Ver.di Nord klagt: Gericht kippt Bäderregelung
14. März: Die Aufregung ist groß. Denn die aktuelle Bäderregelung in Mecklenburg-Vorpommern steht erneut auf dem Prüfstand. Das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat mit Urteil vom 12. März 2026 die derzeitige Öffnungszeitenverordnung des Landes für unwirksam erklärt
Nach Auffassung des Gerichts erlaubt die bestehende Verordnung Sonntagsöffnungen in zu vielen Orten und an zu vielen Tagen im Jahr. Damit werde das verfassungsrechtlich gebotene Verhältnis zwischen der Regel – der Sonn- und Feiertagsruhe – und möglichen Ausnahmen nicht ausreichend gewahrt. Konkret betrifft das die Freigabe von Sonderöffnungszeiten in touristisch geprägten Orten im Zeitraum vom 15. März bis 31. Oktober sowie rund um die Weihnachts- und Neujahrsferien.
Trotz der Entscheidung bleibt die derzeitige Regelung zunächst bestehen, da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Das heißt: Ab morgen dürfen ausgewählte Geschäfte auch in Warnemünde sonntags wieder ab 11 Uhr öffnen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern prüft derzeit, ob gegen die Entscheidung eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt wird. Zunächst will das Wirtschaftsministerium die schriftliche Urteilsbegründung abwarten.
Aus Sicht des DEHOGA MV unterstreicht die aktuelle Entwicklung erneut, wie wichtig eine rechtssichere und zugleich praxistaugliche Lösung für touristisch geprägte Regionen ist. In einer Presseerklärung sagt DEHOGA-Präsident Lars Schwarz: Unser Bundesland gehört zu den bedeutendsten Tourismusländern Deutschlands. Gerade in Ferienzeiten erwarten Gäste ein Angebot, das den Bedürfnissen eines modernen Urlaubslandes entspricht. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Geschäfte in stark frequentierten Tourismusorten an ausgewählten Sonn- und Feiertagen öffnen können. Die Bäderregelung ist daher weit mehr als eine Frage des Einzelhandels. Sie betrifft das gesamte touristische Angebot und damit auch das Gastgewerbe. Geschlossene Geschäfte an stark frequentierten Urlaubstagen sorgen regelmäßig für Unverständnis bei Gästen und führen zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber anderen Destinationen im In- und Ausland. Da kommen Gäste ins Land mit vollem Portemonnaie und wir geben ihnen nicht die Möglichkeit, das Geld auszugeben. Das hat nicht nur einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Regionen zur Folge, sondern wirkt sich auch auf den Erhalt von Arbeitsplätzen aus.
Auch der Tourismusverein Rostock & Warnemünde e. V. sieht diese Entscheidung mit großer Sorge. Für die Tourismusregion Rostock und Warnemünde, so Vorsitzender Holger Martens, ist die Möglichkeit der Sonntagsöffnung ein wesentlicher Bestandteil eines attraktiven Standort- und Serviceangebots. Sie stärkt die Aufenthaltsqualität für Gäste, verbessert die Besucherorientierung in der Destination und unterstützt zugleich die wirtschaftliche Stabilität des stationären Handels. Davon profitieren nicht nur Urlauber und Tagesgäste, sondern auch viele Einheimische, die diese Angebotsstrukturen ebenfalls nutzen. Gerade in einer stark touristisch geprägten Region erwarten Besucher an Wochenenden und in saisonalen Spitzenzeiten eine verlässliche Infrastruktur. Dazu gehören neben Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft ausdrücklich auch geöffnete Einzelhandelsangebote. Sonntagsöffnungen leisten damit einen konkreten Beitrag zur lokalen Wertschöpfung, zur Attraktivität des Aufenthalts und zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Die aktuelle Entwicklung trifft Handel und Tourismuswirtschaft in einem ohnehin anspruchsvollen Marktumfeld. Zahlreiche Betriebe stehen bereits unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Weitere Einschränkungen bei den Rahmenbedingungen verschärfen diese Situation zusätzlich.
Kommentar: Mal sind es die Kirchen, mal ist es die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft ver.di Nord (wie viele Mitglieder hat sie eigentlich?), die gegen Sonntagsöffnungszeiten in Geschäften in Warnemünde und anderen ausgewählten Orten Beschwerde einlegen. Der Sonntag sei als gemeinsamer verlässlicher freier Tag ein elementarer Bestandteil des sozialen Lebens. Für Familien, für Freunde, für Vereine und in vielen weiteren Zusammenhängen sind die Sonn- und Feiertage eine extrem wichtige Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Gemeinschaft zu pflegen, meint die Gewerkschaft. Was aber machen Pastoren, Ärzte, Pfleger, Journalisten, Notdienst-Mitarbeiter (weiblich, männlich, divers) und viele weitere Menschen, die sonntags arbeiten müssen? Sie haben dafür einen anderen Tag frei. Wie mir eine Verkäuferin, die Am Strom tätig ist, sagte, arbeitet sie gern mal sonntags. Wechselt sich ab mit Kollegen und dem Laden-Inhaber. Den so gewonnenen freien Tag kann sie in der Woche nehmen, kann mal in der Schule ihres Sprösslings vorbeischauen und mit dem Mathe-Lehrer reden, mal einen Arzttermin wahrnehmen oder sich einfach mal um sich selbst kümmern. Gehen der Gewerkschaft die Themen aus, möchte sie mal wieder gehört werden, oder warum nimmt sie immer wieder die Sonntagsöffnungszeiten auf ihre Tagesordnung? In anderen Ländern ist das übrigens überhaupt kein Thema, da öffnen Geschäfte selbstverständlich auch sonntags, dann, wenn vor allem Urlauber und Tagestouristen Zeit und Lust auf Shopping haben. Sabine Schubert

In diesem Haus Am Leuchtturm 1 in Warnemünde befindet sich das Informationszentrum Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) . Foto: DGzRS
Wer unterstützt die Seenotretter?
14. März: Die Seenotretter bitten um Mithilfe – nicht im Einsatz auf Nord- und Ostsee, sondern an Land: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sucht weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit in ihrem Informationszentrum in Warnemünde.
„Unsere Ehrenamtlichen an Land sind eine tragende Säule für die erfolgreiche Tätigkeit der DGzRS“, weiß Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums. „Wer sich bei uns engagiert, hilft dabei, unsere lebenswichtige Aufgabe vielen Menschen nahe zu bringen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unsere rein spendenfinanzierte Arbeit.“
Im Informationszentrum begrüßen die Ehrenamtlichen Besucher, geben Einblicke in die Tätigkeit der Seenotretter und begleiten die Gäste durch die Ausstellung. Diese umfasst historische Rettungsausrüstung und Modelle moderner Seenotrettungskreuzer. Darüber hinaus unterstützen die Ehrenamtlichen bei Veranstaltungen, Vorträgen und Gruppenführungen. Dabei können sie sich ihre Zeit frei einteilen und selbst entscheiden, wann und wie oft sie aktiv mithelfen möchten. Allerdings: Vor allem am Wochenende benötigt das Team um Jörg Westphal engagierte Hilfe. Selbstverständlich arbeiten die Seenotretter neue Ehrenamtliche in ihre verantwortungsvolle Aufgabe gründlich ein.
Seit 1995 befindet sich das Informationszentrum im historischen Stephan-Jantzen-Haus. Die ehemalige Besitzerin vermachte das Gebäude der DGzRS in einer Schenkung. Das Haus ist eng mit den Anfängen der Seenotretter in Warnemünde verbunden: Dort lebte und arbeitete Stephan Jantzen, der ab 1866 maßgeblich am Aufbau der ersten Rettungsstation der DGzRS an der mecklenburgischen Küste beteiligt war. Zwischen 1867 und 1903 rettete er als Vormann der Station mit seiner Freiwilligen-Mannschaft rund 80 Menschen aus Seenot – mehrfach unter Einsatz seines eigenen Lebens. Zu seinen Ehren taufte die DGzRS nach der Wiedervereinigung ihren damals modernsten Seenotrettungskreuzer in Warnemünde auf den Namen VORMANN JANTZEN.
Interessierte können sich bei Jörg Westphal per Telefon unter 0381⁄514 09 melden oder ihm eine E‑Mail schreiben an infozentrum-mv@seenotretter.de.
Über die DGzRS: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und ‑boote auf 53 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter rund 2.000 Einsätze, koordiniert von der deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Coördination Centre (MRCC) Bremen der DGzRS. Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 87.700 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.
Die 88. Warnemünder Woche findet vom 4. bis 12. Juli 2026 statt.
1100 Segelsportler zur 88. Warnemünder Woche erwartet
12. März: Es sind tatsächlich nur noch 115 Tage bis die 88. Warnemünder Woche eröffnet wird. Das Meldeportal für die Segler aus aller Welt für die 19 Wettbewerbe im Segelrevier vor unserer Haustür ist geöffnet. So werden 550 Boote mit rund 1100 Seglerinnen und Seglern hier erwartet und spannende Wettkämpfe austragen. Eine Weltmeisterschaft, Eurochallenge, Deutsche Meisterschaften sind u. a. angesagt.
Doch was wäre diese traditionsreiche Segelsportveranstaltung ohne das ehrenamtliche Engagement. Wieder werden 300 Frauen und Männer, die mit dem Segelsport verbunden sind, für die Betreuung der Aktiven da sein. Allen voran die Mitglieder des Warnemünder Segelclubs.
Ralf Bergel, selbst leidenschaftlicher Freizeitskipper und einer der Hafenkapitäne auf der Mittelmole, wird wieder als Chairman der Warnemünder Woche im Ehrenamt die landseitige Organisation der Segelwettbewerbe übernehmen. „Schon längst ist die Vorbereitung für die 88. Warnemünder Woche voll im Gange. Das zeigt sich nicht nur in den Plakaten und Plaketten für die 88. sondern in all den vielen Kleinigkeiten, die jeder gern macht und mit diesem Élan auch all die Sponsoren ansteckt. Mehr Segler als im vergangenen Jahr werden auch wieder auf der Hohen Düne sein. Der Zeltplatz bei der Marine wird ebenfalls einbezogen und die Landessportschule bietet sich gleichfalls für die unterschiedlichsten Serviceleistungen an. Eigentlich ist heute schon zu sagen: Unser Segelrevier, das weltbekannt ist, wird sich auch im Jahr 2026 mit optimalen Bedingungen nicht nur für diese eine Woche, sondern gleichzeitig für den olympischen Segelsport präsentieren,“ so Bergel. Monika Kadner
Tourismus-Rekord in Rostock?
