gast­ge­ber tätig, dar­un­ter das Grand Hotel Hei­li­gen­damm, das Stei­gen­ber­ger Hotel Ham­burg, die Flee­sen­see Hotel­be­triebs­ge­sell­schaft sowie die Aro­sa Resorts Schar­müt­zel­see und Tra­ve­mün­de. Auch für Brandt schließt sich der Kreis: Vor rund 20 Jah­ren absol­vier­te sie im Hotel Nep­tun ihre Aus­bil­dung zur Sport- und Fit­ness­kauf­frau und leg­te den Grund­stein für ihren erfolg­rei­chen beruf­li­chen Wer­de­gang.

Die zwei Exper­ten freu­en sich auf die ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­tio­nen und „wie­der Teil des beson­de­ren Nep­­tun-Teams zu sein“, wie bei­de beto­nen. „Das Haus, das Team und die Phi­lo­so­phie haben mich nach­hal­tig geprägt“, ist sich Brandt sicher: „Schön, dass ich am War­ne­mün­der Ost­see­strand glück­lich wie­der ange­kom­men bin und nun ein so her­aus­ra­gen­des Spa-Por­t­­fo­­lio krea­tiv wei­ter­ent­wi­ckeln kann.“ Derer ergänzt: „Nach meh­re­ren Jah­ren im öffent­li­chen Dienst ist mir noch ein­mal sehr bewusst gewor­den, wie leben­dig, viel­fäl­tig und dyna­misch die Hotel­le­rie ist. Sie bie­tet täg­lich neue Her­aus­for­de­run­gen, tol­le Begeg­nun­gen mit Gäs­ten und nahe­zu unbe­grenz­te Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten.“

 

Sabi­ne San­dig von der Buch­hand­lung Kra­kow Nachf. am Kir­chen­platz über­gibt dem Vor­sit­zen­den des Munch-Haus e. V. Ulrich Groß Spen­den­gel­der, die in einer Munch-Haus-Kera­­mik gesam­melt wor­den sind. Foto: Munch-Haus

Buch­hand­lung unter­stützt Munch-Haus

13. Febru­ar:  Gro­ße Freu­de bei Ulrich Groß, Vor­sit­zen­der des Edvard Munch Haus e.V., dem heu­te von Sabi­ne San­dig, Lei­te­rin der Buch­hand­lung Kra­kow Nachf., ein Spen­den­häus­chen mit ins­ge­samt 300 Euro über­reicht wur­de. Die Sum­me besteht aus vie­len Ein­zel­spen­den von Kun­den aus dem Jahr 2025. Die Buch­hand­lung hat die­se Sum­me nach oben auf einen vol­len Hun­der­ter­be­trag auf­ge­run­det.

Die Spen­den­samm­lung, mit der War­ne­mün­der Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen geför­dert wer­den, ist mitt­ler­wei­le schon geleb­te Tra­di­ti­on. Die Mut­ter der Buch­händ­le­rin, die  88jährige Chris­tel Weber, hat zum zwölf­ten Male eine Kera­mik­skulp­tur geschaf­fen, in die Mün­zen und Schei­ne gesteckt wer­den kön­nen. Die­ses Mal ist es das gut erkenn­ba­re Abbild des Am Strom 53 gele­ge­nen Edvard-Munch-Hau­­ses. Auf der Rück­wand der Kera­mik ist sogar Munchs welt­be­rühm­tes Bild „Der Schrei“ kari­kiert.

„Das ist eine ganz tol­le Idee und eine wun­der­ba­re Ges­te“, fin­det Ulrich Groß, gera­de auch weil ein hier im Ost­see­bad lan­ge ansäs­si­ger Kul­tur­be­trieb ein War­ne­mün­der Kul­­tur- und Kunst­haus unter­stützt. „Die Spen­de wird voll­stän­dig in den Erhalt unse­res Hau­ses flie­ßen“, ver­si­chert Groß und dankt Buch­händ­le­rin Sabi­ne San­dig stell­ver­tre­tend für die vie­len Kun­den, die die Akti­on unter­stützt haben. U.G.

 

Katha­ri­na Otte, Kat­rin Hel­ler und Cin­dy Wein­hold brin­gen das Leben der gro­ßen Hil­de­gard Knef inter­es­sant und unter­halt­sam auf die Büh­ne der Klei­nen Komö­die. Foto: Tho­mas Man­dt

Gro­ße Geschich­te auf klei­ner Büh­ne

6. Febru­ar: Zu einer unter­halt­sa­men, nach­denk­li­chen Geschichts­stun­de mit der Knef als Haupt­dar­stel­le­rin hat die Klei­ne Komö­die in der musi­ka­li­schen Insze­nie­rung von Cin­dy Wein­hold unter dem Titel „So oder so ist das Leben“ ein­ge­la­den. Wie­der ein­mal prä­sen­tier­te sich die mini­ma­lis­ti­sche Büh­ne die­ses Thea­ters als groß! „Schuld“ dar­an waren Cin­dy Wein­hold am Kla­vier, Kat­rin Hel­ler und Katha­ri­na Otte, die nicht ver­such­ten, Hil­de­gard Frie­da Alber­ti­ne  in ihren Jah­ren von 1925 bis 2002 dar­zu­stel­len, zu dou­beln. Son­dern sie folg­ten ihr poin­tiert musi­ka­lisch, sowie über Lese­aus­schnit­te aus den Büchern der Schrift­stel­le­rin Knef durch die unru­hi­gen Zei­ten die­ser Jahr­zehn­te. Habi­tus und Stim­me der Diva kamen dem Zuschau­er durch Jacob Gückel über sei­ne Aus­schnit­te von Doku­men­tar­auf­nah­men auf der „mit­spie­len­den“ Video­lein­wand nahe.