11. März: Rostocks touristische Entwicklung ist weiterhin im Aufwind. Wie bereits erwartet hat die Hanse- und Universitätsstadt mit Blick auf Ankünfte und Übernachtungen nach aktuellen Zahlen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern das bisherige Rekordjahr 2019 übertroffen. Damit unterstreicht Rostock die Rolle als eine der wichtigsten touristischen Destinationen an der Mecklenburgischen Ostseeküste.
2025 wurden insgesamt 908.800 Ankünfte von Gästen in Rostock registriert, ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen stieg auf 2.317.693 und damit um knapp 3,9 Prozent. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019 stiegen die Ankünfte um knapp 10 und die Übernachtungen um 1,2 Prozent. Auch die in den Betrieben angebotenen Schlafgelegenheiten werden mehr. 16.720 im Jahr 2025 stehen 15.757 im Jahr 2024 gegenüber.
Und in den kommenden Jahren könnten bis zu 1000 weitere Betten hinzukommen. Hotel-Neubaupläne am Kesselborn, Doberaner Platz oder der Stadthalle belegen die hohe Attraktivität und das Potenzial des Standortes. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sowohl unsere Gäste als auch die Wirtschaft großes Vertrauen in Rostock als Urlaubsdestination haben. Das freut uns natürlich und ist ein Beleg für die gute Arbeit im gesamtstädtischen touristischen Sektor“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm.
Mit Qualität überzeugen
Gleichzeitig verweist Fromm auf die anstehenden Herausforderungen. „Entscheidend ist, dass wir den Tourismus qualitativ hochwertig und nachhaltig weiterentwickeln – im Einklang mit den Bedürfnissen unserer Gäste, der Einwohnerinnen und Einwohner sowie unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft.“
Im Zentrum stehe zukünftig Rostocks Image als Destination mit hochwertigen Angeboten, einem vielfältigen Erlebnisportfolio und einzigartigen Mehrwerten zu fördern. „Dazu gehören Investitionen in die Infrastruktur, die Weiterentwicklung unserer Kultur- und Veranstaltungsformate sowie die Förderung umweltfreundlicher Mobilität“, sagt Fromm.
Mobilität als touristisches Thema
Seit zwei Jahren dürfen Übernachtungsgäste nach Zahlung der Kurabgabe das ÖPNV-Angebot des VVW über Rostocks Stadtgrenzen hinaus unbegrenzt nutzen – einmalig für eine deutsche Großstadt. Das Ziel sei, dieses Angebot auch mit Blick auf die in Arbeit befindliche Kurabgabesatzung weiter bieten zu können. „Es zahlt auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt ein. Wir wollen die Gäste dazu animieren, das eigene Auto stehen zu lassen und das sehr gut ausgebaute ÖPNV-Angebot in Rostock zu nutzen.“
Nach repräsentativen Erhebungen im Rahmen der Tourismuskonzeption kommen rund 65 % der Übernachtungsgäste mit dem privaten PKW nach Rostock. „Wenn wir diese Gäste davon überzeugen können, dass sie vor Ort den ÖPNV nutzen, entlasten wir den Straßenverkehr und die Umwelt in Rostock erheblich und fördern den Ausbau der touristischen Verkehrsinfrastruktur. Das kommt nicht nur den Nutzerinnen und Nutzern des ÖPNV, sondern auch allen anderen in dieser Stadt zu Gute.“

Die Teams des Heimatmuseums Warnemünde, des ß‑Verlages und der Kindertagesstätte „Knirpsenland“ sowie die beteiligten Kinder präsentieren stolz das Ergebnis ihres gemeinsamen Projektes: den neuen Museumsführer Warnemünde. Foto: DRK Rostock / Szabó
Kinder gestalten Museumsführer mit
5. März. Wie lebten Kinder früher? Woher kamen Lebensmittel? Warum wurde repariert statt weggeworfen? Diese und viele weitere Fragen werden in dem neuen Museumsführer des Heimatmuseums Warnemünde beantwortet. Die Publikation mit dem Titel „Ein Tag im Heimatmuseum Warnemünde“ ist in Zusammenarbeit mit der DRK Kindertagesstätte „Knirpsenland“ entstanden – von Kindern für Kinder. Die offizielle Vorstellung fand am 3. März 2026 im Heimatmuseum statt.
Das Projekt entstand aus einem Besuch des Heimatmuseums Warnemünde. Viele Kindergartenkinder zeigten großes Interesse an den Ausstellungsstücken, hatten jedoch Schwierigkeiten, die historischen Inhalte vollständig zu erfassen. Gleichzeitig stellten sie Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Gemeinsam mit dem Heimatmuseum entstand daher die Idee, einen verständlichen Museumsführer für Kinder zu entwickeln.
In Kooperation mit dem ß‑Verlag erarbeiteten die Kinder Texte, gestalteten Illustrationen selbst und machten Geschichte für Gleichaltrige zugänglich. Der Museumsführer basiert auf der Projektidee, Kinder aktiv in die Gestaltung von museumspädagogischen Inhalten einzubeziehen und den Museumsbesuch aus Kinderperspektive erlebbar zu machen. Gleichzeitig wurden soziale Kompetenzen, die Partizipation und Entwicklung von Medien- und Bildkompetenzen beim Arbeiten mit Fotos und Bildern gestärkt.
Bei der Präsentation des gemeinsamen Werkes wurde über die Kooperation der beiden Einrichtungen informiert. Zudem wurden Ausschnitte aus dem Buch vorgelesen. Für die musikalische Untermalung sorgten die Kinder der Kita „Knirpsenland“.
Der Museumsführer richtet sich vor allem an Kinder, Familien und Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen. Julia Junge/ DRK-Öffentlichkeitsarbeit

Mit einem Foto von dem ehemaligen Dreigestirn des Warnemünde Vereins Hansi Richert, Ingeborg Regenthal und Astrid Voß sowie einen Blumenstrauß überraschte Stefanie Pensky (r.) Astrid Voß bei deren offiziellem Abschied als Vereinsvorsitzende. Foto:Torsten Linke
Nach mehr als 15 Jahren gibt Astrid Voß den Vorsitz ab
4. März: Es war ein heißer Sommertag in diesem Jahr 2010. Daran und an den ersten Besuch von Astrid Voß im Redaktionsbüro auf dem Mühlenhof erinnere ich mich heute noch sehr genau. Die neue Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins für Warnemünde e. V. – wie sie wohl so ist? Nachdem mich mit dem langjährigen Vereinsvorsitzenden Alfred Stave ein fast freundschaftliches Verhältnis verband, ich seine Nachfolgerin Brigitte Nielsen ebenfalls sehr schätzte, nun also Astrid Voß. Die gebürtige Warnemünderin, so erfuhr ich, hat die Heinrich-Heine-Schule besucht und „auswärts“ das Abitur gemacht. Auf keinen Fall wollte sie wie viele ihrer ehemaligen Mitschüler, Freunde und Verwandten auf der Warnemünder Werft arbeiten, wo jeder jeden kannte und über jeden Bescheid wusste. Die junge Frau studierte Seeverkehrswirtschaft, war bei der Deutschen Seereederei für die Kalkulation von Schiffsreparaturen zuständig. Sie heiratete ihren ehemaligen Mitschüler Hartmut Voß, den sie seit der ersten Klasse kannte, zog mit diesem und dem gemeinsamen Sohn 1988 nach Berlin, wo ihr Mann im englischen Seerecht promovierte. Sie arbeitete kurze Zeit im Ministerium für Verkehrswesen, absolvierte eine Ausbildung zum Versicherungsmakler und kehrte schließlich mit ihrer Familie 2001 aus Berlin zurück in heimatliche Gefilde und in das Haus ihrer Großeltern in der Alten Bahnhofstraße. Drei Jahre später trat sie in den Warnemünde Verein ein und arbeitete im Vorstand mit. Dessen Ziele, das landschafts- und ortstypische Bild von Warnemünde zu bewahren, Traditionen zu pflegen und das gesellschaftliche Miteinander zu fördern – und zwar ehrenamtlich, gemeinnützig, politisch unabhängig, überparteilich und überkonfessionell, lagen und liegen ihr als Warnemünderin am Herzen. Nun also im Jahre 2010 sollte sie die Geschicke des Vereins in ihre Hände nehmen. Unterstützung gab es natürlich. Beispielsweise von Ingeborg Regenthal, ein Urgestein des Vereins. Wir kennen uns schon seit 1990, als die die Norddeutschen Neuesten Nachrichten auf Wunsch vieler Warnemünder eine eigene Seite für das Ostseebad ins Leben riefen, einen Raum im Werftkulturhaus dafür mieteten, mich und Monika Kadner anheuerten. Dort hatten auch Inge Regenthal und andere ehemalige Werftler aus dem Bereich Kultur noch ihr Domizil.
Inzwischen sind seit dem ersten Gespräch zwischen Astrid Voß und mir mehr als 15 Jahre vergangen. Zeit, die Geschicke des Vereins in jüngere Hände zu legen und die ereignisreichen Jahre Revue passieren zu lassen. „Diese ehrenamtliche Arbeit als Vereinsvorsitzende habe ich nie bereut. Ich habe so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Berufen mit den unterschiedlichsten Ansichten und Meinungen kennen gelernt, das war für mich eine Bereicherung“, sagt die Warnemünderin. Besonders die Zusammenarbeit mit anderen im Ostseebad ansässigen Vereinen war prägend. Gern erinnert sie sich auch an die Warnemünder Nachmittage im dänischen Marielyst, die seit 2014 fester Bestandteil der Vorstandsarbeit sind. „Damals ist Rüdiger Lachmann mit seiner Band am Leuchtturm aufgetreten. Und er hat immer wieder für einen Kulturaustausch mit Dänemark geworben“, erinnert sich Astrid Voß. Der Oberbürgermeister von Guldborgsund John Brædder war zu Besuch. Sein damaliger Rostocker Amtskollege Roland Methling war verhindert, konnte den Gast nicht empfangen. „Also sind Hansi Richert, Ingeborg Regenthal und ich eingesprungen. So ist eine langjährige Freundschaft entstanden, so finden regelmäßige Besuche statt, an denen auch Künstler aus Warnemünde teilnehmen. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte“, freut sich die Warnemünderin, die diesen Kontakt auch weiterhin pflegen möchte.
Was macht Astrid Voß nun mit all ihrer vielen freien Zeit? „Sie genießen. Meinen Mann, der immer viel Rücksicht auf all meine vielen Termine nehmen musste, zur Seite stehen, ihn beispielsweise zu Drehorgeltreffen ins Ruhrgebiet oder im Sommer nach Dänemark begleiten. Bücher lesen, unsere neue Wohnung gestalten. Und ich möchte Lesepate in einer Grundschule werden. Darauf freue ich mich sehr“, gesteht Astrid Voß, die voller Élan und Lebensfreude auf die kommende Zeit blickt. Sabine Schubert
Kopflinden-Allee in der Mühlenstraße als Naturdenkmal
4. März: Vorschläge für Naturdenkmäler in Warnemünde zu machen, darum wurde die Bürgerinitiative „Rettet den Küstenwald“ vom Ortsbeirat gebeten. Diese Anregung hat die BI gerne aufgenommen und im Januar 2026 die Allee gezogener Kopflinden in der Mühlenstraße als Naturdenkmal vorgeschlagen, eine wunderschöne Allee, die 150 Jahre alt und prägend für Warnemünde ist (aalglatt berichteten).