Es gelang den Akteu­ren ins­ge­samt, die Zuschau­er und Zuhö­rer sehr genau hin­hö­ren zu las­sen, was die Knef so unver­ges­sen macht nicht nur mit ihrer Stim­me, ihrer uner­schro­cke­nen  Art, son­dern auch wie sie sich über alle Klip­pen des Lebens hin­weg durch setz­te. Wie heißt es doch in einem vor­ge­tra­ge­nen Zitat aus ihren Büchern: „So wie das Meer ist, ist das Leben.“

Wie aktu­ell war doch die­se unter­halt­sa­me Geschichts­stun­de mit der Knef als Haupt­dar­stel­le­rin und wie gut,  dass dies vom Volks­thea­ter künst­le­risch auf die Büh­ne gebracht wur­de.

Hei­mat­mu­se­um ver­grö­ßert sich

30. Janu­ar: Im Hei­mat­mu­se­um War­ne­mün­de blie­ben die Gäs­te­zah­len im ver­gan­ge­nen Jahr im Gesamt­trend unver­än­dert gut. Fast 12.200  Besu­cher wur­den 2025 gezählt, bilan­zie­ren das Muse­um und der Muse­ums­ver­ein zufrie­den. Zum Ver­gleich: 2024 waren es rund 12900 Gäs­te.

Bis zum 14. Juni 2026 läuft im Hei­mat­mu­se­um noch die Son­der­aus­stel­lung „Ob die Möwen manch­mal an mich den­ken? Die Ver­trei­bung jüdi­scher Bade­gäs­te an der Ost­see”. In der zwei­ten Juni­hälf­te erfolgt der Aus­stel­lungs­wech­sel. Ab 4. Juli 2026 bis 13. Juni 2027 wird die Son­der­aus­stel­lung „100 Jah­re War­ne­mün­der Woche“ zu sehen sein. Dar­über hin­aus gibt es in der Dau­er­aus­stel­lung viel zu ent­de­cken, sodass sich ein Besuch immer lohnt. Seit Herbst 2025 ist im Aus­stel­lungs­be­reich zum 20. Jahr­hun­dert auch eine Mini-Aus­­s­tel­­lung zur Geschich­te der Eisen­bahn­fähr­ver­bin­dung War­­ne­­mün­­de-Gedser zu sehen, die von 1903 bis 1995 exis­tier­te.

Das Hei­mat­mu­se­um wird sich wie in jedem Jahr wie­der am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag im Mai und am Tag des offe­nen Denk­mals am 13. Sep­tem­ber betei­li­gen. Am Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag gibt es neben Musik, Mai­bow­le und Schmalz­stul­len auch einen Floh­markt unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“. Der Ein­tritt ist an bei­den Tagen wie immer frei. Von April bis Okto­ber lädt die Ein­rich­tung jeweils am drit­ten Mitt­woch des Monats wie­der zu Muse­ums­aben­den.

Dar­über hin­aus wächst das klei­ne Muse­um in die­sem Jahr auch ört­lich wei­ter über sich hin­aus. Denn 2026 beginnt die Erwei­te­rung des Muse­ums durch die Über­nah­me des Hau­ses Alex­an­dri­nen­stra­ße 30 (bis­lang Pen­si­on Birn­bom).

Vor­trä­ge und Ver­an­stal­tun­gen 2026:

15.04. War­nem­in­ner Utkie­kers – Lie­der auf Hoch und Platt
17.05. Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag – Muse­en mit Freu­de ent­de­cken (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!).
Mit einem Floh­markt der beson­de­ren Art unter dem Mot­to „Kunst & Krem­pel“
20.05. Johan­nes Lang – Han­del mit Teer in Ros­tock und War­ne­mün­de
17.06. Reno Stutz – Die Ros­to­cker Schif­fer­kom­pa­nie
15.07. Chris­ti­an Mey­er – 1866–2026 – 160 Jah­re Mey­ers Müh­le War­ne­mün­de
19.08. Uwe Heim­hardt – War­ne­mün­der Bau­ge­schich­te
13.09. Tag des offe­nen Denk­mals (10:00–17:00 Uhr, Ein­tritt frei!)
16.09. Wil­fried Stein­mül­ler – Ver­ges­se­ne War­­ne­­mün­­de-Lite­ra­­tur wie­der­ent­deckt im Orts­chro­ni­ken­por­tal M‑V
20.09. Hof­fest des Muse­ums­ver­eins (Muse­um geschlos­sen!)
01.–04.10. Ste­­phan-Jan­t­­zen-Tage in War­ne­mün­de und im Hei­mat­mu­se­um
21.10. Susan­ne Buch – Bericht aus der Restau­rie­rungs-Wer­k­statt: Wie die Ver­eins­fah­ne des War­ne­mün­der Män­­ner-Turn-Ver­­eins von 1887 wie­der zu neu­em Glanz gekom­men ist
04.12. Advents­markt vorm Hei­mat­mu­se­um (als Teil vom “Leben­di­gen Advents­ka­len­der”)

Die Vor­trä­ge fin­den in der Regel am drit­ten Mitt­woch des jewei­li­gen Monats statt. Vor­trags­be­ginn ist 18 Uhr, Ein­lass ab 17.30 Uhr. Kar­ten­re­ser­vie­run­gen haben bis 24 Stun­den vor Vor­trags­be­ginn Gül­tig­keit. (Ände­run­gen und Ergän­zun­gen im Pro­gramm sind mög­lich.) Link­tipp: https://heimatmuseum-warnemuende.de

Bri­git­te Moll hat die Musik für sich ent­deckt. Sie spielt meh­re­re Instru­men­te und ist u. a. im Ver­ein „Life music now“ aktiv. Foto: mkad