Die Lindenbäume, aus denen die Allee besteht, sind in einem sehr rigiden Sandboden aufgewachsen und stehen unter großem Nutzungsdruck. Trotzdem haben die 62 Kopflinden zwei Weltkriege, die Wende und mehrere Dürrejahre unbeschadet überlebt. Viele Generationen von Mecklenburgern haben diese Linden so gezogen und alle zwei bis drei Jahre gepflegt. Die Allee ist daher auch landeskundlich, historisch und kulturell bedeutsam.
Nach Auffassung des renommierten Hamburger Baumpflegeinstitutes können die vorhandenen Linden noch langfristig (mind. 50 – 100 Jahre) stehen. Die Kopflindenallee im Zentrum Warnemündes ist absolut schutzwürdig und schutzbedürftig.
Die bestehenden Alleenschutzbestimmungen reichen für einen umfassenden Schutz dieses Kleinods, dieses Natur- und Kulturerbe nicht aus; bspw. sind die gesetzlich vorgeschriebenen Nachpflanzungen seit Jahrzehnten unterblieben. Im Fall einer herkömmlichen Straßen- und Leitungssanierung bieten sie keinen ausreichenden Schutz für die Bäume. Es ist daher aus Sicht der Bürgerinitiative notwendig, die Allee als Naturdenkmal auszuweisen und den Bäumen schon im Vorfeld geplanter Sanierungen eine Stimme zu geben.
Mitstreiter für dieses Projekt, so die Sprecherin der der Bürgerinitiative „Rettet den Küstenwald“ Dr. Boog, sind herzlich willkommen. Kontakt kann über treesforfuture@web.de oder Tel. 0381⁄5105357 aufgenommen werden.

Der Seenotrettungskreuzer ARKONA war in der Nacht für einen schwer erkrankten Seemann im Einsatz . Foto: „ Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS, Alexander Krüger“
ARKONA-Crew holte schwer verletzten Seemann von Fähre
3. März: Die Seenotretter der Station Warnemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht (3. März 2026) einen schwer erkrankten Seemann von der schwedischen RoRo-Fähre „Skane“ geholt. Der Mann musste zur medizinischen Behandlung dringend in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Kapitän der Fähre hatte sich gegen 1.30 Uhr bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen gemeldet. Die RoRo-Fähre befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg von Rostock nach Trelleborg (Schweden). Ein schwerer medizinischer Notfall machte den dringenden Transport eines Seemanns ins Krankenhaus erforderlich.
Die Rettungsleitstelle See alarmierte den Seenotrettungskreuzer ARKONA und forderte zusätzliche medizinische Unterstützung an. Ein Notarzt sowie zwei Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr Rostock begleiteten die Seenotretter. Der Kapitän der „Skane“ drehte um, so dass die Fähre den Seenotrettern unter Höchstgeschwindigkeit entgegenlief. Rund viereinhalb Seemeilen (acht Kilometer) vor Warnemünde stieg der Notarzt über die Lotsenleiter vom Seenotrettungskreuzer auf die Fähre über. Nachdem er die Transportfähigkeit des Patienten festgestellt hatte, übernahmen ihn die Seenotretter gegen kurz vor 3 Uhr von der „Skane“. Die Übergabe des Patienten von der 200 Meter langen „Skane“ an den 28 Meter langen Seenotrettungskreuzer verlief nicht zuletzt aufgrund sehr ruhiger See in mondheller Nacht problemlos.Notarzt und Notfallsanitäter betreuten den Mann an Bord der ARKONA. Um ca. 3.30 Uhr wurde er in Rostock an einen Rettungswagen zum Transport ins Krankenhaus übergeben. Die Fähre setzte ihren Weg nach Trelleborg nach der Übergabe des Seemanns fort.
Thomas Wotschke und Polier Dirk Aulerich lesen am Tachymeter die genauen Distanzmessungen ab, die dann markiert werden. Foto: mkad
Erster Aushub für die Baugrube des Seglerheimes
Bautagebuch (1)
3. März: Wieder schlagen wir ein Warnemünder Bautagebuch auf! Ab heute rücken all die Träume für ein festen Haus besonders für den Kinder- und Jugendsport, für die Segler des Warnemünder Segelclubs ein gutes Stück näher.
Polier Dirk Aulerich vom Warnemünder Bau hat in aller Frühe mit dem elektronischen Tachymeter millimetergenau mit roten und gelben Punkten und Strichen markiert, wo und wie der Greifer des Baggers in den Boden gehen muss. Für mich als Laie ist diese Vermessungstechnik ein hochmoderner Computer, der Vermessungsfehler fast völlig ausschließen kann und so für einen zügigen Bauablauf sorgt. Welch tolle Hilfe für Bauleute und Bauherren!
Thomas Wotschke, der auf dem Bagger sitzt, kommt von der Firma Alba, die mit dem Warnemünder Bau in Sachen Schwerer Technik kooperiert. Vorsichtig schürft er sich mit dem Greifer in den recht lockeren Boden. Türmt Schaufel für Schaufel zu Hügeln auf. Diese sind nicht selten mit altem Bauschutt durchsetzt. In einem zweiten Arbeitsschritt wird der Aushub gesiebt. Die Betonteile geschreddert, damit sie gemeinsam mit der Erde wieder für einen Bau eingesetzt werden können. Thomas Wotschke hat schon viele Bagger geführt, doch dieser, auf dem er heute sitzt, ist nagelneu. „Er ist wie eine Jungfrau. Ganz vorsichtig werden wir beide ein Paar,“ lacht er, „ Dank der genauen Vermessungstechnik mit dem Tachymeter ist es für mich leicht, präzise die Baugrube auszuheben.“
„Schon für die nächste Woche habe ich Beton geordert, sodass es Schritt um Schritt voran gehen kann,“ ist sich Dirk Aulerich sicher, der als Vorarbeiter mit seinem Bauleiter Jens Düsing bereits beim Rohbau der Landessportschule, die der jetzigen Baustelle gegenüber liegt und in die längst Leben eingezogen ist, termingerecht die Visitenkarte des Warnemünder Baus abgegeben hat. Monika Kadner

Jens Uhlig, Vorsitzender des Warnemünder Anglervereins, überreicht Jörg Hoppe (l.) die Ehrenurkunde des DAFV. Foto: Uwe Kleinhans
Im Anglerverein seit 60 Jahren aktiv
2. März: Mit der Goldenen Ehrennadel und einer Ehrenurkunde, unterzeichnet vom Präsidenten des deutschen Angelfischerbandes, Klaus-Dieter Mau, wurde gestern Jörg Hoppe ausgezeichnet. Auf den Tag genau vor 60 Jahren ist der Warnemünder in den Warnemünder Angelverein eingetreten. Seither hat er sich stets in seinem Verein, wo er heute als stellvertretender Vorstandsvorsitzender ehrenamtlich tätig ist, engagiert. „Diese Ehrung im Restaurant Skippers war für mich eine Überraschung. Sie würdigt 60 Jahre Mitgliedschaft im Anglerverein, die 1966 in der damaligen Betriebsgruppe Warnowwerft im DAV der DDR ihren Anfang nahm. Rückblickend kann ich sagen, dass ich weit mehr als 50 Jahre die Geschicke des heutigen Warnemünder Anglervereins mitgestaltet haben. Mal war ich verantwortlich für die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit, mal Lehrbeauftragter des Landesanglerverbandes MV und heute eben stellvertretender Vorsitzender“, sagt Jörg Hoppe, der seine Angeln in unterschiedlichen Gewässern auswirft. Zu Heringszeit trifft man ihn am Neuen Strom, wo er Fisch für eine Mahlzeit aus dem Wasser holt. Je nach Jahreszeit auch am Strand, wo sein Augenmerk Meerforellen, Hornfisch oder Plattfischen gilt. Aber auch am Binnengewässer verbringt er gern mal ein paar ruhige Stunden.
Die Zubereitung der gefangenen Fische übernimmt in den meisten Fällen Ehefrau Hanne. Gebratener Hering, auch süß-sauer eingelegt, oder Zanderfilet auf der Haut gebraten sind seine kulinarischen Favoriten.
Mit der Auszeichnung, so heißt es in der Laudatio, würdigt der Warnemünder Anglerverein die außergewöhnliche Vereinstreue von Jörg Hoppe ebenso wie seinen Beitrag zur Entwicklung des Vereins und zur Förderung des Angelsports in der Region. Uwe Kleinhans/ susa
Schülerin Hannah Lipinski hat die “Madonna” von Edvard Munch kopiert. Sehenswert. Foto: Petra Steeger
Schülerprojekt „Copy & Paint“ im Edvard-Munch Haus
März, 1.: Ein Kooperationsprojekt mit der „ecolea internationalen Schule Warnemünde“ startete dass Edvard-Munch-Haus, wie aalglatt bereits berichteten. Seit gestern nun zeigen 39 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangs 11 im Munch-Haus Bilder, die sie im Kunstunterricht nach Vorlagen von Werken Edvard Munchs, einem der Väter der malerischen Moderne, gemalt haben, darunter so bekannte Werke wie „Der Schrei“ oder „Madonna“.
Katja Calayan und Daniela Duve, Kunstlehrerinnen an der Ecolea-Schule, verwiesen bei der Eröffnung auf den pädagogischen Wert des Lernens durch Nachahmung – viele Künstler der Kunstgeschichte lernten das Malen nicht in Kunsthochschulen, sondern in den Werkstätten erfahrener Meister. Eine der wichtigsten Lernmethoden war dabei das Kopieren vorhandener Werke. Dieses Vorgehen galt nicht als Nachahmung im negativen Sinne, sondern als selbstverständlicher und notwendiger Teil der Ausbildung. Die Lehrlinge kopierten Zeichnungen ihres Meisters, studierten Gemälde berühmter Künstler und arbeiteten nach Stichen oder antiken Skulpturen. Auf diese Weise lernten sie Proportionen, Anatomie, Perspektive, den Umgang mit Farbe sowie die Komposition eines Bildes. Das genaue Beobachten und Wiederholen schulte ihr handwerkliches Können und ihr Verständnis für bildnerische Zusammenhänge. Ziel war es nicht, den Stil eines anderen dauerhaft zu übernehmen, sondern sich ein solides handwerkliches Fundament zu erarbeiten. Gerade diese Fähigkeit, Bestehendes aufzunehmen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln, machte viele Schüler danach selbst zu herausragenden Persönlichkeiten der Kunstgeschichte.
Die Warnemünder Schüler empfanden diese Kopierarbeit als lehrreich und gleichzeitig sehr entspannend. Sie waren selbst erstaunt, wie gut die Bilder geworden sind und können diese nun stolz in einer Ausstellung präsentieren. Die rund 60 Besucher, darunter Schüler und deren Eltern sowie Lehrer, die zur gestrigen Vernissage gekommen waren, zeigten sich erfreut ob der hohen künstlerischen Qualität der ausgehängten Arbeiten.
Noch bis zum 8. März ist die Ausstellung jeweils sonnabends und sonntags von 12 bis 17 Uhr im Edvard Munch Haus, Am Strom 53, zu sehen.
Februar 2026 – kalter Start mit Frühlingshauch zum Monatsende
Den Witterungsrückblick der Wetterstation Rostock-Warnemünde für Februar 2026 und den Winter 2025⁄26 gibt Rudolf Kemnitz, Dipl.-Ing. (FH) für Meteorologie
War das ein Februar krasser Gegensätze?
Der letzte meteorologische Wintermonat legte gleich zu Beginn mit strengem Frost von minus 11,3 Grad Celsius am 2. Februar los und verwandelte Warnemünde nur wenige Tage später mit erneuten Schneefällen in eine Winterlandschaft. Mäßiger Frost hielt bis zum Ende der zweiten Dekade an, gefolgt von sehr gefährlicher Eisglätte, die aber dann doch bei frühlingshaften Temperaturen weichen musste. Am 27. Februar wurde die Monatshöchsttemperatur von 16,7 Grad gemessen.
Müssen wir künftig stets mit einem kalten Februar rechnen?
Insgesamt schloss der Monat mit einer Mitteltemperatur von 0,4 Grad drei Zehntel unter dem langjährigen Durchschnitt ab und war zusammen mit dem Januar damit zu kalt. Wir haben es mit einem Ausreißer nach unten zu tun, der das letzte Mal vor acht Jahren auftrat. Überhaupt ist erkennbar, dass solche Ausreißer etwa alle acht Jahre in der jüngsten Vergangenheit auftraten. Wenn man dieses Verhalten in die Zukunft projiziert, wäre der nächste kalte Februar im Jahre 2034 zu erwarten. Wir werden sehen.
Gab es ausreichend Niederschlag und Sonne?
Mit einer Niederschlagsmenge von 50,0 l/m² fiel der abgelaufene Monat überdurchschnittlich feucht aus. Das Mittel von 29,7 l/m² wurde um 68 Prozent übertroffen. Bei der Sonne dagegen fehlten mit 56,0 Sonnenstunden gut zehn Prozent zum Normal von 63,8 Stunden.
Trotz der Kälte im Januar und Februar war der Winter 25⁄26 zu mild?
Mit dem 28. Februar geht der meteorologische Winter 2025⁄26 zu Ende. Im Gegensatz zum kalendarischen Pendant erstreckt sich der meteorologische Winter von Anfang Dezember bis Ende Februar. Und hier wollte der Dezember mit einer Mitteltemperatur, die mit 5,3 Grad 3,4 Grad über dem Klimawert lag, partout nicht mitspielen. Sie zog die Durchschnittstemperatur aller drei Wintermonate auf plus 1,8 Grad nach oben und somit neun Zehntel über das langjährige Soll von 0,9 Grad mit dem Ergebnis, dass trotz der Kälte im Januar und Februar der Winter zu mild war. Der erwähnte 2. Februar mit minus 11,3 Grad markiert auch den kältesten Tag des Winters 2025⁄26, während der wärmste Tag am 27. Februar mit frühlingshaften 16,7 Grad registriert wurde.
In der Summe zeigten sich die drei Wintermonate mit 97,9 l/m² etwas zu trocken. Ursächlich war der viel zu trockene Dezember maßgeblich daran beteiligt. Das Soll der Wintermonate von 123,6 l/m² wurde um rund 20 Prozent verfehlt. Dagegen zeigte sich die Sonne mit 173,4 Stunden überdurchschnittlich lang. Das Mittel von 137,4 Stunden wurde um 26 Prozent übertroffen.
Der gerade neu gewählte Vorstand des Warnemünde Vereins: Stefanie Pensky, Janette Heidenreich, Jana Gutzmann-Endler, Jan Starzynski , Anke Zilm, Stefanie Conrad (von links). Foto: Hartmut Voß
Warnemünde Verein hat neuen Vorstand
27. Februar: Drei bemerkenswerte Neuigkeiten wurden auf der gestrigen Ordentlichen Mitgliederversammlung des Warnemünde Vereins bekannt:
Der gesamte alte Vorstand mit Astrid Voß, Ingeborg Regenthal, Cornelia Döring und Torsten Linke ist nicht wieder zur Wahl angetreten. Das Quartett hat die Verantwortung in jüngere Hände übergeben. Die Mitglieder wählten in den Vorstand: Stefane Conrad, Jana Gutzmann-Endler, Janette Heidenreich, Stefanie Pensky, Jan Starzynski und Anke Zilm.
Zudem galt es in den vergangenen Monaten eine neue Veranstaltungsagentur zu finden, mit der der Warnemünde Verein ab 2026 zusammenarbeitet. „Unsere langjährige Partnerin, die Kongress- und Veranstaltungsservice Rostock GmbH, ist mit dem 1. Januar 2026 in den verdienten Ruhestand gegangen. Wir haben es uns nicht leichtgemacht und uns nach einem strengen und fairen Auswahlverfahren für die Highlights Event Management MV Agentur, namentlich Heiko Lange, entschieden und diese per Vertrag vom 10. Juni 2025 für die Marktgestaltung gebunden. Nun freuen wir uns auf eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit in den nächsten Jahren“, sagt Astrid Voß.
Weiterhin wurde eine neue Kooperationsvereinbarung mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde erarbeitet, die die bestehende aus dem Jahr 2023 ab 2026 ersetzt. Danach wird der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde durch den Warnemünde Verein der Auftrag übergeben, die Gestaltung des Hauptbühnenprogramms zur Warnemünder Woche und der Bühnenprogramme im Rahmen des „Warnemünder Frühlingslandganges“ und des „Warnemünder Brückenfestes“ zu übernehmen. Der Warnemünde Verein bleibt Veranstalter des Sommerfestes im Rahmen der Warnemünder Woche, des „Warnemünder Frühlinglandganges“ und des „Warnemünder Brückenfestes“ und ist weiterhin voll verantwortlich für die Ausrichtung des „Niegen Ümganges“.
Aus dem Rechenschaftsbericht:
Die bisherige Vorsitzende Astrid Voß berichtete vom 35. Vereinsgeburtstag, „Plattdüütsch inne Schummerstund“, Fahrradtour zum Forst- und Köhlerhof Wiethagen, Ausflug zum Sommerfest der Modelleisenbahner, Grillfest, Schiffstour und Begleitfahrt zum Mehrauslauf von Kreuzfahrtschiffen im September, bebilderter Jahresrückblick von Torsten Linke, Vortrag über den „Zustand der Ostseefische und die Zukunft der Ostseefischerei“ von Dr. Christopher Zimmermann vom Institut für Ostseefischerei im November, Eröffnung des lebendigen Adventskalenders mit einer Weihnachtsfeier.
Während der elf Vorstandssitzungen wurden all diese Veranstaltungen, aber auch die drei großen Warnemünder Feste unter Regie des Warnemünde Vereins geplant: Warnemünder Frühlingslandgang vom 29. April bis 4.Mai, 22. Nieger Ümgang und 48. Sommerfest im Rahmen der 87. Warnemünder Woche Anfang Juli, Warnemünder Brückenfest inklusive Kuchenbasar zum Abschluss der Sommersaison.
Astrid Voß erinnerte zudem an den Warnemünder Nachmittag in Marielyst, der seit 2014 durchgeführt wird. Die beiden Hauptinitiatoren dieses besonderen Freundschaftstreffens, John Brædder, damals Oberbürgermeister in Guldborgsund, und Roland Methling, damals Obermeister von Rostock, waren mit dabei.
Gefreut hat sich der Vereinsvorstand, dass der Ortsbeirat Geld aus seinem Budget für die Erneuerung der Ortseingangsschilder Warnemünde, für eine Warnemünder Bank und für einen Gedenkstein für die auf See Bestatteten, der im St.-Jantzen-Park aufgestellt werden soll, bereitgestellt hat bzw. bereit stellen will.
Ein herzliches Dankeschön fand Astrid Voß für alle jene, die auf unterschiedlichste Art und Weise mit dazu beigetragen haben, dass der Rechenschaftsbericht so positiv ausfallen konnte. Neben ihren Vorstandsmitstreitern, die trotz Job viel ehrenamtliche Arbeit leisteten, dankte sie u. a. allen aktiven Vereinsmitgliedern, all den Projektgruppen unter dem Dach des Vereins, dem Förderverein Warnemünder Leuchtturm e. V. als Hauptsponsor, der WIRO, allen Handel- und Gewebetreibenden, Ärzten, Apothekern und Warnemündern, die mit ihren Spenden zum Gelingen der Feste und Veranstaltungen beigetragen haben, der KVS-Agentur, dem Büro Warnemünder Woche, der TZ Rostock-Warnemünde. dem Ortsbeirat, dem Stadtamt und Tiefbauamt, den Mitarbeiter der Polizeistation sowie JM Event & Security, dem Bestattungshaus Neumann, Ripka Catering, in dessen Räumen der Verein ein Zuhause hat.
Nicht nur Tee kann wärmen
27. Februar: Meine Badefreundin wurde 88 Jahre alt. Als die übrigen drei Frauen vom Strand kamen – noch ein bisschen unterkühlt von der Ostseetemperatur – wärmte uns die Hausherrin beim Frühstück mit heißem Tee auf und mit einer besonderen Lektüre. Mit einem ganz alten Lesebuch. Es war gerade mal 37 DIN‑A 5- Seiten dick. Schwarzer, schon völlig verknitterter, immer wieder glatt gestrichener Einband. Es war ein– oder zweimal schon von ihrer Mutter sorgfältig per Stopfgarn mit großen Stichen geheftet, dass es ja nicht auseinanderfiele. Die Innenseiten völlig vergilbt. Gleich auf der Aufschlagseite ein naturgetreuer Linolschnitt mit Pferden auf der Weide. Leider keine Jahresangabe.
Unsere Augen leuchteten, und allen wurde warm ums Herz. Dies war ein Buch aus dem Schulranzen, als unsere Gastgeberin gerade mal Lesen gelernt hat. Ausgewählte Märchen u. a. auch von den Gebr. Grimm waren hier auf den dünnen Seiten in altdeutscher Schrift gedruckt worden.