Har­mo­nie bestimmt ihr Leben

27. Janu­ar: “Seit mei­nem ers­ten Schrei mache ich Musik. Nur heu­te viel­leicht ein biss­chen bes­ser,“ lacht Bri­git­te Moll und erzählt: „Kaum war der Zünd­schlüs­sel im Fami­li­en­au­to rum­ge­dreht, sang und klang es. Volks­lie­der, Kin­der­lie­der. Rauf und run­ter.“  Im sau­er­län­di­schen Zuhau­se nahm Bri­git­te mit zwölf Jah­ren das Kla­vier in Beschlag, pus­te­te in die Block­flö­te und zupf­te auf der Gitar­re. Wäh­rend des Stu­di­ums spiel­ten Para­gra­fen statt Noten  die Haupt­rol­le im Leben der Her­an­wach­sen­den. So blieb es auch bei pas­si­vem Musik­ge­nuss  solan­ge sie in Ham­burg das Schild an der Haus­tür hat­te, das sie als Anwäl­tin aus­wies. Doch dann stell­te sich für Bri­git­te Moll das Leben noch ein­mal auf den Kopf. Es war tat­säch­lich gesche­hen, dass Deutsch­land eins wur­de. Vol­ler Inter­es­se woll­te sie die ande­re Sei­te rich­tig ken­nen­ler­nen, denn auf Schul­aus­flü­gen war der Osten sehr nebu­lös geblie­ben, um es „artig“ aus­zu­drü­cken, wie es so ihre Art ist. War­ne­mün­de, vor allem wegen der direk­ten Nähe zur Ost­see, wur­de ihre neue Adres­se. Sie nahm wie­der Unter­richts­stun­den und wenn ihr als gestan­de­ne Per­sön­lich­keit anfangs die Fin­ger zit­ter­ten beim Fin­den der rich­ti­gen Flö­ten­lö­cher, sie gab nicht auf.  Besann sich dar­auf, wie Musik Türen und Her­zen öff­nen kann. So mel­de­te sie sich, gera­de ange­kom­men im Ost­see­bad, im Chor der War­ne­mün­der Kan­to­rei an. Aus dem gro­ßen Chor wur­de es für sie bald der Kam­mer­chor. Es ent­stand mit Flö­te, Gei­ge, Cel­lo und Kla­vier  das Quar­tett der Kan­to­rei.  „Im Ren­ten­al­ter nimmt die Arbeit zwar ab, zu mei­nem gro­ßen Glück, nimmt die Musik aber zu.“

Ein Kla­vier und ein gan­zes Ensem­ble von höl­zer­nen Flö­ten und ein Saxo­phon ste­hen in der Veran­da. Fast täg­lich wer­den sie gespielt. „Sonst schla­fen sie ja ein – und ich auch!“ so Bri­git­te Moll, die vie­le Stun­den am Tag immer noch strei­tet und  dann, wenn der Akten­ord­ner aus der Hand gelegt ist,  Har­mo­nie, Ruhe in der Musik fin­det.

Doch längst nicht genug. Gemein­sam mit Musi­ker­freun­den bringt sie mit dem Ver­ein „Life music now“ Musik zu denen, die nicht mehr in den Kon­zert­saal gehen kön­nen. Ganz nach der Über­zeu­gung des Gei­gen­vir­tuo­sen Yehu­di Menu­hin, dass Musik heilt, trös­tet und Freu­de bringt.

In unse­rer Lan­des­haupt­stadt hat sie den Vor­sitz der Musik- und Kunst­schu­le ATARAXIA über­nom­men, die im Juni die­sen Jah­res ihr 35jähriges Bestehen fei­ert.  Ata­r­axia bedeu­tet im grie­chi­schen: See­len­ru­he, inne­re Gelas­sen­heit und Frie­den. Man könn­te mei­nen, dass genau dies auch auf Bri­git­te Moll zutrifft.

Moment! Manch­mal geht‘s auch sehr schrill zu. „Takt­los“ heißt das Flö­ten­en­sem­ble, in das sie sich ein­ge­reiht hat, das auch mäch­tig auf die Pau­ke hau­en kann….

Behut­sam ist sie Schritt für Schritt auf ihr neu­es Erleb­nis „Ost“ zuge­gan­gen. So ist sie in War­ne­mün­de ange­kom­men.    Moni­ka Kad­ner