Wir reimten die alten Verse auf Seite 25 mit, lachten und beschlossen: Ab mit dem schmalen Bändchen in unser Heimatmuseum! Monika Kadner
Nach dem Dauerfrost gehen Bauarbeiten weiter
27. Februar: Nachdem die Winterpause aufgrund der Witterung in den vergangenen Wochen deutlich länger ausgefallen ist, beginnen am Montag, 2. März, in der Rostocker Straße die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt. Dafür ist eine Vollsperrung der Fahrbahn auf Höhe Rostocker Straße 16 bis zum Kreuzungsbereich Fritz-Reuter-Straße notwendig. Die Verkehrsumleitung wird über die Straße Zum Zollamt erfolgen und ist entsprechend ausgeschildert. Mit dem sich anschließenden vierten Bauabschnitt endet die gesamte Maßnahme voraussichtlich Ende Juni 2026.
Als gemeinsames Projekt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, den Stadtwerken Rostock und Nordwasser können mehrere notwendige Maßnahmen gebündelt werden.
Nordwasser erneuert auf gut 300 Metern das gesamte Trinkwassersystem. Darunter fällt eine für die Versorgung des gesamten Stadtteils wesentliche Haupttransportleitung, die aufgrund ihres altersbedingten Zustandes sanierungsbedürftig ist. Zudem werden Versorgungsleitungen optimiert, zugehörige Hausanschlüsse angepasst und Schmutz- sowie Regenwasserkanäle neu gebaut. Nordwasser führt diese Baumaßnahme im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes durch; die Investitionssumme beträgt rund 1,2 Millionen Euro.
Die Stadtwerke Rostock werden zeitgleich die Fernwärmeerschließung in der Rostocker Straße sowie in den Kreuzungsbereichen der Fritz-Reuter-Straße und der Johann-Sebastian-Bach-Straße umsetzen. Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, vertreten durch das Tiefbauamt, wird im Anschluss an die Tiefbauarbeiten die Straßendecke erneuern.
Mit der Durchführung der gesamten Baumaßnahme wurde TIAS Tiesler Tief- und Hochbau GmbH aus Waldeck im Ergebnis einer europaweiten, öffentlichen Ausschreibung beauftragt.
Die Nordwasser GmbH betreibt als kommunales Unternehmen im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) die Anlagen und Netze zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie 28 Gemeinden in der Region. Mit etwa 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt Nordwasser rund 270.000 Menschen sowie Industrie und Gewerbe mit Trinkwasser und bereitet das entstehende Abwasser auf.

Arthur Neumann mit seinem Eisvogel. Foto: Archiv R. Frank
Sie nannten ihn Eisbär
24. Februar: Haben Sie, liebe Leser, schon einmal etwas von dem Warnemünder Flugkapitän Arthur Neumann gehört? Unser Kollege Reiner Frank traf Arthur Neumann vor langer Zeit, schrieb über ihn und stellt uns hier Auszüge aus seiner Erlebnisreportage zur Verfügung:
Der Warnemünder Flugkapitän Arthur Neumann nahm als Erster mit einem Flugzeug von Spitzbergen aus Kurs auf die Arktis. Anfangs war es eine Hilfsexpedition, später eine eigenständige Aufgabe: Flugkapitän Arthur Neumann (1890- 1974) und der Schweizer Fotograf Walter Mittelholzer sollten den berühmten norwegischen Polarforscher Roald Amundsen bei einem Flug in die arktischen Welten unterstützen.
Allerdings ging Amundsens Maschine bei einem Probeflug zu Bruch, während Neumann mit seinen Begleitern per Dampfer bereits gen Tromsö schipperte. So sollte der gebürtige Hamburger, der 1919 nach Warnemünde zur Deutschen Luft-Reederei gekommen und ab 1923 für die Junkers Luftverkehrs AG tätig war, eine wichtigere Rolle spielen. Ziel war nun, geografische Forschungen mithilfe von Luftaufnahmen durchzuführen und die Robustheit der „fliegenden Kiste“ unter arktischen Bedingungen zu prüfen.
Das Abenteuer Arktis mit dem Junkers-Ganzmetall- Eindecker „Eisvogel” vom Typ F 13 begann am 8. Juli 1923. Ziel war es, soweit wie möglich von Spitzbergen zum Pol vorzudringen.| Neumann entledigte sich seiner Aufgabe mit “bewunderungswürdiger Bravour.” Obwohl das Flieger-Duo wegen Problemen mit dem Motor am 83. Nördlichen Breitengrad den Weiterflug zum Pol abbrechen musste, war der Beweis erbracht, dass es möglich war, mit Flugzeugen den Pol anzusteuern. Spitzbergen wurde so das Sprungbrett für viele spätere Polarerkundungen.
Als Postflieger nach Island steuerte er mit der C1929/30 noch mehrmals den Polarkreis an. In Warnemünde wirkte er beim Aufbau des zivilen Luftverkehrs mit. Er war dabei, als die erste europäische Seepostlinie Warnemünde – Kopenhagen – Malmö aufgebaut wurde. Bei Rundflügen entlang der Ostseeküste saß er ebenso wie bei Starts von Schiffen des Norddeutschen Lloyds im Cockpit eines Fliegers. Motoren blieben bis zuletzt seine Leidenschaft. Noch im Alter von 84 Jahren war er zu Erledigungen immer mit dem Moped unterwegs. Ein kleines Modell eines Flugzeugs jener Zeit erinnert im Heimatmuseum an sein Leben und Wirken.
Sehr lesenswert auch „Im Flugzeug dem Nordpol entgegen“ von Walter Mittelholzer, der über den ersten Versuch der Beiden anschaulich berichtet. Eine Postkarte und Briefmarken wurden anlässlich des Polarfluges vom legendären „Eisbär“ herausgegeben.


Mario Derer und Maren Brandt übernehmen im Hotel Neptun verantwortliche Positionen. Foto: Hotel Neptun
Spitzenkräfte kehren zurück nach Warnemünde
17. Februar: Mit Mario Derer und Maren Brandt kehren zwei ausgewiesene Führungspersönlichkeiten dorthin zurück, wo ihre beruflichen Wurzeln liegen: ins Hotel Neptun. „Nach vielen erfolgreichen beruflichen Stationen in der Spitzenhotellerie und im Tourismusmanagement freuen wir uns über die Rückkehr unserer Eigengewächse“, betont General Manager Guido Zöllick: „Ein starkes Zeichen für die Attraktivität unseres Hauses und seines Standortes“, unterstreicht der Hoteldirektor; „Beide Führungskräfte kennen das Neptun in allen Facetten. Ihre fachliche Qualifikation, Führungserfahrung und tiefe Verbundenheit zur Region und unserem Haus sind ein großer Gewinn für unsere weitere Entwicklung – in unserem 55. Jubiläumsjahr und darüber hinaus!“
Bereits 2003 begann Mario Derer seine Ausbildung im Rahmen eines dualen Studiums der Betriebswirtschaftslehre im Hotel Neptun. Er durchlief sämtliche Abteilungen von operativen Bereichen bis hin zu administrativen und strategischen Aufgaben. Bis 2021 war er hier als Leiter Marketing & Sales tätig, bevor es Derer als Leiter Tourismus & Kultur nach Bad Doberan zog. Die gebürtige Rostockerin Maren Brandt ist ebenfalls eine ausgewiesene Expertin: Die 43-Jährige wurde 2018 zur besten Spa Managerin Deutschlands gewählt. Vor ihrem Wechsel nach Warnemünde war Brandt für zahlreiche namhafte Gastgeber tätig, darunter das Grand Hotel Heiligendamm, das Steigenberger Hotel Hamburg, die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft sowie die Arosa Resorts Scharmützelsee und Travemünde. Auch für Brandt schließt sich der Kreis: Vor rund 20 Jahren absolvierte sie im Hotel Neptun ihre Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau und legte den Grundstein für ihren erfolgreichen beruflichen Werdegang.
Die zwei Experten freuen sich auf die verantwortungsvollen Positionen und „wieder Teil des besonderen Neptun-Teams zu sein“, wie beide betonen. „Das Haus, das Team und die Philosophie haben mich nachhaltig geprägt“, ist sich Brandt sicher: „Schön, dass ich am Warnemünder Ostseestrand glücklich wieder angekommen bin und nun ein so herausragendes Spa-Portfolio kreativ weiterentwickeln kann.“ Derer ergänzt: „Nach mehreren Jahren im öffentlichen Dienst ist mir noch einmal sehr bewusst geworden, wie lebendig, vielfältig und dynamisch die Hotellerie ist. Sie bietet täglich neue Herausforderungen, tolle Begegnungen mit Gästen und nahezu unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten.“

Sabine Sandig von der Buchhandlung Krakow Nachf. am Kirchenplatz übergibt dem Vorsitzenden des Munch-Haus e. V. Ulrich Groß Spendengelder, die in einer Munch-Haus-Keramik gesammelt worden sind. Foto: Munch-Haus
Buchhandlung unterstützt Munch-Haus
13. Februar: Große Freude bei Ulrich Groß, Vorsitzender des Edvard Munch Haus e.V., dem heute von Sabine Sandig, Leiterin der Buchhandlung Krakow Nachf., ein Spendenhäuschen mit insgesamt 300 Euro überreicht wurde. Die Summe besteht aus vielen Einzelspenden von Kunden aus dem Jahr 2025. Die Buchhandlung hat diese Summe nach oben auf einen vollen Hunderterbetrag aufgerundet.
Die Spendensammlung, mit der Warnemünder Vereine und Institutionen gefördert werden, ist mittlerweile schon gelebte Tradition. Die Mutter der Buchhändlerin, die 88jährige Christel Weber, hat zum zwölften Male eine Keramikskulptur geschaffen, in die Münzen und Scheine gesteckt werden können. Dieses Mal ist es das gut erkennbare Abbild des Am Strom 53 gelegenen Edvard-Munch-Hauses. Auf der Rückwand der Keramik ist sogar Munchs weltberühmtes Bild „Der Schrei“ karikiert.
„Das ist eine ganz tolle Idee und eine wunderbare Geste“, findet Ulrich Groß, gerade auch weil ein hier im Ostseebad lange ansässiger Kulturbetrieb ein Warnemünder Kultur- und Kunsthaus unterstützt. „Die Spende wird vollständig in den Erhalt unseres Hauses fließen“, versichert Groß und dankt Buchhändlerin Sabine Sandig stellvertretend für die vielen Kunden, die die Aktion unterstützt haben. U.G.
Katharina Otte, Katrin Heller und Cindy Weinhold bringen das Leben der großen Hildegard Knef interessant und unterhaltsam auf die Bühne der Kleinen Komödie. Foto: Thomas Mandt
Große Geschichte auf kleiner Bühne
6. Februar: Zu einer unterhaltsamen, nachdenklichen Geschichtsstunde mit der Knef als Hauptdarstellerin hat die Kleine Komödie in der musikalischen Inszenierung von Cindy Weinhold unter dem Titel „So oder so ist das Leben“ eingeladen. Wieder einmal präsentierte sich die minimalistische Bühne dieses Theaters als groß! „Schuld“ daran waren Cindy Weinhold am Klavier, Katrin Heller und Katharina Otte, die nicht versuchten, Hildegard Frieda Albertine in ihren Jahren von 1925 bis 2002 darzustellen, zu doubeln. Sondern sie folgten ihr pointiert musikalisch, sowie über Leseausschnitte aus den Büchern der Schriftstellerin Knef durch die unruhigen Zeiten dieser Jahrzehnte. Habitus und Stimme der Diva kamen dem Zuschauer durch Jacob Gückel über seine Ausschnitte von Dokumentaraufnahmen auf der „mitspielenden“ Videoleinwand nahe.
Es gelang den Akteuren insgesamt, die Zuschauer und Zuhörer sehr genau hinhören zu lassen, was die Knef so unvergessen macht nicht nur mit ihrer Stimme, ihrer unerschrockenen Art, sondern auch wie sie sich über alle Klippen des Lebens hinweg durch setzte. Wie heißt es doch in einem vorgetragenen Zitat aus ihren Büchern: „So wie das Meer ist, ist das Leben.“
Wie aktuell war doch diese unterhaltsame Geschichtsstunde mit der Knef als Hauptdarstellerin und wie gut, dass dies vom Volkstheater künstlerisch auf die Bühne gebracht wurde.
Heimatmuseum vergrößert sich
30. Januar: Im Heimatmuseum Warnemünde blieben die Gästezahlen im vergangenen Jahr im Gesamttrend unverändert gut. Fast 12.200 Besucher wurden 2025 gezählt, bilanzieren das Museum und der Museumsverein zufrieden. Zum Vergleich: 2024 waren es rund 12900 Gäste.
Bis zum 14. Juni 2026 läuft im Heimatmuseum noch die Sonderausstellung „Ob die Möwen manchmal an mich denken? Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee”. In der zweiten Junihälfte erfolgt der Ausstellungswechsel. Ab 4. Juli 2026 bis 13. Juni 2027 wird die Sonderausstellung „100 Jahre Warnemünder Woche“ zu sehen sein. Darüber hinaus gibt es in der Dauerausstellung viel zu entdecken, sodass sich ein Besuch immer lohnt. Seit Herbst 2025 ist im Ausstellungsbereich zum 20. Jahrhundert auch eine Mini-Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahnfährverbindung Warnemünde-Gedser zu sehen, die von 1903 bis 1995 existierte.
Das Heimatmuseum wird sich wie in jedem Jahr wieder am Internationalen Museumstag im Mai und am Tag des offenen Denkmals am 13. September beteiligen. Am Internationalen Museumstag gibt es neben Musik, Maibowle und Schmalzstullen auch einen Flohmarkt unter dem Motto „Kunst & Krempel“. Der Eintritt ist an beiden Tagen wie immer frei. Von April bis Oktober lädt die Einrichtung jeweils am dritten Mittwoch des Monats wieder zu Museumsabenden.
Darüber hinaus wächst das kleine Museum in diesem Jahr auch örtlich weiter über sich hinaus. Denn 2026 beginnt die Erweiterung des Museums durch die Übernahme des Hauses Alexandrinenstraße 30 (bislang Pension Birnbom).
Vorträge und Veranstaltungen 2026:
| 15.04. | Warneminner Utkiekers – Lieder auf Hoch und Platt |
| 17.05. | Internationaler Museumstag – Museen mit Freude entdecken (10:00–17:00 Uhr, Eintritt frei!). |
| Mit einem Flohmarkt der besonderen Art unter dem Motto „Kunst & Krempel“ | |
| 20.05. | Johannes Lang – Handel mit Teer in Rostock und Warnemünde |
| 17.06. | Reno Stutz – Die Rostocker Schifferkompanie |
| 15.07. | Christian Meyer – 1866–2026 – 160 Jahre Meyers Mühle Warnemünde |
| 19.08. | Uwe Heimhardt – Warnemünder Baugeschichte |
| 13.09. | Tag des offenen Denkmals (10:00–17:00 Uhr, Eintritt frei!) |
| 16.09. | Wilfried Steinmüller – Vergessene Warnemünde-Literatur wiederentdeckt im Ortschronikenportal M‑V |
| 20.09. | Hoffest des Museumsvereins (Museum geschlossen!) |
| 01.–04.10. | Stephan-Jantzen-Tage in Warnemünde und im Heimatmuseum |
| 21.10. | Susanne Buch – Bericht aus der Restaurierungs-Werkstatt: Wie die Vereinsfahne des Warnemünder Männer-Turn-Vereins von 1887 wieder zu neuem Glanz gekommen ist |
| 04.12. | Adventsmarkt vorm Heimatmuseum (als Teil vom “Lebendigen Adventskalender”) |
Die Vorträge finden in der Regel am dritten Mittwoch des jeweiligen Monats statt. Vortragsbeginn ist 18 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr. Kartenreservierungen haben bis 24 Stunden vor Vortragsbeginn Gültigkeit. (Änderungen und Ergänzungen im Programm sind möglich.) Linktipp: https://heimatmuseum-warnemuende.de
Brigitte Moll hat die Musik für sich entdeckt. Sie spielt mehrere Instrumente und ist u. a. im Verein „Life music now“ aktiv. Foto: mkad
Harmonie bestimmt ihr Leben
27. Januar: “Seit meinem ersten Schrei mache ich Musik. Nur heute vielleicht ein bisschen besser,“ lacht Brigitte Moll und erzählt: „Kaum war der Zündschlüssel im Familienauto rumgedreht, sang und klang es. Volkslieder, Kinderlieder. Rauf und runter.“ Im sauerländischen Zuhause nahm Brigitte mit zwölf Jahren das Klavier in Beschlag, pustete in die Blockflöte und zupfte auf der Gitarre. Während des Studiums spielten Paragrafen statt Noten die Hauptrolle im Leben der Heranwachsenden. So blieb es auch bei passivem Musikgenuss solange sie in Hamburg das Schild an der Haustür hatte, das sie als Anwältin auswies. Doch dann stellte sich für Brigitte Moll das Leben noch einmal auf den Kopf. Es war tatsächlich geschehen, dass Deutschland eins wurde. Voller Interesse wollte sie die andere Seite richtig kennenlernen, denn auf Schulausflügen war der Osten sehr nebulös geblieben, um es „artig“ auszudrücken, wie es so ihre Art ist. Warnemünde, vor allem wegen der direkten Nähe zur Ostsee, wurde ihre neue Adresse. Sie nahm wieder Unterrichtsstunden und wenn ihr als gestandene Persönlichkeit anfangs die Finger zitterten beim Finden der richtigen Flötenlöcher, sie gab nicht auf. Besann sich darauf, wie Musik Türen und Herzen öffnen kann. So meldete sie sich, gerade angekommen im Ostseebad, im Chor der Warnemünder Kantorei an. Aus dem großen Chor wurde es für sie bald der Kammerchor. Es entstand mit Flöte, Geige, Cello und Klavier das Quartett der Kantorei. „Im Rentenalter nimmt die Arbeit zwar ab, zu meinem großen Glück, nimmt die Musik aber zu.“
Ein Klavier und ein ganzes Ensemble von hölzernen Flöten und ein Saxophon stehen in der Veranda. Fast täglich werden sie gespielt. „Sonst schlafen sie ja ein – und ich auch!“ so Brigitte Moll, die viele Stunden am Tag immer noch streitet und dann, wenn der Aktenordner aus der Hand gelegt ist, Harmonie, Ruhe in der Musik findet.
Doch längst nicht genug. Gemeinsam mit Musikerfreunden bringt sie mit dem Verein „Life music now“ Musik zu denen, die nicht mehr in den Konzertsaal gehen können. Ganz nach der Überzeugung des Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin, dass Musik heilt, tröstet und Freude bringt.
In unserer Landeshauptstadt hat sie den Vorsitz der Musik- und Kunstschule ATARAXIA übernommen, die im Juni diesen Jahres ihr 35jähriges Bestehen feiert. Ataraxia bedeutet im griechischen: Seelenruhe, innere Gelassenheit und Frieden. Man könnte meinen, dass genau dies auch auf Brigitte Moll zutrifft.
Moment! Manchmal geht‘s auch sehr schrill zu. „Taktlos“ heißt das Flötenensemble, in das sie sich eingereiht hat, das auch mächtig auf die Pauke hauen kann….
Behutsam ist sie Schritt für Schritt auf ihr neues Erlebnis „Ost“ zugegangen. So ist sie in Warnemünde angekommen. Monika Kadner
Begegnungsstätte Am Moor plant auch 2026 tolle Veranstaltungen
Vereinsvorstand zieht nach dem ersten Jahr erfolgreiche Bilanz
24. Januar: Die erste Jahresversammlung des am 1. Februar 2025 gegründeten Vereins Begegnungsstätte Am Moor e. V (BAM) hat heute stattgefunden. Ins Leben gerufen wurde der neue Verein mit Blick auf den die meiste Zeit leerstehenden Saal im Vereinshaus des Kleingartenvereins Am Moor im Warnemünder Wiesenweg. „Der Kleingartenverein hat sich laut seiner Satzung um die Gärten zu kümmern. Nicht um Kultur. Also haben wir beschlossen, den wenig genutzten Saal nicht mehr mit an die Gastronomen zu verpachten, sondern dessen Nutzung in die Hände eines eigenständigen Vereins zu legen“, erinnert sich Ondra Kitzerow. Inzwischen hat der große Raum ein zeitgemäßes Outfit bekommen, kann von anderen Vereinen, aber auch von Privatpersonen gebucht werden. Der Vorstand, bestehend aus Ondra Kitzerow, Vorsitzender, Jürgen Dührkop, stellv. Vorsitzender, Maik Stamer, Schatzmeister, Anne Jülich, Protokollführerin, Rene Heinig, Beisitzer, und Heike Anna Hildebrand, Ersatzmitglied, konnte heute eine durchweg positive Bilanz ziehen. „Wir haben im zurückliegenden Jahr zahlreiche tolle Veranstaltungen durchführen können, die natürlich auch von Nicht-Vereinsmitgliedern besucht werden können. Das Interesse war groß. Für uns Ansporn, weiter zu machen, neue Ideen zu entwickeln“, sagt Heike Anna Hildebrand. Die Buchlesungen waren ein solch großer Erfolg, dass sich inzwischen Autoren melden, um dort auftreten zu können. Auch die Open Stage Jam, die am 30. Januar um 18 Uhr in die nunmehr fünfte Runde geht und Akteuren eine breite Bühne in Sachen Musik bietet, hat viele Freunde gefunden. Geplant ist beispielsweise auch ein plattdeutscher Nachmittag am 21. März um 15 Uhr. Und die Vorschläge, ein Konzert mit Studenten der HMT oder auch ein Sommer-Kino zu organisieren, sind auf offene Ohren gestoßen. „Gerade heute haben wir beschlossen, unsere Bühne in der Begegnungsstätte noch besser zu beleuchten“, berichtet Ondra Kitzerow. Der Vorsitzende freut sich, dass bekannte Warnemünder wie Mariken und Jobst Mehlan zu den Vereinsmitgliedern zählen. Weitere sind herzlich willkommen. Der Jahresbeitrag beträgt zwölf Euro. Aber wer Interesse hat, darf auch Fördermitglied werden, denn die Begegnungsstätte lebt von Fördermitteln. Auf der Internetseite des Vereins kann man den Mitgliedsantrag ausfüllen. Und wer den Kontakt sucht, kommt mit diesem ausgefüllt zu einer der nächsten Veranstaltungen, die Sie, liebe Leser, unter was, wann, wo auf unserer aalglatt-Seite finden.