Begeg­nungs­stät­te Am Moor plant auch 2026 tol­le Ver­an­stal­tun­gen

Ver­eins­vor­stand zieht nach dem ers­ten Jahr erfolg­rei­che Bilanz

24. Janu­ar: Die ers­te Jah­res­ver­samm­lung des am 1. Febru­ar 2025 gegrün­de­ten Ver­eins Begeg­nungs­stät­te Am Moor e. V (BAM) hat heu­te statt­ge­fun­den. Ins Leben geru­fen wur­de der neue Ver­ein mit Blick auf den die meis­te Zeit leer­ste­hen­den Saal im Ver­eins­haus des Klein­gar­ten­ver­eins Am Moor im War­ne­mün­der Wie­sen­weg. „Der Klein­gar­ten­ver­ein hat sich laut sei­ner Sat­zung um die Gär­ten zu küm­mern. Nicht um Kul­tur. Also haben wir beschlos­sen, den wenig genutz­ten Saal nicht mehr mit an die Gas­tro­no­men zu ver­pach­ten, son­dern des­sen Nut­zung in die Hän­de eines eigen­stän­di­gen Ver­eins zu legen“, erin­nert sich Ondra Kit­ze­row. Inzwi­schen hat der gro­ße Raum ein zeit­ge­mä­ßes Out­fit bekom­men, kann von ande­ren Ver­ei­nen, aber auch von Pri­vat­per­so­nen gebucht wer­den. Der Vor­stand, bestehend aus Ondra Kit­ze­row, Vor­sit­zen­der, Jür­gen Dührkop, stellv. Vor­sit­zen­der, Maik Stamer, Schatz­meis­ter, Anne Jülich, Pro­to­koll­füh­re­rin, Rene Hei­nig, Bei­sit­zer, und Hei­ke Anna Hil­de­brand, Ersatz­mit­glied, konn­te heu­te eine durch­weg posi­ti­ve Bilanz zie­hen. „Wir haben im zurück­lie­gen­den Jahr zahl­rei­che tol­le Ver­an­stal­tun­gen durch­füh­ren kön­nen, die natür­lich auch von Nicht-Ver­­ein­s­­mi­t­­glie­­dern besucht wer­den kön­nen. Das Inter­es­se war groß. Für uns Ansporn, wei­ter zu machen, neue Ideen zu ent­wi­ckeln“, sagt Hei­ke Anna Hil­de­brand. Die Buch­le­sun­gen waren ein solch gro­ßer Erfolg, dass sich inzwi­schen Autoren mel­den, um dort auf­tre­ten zu kön­nen. Auch die Open Stage Jam, die am 30. Janu­ar um 18 Uhr  in die nun­mehr fünf­te Run­de geht und Akteu­ren eine brei­te Büh­ne in Sachen Musik bie­tet, hat vie­le Freun­de gefun­den. Geplant ist bei­spiels­wei­se auch ein platt­deut­scher Nach­mit­tag am  21. März um 15 Uhr. Und die Vor­schlä­ge, ein Kon­zert mit Stu­den­ten der HMT oder auch ein Som­­mer-Kino zu orga­ni­sie­ren, sind auf offe­ne Ohren gesto­ßen. „Gera­de heu­te haben wir beschlos­sen, unse­re Büh­ne in der Begeg­nungs­stät­te noch bes­ser zu beleuch­ten“, berich­tet Ondra Kit­ze­row. Der Vor­sit­zen­de freut sich, dass bekann­te War­ne­mün­der wie Mari­ken und Jobst Mehlan zu den Ver­eins­mit­glie­dern zäh­len. Wei­te­re sind herz­lich will­kom­men. Der Jah­res­bei­trag beträgt zwölf Euro. Aber wer Inter­es­se hat, darf auch För­der­mit­glied wer­den, denn die Begeg­nungs­stät­te lebt von För­der­mit­teln. Auf der Inter­net­sei­te des Ver­eins kann man den Mit­glieds­an­trag aus­fül­len. Und wer den Kon­takt sucht, kommt mit die­sem aus­ge­füllt zu einer der nächs­ten Ver­an­stal­tun­gen, die Sie, lie­be Leser, unter was, wann, wo auf unse­rer aal­­glatt-Sei­­te fin­den.

Natur­denk­mal wird vor­be­rei­tet

23. Janu­ar: Im Wald hin­ter der Pro­me­na­de sind rund um die Aran­­ka-Wie­­se Baum­pfle­ge­ar­bei­ten im Gan­ge. Die dafür ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­te­rin im Grün­amt, Stef­fi Sold­an, berich­tet uns, dass bereits im Dezem­ber in die­sem flä­chi­gen Bestand mit Baum­fäl­lun­gen ange­fan­gen wur­de. Die­se habe man zuvor mit dem Orts­bei­rat abge­stimmt. Die­se, in ihren Umfän­gen unter­schied­li­chen Bäu­me muss­ten in die­ser Win­ter­sai­son wei­chen, da sie hier durch ver­schie­de­ne Krank­hei­ten die Ver­kehrs­si­cher­heit rund um die Aran­­ka-Wie­­se gefähr­de­ten.

Wir erfuh­ren bei die­sem Gespräch mit dem Grün­amt, dass im Ste­­phan-Jan­t­­zen- Park eine sehr dicke Eiche in den Schutz­sta­tus eines Natur­denk­mals gestellt wer­den soll. Dafür lau­fen gera­de jetzt die Vor­be­rei­tun­gen im Rat­haus. Auch auf der jüngs­ten Sit­zung des Orts­bei­ra­tes wur­de das the­ma­ti­siert (aal­glatt berich­te­ten).

Ein Aus­blick in den Herbst 2026: Auf Grund des Rota­ti­ons­prin­zips für Baum­pflan­zun­gen in der Han­se­stadt wer­den in unse­rem Ort Nach­pflan­zun­gen statt­fin­den. Das geschieht auch, um vor­han­de­ne Fehl­stel­lun­gen wie­der auf­zu­fors­ten. mkad

Das Hotel Nep­tun sucht Ihre Erin­ne­run­gen, lie­be Leser, und ver­schenkt ein Stück Nep­­tun-Geschich­­te, näm­lich die his­to­ri­schen gel­ben Buch­sta­ben vom Nep­­tun-Por­­tal; auf dem Foto prä­sen­tiert von der Logis-Mana­­ge­rin Kers­tin Pin­­gel-Scheydt, dem Chef de Par­tie Simon Win­gen­feld, der Stell­ver­tre­ten­den Restau­rant­lei­te­rin Lisa Well­sandt aus dem Café Pan­ora­ma, Omar Sab­reen aus dem House­kee­ping und PR-Che­­fin Sil­ke Gre­ven. (v.l.n.r.) Foto: Hotel Nep­tun

55 Jah­re Hotel Nep­tun

21. Janu­ar: : Sei­nen 55. Geburts­tag begeht das weit­hin bekann­te Hotel Nep­tun in die­sem Jahr. Ein guter Grund, das gro­ße Jubi­lä­um am War­ne­mün­der Ost­see­strand 2026 mit zahl­rei­chen Aktio­nen und Ange­bo­ten gebüh­rend zu fei­ern. Das tra­di­ti­ons­rei­che 5‑S­­ter­­ne-Haus lädt Gäs­te und die Öffent­lich­keit dazu ein, das denk­wür­di­ge Ereig­nis mit­zu­ge­stal­ten und mit­zu­er­le­ben.

„Es ist kaum zu glau­ben: Wir füh­len uns noch gar nicht so alt, son­dern äußerst leben­dig und lebens­froh“, lacht Gene­ral Mana­ger Gui­do Zöllick: „Das liegt wohl vor allem an unse­ren zahl­rei­chen treu­en Stamm­gäs­ten und natür­lich an unse­rer tol­len Mann­schaft. Gemein­sam sor­gen wir Jahr für Jahr für vie­le fröh­li­che Momen­te und ein schö­nes Mit­ein­an­der in unse­rem Nep­tun.“

Ange­bo­te und Geschenk­ideen

Wer das Wie­gen­fest des legen­dä­ren Hau­ses haut­nah mit­er­le­ben möch­te, kann das ganz bequem mit sei­ner Urlaubs­pla­nung ver­bin­den. „Wir haben für unse­re Gäs­te ein mehr­tä­gi­ges Jubi­lä­ums­an­ge­bot geschnürt, das man das gan­ze Jahr buchen kann. Und natür­lich möch­ten wir auch unser Geburts­­tags-Wochen­en­­de inklu­si­ve gro­ßer Gala mit vie­len ver­trau­ten Gesich­tern, pro­mi­nen­ten Gäs­ten, Freun­den, Fans und Part­nern fei­ern“, freut sich der Hotel­chef.

Das gan­ze Jahr über dür­fen sich die Gäs­te auf eine kuli­na­ri­sche Zeit­rei­se bege­ben. So wer­den neben den belieb­ten Nep­­tun-Klas­­si­kern auch ein exklu­si­ves Jubi­lä­ums­me­nü, ein Geburts­tags­eis­be­cher und ein bekann­ter Cock­­tail-Klas­­si­ker ange­bo­ten. Zum Jubi­lä­um gibt es außer­dem einen limi­tier­ten Wand­ka­len­der mit wun­der­schö­nen, fröh­lich gezeich­ne­ten Moti­ven aus dem Hotel vom War­ne­mün­der Künst­ler Sebas­ti­an Sta­ve und vie­le wei­te­re ori­gi­nel­le Pro­duk­te im hotel­ei­ge­nen Shop „Nep­­tun-Welt“.

Jetzt ein Stück Nep­tun gewin­nen

Zum gro­ßen Jubi­lä­um macht man sich natür­lich rich­tig schick: Aus die­sem Anlass wur­den die his­to­ri­schen, gel­ben Leucht-Buch­sta­­ben „H, O, T, E, L“ am Nep­­tun-Por­­tal erneu­ert und sorg­fäl­tig auf­be­wahrt. „Jetzt star­ten wir mit die­sem Stück Hotel­ge­schich­te unse­re ers­te gro­ße Jubi­lä­ums­ak­ti­on – ein ein­ma­li­ges Gewinn­spiel“, ver­rät PR-Che­­fin Sil­ke Gre­ven: „Tei­len Sie mit uns Ihre per­sön­li­chen Erin­ne­run­gen und schöns­ten Momen­te aus 55 Jah­ren und schrei­ben Sie uns, war­um Sie das Nep­tun lie­ben!“, appel­liert Gre­ven an Gäs­te und Ein­hei­mi­sche: „Unter allen Ein­sen­dun­gen ver­lo­sen wir bis zu unse­rer Jubi­lä­ums­ga­la im Som­mer jeden Monat einen Buch­sta­ben.“ Mit­ma­chen und gewin­nen kann jeder. Ein­sen­de­schluss ist der 31. Mai 2026.

Wer an der gro­ßen Buch­sta­ben­ver­lo­sung teil­neh­men möch­te, schickt sei­ne Bil­der und Geschich­ten an PR-Mana­­ge­rin Sil­ke Gre­ven, Hotel Nep­tun, See­stra­ße 19, 18119 War­ne­mün­de, an s.greven@hotel-neptun.de oder pos­tet alles auf dem hotel­ei­ge­nen Face­­book-Kanal. So kann man Erin­ne­run­gen tei­len und mit etwas Glück einen der fünf Buch­sta­ben im Groß­for­mat gewin­nen!

Ein­zig­ar­ti­ge Erfolgs­ge­schich­te am Meer

Im Juni 1971 begann am Strand von War­ne­mün­de die ein­ma­li­ge Erfolgs­ge­schich­te: Das Hotel Nep­tun öff­ne­te sei­ne Türen und emp­fing bereits sei­ne ers­ten Gäs­te mit dem Anspruch, jeden Auf­ent­halt zu etwas Beson­de­rem zu machen. 55 Jah­re spä­ter blickt man in dem tra­di­ti­ons­rei­chen Haus stolz auf über neun Mil­lio­nen Gäs­te aus mehr als 120 Län­dern zurück. Im Lau­fe der Jahr­zehn­te hat sich das Nep­tun zu einer star­ken Mar­ke ent­wi­ckelt und sich als exklu­si­ves Urlaubs- und Well­ness­ho­tel mit ein­zig­ar­ti­gen Ori­­gi­nal-Thalas­­so-Ange­­bo­­ten und Tagungs­mög­lich­kei­ten eta­bliert. So reicht der exzel­len­te Ruf des Hau­ses längst weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus – das Hotel Nep­tun steht für Höchst­leis­tun­gen: erst­klas­si­ge Ange­bo­te, einen her­vor­ra­gen­den Ser­vice, geleb­te Gast­freund­schaft und sei­nen ganz beson­de­ren Nep­­tun-Spi­rit.

In den Stra­ßen geht die Bud­de­lei wei­ter

17. Janu­ar: Die Bud­de­lei im Ost­see­bad geht auch im Jah­re 2026 unver­min­dert wei­ter. Fern­wär­me­lei­tun­gen oder/ und Was­­ser- und Abwas­ser­lei­tun­gen wer­den ver­legt.

In der Ros­to­cker Stra­ße, wo eigent­lich in der zwei­ten Kalen­der­wo­che die Arbei­ten wei­ter­ge­hen soll­ten, sind auf­grund des Wet­ters noch kei­ne Akti­vi­tä­ten aus­zu­ma­chen. Glaubt man dem Wet­ter­be­richt, dann dür­fen wir uns in den nächs­ten Tagen auf eisi­ge Tem­pe­ra­tu­ren freu­en, sodass die Bau­stel­le wahr­schein­lich wei­ter ruht. Erfolgt der Neu­start, dann ist eine Voll­sper­rung der Fahr­bahn auf Höhe Ros­to­cker Stra­ße 16 bis zum Kreu­zungs­be­reich Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße not­wen­dig. Die Ver­kehrs­um­lei­tung wird wie zuvor über die Stra­ße Zum Zoll­amt erfol­gen und ist ent­spre­chend aus­ge­schil­dert. Die­ser drit­te Abschnitt war eigent­lich bis Anfang April geplant. Nun sind Ver­zö­ge­run­gen sehr wahr­schein­lich. Ob die gesam­te Maß­nah­me wie geplant Mit­te Mai 2026 endet, scheint der­zeit unklar.