Naturdenkmal wird vorbereitet
23. Januar: Im Wald hinter der Promenade sind rund um die Aranka-Wiese Baumpflegearbeiten im Gange. Die dafür verantwortliche Mitarbeiterin im Grünamt, Steffi Soldan, berichtet uns, dass bereits im Dezember in diesem flächigen Bestand mit Baumfällungen angefangen wurde. Diese habe man zuvor mit dem Ortsbeirat abgestimmt. Diese, in ihren Umfängen unterschiedlichen Bäume mussten in dieser Wintersaison weichen, da sie hier durch verschiedene Krankheiten die Verkehrssicherheit rund um die Aranka-Wiese gefährdeten.
Wir erfuhren bei diesem Gespräch mit dem Grünamt, dass im Stephan-Jantzen- Park eine sehr dicke Eiche in den Schutzstatus eines Naturdenkmals gestellt werden soll. Dafür laufen gerade jetzt die Vorbereitungen im Rathaus. Auch auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates wurde das thematisiert (aalglatt berichteten).
Ein Ausblick in den Herbst 2026: Auf Grund des Rotationsprinzips für Baumpflanzungen in der Hansestadt werden in unserem Ort Nachpflanzungen stattfinden. Das geschieht auch, um vorhandene Fehlstellungen wieder aufzuforsten. mkad
Das Hotel Neptun sucht Ihre Erinnerungen, liebe Leser, und verschenkt ein Stück Neptun-Geschichte, nämlich die historischen gelben Buchstaben vom Neptun-Portal; auf dem Foto präsentiert von der Logis-Managerin Kerstin Pingel-Scheydt, dem Chef de Partie Simon Wingenfeld, der Stellvertretenden Restaurantleiterin Lisa Wellsandt aus dem Café Panorama, Omar Sabreen aus dem Housekeeping und PR-Chefin Silke Greven. (v.l.n.r.) Foto: Hotel Neptun
55 Jahre Hotel Neptun
21. Januar: : Seinen 55. Geburtstag begeht das weithin bekannte Hotel Neptun in diesem Jahr. Ein guter Grund, das große Jubiläum am Warnemünder Ostseestrand 2026 mit zahlreichen Aktionen und Angeboten gebührend zu feiern. Das traditionsreiche 5‑Sterne-Haus lädt Gäste und die Öffentlichkeit dazu ein, das denkwürdige Ereignis mitzugestalten und mitzuerleben.
„Es ist kaum zu glauben: Wir fühlen uns noch gar nicht so alt, sondern äußerst lebendig und lebensfroh“, lacht General Manager Guido Zöllick: „Das liegt wohl vor allem an unseren zahlreichen treuen Stammgästen und natürlich an unserer tollen Mannschaft. Gemeinsam sorgen wir Jahr für Jahr für viele fröhliche Momente und ein schönes Miteinander in unserem Neptun.“
Angebote und Geschenkideen
Wer das Wiegenfest des legendären Hauses hautnah miterleben möchte, kann das ganz bequem mit seiner Urlaubsplanung verbinden. „Wir haben für unsere Gäste ein mehrtägiges Jubiläumsangebot geschnürt, das man das ganze Jahr buchen kann. Und natürlich möchten wir auch unser Geburtstags-Wochenende inklusive großer Gala mit vielen vertrauten Gesichtern, prominenten Gästen, Freunden, Fans und Partnern feiern“, freut sich der Hotelchef.
Das ganze Jahr über dürfen sich die Gäste auf eine kulinarische Zeitreise begeben. So werden neben den beliebten Neptun-Klassikern auch ein exklusives Jubiläumsmenü, ein Geburtstagseisbecher und ein bekannter Cocktail-Klassiker angeboten. Zum Jubiläum gibt es außerdem einen limitierten Wandkalender mit wunderschönen, fröhlich gezeichneten Motiven aus dem Hotel vom Warnemünder Künstler Sebastian Stave und viele weitere originelle Produkte im hoteleigenen Shop „Neptun-Welt“.
Jetzt ein Stück Neptun gewinnen
Zum großen Jubiläum macht man sich natürlich richtig schick: Aus diesem Anlass wurden die historischen, gelben Leucht-Buchstaben „H, O, T, E, L“ am Neptun-Portal erneuert und sorgfältig aufbewahrt. „Jetzt starten wir mit diesem Stück Hotelgeschichte unsere erste große Jubiläumsaktion – ein einmaliges Gewinnspiel“, verrät PR-Chefin Silke Greven: „Teilen Sie mit uns Ihre persönlichen Erinnerungen und schönsten Momente aus 55 Jahren und schreiben Sie uns, warum Sie das Neptun lieben!“, appelliert Greven an Gäste und Einheimische: „Unter allen Einsendungen verlosen wir bis zu unserer Jubiläumsgala im Sommer jeden Monat einen Buchstaben.“ Mitmachen und gewinnen kann jeder. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026.
Wer an der großen Buchstabenverlosung teilnehmen möchte, schickt seine Bilder und Geschichten an PR-Managerin Silke Greven, Hotel Neptun, Seestraße 19, 18119 Warnemünde, an s.greven@hotel-neptun.de oder postet alles auf dem hoteleigenen Facebook-Kanal. So kann man Erinnerungen teilen und mit etwas Glück einen der fünf Buchstaben im Großformat gewinnen!
Einzigartige Erfolgsgeschichte am Meer
Im Juni 1971 begann am Strand von Warnemünde die einmalige Erfolgsgeschichte: Das Hotel Neptun öffnete seine Türen und empfing bereits seine ersten Gäste mit dem Anspruch, jeden Aufenthalt zu etwas Besonderem zu machen. 55 Jahre später blickt man in dem traditionsreichen Haus stolz auf über neun Millionen Gäste aus mehr als 120 Ländern zurück. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Neptun zu einer starken Marke entwickelt und sich als exklusives Urlaubs- und Wellnesshotel mit einzigartigen Original-Thalasso-Angeboten und Tagungsmöglichkeiten etabliert. So reicht der exzellente Ruf des Hauses längst weit über die Landesgrenzen hinaus – das Hotel Neptun steht für Höchstleistungen: erstklassige Angebote, einen hervorragenden Service, gelebte Gastfreundschaft und seinen ganz besonderen Neptun-Spirit.
In den Straßen geht die Buddelei weiter
17. Januar: Die Buddelei im Ostseebad geht auch im Jahre 2026 unvermindert weiter. Fernwärmeleitungen oder/ und Wasser- und Abwasserleitungen werden verlegt.
In der Rostocker Straße, wo eigentlich in der zweiten Kalenderwoche die Arbeiten weitergehen sollten, sind aufgrund des Wetters noch keine Aktivitäten auszumachen. Glaubt man dem Wetterbericht, dann dürfen wir uns in den nächsten Tagen auf eisige Temperaturen freuen, sodass die Baustelle wahrscheinlich weiter ruht. Erfolgt der Neustart, dann ist eine Vollsperrung der Fahrbahn auf Höhe Rostocker Straße 16 bis zum Kreuzungsbereich Fritz-Reuter-Straße notwendig. Die Verkehrsumleitung wird wie zuvor über die Straße Zum Zollamt erfolgen und ist entsprechend ausgeschildert. Dieser dritte Abschnitt war eigentlich bis Anfang April geplant. Nun sind Verzögerungen sehr wahrscheinlich. Ob die gesamte Maßnahme wie geplant Mitte Mai 2026 endet, scheint derzeit unklar.
In der Rostocker Straße werden mehrere Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt. Nordwasser erneuert auf gut 300 Metern das gesamte Trinkwassersystem. Darunter fällt eine für die Versorgung des gesamten Stadtteils wesentliche Haupttransportleitung, die aufgrund ihres altersbedingten Zustandes sanierungsbedürftig ist. Zudem werden Versorgungsleitungen optimiert, zugehörige Hausanschlüsse angepasst und Schmutz- sowie Regenwasserkanäle neu gebaut. Nordwasser führt diese Baumaßnahme im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes durch, die Investitionssumme beträgt rund 1,2 Millionen Euro.
Die Stadtwerke Rostock werden zeitgleich die Fernwärmeerschließung in der Rostocker Straße sowie in den Kreuzungsbereichen der Fritz-Reuter-Straße und der Johann-Sebastian-Bach-Straße umsetzen. Rostock, vertreten durch das Tiefbauamt, wird im Anschluss an die Tiefbauarbeiten die Straßendecke erneuern. Wie Tiefbauamtsleiter Heiko Tiburtius auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung sagte, ist es das Ziel, dass die Straße bis Ende Juni komplett fertig gestellt ist. Gibt es Zeitverzögerungen, so werden die Arbeiten im Sommer unterbrochen, sodass dort Fahrzeuge während der Haupturlaubszeit rollen können. Restliche Arbeiten würden dann im September erfolgen.
Mit der Durchführung der gesamten Baumaßnahme wurde TIAS Tiesler Tief- und Hochbau GmbH aus Waldeck im Ergebnis einer europaweiten, öffentlichen Ausschreibung beauftragt.
Ist die Rostocker Straße fertig, wird die Alte Bahnhofstraße in Angriff genommen. Nach der Sommerpause, wahrscheinlich im September, starten dort die Bauarbeiten, die sich bis ins Jahr 2027 ziehen. Erneuert werden soll dort eine aus dem Jahre 1937 stammende Trinkwasserleitung auf einer Länge von 500 Metern.