In der Ros­to­cker Stra­ße wer­den meh­re­re Maß­nah­men gleich­zei­tig umge­setzt. Nord­was­ser erneu­ert auf gut 300 Metern das gesam­te Trink­was­ser­sys­tem. Dar­un­ter fällt eine für die Ver­sor­gung des gesam­ten Stadt­teils wesent­li­che Haupt­trans­port­lei­tung, die auf­grund ihres alters­be­ding­ten Zustan­des sanie­rungs­be­dürf­tig ist. Zudem wer­den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen opti­miert, zuge­hö­ri­ge Haus­an­schlüs­se ange­passt und Schmutz- sowie Regen­was­ser­ka­nä­le neu gebaut. Nord­was­ser führt die­se Bau­maß­nah­me im Auf­trag des War­­now-Was­­ser- und Abwas­ser­ver­ban­des durch, die Inves­ti­ti­ons­sum­me beträgt rund 1,2 Mil­lio­nen Euro.

Die Stadt­wer­ke Ros­tock wer­den zeit­gleich die Fern­wär­me­er­schlie­ßung in der Ros­to­cker Stra­ße sowie in den Kreu­zungs­be­rei­chen der Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße und der Johann-Sebas­­ti­an-Bach-Stra­­ße umset­zen. Ros­tock, ver­tre­ten durch das Tief­bau­amt, wird im Anschluss an die Tief­bau­ar­bei­ten die Stra­ßen­de­cke erneu­ern. Wie Tief­bau­amts­lei­ter Hei­ko Tibur­ti­us auf der jüngs­ten Orts­bei­rats­sit­zung sag­te, ist es das Ziel, dass die Stra­ße bis Ende Juni kom­plett fer­tig gestellt ist. Gibt es Zeit­ver­zö­ge­run­gen, so wer­den die Arbei­ten im Som­mer unter­bro­chen, sodass dort Fahr­zeu­ge wäh­rend der Haupt­ur­laubs­zeit rol­len kön­nen.  Rest­li­che Arbei­ten wür­den dann im Sep­tem­ber erfol­gen.

Mit der Durch­füh­rung der gesam­ten Bau­maß­nah­me wur­de TIAS Ties­ler Tief- und Hoch­bau GmbH aus Wal­deck im Ergeb­nis einer euro­pa­wei­ten, öffent­li­chen Aus­schrei­bung beauf­tragt.

Ist die Ros­to­cker Stra­ße fer­tig, wird die Alte Bahn­hof­stra­ße in Angriff genom­men. Nach der Som­mer­pau­se, wahr­schein­lich im Sep­tem­ber, star­ten dort die Bau­ar­bei­ten, die sich bis ins Jahr 2027 zie­hen. Erneu­ert wer­den soll dort eine aus dem Jah­re 1937 stam­men­de Trink­was­ser­lei­tung auf einer Län­ge von 500 Metern.

Auch in der Schil­ler­stra­ße sol­len die Arbei­ten je nach Wet­ter zügig wei­ter­ge­hen. Dort set­zen die Stadt­wer­ke den Aus­bau zur Fern­wär­me­er­schlie­ßung und zum spä­te­ren Ring­schluss über die Wacht­ler­stra­ße fort. Anwoh­ner und Gewer­be­trei­ben­de haben einen Zugang zur Fern­wär­me­ver­sor­gung ab etwa Anfang 2027. Im vor­aus­sicht­lich im Febru­ar begin­nen­den Bau­ab­schnitt 3 vom Abzweig Wacht­ler­stra­ße bis zum Nor­den­de der Schil­ler­stra­ße am dor­ti­gen Hotel-Par­k­haus sind eine Voll­sper­rung in dem Bereich sowie eine Ver­kehrs­um­lei­tung geplant. Die Fuß­we­ge blei­ben begeh­bar.

Eben­falls gebud­delt wird in der Wacht­ler­stra­ße zwi­schen Schil­­ler- und Kur­haus­stra­ße. Die­ser Abschnitt hat auf­grund bestehen­der Ver­trä­ge zur Fern­wär­me­ver­sor­gung Prio­ri­tät.

In der Richard-Wag­­ner-Stra­­ße, wo bereits im ver­gan­ge­nen Jahr umfang­rei­che Arbei­ten durch­ge­führt wor­den sind, steht ab Sep­tem­ber noch eine klei­ne­re Maß­nah­me im Zusam­men­hang mit einer Schmutz­was­ser­schlepp­lei­tung an. Eine halb­sei­ti­ge Sper­rung steht dann bevor.

Ob die Arbei­ten in der Fritz-Reu­­ter-Stra­­ße noch in die­sem oder erst im nächs­ten Jahr begin­nen, ist noch nicht ent­schie­den. Auch dort wer­den die Stadt­wer­ke und Nord­was­ser gemein­sam unter sehr her­aus­for­dern­den Bedin­gun­gen tätig sein. Sabi­ne Schu­bert

Schwim­men­des Bis­tro auf dem Altem Strom

13.Januar: Wäh­rend vie­len Gas­tro­no­men lan­d­auf-lan­d­ab die Pus­te aus­geht, bli­cken die­se bei­den gestan­de­nen Gas­tro­no­men ganz opti­mis­tisch ins neue Jahr – Jana und Kurt Weber. Seit nun mehr als 20 Jah­ren haben sie mit dem Hum­mer­korb auf der Mit­tel­mo­le ihre Visi­ten­kar­te abge­ge­ben. Seit kur­zem gehört ihnen eben dort auch die Skip­per Lounge, wo einst Tank­stel­le und Ser­vice von Fie­te Paap, dem Boots­ser­vice, waren.

„Mach bloß kei­ne Wer­bung!“ , bit­tet manch War­ne­mün­der, der hier längst Stamm­gast ist. Trotz des schein­bar impro­vi­sier­ten Ambi­en­tes mit der ein­ge­haus­ten Ter­ras­se, ist der Trumpf die Möblie­rung. Das Ambi­en­te eines viel­leicht etwas grö­ße­ren Boo­tes, wie sie hier in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft am Steg lie­gen. Kusche­li­ge Decken und Kis­sen lie­gen bereit, Wär­me­strah­ler sind geschal­tet, wenn auf der Back Glüh­wein oder hei­ße Säf­te damp­fen. Der klei­ne Hun­ger kann gestillt wer­den, wäh­rend auf der gegen­über lie­gen­den Sei­te des Alten Stro­mes lär­men­der Tru­bel „In“ ist.

Neu­es Jahr. Noch­mal die Ärmel hoch – sagen sich Jana und Kurt Weber und gehen in die­sen Tagen in die (hof­fent­lich!) letz­te Etap­pe der Büro­kra­tie. Sie möch­ten vor ihr Bis­tro einen 9 Meter mal 19 Meter gro­ßen Pon­ton legen. „Wäre das nicht auch eine inter­es­san­te Tou­ris­ten­at­trak­ti­on für das Ost­see­bad?“ zwin­kert mir der 73-jäh­ri­­ge ehe­ma­li­ge Hel­go­län­der Kurt Weber zu, der vol­ler Taten­drang davon über­zeugt ist und gern als nächs­ten Schritt von „sei­ner“ Insel auch ein tra­di­tio­nel­les Bör­te Boot mit an den Alten Strom brin­gen möch­te, das im Shu­t­­t­le-Ver­­kehr Besu­cher zur Skip­per Lounge über­set­zen könn­te.

Aal­glatt ist dem rea­lis­ti­schen Traum der Bei­den auf den Grund gegan­gen. Aus dem Ros­to­cker Rat­haus erfah­ren wir:

„Es hat dazu im Dezem­ber ein Auf­takt­ge­spräch zwi­schen der Fami­lie Weber und Ver­tre­tern des Hafen- und See­manns­am­tes gege­ben. Das Pro­jekt zur was­ser­sei­ti­gen Nut­zungs­er­wei­te­rung wur­de vor­ge­stellt. Das Kon­zept wird sei­tens der Betrei­ber nun geschärft und kon­kre­ter beschrie­ben. Eine Umset­zung in die­sem Jahr erscheint rea­lis­tisch.“

Aus der Ree­de­rei Kam­mel erfah­ren wir, dass der recht schma­le Alte Strom wei­ter für die Fahr­gast­schif­fe gut befahr­bar blei­ben muss. Das ist gege­ben, wenn der Pon­ton so gelegt wird, wenn er zwi­schen den vor­han­de­nen Dal­ben bleibt.

Ein span­nen­der Som­mer am Strom steht bevor. Es könn­te tat­säch­lich end­lich mehr um Qua­li­tät, als um Quan­ti­tät in unse­rem Ort gehen. Moni­ka Kad­ner

Mit­tel­mo­le wird Fokus­pro­jekt

17. Dezem­ber: Still ruht schein­bar der See bezüg­lich der Bebau­ung der Mit­tel­mo­le, einem abso­lu­ten Filet-Grun­d­­stück. Erin­nern Sie sich an die Vor­stel­lung von Ideen und an all die Dis­kus­sio­nen, die teils sehr kon­tro­vers geführt wor­den sind? Dar­an, dass der vor­ma­li­ge OB Madsen sämt­li­che Pla­nun­gen gestoppt hat? Hat Irgend­wer in der Stadt­ver­wal­tung doch die Mit­tel­mo­le noch auf dem Schirm oder bleibt das gro­ße Are­al wei­ter­hin WIRO-Par­k­­platz? Aal­glatt gab die Fra­gen wei­ter an die Pres­se­stel­le der Stadt­ver­wal­tung und erfuhr:

Die Mit­tel­mo­le spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de und der Han­­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock und ist ein Aus­hän­ge­schild der Regi­on Rich­tung Ost­see. Daher wur­de nach Auf­ga­be des Fähr­ver­kehrs nach Gedser und Ver­kauf der Grund­stü­cke an die WIRO ein gro­ßer städ­te­bau­li­cher Wett­be­werb durch­ge­führt, aus dem in einem inten­si­ven Pla­nungs­ver­fah­ren mit den Betei­lig­ten vor Ort der Funk­ti­ons­plan Mit­tel­mo­le ent­wi­ckelt wur­de.

In einem dis­kur­si­ven Pro­zess mit den ört­li­chen Kri­ti­kern des Plans, den Gre­mi­en des Orts­bei­rats und der WIRO wur­de nach poli­tisch mehr­heits­fä­hi­gen und wirt­schaft­lich rea­li­sier­ba­ren Lösun­gen gesucht, die in einen Bebau­ungs­plan umge­setzt wer­den soll­ten. Für eini­ge weni­ge Punk­te wur­de kei­ne für alle Betei­lig­ten befrie­di­gen­de Lösung gefun­den, daher wur­de der Pro­zess gestoppt.

Tors­ten Fischer als neu­er Amts­lei­ter des Amtes für Stadt­ent­wick­lung, Stadt­pla­nung und Mobi­li­tät möch­te die Ent­wick­lung der Mit­tel­mo­le ihrer her­aus­ra­gen­den städ­te­bau­li­chen Bedeu­tung wegen nun zu einem Fokus­pro­jekt für die Ent­wick­lung des See­ba­des War­ne­mün­de machen. Er hat das The­ma daher wie­der auf die Agen­da des Amtes gesetzt. Aktu­ell wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für eine mög­li­che Pla­nung und Umset­zung geprüft und ent­spre­chen­de Gesprä­che mit den betei­lig­ten Akteu­ren geführt. Wich­tig für das Gelin­gen ist ein star­kes Com­mit­ment mit Poli­tik und dem Grund­ei­gen­tü­mer.