Auch in der Schillerstraße sollen die Arbeiten je nach Wetter zügig weitergehen. Dort setzen die Stadtwerke den Ausbau zur Fernwärmeerschließung und zum späteren Ringschluss über die Wachtlerstraße fort. Anwohner und Gewerbetreibende haben einen Zugang zur Fernwärmeversorgung ab etwa Anfang 2027. Im voraussichtlich im Februar beginnenden Bauabschnitt 3 vom Abzweig Wachtlerstraße bis zum Nordende der Schillerstraße am dortigen Hotel-Parkhaus sind eine Vollsperrung in dem Bereich sowie eine Verkehrsumleitung geplant. Die Fußwege bleiben begehbar.
Ebenfalls gebuddelt wird in der Wachtlerstraße zwischen Schiller- und Kurhausstraße. Dieser Abschnitt hat aufgrund bestehender Verträge zur Fernwärmeversorgung Priorität.
In der Richard-Wagner-Straße, wo bereits im vergangenen Jahr umfangreiche Arbeiten durchgeführt worden sind, steht ab September noch eine kleinere Maßnahme im Zusammenhang mit einer Schmutzwasserschleppleitung an. Eine halbseitige Sperrung steht dann bevor.
Ob die Arbeiten in der Fritz-Reuter-Straße noch in diesem oder erst im nächsten Jahr beginnen, ist noch nicht entschieden. Auch dort werden die Stadtwerke und Nordwasser gemeinsam unter sehr herausfordernden Bedingungen tätig sein. Sabine Schubert
Schwimmendes Bistro auf dem Altem Strom
13.Januar: Während vielen Gastronomen landauf-landab die Puste ausgeht, blicken diese beiden gestandenen Gastronomen ganz optimistisch ins neue Jahr – Jana und Kurt Weber. Seit nun mehr als 20 Jahren haben sie mit dem Hummerkorb auf der Mittelmole ihre Visitenkarte abgegeben. Seit kurzem gehört ihnen eben dort auch die Skipper Lounge, wo einst Tankstelle und Service von Fiete Paap, dem Bootsservice, waren.
„Mach bloß keine Werbung!“ , bittet manch Warnemünder, der hier längst Stammgast ist. Trotz des scheinbar improvisierten Ambientes mit der eingehausten Terrasse, ist der Trumpf die Möblierung. Das Ambiente eines vielleicht etwas größeren Bootes, wie sie hier in unmittelbarer Nachbarschaft am Steg liegen. Kuschelige Decken und Kissen liegen bereit, Wärmestrahler sind geschaltet, wenn auf der Back Glühwein oder heiße Säfte dampfen. Der kleine Hunger kann gestillt werden, während auf der gegenüber liegenden Seite des Alten Stromes lärmender Trubel „In“ ist.
Neues Jahr. Nochmal die Ärmel hoch – sagen sich Jana und Kurt Weber und gehen in diesen Tagen in die (hoffentlich!) letzte Etappe der Bürokratie. Sie möchten vor ihr Bistro einen 9 Meter mal 19 Meter großen Ponton legen. „Wäre das nicht auch eine interessante Touristenattraktion für das Ostseebad?“ zwinkert mir der 73-jährige ehemalige Helgoländer Kurt Weber zu, der voller Tatendrang davon überzeugt ist und gern als nächsten Schritt von „seiner“ Insel auch ein traditionelles Börte Boot mit an den Alten Strom bringen möchte, das im Shuttle-Verkehr Besucher zur Skipper Lounge übersetzen könnte.
Aalglatt ist dem realistischen Traum der Beiden auf den Grund gegangen. Aus dem Rostocker Rathaus erfahren wir:
„Es hat dazu im Dezember ein Auftaktgespräch zwischen der Familie Weber und Vertretern des Hafen- und Seemannsamtes gegeben. Das Projekt zur wasserseitigen Nutzungserweiterung wurde vorgestellt. Das Konzept wird seitens der Betreiber nun geschärft und konkreter beschrieben. Eine Umsetzung in diesem Jahr erscheint realistisch.“
Aus der Reederei Kammel erfahren wir, dass der recht schmale Alte Strom weiter für die Fahrgastschiffe gut befahrbar bleiben muss. Das ist gegeben, wenn der Ponton so gelegt wird, wenn er zwischen den vorhandenen Dalben bleibt.
Ein spannender Sommer am Strom steht bevor. Es könnte tatsächlich endlich mehr um Qualität, als um Quantität in unserem Ort gehen. Monika Kadner
Mittelmole wird Fokusprojekt
17. Dezember: Still ruht scheinbar der See bezüglich der Bebauung der Mittelmole, einem absoluten Filet-Grundstück. Erinnern Sie sich an die Vorstellung von Ideen und an all die Diskussionen, die teils sehr kontrovers geführt worden sind? Daran, dass der vormalige OB Madsen sämtliche Planungen gestoppt hat? Hat Irgendwer in der Stadtverwaltung doch die Mittelmole noch auf dem Schirm oder bleibt das große Areal weiterhin WIRO-Parkplatz? Aalglatt gab die Fragen weiter an die Pressestelle der Stadtverwaltung und erfuhr:
Die Mittelmole spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Seebades Warnemünde und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ist ein Aushängeschild der Region Richtung Ostsee. Daher wurde nach Aufgabe des Fährverkehrs nach Gedser und Verkauf der Grundstücke an die WIRO ein großer städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt, aus dem in einem intensiven Planungsverfahren mit den Beteiligten vor Ort der Funktionsplan Mittelmole entwickelt wurde.
In einem diskursiven Prozess mit den örtlichen Kritikern des Plans, den Gremien des Ortsbeirats und der WIRO wurde nach politisch mehrheitsfähigen und wirtschaftlich realisierbaren Lösungen gesucht, die in einen Bebauungsplan umgesetzt werden sollten. Für einige wenige Punkte wurde keine für alle Beteiligten befriedigende Lösung gefunden, daher wurde der Prozess gestoppt.
Torsten Fischer als neuer Amtsleiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität möchte die Entwicklung der Mittelmole ihrer herausragenden städtebaulichen Bedeutung wegen nun zu einem Fokusprojekt für die Entwicklung des Seebades Warnemünde machen. Er hat das Thema daher wieder auf die Agenda des Amtes gesetzt. Aktuell werden die Voraussetzungen für eine mögliche Planung und Umsetzung geprüft und entsprechende Gespräche mit den beteiligten Akteuren geführt. Wichtig für das Gelingen ist ein starkes Commitment mit Politik und dem Grundeigentümer.
Sie fallen auch Folkert Janssen und Dr. Karin Guthoff sofort ins Auge, die sieben grünen Tafeln, die unterhaltsam über den Maler Edvar Munch berichten und ganz neu im Stadtbild zu finden sind. Foto: mkad
Raus aus dem Haus zum Munch-Pfad
4. Dezember: „Raus aus dem Haus!“, sagten sich Mitglieder vom Verein des Munch Hauses. Dabei ist dieses denkmalgeschützte Fischerhaus am Alten Strom schon seit rund 30 Jahren immer etwas Besonderes.
Raus aus dem Haus? Aus dieser Begegnungsstätte norwegischer und deutscher Künstler? Aus dem Treff von Warnemündern mit norwegischer Lebensweise?
Das Haus, dieses Kleinod am Strom, bleibt, wie es der Verein konzipiert hat. Aber es soll mehr werden: Ein ganz augenscheinliches, beim Spaziergang erlebbares Angebot für Einheimische und Touristen, um Edvard Munchs 18-monatigen Aufenthalt in Warnemünde von Mai 1907 bis Oktober 1908 noch deutlicher zu machen.
Die Idee eines Munch-Pfades kristallisierte sich gemeinsam mit dem Kulturausschuss des Ortes und dem Ortsbeirat heraus. Zunächst entstand eine digitale Schnitzeljagd von Wegen, die der Maler gegangen war. Szenen seiner Bilder stellten die Schüler der ecolea vor gut vier Wochen zur Première des Pfades nach, machten Fotos – und waren begeistert über diesen Bound „Edvard Munch in Warnemuende“, der sich vor allem an Jugendliche wendet.
Parallel dazu sind seit heute sieben grüne Tafeln neu im Stadtbild des Ostseebades zu entdecken, die über Munch in Schrift, Bild und bald auch in Ton berichten. Es ist alles historisch korrekt, aber Ulrich Groß, Vorsitzender des Vereins, fand in Briefdokumenten herrliche, teils unbekannte Anekdoten über den Maler. Ansichtskarten aus dem Schatz des Heimatmuseums vervollständigen diese vor Informationen überquellenden neuen grünen Tafeln Warnemündes. Auch dank eines QR-Codes!
Mit einem kleinen Stückchen mehr Kulturgeschichte kann sich sehr offensichtlich nun Warnemünde schmücken, ja, mit einem touristischen Mehrwert, weil der Munch-Verein beschloss: „Raus aus dem Haus!“ Monika Kadmer
Die neue Anzeigetafel hält zahlreiche Wetter- Daten bereit. Foto: Rudolf Kemnitz
Top aktuell: neue Anzeigetafel an der Wetterstation
28. November: Vermisst haben viele Warnemünder, aber auch Touristen die Anzeigetafel an der Wetterstation in der Seestraße. Bei einem Bummel auf der Seepromenade beispielsweise gehörte es einfach dazu, mal zu gucken, wie das Wetter tatsächlich ist und was sich möglicherweise über uns zusammenbraut. Die alte Anzeige wurde im Dezember 2021 demontiert, nachdem im September 2021 auch die letzte Mitarbeiterin die Warnemünder Dienststelle verlassen hat und mit neuen Aufgaben zu einem anderen Geschäftsfeld wechselte. Damit war das zum Teil händische Einpflegen der Wetterdaten nicht mehr gewährleistet. Dass es nun so lange dauerte, bis eine automatisch arbeitende Schautafel wieder installiert werden konnte, hat verschiedene Ursachen. Zuletzt hatte die vorläufige Haushaltsführung der Bundesregierung zu weiteren Verzögerungen geführt.
Beim Blick auf die Anzeigetafel wird man feststellen, dass die Wassertemperatur nicht mit aufgeführt wird. Das hat einen einfachen Grund: Die Messung der Wassertemperatur gehört nicht zum Standardmessprogramm einer Wetterstation. Früher war dies eine optionale Leistung, die von der personell besetzten Wetterstation miterledigt wurde. Leider kann diese Information nun nicht mehr bereitgestellt werden.
Was aber zu sehen ist auf der Anzeige sind die aktuelle Lufttemperatur, gemessen in zwei Meter Höhe, sowie die Luftfeuchtigkeit, der Luftdruck, die Windangaben sowie die Wolkenuntergrenze, gemessen direkt über der Station. Daneben werden im zeitlichen Verlauf die Lufttemperatur und die Windböen dargestellt. Alles in allem top aktuell und sehr anschaulich! Rudolf Kemnitz