 

Sie fal­len auch Fol­kert Jans­sen und Dr. Karin Gut­hoff sofort ins Auge, die sie­ben grü­nen Tafeln, die unter­halt­sam über den Maler Edvar Munch berich­ten und ganz neu im Stadt­bild zu fin­den sind. Foto: mkad

Raus aus dem Haus zum Munch-Pfad

4. Dezem­ber: „Raus aus dem Haus!“, sag­ten sich Mit­glie­der vom Ver­ein des Munch Hau­ses. Dabei ist die­ses denk­mal­ge­schütz­te Fischer­haus am Alten Strom schon seit rund 30 Jah­ren immer etwas Beson­de­res.

Raus aus dem Haus? Aus die­ser Begeg­nungs­stät­te nor­we­gi­scher und deut­scher Künst­ler? Aus dem Treff von War­ne­mün­dern mit nor­we­gi­scher Lebens­wei­se?

Das Haus, die­ses Klein­od am Strom, bleibt, wie es der Ver­ein kon­zi­piert hat. Aber es soll mehr wer­den: Ein ganz augen­schein­li­ches, beim Spa­zier­gang erleb­ba­res Ange­bot für Ein­hei­mi­sche und Tou­ris­ten, um Edvard Munchs 18-mona­­ti­­gen Auf­ent­halt in War­ne­mün­de  von Mai 1907 bis Okto­ber 1908 noch deut­li­cher zu machen.

Die Idee eines Munch-Pfa­­des kris­tal­li­sier­te sich gemein­sam mit dem Kul­tur­aus­schuss des Ortes und dem Orts­bei­rat her­aus. Zunächst ent­stand eine digi­ta­le Schnit­zel­jagd von Wegen, die der Maler gegan­gen war. Sze­nen sei­ner Bil­der stell­ten die Schü­ler der eco­lea vor gut vier Wochen zur Pre­miè­re des Pfa­des nach, mach­ten Fotos – und waren begeis­tert über die­sen Bound „Edvard Munch in War­ne­muen­de“, der sich vor allem an Jugend­li­che wen­det.

Par­al­lel dazu sind seit heu­te sie­ben grü­ne Tafeln neu im Stadt­bild des Ost­see­ba­des zu ent­de­cken, die über Munch in Schrift, Bild und bald auch in Ton berich­ten. Es ist alles his­to­risch kor­rekt, aber Ulrich Groß, Vor­sit­zen­der des Ver­eins, fand in Brief­do­ku­men­ten herr­li­che, teils unbe­kann­te Anek­do­ten über den Maler. Ansichts­kar­ten aus dem Schatz des Hei­mat­mu­se­ums ver­voll­stän­di­gen die­se vor Infor­ma­tio­nen über­quel­len­den neu­en grü­nen Tafeln War­ne­mün­des. Auch dank eines QR-Codes!

Mit einem klei­nen Stück­chen mehr Kul­tur­ge­schich­te kann sich sehr offen­sicht­lich nun War­ne­mün­de schmü­cken, ja,  mit einem tou­ris­ti­schen Mehr­wert, weil der Munch-Ver­­ein beschloss: „Raus aus dem Haus!“  Moni­ka Kad­mer

Die neue Anzei­ge­ta­fel hält zahl­rei­che Wet­­ter- Daten bereit. Foto: Rudolf Kem­nitz

Top aktu­ell: neue Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on

28. Novem­ber: Ver­misst haben vie­le War­ne­mün­der, aber auch Tou­ris­ten die Anzei­ge­ta­fel an der Wet­ter­sta­ti­on in der See­stra­ße. Bei einem Bum­mel auf der See­pro­me­na­de bei­spiels­wei­se gehör­te es ein­fach dazu, mal zu gucken, wie das Wet­ter tat­säch­lich ist und was sich mög­li­cher­wei­se über uns zusam­men­braut. Die alte Anzei­ge wur­de im Dezem­ber 2021 demon­tiert, nach­dem im Sep­tem­ber 2021 auch die letz­te Mit­ar­bei­te­rin die War­ne­mün­der Dienst­stel­le ver­las­sen hat und mit neu­en Auf­ga­ben zu einem ande­ren Geschäfts­feld wech­sel­te. Damit war das zum Teil hän­di­sche Ein­pfle­gen der Wet­ter­da­ten nicht mehr gewähr­leis­tet. Dass es nun so lan­ge dau­er­te, bis eine auto­ma­tisch arbei­ten­de Schau­ta­fel wie­der instal­liert wer­den konn­te, hat ver­schie­de­ne Ursa­chen. Zuletzt hat­te die vor­läu­fi­ge Haus­halts­füh­rung der Bun­des­re­gie­rung zu wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen geführt.

Beim Blick auf die Anzei­ge­ta­fel wird man fest­stel­len, dass die Was­ser­tem­pe­ra­tur nicht mit auf­ge­führt wird. Das hat einen ein­fa­chen Grund: Die Mes­sung der Was­ser­tem­pe­ra­tur gehört nicht zum Stan­dard­mess­pro­gramm einer Wet­ter­sta­ti­on. Frü­her war dies eine optio­na­le Leis­tung, die von der per­so­nell besetz­ten Wet­ter­sta­ti­on mit­erle­digt wur­de. Lei­der kann die­se Infor­ma­ti­on nun nicht mehr bereit­ge­stellt wer­den.

Was aber zu sehen ist auf der Anzei­ge sind die aktu­el­le Luft­tem­pe­ra­tur, gemes­sen in zwei Meter Höhe, sowie die Luft­feuch­tig­keit, der Luft­druck, die Wind­an­ga­ben sowie die Wol­ken­un­ter­gren­ze, gemes­sen direkt über der Sta­ti­on. Dane­ben wer­den im zeit­li­chen Ver­lauf die Luft­tem­pe­ra­tur und die Wind­bö­en dar­ge­stellt. Alles in allem top aktu­ell und sehr anschau­lich! Rudolf Kem­nitz